Bike to Work: ZHAW radelt anderthalb Mal um die Erde

In den Monaten Mai und Juni hat die ZHAW an «Bike to Work» teilgenommen. Mitarbeitende sowie Studierende waren dazu aufgerufen, den Weg zur ZHAW mit dem Velo zurückzulegen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

201 Mitarbeitende und Studierende haben sich verteilt auf 53 Teams in diesem Jahr an der Aktion Bike to Work beteiligt. Sie sind während zweier Monate an durchschnittlich 77 Prozent ihrer Arbeitstage Velo gefahren. Kein Weg war zu weit, denn Teilnehmende durften ihre Velofahrt auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kombinieren und eine Teilstrecke strampeln. An Home Office-Tagen konnten auch private Velofahrten in den Kilometer-Kalender eingetragen werden.

Rekordkilometer und unerwartete Hindernisse

Das Team Wintiriders mit Roland Hofmann, Marc Weibel, Michaela Tanner und Madlen Riklin (v.l.n.r.) hat den diesjährigen Kilometerrekord aufgestellt.

Alles in allem sind die Mitarbeitenden und Studierenden exakt 58’778 Kilometer im Velosattel gesessen. Massgeblich dazu beigetragen hat das Team «Wintiriders», das mit 2’949 Kilometern den diesjährigen Kilometerrekord an der ZHAW aufgestellt hat. Davon gehen allein 2’239 Kilometer auf das Konto von Marc Weibel, Dozent an der School of Management and Law – selbstredend hält er damit den Kilometerrekord unter den Teilnehmenden an der ZHAW. Als leidenschaftlicher Radrennfahrer nutzt er seinen Arbeitsweg als Trainingseinheit – auch in den übrigen Monaten. «Ich fahre rund 10’000 bis 12’000 Kilometer im Jahr. Im Mai und Juni war ich jeden Tag mit dem Rennrad unterwegs», sagt Marc Weibel, für den die diesjährige Challenge am Ende noch eine unangenehme Überraschung bereithielt. «Am letzten Tag von Bike to Work ist mir eine Katze über den Weg gesprungen. Ich bin gestürzt und böse auf dem Rücken gelandet. Daraufhin habe ich spontan entschieden, mir am 1. Juli einen Ruhetag zu gönnen.»

Dauerbrenner trotz platter Reifen

Äusserst diszipliniert war auch das Team «FoodCycle» unterwegs. Die vier Team-Mitglieder vom Campus Grüental in Wädenswil haben an 98 Prozent ihrer Arbeitstage eine Velofahrt unternommen und dabei 2’729 Kilometer zurückgelegt. Den sogenannten inneren Schweinehund so konsequent zu überwinden, sei ihnen dabei nicht mal schwergefallen, sagen die «FoodCyclists» unisono: So lasse sich eine sportliche Aktivität in den Alltag integrieren, mit dem Velo seien sie zudem flexibler oder gar schneller unterwegs als mit dem ÖV und Velofahren in der Natur sei ohnehin vielmehr eine Belohnung als eine Überwindung. Ganz ohne Panne ging es aber auch hier nicht: Nadina Müller hatte auf ihrem 20 Kilometer langen Weg von Uerikon nach Wädenswil bereits am ersten Tag einen Platten, obwohl das Velo frisch aus dem Service kam. Ihr Teamkollege Claudio Beretta hatte gar mit einem Platten an seinem vermeintlich «unplattbaren» Pneu zu kämpfen, der unerwartete Bruchstellen aufwies.

Das Team FoodCycle mit Claudio Beretta, Nadina Müller, Pius Meier und Tamara Schmid (v.l.n.r.) war nicht zu stoppen.

Bike to Class als Alternative

Nicht nur Mitarbeitende der ZHAW sind fleissig mit dem Velo unterwegs gewesen. Auch einige Studierenden-Teams waren am Start, darunter das Team «Mos am Bik» am Departement Gesundheit. «Velo fahre ich auch ohne Bike to Work, da ich es gemütlicher finde und sogar schneller als mit den ÖV bin. Aber die Aktion hat bei mir eine Art Wettkampfgefühl mit meinen Teamkolleginnen hervorgerufen», sagt Siria Furter, die mit 95 Prozent Veloquote und 323 Kilometern den teaminternen Wettbewerb der vier Ergotherapie-Studentinnen für sich entschieden hat. Auch die vier Chemie-Studentinnen vom Team «Erythropoetinly» (abgeleitet vom Dopingmittel Erythropoetin, kurz EPO) brauchten keine extra Motivationsspritze, wie Jessica Sturzenegger berichtet: «Den Grossteil der Zeit war das Wetter gut und Bike to Work hat uns angeregt, auch während der Lernphase an die Hochschule zu fahren.»

Eingesparte Emissionen für alle ein Gewinn

Nach zwei Monaten Bike to Work sind das die Ergebnisse der ZHAW.

Ranglisten hin oder her – bei Bike to Work gewinnen alle. Die Teilnehmenden fördern ihre eigene Gesundheit und reduzieren im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln ihre CO2-Emissionen. Indem die Mitarbeitenden und Studierenden in den beiden Aktionsmonaten insgesamt rund anderthalb Mal um die Welt geradelt sind, haben sie laut Berechnungen von Bike to Work 8’464 Kilogramm CO2-Äquivalente eingespart. Schweizweit haben in diesem Jahr über 80’000 Menschen an der Aktion teilgenommen und total rund 22 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Was ist euch alles passiert beim diesjährigen Bike to Work? Waren zwei Monate auf dem Velo zu viel? Schreibt es uns in die Kommentare.


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