Mit Sprachen neue Wege gehen: Eine Karriere nach dem Bachelor Mehrsprachige Kommunikation

Wie sieht eine Karriere nach dem Studium Mehrsprachige Kommunikation aus? Die Alumna Claudia Magas zeigt, wie vielseitig ein Sprachstudium sein kann – und wie der Quereinstieg ins Marketing gelingt.

Autorin: Serap Bulut

Vielseitiger Werdegang mit internationaler Erfahrung

Der Werdegang von Claudia Magas ist vielseitig. Als Tochter einer Österreicherin und eines Kroaten wuchs sie zweisprachig auf. Nach der Matura verbrachte sie ein Jahr als Au-pair in den USA, absolvierte anschliessend die Hotelfachschule und arbeitete zehn Jahre im Hotel- und Eventmanagement. Parallel dazu war sie international als selbstständige Fotografin tätig und reiste für Shootings unter anderem auf die Seychellen, nach Dubai und nach Curaçao. In dieser Zeit baute sie ein breites Netzwerk auf und sammelte interkulturelle Erfahrungen. Mit der Coronapandemie kam der Einschnitt. 

Neustart in der Pandemie

Die Pandemie wurde für Claudia zum Wendepunkt. «Ich war gezwungen, etwas Neues zu starten.» Sie entschied sich bewusst für einen beruflichen Richtungswechsel. Kurz darauf entdeckte sie ein Plakat der ZHAW zum Bachelor Mehrsprachige Kommunikation (ehemals Angewandte Sprachen) und bewarb sich für das Studium mit der Vertiefung Mehrsprachige Kommunikation (neu Multimodale Kommunikation & Translation). 

Rückblickend beschreibt sie das Studium als logische Weiterentwicklung ihres bisherigen Weges. Die interdisziplinäre Ausrichtung, in der Sprache, Kultur, Kommunikation und Wirtschaft ineinandergreifen, habe ihr Profil geschärft und neue Perspektiven eröffnet. 

Claudia (rechts) gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Sarah Braun in der Dolmetscherkabine während des Bachelorstudiums Mehrsprachige Kommunikation

«Wer ein Studium sucht, das Türen öffnet, dem kann ich den Bachelor Mehrsprachige Kommunikation empfehlen. Für mich war er das Sprungbrett in einen Job, der mich fordert und erfüllt.»

Claudia Magas

Karriere im Marketing: Von der Spezialistin zur Head of Marketing

Kurz nach ihrem Abschluss startete sie als Marketing Specialist bei LEDVANCE. Bereits ein Jahr später übernahm sie die Funktion als Head of Marketing und verantwortet heute sämtliche Marketingaktivitäten des Unternehmens in der Schweiz. 

Sprachliche Präzision und kulturelles Feingefühl prägen ihren Berufsalltag. Besonders schätzt sie die Entwicklung humorvoller Kampagnen, bei denen sie ihre Kompetenzen in der kreativen Übersetzung gezielt einsetzt. Dabei denkt sie gerne an ihre Französisch- und Italienisch-Dozentinnen Agnes und Andrea zurück. 

Sprachen sind für Claudia bis heute Ausgleich und Inspiration zugleich. Neben Französisch, Italienisch und Englisch eignete sie sich ab dem 4. Semester zusätzlich Koreanisch an, das sie im Tandem mit zwei Koreanerinnen – eine in Seoul und eine in Basel – vertieft. Demnächst fliegt sie zum ersten Mal nach Korea und ist gespannt, wie gut sie sich im Alltag verständigen wird. 

Claudia bei ihrem neuen Sprachziel: Koreanisch.

Vielseitigkeit und Künstliche Intelligenz im Berufsalltag

Claudia verbindet kreative Aufgaben mit organisatorischen Anforderungen und wechselt flexibel zwischen unterschiedlichen Rollen. Diese Kombination ist insbesondere in einem dynamisch wirtschaftlichen Umfeld ein Vorteil. 

Ein Thema, das damals während ihres Studiums noch am Rand stand, ist heute zentral: Künstliche Intelligenz. KI unterstützt sie im Berufsalltag etwa bei Textentwürfen, Recherchen oder Datenanalysen. Gleichzeitig ist für sie klar, dass Technologie menschliche Expertise nicht ersetzt. Gerade im mehrsprachigen Schweizer Markt sind Fachwissen, sprachliche Präzision sowie ein Gespür für Zielgruppen, Tonalität und Idiomatik entscheidend. «KI ist ein Werkzeug, aber der Mensch bleibt entscheidend für die Qualität.», sagt Claudia. 

Rückblick und Empfehlung

An ihre Studienzeit erinnert sie sich gerne zurück. Sie schätzte die offene Atmosphäre, den Austausch mit Dozierenden und die entstandenen Freundschaften. Ein Studium, so ihre Überzeugung, verändert einen Menschen nachhaltig. 

Allen, die einen neuen Bildungsweg in Betracht ziehen, rät sie:  

«Just do it! Es lohnt sich.»

Claudia Magas

Sie bereue es jedenfalls nicht, sich mit 43 Jahren neu orientiert zu haben. 

Herzlichen Dank für den erhellenden Einblick in deinen beruflichen Werdegang, liebe Claudia. 


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