Wheels of Motion

Mit ProjektPlus unterwegs: Live-Berichterstattung bei Wheels of Motion

Frühmorgens in Grindelwald, die Kamera griffbereit, das Fahrrad startklar: Für Mia, Jessie und Niels begann Wheels of Motion nicht im Hörsaal, sondern mitten in Bewegung. Im Rahmen des ZHAW-Moduls ProjektPlus begleiteten die drei Studierenden aus dem Bachelor Kommunikation und Medien ein inklusives Projekt, das körperliche Ausdauer, emotionale Begegnungen und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet. Über 5’414 Höhenmeter, vier Pässe und neun Seen.

Autor:innen: Mia, Jessie und Niels aus dem Bachelorstudiengang Kommunikation und Medien

Ein Projekt, das bewegt – körperlich, emotional und gesellschaftlich

Gemeinsam mit dem Team des Vereins Brüggli waren sie auf einer rund 327 Kilometer langen Strecke von Grindelwald bis zum Bodensee unterwegs.
Ziel war eine authentische, empathische und professionell umgesetzte Event-Berichterstattung. Diese sollte die Teilnehmenden und ihre individuellen Herausforderungen sichtbar machen und soziale Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen.

Erwartungen und Vorbereitung: Ein besonderes Kommunikationsprojekt

Bereits in der Vorbereitungsphase war klar: Wheels of Motion ist mehr als ein sportlicher Event. Die Studierenden setzten sich intensiv mit dem inklusiven Charakter des Projekts auseinander. Sie entwickelten ein Konzept für eine tägliche, videobasierte Berichterstattung. Geplant waren kurze morgendliche Reels mit Ausblick auf die jeweilige Etappe. So kamen lebendige Videoaufnahmen und Interviews während der Tour sowie Portraits einzelner Teilnehmender.

In enger Abstimmung mit den Organisatoren des Vereins Brüggli wurden Kanäle, Tonalität und Inhalte definiert. Neben der inhaltlichen Planung spielte auch die logistische Vorbereitung eine zentrale Rolle. Denn gefilmt, interviewt und erzählt wurde direkt aus der Bewegung heraus. Teilweise geschah dies sogar vom Fahrrad aus.

Die Projekterfahrung: Spontanität, Nähe und Verantwortung

Während der sechstägigen Tour arbeiteten die Studierenden unter hohem Zeitdruck und in ständig wechselnden Situationen. Tagsüber wurde gefilmt, interviewt und beobachtet, am Nachmittag und Abend geschnitten, geschrieben und publiziert. Die Inhalte erschienen laufend auf LinkedIn, YouTube und der Projektwebsite – oft spätabends, während bereits die nächste Etappe geplant werden musste.

Besonders prägend war der direkte Austausch mit den Teilnehmenden und ihren Beeinträchtigungen. Diese Begegnungen erforderten ein hohes Mass an Einfühlungsvermögen, Respekt und Aufmerksamkeit. Zudem stärkten sie das „Designer’s Mindset“, bei dem Zuhören, Beobachten und Verantwortung im Zentrum stehen. 

Das Ergebnis ist eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Dokumentation des Events. Neben der technischen und organisatorischen Professionalität stand vor allem der respektvolle, persönliche Austausch mit Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt. Eine Erfahrung mit Wirkung über das Projekt hinaus.

Ein Beitrag zum ZHAW-Strategieziel Soziale Nachhaltigkeit

Das Projekt leistet einen konkreten Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit, indem Menschen mit Behinderungen und sozialer Benachteiligung sichtbar gemacht und ihre Leistungen wertschätzend dargestellt werden. Die einfühlsame Berichterstattung fördert Verständnis, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig stärkt die mediale Reichweite die langfristige Wirkung des Projekts über den Event hinaus. Ausserdem erhöht dies das Bewusstsein für inklusive Initiativen.

Das Projekt wurde finanziell unterstützt vom Instant Impact Fund der ZHAW-Initiative ZHAW sustainable.

Was haben die Studierenden durch das Projekt gelernt?

Die Studierenden lernten, unter realen Bedingungen und hohem Zeitdruck professionell, flexibel und verantwortungsvoll zu arbeiten. Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit Menschen mit Behinderungen, der neue Perspektiven auf respektvolle, sensible und empathische Kommunikation eröffnete. Die kontinuierliche Produktion von hochwertigem Video- und Text-Content schärfte zudem technische, organisatorische und kommunikative Kompetenzen.

Grösstes Take-Away aus dem Projekt

Das zentrale Take-Away war die Erkenntnis, wie stark persönliche Begegnungen die eigene Haltung und Perspektive verändern können. Eine der beteiligten Studierenden entwickelte durch diese Erfahrung den Wunsch, künftig in einem sozialen oder gesellschaftlich engagierten Berufsfeld zu arbeiten. Das ist ein nachhaltiger Effekt des Projekts über die fachlichen Lernziele hinaus.

Ein grosses Dankeschön geht an alle Beteiligten! Insbesondere an den Verein Brüggli, die Teilnehmenden von Wheels of Motion sowie die Studierenden Mia, Jessie und Niels.

Wir freuen uns auf die nächste Durchführung des ProjektPlus mit Wheels of Motion im 2026.


ProjektPlus am IAM MediaLab

Das Modul ProjektPlus wird vom IAM MediaLab organisiert und findet jedes Semester statt. 
Die Studierenden werden dabei von erfahrenen internen Coaches begleitet und setzen reale Kundenaufträge oder eigene Projektideen selbstständig um. 

Im Fokus stehen die Kundenkommunikation, Projektmanagement, kollaborative Zusammenarbeit im Team sowie die professionelle Umsetzung unter realen Bedingungen. 








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