Echter Mehrwert für Winterthurer Startup-Szene

Startup Guide Winterthur: Neues Online-Portal für Startups mit Fragen zum Thema Gründen

Die Winterthurer Startup-Szene wächst ununterbrochen. Und mit ihr auch die Nachfrage nach einem Portal, welches einen Überblick über Organisationen und Startup-Förderer aus der Region Winterthur gibt. Der kürzlich lancierte Startup Guide Winterthur bringt Gründungsinteressierte und Jungunternehmende mit passenden Ansprechpartnern in Kontakt und beantwortet Fragen zum Angebot rund um das Thema Gründen. Hinter der neuen Online-Plattform steht eine unkomplizierte Trägerschaft von Organisationen, die sich die Unterstützung einer lebhaften Startup-Szene in der Region Winterthur zum Ziel gesetzt haben: der Technopark Winterthur, der ZHAW Entrepreneur Club, die ZHAW School of Management and Law / Center of Innovation and Entrepreneurship, und das House of Winterthur. Gemeinsam wollen sie mit dem digitalen Verzeichnis Firmengründerinnen und Firmengründern den Einstieg in das Geschäftsleben erleichtern. Details über die Geburtsstunde des Startup Guide Winterthur erfahren Sie hier.

CHF 150 Tausend für Runway-Startup Prognolite für Reduktion von Foodwaste

Gastronomiebetriebe werfen viele Lebensmitteln in den Abfall. Gemäss Prognolite entstehen Schweizweit 265‘000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle im Ausser-Haus-Konsum. Und das pro Jahr! „Hier möchten wir mit unser Software ansetzen und vor allem den Küchenchefs helfen, Lebensmittelabfälle zu vermeiden“ sagt Mitgründer von Prognolite Simon Michel. Prognolite wurde im Jahr 2016 durch Roman Lickel und Simon Michel gegründet. Seit Ende 2016 hat das Startup seine Offices im ZHAW eigenen Inkubator Runway und wird dort im Aufbau des Geschäfts unterstützt.

Umsatzprognosen und die Reduktion von Foodwaste

Doch wie funktioniert das Ganze? Zuerst muss man verstehen, dass Foodwaste auf verschiedene Arten entstehen kann:

  • Überproduktion: Es wird zu viel gekocht – vermeidbar
  • Tellerrückgabe: Es wird z.T. aufgrund zu grosser Portionen nicht aufgegessen – vermeidbar
  • Rüstabfälle: Bei der Zubereitung entstehen Abfälle – unvermeidbar

Gemäss Roman Lickel entfällt dabei der grösste Teil des vermeidbaren Foodwastes auf die Überproduktion – rund drei Viertel. Und hier setzt die App von Prognolite an. Sie erzeugt aus diversen Einflussgrössen (Kassentransaktionen, Wetter, Feiertage, Ferien, etc.) eine Prognose für den erwarteten Absatz von bestimmten Lebensmittelgruppen. Dank diesen Informationen können die richtigen Mengen eingekauft und zubereitet werden. Durch diese automatisierten Prognosen kann die Überproduktion um bis zu 70% reduziert werden.

Klimastiftung Schweiz spricht CHF 150 Tausend für Prognolite

Das Ganze hat nicht nur einen Einfluss auf die Rentabilität des Gastrobetriebes, sondern natürlich auch auf das Klima. Food wird nicht nur an- und Abfall abtransportiert, sondern belastet auch bei der Produktion die CO2-Bilanz. Das Team von Prognolite stützt sich bei seinen Abschätzungen auf die Berechnungen des CO2-Experten Manuel Klarmann. Gemäss diesem verursacht jedes Kilogramm Foodwaste ca. 3.3 Kilogramm CO2. Ein Restaurant mit CHF 2 Millionen Umsatz und ca. 70 Tausend servierten Mahlzeiten pro Jahr vermag also mit der App von Prognolite 2200 Kg Foodwaste sowie über 7 Tonnen CO2 zu vermeiden. Diese Rechnung hat auch die Klimastiftung Schweiz überzeugt: Sie sprach im Oktober 2017 CHF 150 Tausend zur Förderung von Prognolite.

Wo finden Social Entrepreneurs Unterstützung?

Prognolite verfolgt – wie viele Startups unserer Zeit – nicht nur finanzielle Ziele. Vielmehr möchten die Gründer mit ihrem Unternehmen gesellschaftliche Herausforderungen mit unternehmerischen Ansätzen lösen. Es geht ihnen also primär um einen Impact, den sie mit ihrer App zugunsten einer CO2-Reduktion bewirken können. Sekundär möchten Sie selbstverständlich auch Geld mit ihrem Startup verdienen.

Die School of Management und Law (SML) der ZHAW unterstützt seit Ende 2017 das sogenannte Impact Entrepreneurship mit einem eigenen Programm:

  • Unterstützung für jährlich 3 Teams
  • Beschleunigung und Begleitung über 6 bis maximal 12 Monate
  • Co-Working-Space: 1-4 kostenlose Arbeitsplätze im Runway
  • Zugang zur Runway-Community und -Netzwerk
  • Individuelles Coaching: Coach mit Themen-/Startup-Erfahrung sowie individuelles Coaching 4h/Monat
  • Punktuelle Fachberatungen aus dem ZHAW-Umfeld
  • Training & Workshop

Aufnahmekriterien:

  • Opportunität mit sozialem Impact
  • Schlagkräftiges Team mit ≥ 1 SML-Bezug

Bewerbungen:

Bewerbungen können online eingereicht werden. Die 3 verfügbaren Plätze für das Jahr 2018 werden auf einer «first-come, first served» Basis vergeben:

Hier Bewerbung einreichen!

3. Energy Startup Day am 30.11.2017 im Technopark Zürich

Wir freuen uns auf den Energy Startup Day am 30.11.2017 mit 36 spannenden Startups aus den Bereichen:

  1. Energy efficient solutions
  2. Promotion of sustainability and renewable energy
  3. Decentral energy production/recovery/storage
  4. Services for decentral energy production
  5. Services for utilities and cities
  6. Transportation solutions

Interessiert dabei zu sein? Noch gibt es letzte Tickets www.energy-startup-day.ch

Career Warm-up am 10.10.2017 ab 18 Uhr in der ESSE Bar Winterthur – Thema: Social Startups

An alle Gründungsinteressierten und Gründer der ZHAW

Social Entrepreneurship: Geschäftsideen, die die Welt verändern

Unternehmertum hat viele Facetten. Nicht immer geht es darum, mit einer Idee das grosse Geld zu verdienen. Immer mehr Gründer und Gründerinnen stellen sich wichtigen sozialen oder gesellschaftlichen Herausforderungen, indem sie neue, innovative Lösungen entwickeln. Man nennt sie «Social Entrepreneurs». Ihre Motivation? Die Welt mit klugem Wirtschaften verbessern ohne dabei auf reinen Profit aus zu sein. Beim Career Warm-up gibt Dir Startup Expertin Nadia Rainone von seif einen Einblick in Social Entrepreneurship und Du erfährst wie die ZHAW Studierende mit sozialen Geschäftsideen gezielt fördert. Zudem gibt es News von den ZHAW Startup Challenge Gewinnern Nexenic von der School of Engineering. Gemeinsam mit Euch gehen sie beim Career Warm-up auf die Abenteuerreise der letzten 6 Monate, berichten von ihren Erfahrungen und nehmen dabei kein Blatt vor den Mund.

Jetzt zum Career Warm-up anmelden!

Die Eckdaten in Kürze:

  • 10. Oktober 2017, ab 18 Uhr
  • ESSE Bar Winterthur, Rudolfstrasse 4, 8400 Winterthur
  • Eintritt Frei
  • Studierende, Mitarbeiter, Assistierende, PostDocs und Dozenten sind alle herzlich eingeladen
  • Es gibt Getränke und einen kleinen Apéro inklusive.

So proud! Nexenic gewinnt den People’s Choice Award in den USA!

Das Daumendrücken hat sich gelohnt! Gestern fand das grosse Finale der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge in Virginia (USA) statt und die ZHAW darf sich freuen. Das Team Nexenic (früher funicX), bestehend aus den beiden Systemtechnik Absolventen der School of Engineering Claudio Ruiz und Reto Muhl sowie Astrid Besmer von der UZH, gewinnt den mit 5’000 CHF dotierten People’s Choice Award. Zuvor hat Nexenic im Mai 2017 die ZHAW Startup Challenge gewonnen.

Wenn das Team wieder zurück ist, zieht es in den ZHAW RUNWAY Incubator ein, wo es gecoacht wird, um das Produkt, eine portable erwärmbare Lunchbox, bis zur Marktreife weiterzuentwickeln. Wir können also gespannt sein, wie es mit Nexenic weitergeht und gratulieren noch einmal ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg!

Astrid Besmer, Claudio Ruiz und Reto Muhl – Die strahlenden Gewinner des People’s Choice Award bei der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge in den USA

Kostproben aus dem von Nexenic entwickelten Steamer für die Jury: Früchte mit leckerer Swiss Chocolate

Nach dem grossen Finale muss der Erfolg auch gebührend gefeiert werden 😉

Energy Startup Day 2017 – Der Event für innovative Startups und Unternehmen im Energiesektor

Energiestartups aufgepasst! Am 30. November 2017 findet der Energy Startup Day zum dritten Mal in Folge statt. Dieser entwickelt sich allmählich zum absoluten Muss für innovative Energie- und Cleantech-Startups, um wertvolle Kontakte zu knüpfen und potentielle Kooperationspartner kennenzulernen. Im Mittelpunkt des Events steht daher der Austausch zwischen Startups und etablierten Unternehmen des Energiesektors. Abgerundet wird der Event von spannenden Vorträgen, 1-to-1 Meetings und einer Postersession.

Organisiert wird der Energy Startup Day vom Center for Innovation & Entrepreneurship der ZHAW School of Management and Law, von der Group for Sustainablility and Technology und dem Energy Science Center der ETH Zürich, sowie vom Impact Hub Zürich. CKW und BKW unterstützen den Event als Partner.

Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen. Für Startups ist die Teilnahme kostenlos. Weitere Informationen finden Sie auf energy-startup-day.ch

Für Nexenic beginnt die aufregende Reise!

Für die diesjährigen ZHAW Startup Challenge Gewinner hat gestern die Reise zur VTKW Global Entrepreneurship Challenge begonnen. Nach über 8 Stunden Flug ist das Team Nexenic in Viginia (USA) angekommen.

In den nächsten Tagen lernen sie die anderen internationalen Teilnehmer kennen und bereiten sich auf ihren finalen Pitch am 24. August 2017 vor. Nexenic wird sowohl die ZHAW als auch als Stellvertreter der Schweiz im Wettbewerb teilnehmen.

Ihr wisst gar nicht so genau, mit welcher Idee die drei Studierenden des Deptartements T im Wettbewerb antreten? Schaut euch das Video an.

Natürlich darf bei so einem Trip auch ein bisschen Sightseeing nicht fehlen. Wir halten euch auf dem Laufenden, was das Team in den nächsten Tagen in Virginia erlebt und drücken ihnen schon jetzt ganz fest die Daumen!

Startup Challenge Gewinner 2015 EntoLog lösen sich auf

Interview mit Stefan Klettenhammer von ENTOLOG

 

Entolog löst sich nach knapp 3 Jahren Tätigkeit – davon das letzte Jahr im Runway – auf. Bevor wir auf die Hintergründe eingehen: Kannst du kurz beschreiben, was Entolog war?
2014 entwickelte ich für meine Masterarbeit eine Methode, um Protein aus Insekten zu extrahieren. Als Beispiel für eine Anwendung dieser Methode entwickelten wir einen Proteinriegel. Mit wir meine ich mich und Meinrad Koch, den ich während des Studiums kennengelernt habe.

Proteinriegel aus Insekten

Entolog war rasch in vielen Medien präsent und ihr wurdet beinahe über Nacht zu einer Bekanntheit!
Ja das war unglaublich. Offenbar waren wir mit dem Thema als eines der ersten Teams am Start. Wir haben dann die Methode weiterentwickelt. Unser Ziel war es, den Prozess zu schützen und dann die Technologie zu lizenzieren.

Ihr wurdet von den Medien etwas überrumpelt und musstet euch schnell entscheiden, wie und mit welchen Ressourcen weiterzufahren. Auch habt ihr euch eine Teilzeit-Anstellung überlegt. Was waren eure konkreten Herausforderungen?
Die Finanzierung unserer nächsten Schritte und die Aufteilung der Anteile an der Firma bereiteten uns Kopfzerbrechen. Bezüglich des ersten Punktes war es so, dass wir ja ohne finanzielle Mittel nicht weitermachen konnten, andererseits uns ja auch nicht anstellen lassen konnten, da wir dann keine Zeit mehr für unser Projekt gehabt hätten.

EntoLog gewann 2015 den Peoples Choice Award beim internationalen Startup Wettbewerb in Virginia (USA)

Du hast dich dann für einen „Mittelweg“ entschieden.
Genau: Zum einen habe ich mich Teilzeit anstellen lassen, zum anderen habe ich Entolog ohne Meinrad weitergeführt. Meine Anstellung bei einem innovativen Schokoladen-Startup, welches ein komplett neues Verfahren für die Schokoladenherstellung anwendet, hat aber schnell mehr Ressourcen in Anspruch genommen als erwartet.

Dennoch hast du versucht, Entolog weiterzubringen – war das nicht im Vornherein zum Scheitern verurteilt?
Im Nachhinein muss ich wohl sagen, dass es das war. Nebst einem 80% Job ein Startup aufzubauen liegt wohl einfach nicht drin. Dennoch: Ich hatte versucht, den Extraktionsprozess zu schützen. Leider bin ich jedoch bei meinen Recherchen auf eine niederländische Firma gestossen, die bereits grosse Teile der IPs geschützt hatten. Nach dieser Erkenntnis habe ich noch etwas mit Proteingetränken experimentiert und versucht, auf diese Weise weiterzukommen. Schliesslich musste ich mir eingestehen, dass es wohl zu viel ist – ich fokussiere mich deshalb jetzt auf meinen „Schokoladen-Job“, der mir auch sehr viel Freude bereitet.

Du und Meinrad seid ja zu Beginn fast etwas in die Startup-Situation „reingeraten“. Was würdest du jemandem raten, der auch auf so eine Art und Weise zu einem eigenen Startup kommt?
Wichtig ist es, die Verhältnisse im Team so rasch wie möglich zu klären – dies unabhängig vom Geld. Wir haben das einfach zu lange rausgezögert.

Ist es überhaupt möglich, eine Geschäftsidee von eurer Dimension als junge Studenten zu stemmen?
Wenn ich unser Startup im Schokoladengeschäft anschaue muss ich sagen, dass unser Vorhaben schon eine grosse Schuhnummer war. Disruptive Innovationen brauchen schnell viel Startkapital. Wir hätten viel Kapital gebraucht und wohl noch etwas früher als die niederländische Konkurrenz unseren Prozess bereits schützen sollen. Dies weiss man eben später. Zumindest sieht man, dass wir auf den richtigen Weg gewesen wären. Auch wenn uns viele für blauäugig angeschaut haben, so sind Insekten heute als Lebensmittel zugelassen. Vor 4 Jahren hätte dies wohl auch keiner gedacht.

Wenn du deine Zeit im Runway Revue passieren lässt – konntest du von den Erfahrungen profitieren?
Die Zeit war eine riesige Bereicherung für mich. Der Austausch mit den anderen Startups, die verschiedenen Workshops und Vorträge aber vor allem auch der Austausch mit meinem Coach war super. Ohne ihn hätte ich viele gute Ideen und Möglichkeiten nicht gesehen und die Entwicklungen im Getränkebereich waren dank ihm sehr lehrreich.

Gibt es etwas, was du anderen Foodstartups empfehlen würdest?
Generell ist es im Mainstream-Bereich schwierig. Man kommt da nicht um die Grossen – Nestlé, EMMI, Hilcona, Migros und Coop herum. Im Delikatessenbereich ist man jedoch schneller drin. Ich empfehle also eher diese Richtung.

Stefan Klettenhammer

 

 

CIE erhält Zuschlag für Startup-Ausbildung der KTI

Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) hat schweizweit die Kurse für Jungunternehmen in der Gründungszeit (Business Creation) und Wachstumsphase (Business Growth) ausgeschrieben. Das Anbieterkonsortium «Startup Campus» unter der Leitung des Center for Innovation & Entrepreneurship (CIE) der ZHAW School of Management and Law hat nach 2012 und 2014 nun bereits zum dritten Mal den Zuschlag für den Bereich Social Entrepreneurship erhalten. Das Los umfasst eine Förderung durch die KTI in der Höhe von 1,4 Mio. Franken. In Zusammenarbeit mit Social Entrepreneurship Impact & Finance (seif) sowie dem EPFL Innovation Park bietet das CIE Kurse für Startups an, deren Geschäftsidee auf einen sozialen oder ökologischen Gewinn ausgerichtet ist.

Die langjährige Erfahrung von CIE und seif in diesem Bereich hat die Experten der Startup-Förderung überzeugt. «Wir freuen uns über die Anerkennung und darauf, mit einer verstärkten Partnerschaft in die nächste Phase zu starten», sagt Jacques Hefti, Leiter von Entrepreneurship@ZHAW. 2017 gehören neu auch die ETH Zürich und die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) zum Konsortium unter Leitung des CIE. Seit der Gründung 2013 hat Startup Campus über 1’700 Jungunternehmerinnen und angehende Gründer in professionellen Trainingsprogrammen auf dem Weg zum eigenen Startup oder Spin-Off begleitet. Eine externe Evaluation der KTI beurteilt die Coachings als transparent und zielführend. 80 Prozent der beteiligten Startups schätzen die Coachings als nützlich ein.

Auskunft: Jacques Hefti, Center for Innovation & Entrepreneurship

Interview mit funicX – Gewinner der ZHAW Startup Challenge 2017

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