Zum Inhalt springen

«Es ist verrückt, was bei uns alles an Essen weggeworfen wird»

Frauke Watzek hat letztes Jahr ihr Studium im Umweltingenieurwesen an der ZHAW in Wädenswil begonnen. Schon vor dem Studium engagierte sich die 21-Jährige in nachhaltigen Bereichen. So arbeitete sie beispielsweise bei der Schutzstation Wattenmeer in Sylt (DE) oder auch als Imkerin. Nun ist sie aktiv im Vorstand des Vereins delikatrestessen, welcher von Studierenden des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen gegründet wurde.

Was machst du im Verein delikatrestessen?

Frauke: Das Ziel von delikatrestessen ist Foodwaste zu verringern. Während ein Drittel der Lebensmittel in der Schweiz weggeschmissen wird, versuchen wir stattdessen zusammen mit Läden in der Umgebung Lebensmittel zu retten und zu verteilen, sobald sie nicht mehr verkauft werden können. So hole ich zusammen mit meiner WG jede Woche Lebensmittel in den Läden ab und verteile sie in unseren öffentlichen Kühlschränken. Ich möchte mich nun aber auch vermehrt der Organisation im Hintergrund widmen, damit mit unseren Kühlschränken und den Kontakten zu den Läden alles rund läuft.

Inwiefern förderst du mit deinem Engagement Nachhaltige Entwicklung?

Frauke: Es ist verrückt, was bei uns alles an Essen weggeworfen wird. Für unsere Lebensmittel wird so viel Arbeit und Energie aufgewendet und danach viel zu verschwenderisch damit umgegangen. Wenn ich Lebensmittel verteilen kann, statt wegzuwerfen, kann ich nicht nur viele Ressourcen sparen, sondern auch mein Essensbudget schonen.

Wo siehst du das Potential für Nachhaltige Entwicklung an der ZHAW?

Frauke: Wie gelehrt wird, finde ich noch verbesserungswürdig. Wir müssen viel Wissen ansammeln und dann wiedergeben. Doch der praktische Ansatz ist mir vor allem wichtig: Mein gesammeltes Wissen benutzen, um etwas zu verändern.

Über «humans for sustainability @ ZHAW»: Das Engagement an der ZHAW im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung ist gross, divers und umfassend. Um die Personen hinter diesem Engagement vorzustellen, hat ZHAW sustainable eine Blogserie «humans for sustainability @ ZHAW» erstellt, welche ZHAW-Angehörige in Mini-Porträts vorstellt.

4 Kommentare

  1. Carolin Carolin

    Ein extrem spannendes Thema, danke fürs Aufnehmen. Ich habe einen HR Hintergrund und merke immer mehr und mehr, dass jeder Einzelne in Zeiten des Homeoffice nicht so wirklich darauf vorbereitet ist, nachhaltig mit Nahrungsmitteln umzugehen. Um auch Taten folgen zu lassen, organisiere in meinem privaten Netzwerk einen Clubhouse-Talk. Vielleicht möchte Frauke als Expertin mit dabei sein?

    • borz borz

      Vielen Dank für den Hinweis! Wir haben es an Frauke weitergeleitet.

  2. Ganz toll! Danke für Deinen Einsatz, Frauke.
    Evlt. wäre der Hinweis auf ähnliche Initiativen wie die in Winterthur gegründete restessbar hilfreich.

    • Nico Frommherz Nico Frommherz

      Vielen Dank für den Hinweis. Die RestEssBar ist auch ein super Projekt. Bist du da selbst aktiv oder kennst du Menschen von der ZHAW die da mitwirken? Da würde ich gerne Kontakt aufnehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.