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„Wir sind nun voller Tatendrang unsere Idee zu verwirklichen!“ – funiX, Gewinner der ZHAW Startup Challenge 2017

Am vergangenen Freitag, den 19. Mai 2017, war es endlich so weit: Das grosse Finale der ZHAW Startup Challenge 2017 fand im Technopark Winterthur statt! Insgesamt acht Teams haben es ins Finale geschafft und präsentierten der Fachjury sowie eingeladenen Freunden und Familien ihre Ideen, an denen sie die letzten Wochen mit sehr viel Ehrgeiz und Engagement gearbeitet haben.

Doch das Wichtigste: Wer sind die diesjährigen Gewinner, die im August nach Virginia (USA) fliegen, um dort die ZHAW im internationalen Startup Wettbewerb zu vertreten?

Den überzeugendsten Business Case und Pitch hat funiX abgeliefert. Claudio, Reto und Astrid von der ZHAW School of Engineering haben eine thermoelektrische Lunchbox entwickelt. Diese soll das selbst mitgebrachte Mittagessen nicht nur schneller und schonender erwärmen als vergleichbare Behältnisse, sondern auch das Problem der langen Wartezeiten an den heiss begehrten Mikrowellen in der Cafeteria lösen. Das skalierbare Geschäftsmodell hat die Jury überzeugt. Sie selbst sagen: „Durch die ZHAW Startup Challenge haben wir herausgefunden, dass unsere Idee geschäftstauglich ist. Die Challenge war ein erster grosser Meilenstein, auf welchem wir aufbauen können. Und wir sind nun voller Tatendrang unsere Idee zu verwirklichen!“

Wir werden Reto, Astrid und Claudio nach Virginia begleiten und drücken ihnen schon jetzt fest die Daumen! 

Die besten Pitches: funiX (Winner), Swissbreeze (1st Runner-up), Brossage (2nd Runner-up) und EVORI (People’s Choice Award)

Ein grosses Dankeschön geht an den Technopark Winterthur, die ZHAW School of Management and Law, die ZHAW School of Engineering, die ZHAW School of Life Sciences & Facility Management und die Zürcher Kantonalbank für die grossartige Unterstützung dieses Events!

PostVenture 2017 – Ready to fly?

Hast Du Dich schon mal gefragt, wie die Post der Zukunft aussieht? Wusstest Du, dass die Post eine E-Voting Plattform anbietet und sich auch mit dem elektronischen Patienten-dossier befasst? Durch das Internet der Dinge, die Verschmelzung der digitalen und der physischen Welt, ergeben sich für die Post viele neue Geschäftsmodelle in völlig neuen Segmenten und für Dich viele Möglichkeiten die Zukunft von morgen aktiv mitzugestalten.

Das Center for Innovation and Entrepreneurship der ZHAW unterstützt die Post im Programm PostVenture 2017 bei der Suche nach neuen Geschäftsideen. Vielversprechende Projekte können ab sofort bis 24. September eingereicht werden. Die Initianten der zehn besten Vorschläge erhalten eine Anschubfinanzierung von bis zu
50 000 Franken.

Und so einfach geht’s: Bring Deine Idee für die Post in einem kurzen Text auf den Punkt und reiche sie bis zum 24.09.2017 auf post.ch/postventure ein. Möglicherweise schlum- mert schon jetzt die Geschäftsidee der Zukunft in Deinem Kopf. Konkret werden Ideen in den folgenden Themengebieten gesucht:

  • Crosschannel Communication
  • Business Process Outsourcing / Shared Services
  • Digital Banking
  • Vertrieb und Lösungen für Geschäftskunden
  • Digital Trust
  • E-Commerce
  • Mobilität

Setze zusammen mit der Post Dein Vorhaben in die Realität um.

 

„Die Schweiz ist der perfekte Ort, um zu gründen und auch mal etwas zu riskieren.“

Patrik Deuss, Gründer von LEDCity

 

In zwei – drei Sätzen, was macht LEDCity?
LEDCity entwickelt automatisierte Leuchtmittel mit dem Ziel, den Energieverbrauch im Beleuchtungssektor signifikant zu reduzieren. Durch die Automatisation verändern die Leuchtmittel die Helligkeit dynamisch und werden nicht rund um die Uhr unter Volllast betrieben. Das betätigen eines Lichtschalters soll der Vergangenheit angehören.

Ihr seid nun nach 9 Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Ab dem 1. Mai geht es in den Technopark Zürich, wo wir unser eigenes Büro beziehen werden. Die Wahl fiel auf Zürich – nicht zuletzt aus praktischen Gründen, denn Zürich ist für alle Teammitglieder am einfachsten zu erreichen.
Abgesehen hiervon, sind wir derzeit in den letzten Zügen der AG-Gründung. Die nächsten Schritte sind weitere Pilotprojekte, kleinere Anpassungen am Prototypen und dann geht es mit dem finalen Produkt auf den Markt.

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu LEDCity entstanden?
Alles begann während einer Vorlesung im Studiengang Energie- und Umwelttechnik. Mir wurde bewusst, dass es noch viel Potential im Beleuchtungssektor gibt, um durch die dynamische Verwendung des Lichts Energie zu sparen. Man lässt zu Hause nicht die ganze Nacht das Licht an, wieso tut man es dann draussen, z.B. in Tunnels? Es macht energetisch gesehen einen riesen Unterschied, ob man einen Tunnel 24 Stunden beleuchtet oder nur 24 Minuten, wenn es tatsächlich gebraucht wird – nämlich Faktor 60.

Nach einer kurzen Zeit, konnte ich mein Team um einen Studienkollegen erweitern. Ziemlich schnell ging es dann weiter zur ZHAW Startup Challenge, welche uns dann von der Uni in die Arbeitswelt katapultierte. Wir machten den zweiten Platz und gewannen eine sechs-monatige kostenlose Mitgliedschaft im RUNWAY Incubator. Wir beide haben keinen Business-Hintergrund und diese ganze Zeit, war für uns wie eine Art Express-BWL-Studium. Das Coaching von Thomas Schumann, die Unterstützung von Adrian Müller, Jacques Hefti, Nicolas Gehrig, Alex von Siebenthal und Yasemin Ayanoglu waren sehr wertvoll für uns und ich möchte mich an dieser Stelle gerne bei allen ganz herzlich bedanken! Auch der rege Austausch mit den anderen Startups im RUNWAY hat uns sehr geholfen und uns inspiriert – auch hier ein Dankeschön an alle.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Eines der ersten Milestones war sicherlich die Bachelorarbeit zum Thema: „Entwicklung einer interaktiven LED-Steuerung“. Diese wurde damals Dank der Einwilligung der Professoren Borth und Heinzelmann ermöglicht.
Weitere wichtige Schritte waren die ZHAW Startup Challenge und die Aufnahme im RUNWAY, das Pilotprojekt mit der ewz, die Finanzspritze von der Klimastiftung Schweiz und dem Bundesamt für Energie und schliesslich die Erstellung des zweiten Prototyps, das dem Endprodukt schon sehr nahekommt.

Wie hast du die Zeit im RUNWAY empfunden und würdest du es anderen weiterempfehlen?
Auf jeden Fall. Das Umfeld im RUNWAY wie auch im Technopark Winterthur ist sehr inspirierend, man erhält viel Unterstützung, bei Fragen ist immer jemand erreichbar, die Infrastruktur ist super … eindeutig ja.

Was sind die grössten Learnings aus deiner Zeit im RUNWAY?
Ich habe sehr viel im Business Bereich gelernt. Auch habe ich gelernt Feedback aufzunehmen und richtig einzuordnen. Es gibt Leute, die sagen «aus deiner Idee wird nichts», andere sind wiederum total begeistert… Da ist es wichtig ein Gefühl dafür zu entwickeln, wichtige Punkte aus dem Feedback herauszuziehen und sich von negativen Meinungen nicht herunterziehen zu lassen. Damit einher geht auch Ausdauer. Ein weiteres Learning aus meiner Zeit im RUNWAY. Es kann nur weitergehen, wenn man dranbleibt und an seine Idee glaubt. Dann glauben auch andere daran und es finden sich auch Gelder, wie z.B. bei uns die Finanzspritze von der Klimastiftung Schweiz und dem Bundesamt für Energie.

Wenn du nun zurückblickst, würdest du etwas anders machen?
Ich würde von Anfang an schauen, dass ich ein gutes Team zusammenstelle, bestehend aus Leuten, die ebenfalls 100 % dabei sind und nicht zu viele andere Verpflichtungen haben. Auch würde ich schauen, dass es ein durchmischtes Team ist, sodass das Kernteam bereits verschiedene Bereiche abdeckt und nicht alle den gleichen Hintergrund haben.
Man hört es oft, dennoch ich möchte es auch nochmal sagen: Fokus! Man muss nicht jedes kleine Feedback sofort in das Produkt einarbeiten, sondern das grosse Ganze sehen. Damit einhergeht auch die richtige Priorisierung der anstehenden Aufgaben. Das musste ich erst lernen.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Auf jeden Fall. Wieso denn auch nicht? Versuchen kann man es ja mal und man lernt nur dazu. Als Angestellte/r arbeiten, kann man danach immer noch.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
In der Schweiz ist man finanziell gut abgesichert. Es ist der perfekte Ort, um zu gründen und auch mal etwas zu riskieren. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten sich Unterstützung zu holen – wie z.B. im RUNWAY Incubator. Riskiert – probiert – lernt.

ZHAW Startup LEDCity hat weitere Finanzspritze erhalten

Nach Klimastiftung Schweiz – Unterstützung vom Bundesamt für Energie

In der Schweiz entfallen rund 12 % des Elektrizitätsverbrauches auf die Erzeugung von Licht. Dies entspricht der Leistung von rund 1.5 Atomkraftwerken. Mithilfe einer Steigerung der Leuchteffizienz, durch Automatisation und künstliche Intelligenz soll der Verbrauch in den nächsten 10 Jahren um bis zu 80 % reduziert werden. Zum Vergleich: Wenn alle Fahrzeuge in der Schweiz elektrisch angetrieben werden, würde der Elektrizitätsverbrauch um rund 15 % ansteigen. Die Energiereduktion im Lichtsektor würde daher der Elektromobilität in die Hände spielen.

Um dieses Ziel zu erreichen hat nach der Klimastiftung Schweiz auch das Bundesamt für Energie das Potential in LEDCity entdeckt und eine Finanzspritze gutgeheissen. Mit dem Betrag von 94‘825.- steigt die Förderung auf knapp eine Viertelmillion CHF. 

LEDCity ist ein Schweizer Startup der ZHAW welches interaktive und dynamische LED-Leuchtmittel entwickelt. Die intelligenten Leuchtmittel  können selber entscheiden, wo wieviel Licht benötigt wird. Noch zu viele Tunnel, Unterführungen, Gänge und viele weitere Standorte werden rund um die Uhr beleuchtet. Kann die Nutzungsdauer nur schon um einige Stunden reduziert werden, sinkt der Energieverbrauch signifikant. In der Praxis konnten bei Projekten jeweils zwischen 65-90 % der Energie eingespart werden.

Schon im nächsten Monat sollen die Arbeiten für eine neue Pilotanlage mit dem ewz starten. Mehrere Grossunternehmen haben bereits ihr Interesse für die innovative Lösung geäussert und werden ebenfalls in diesem Frühling eigene Pilotanlagen in Betrieb nehmen.

 

Für kinastic geht es auch im Jahr 2017 sportlich weiter

In zwei – drei Sätzen, was macht kinastic?

Papier und Stift im Fitnesscenter sind bald Vergangenheit. Durch innovative Sensoren und mobile Applikationen vernetzen wir Smartphones mit den Trainingsgeräten im Gym. Trainierende, Fitnesscenter sowie Krankenversicherer sollen von unseren Lösungen profitieren.

Michael Kubli und Alex von Siebenthal im RUNWAY Startup Inkubator

Ihr seid nun nach mehr als einem Jahr aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?

Wir haben nun ein eigenes Büro, ebenfalls im Technopark Winterthur, nur drei Stockwerke tiefer. Glücklicherweise sind wir somit also nicht allzu weit weg.

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu kinastic entstanden?
Sie ist im Studium entstanden. José und ich haben uns in einem Seminar kennengelernt, bei dem Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens mit den Informatikstudierenden zusammengebracht wurden und ein gemeinsames Projekt entwickeln mussten. Damals haben wir die relativ neue Technologie «Bluetooth Beacons» genauer unter die Lupe genommen und mögliche Anwendungsgebiete evaluiert. Durch die Bluetooth Beacons kann eine Lokalisierung des Smartphones stattfinden, das war unsere Ausgangslage. Als Fitness-Fans haben wir uns gefragt, wieso also nicht Bluetooth Beacons dafür einsetzen, dass eine entsprechende App auf dem Smartphone weiss, an welchem Gerät man gerade trainiert. So ist die Idee entstanden. Unser Dozent, Roger Seiler, hat uns dann noch den letzten Push gegeben, uns bei dem RUNWAY Incubator zu bewerben.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Der wohl wichtigste Schritt für uns war die Annahme im RUNWAY Incubator. Wäre das nicht gewesen, hätten wir wohl nicht den Mut gehabt, richtig loszulegen bzw. überhaupt loszulegen. Als wir die Zusage vom Evaluation Committee für die Aufnahme erhalten haben, hat uns der Ehrgeiz so richtig gepackt. Das war ein sehr wichtiger Punkt!

Der CTI Entrepreneurship Kurs «Business Creation» und das Coaching haben uns ebenfalls unglaublich geholfen. Erst dadurch wurde aus der Idee ein echter Business Case. Als dann unser Coach, Alex, auch noch zu uns ins Team gekommen ist, war das Gründerteam komplett und somit ein weiterer wirklich wichtiger Meilenstein erreicht. Dass wir durch den RUNWAY Incubator das Netzwerk von der ZHAW nutzen konnten und immer noch können, ist zwar kein Meilenstein aber hat uns auf jeden Fall stets geholfen Meilensteine zu setzen. Wesentliche Schritte waren sicherlich auch die Partnerschaften mit Zühlke und Swica.

Wie hast du die Zeit im RUNWAY empfunden und würdest du es anderen weiterempfehlen?
Die Zeit im RUNWAY war super und ist sehr weiterzuempfehlen! Wie schon gesagt, ohne das RUNWAY Umfeld bzw. die Menschen dort, hätten wir uns nicht getraut den ersten Schritt zu gehen. Nach dem Studium gibt es für Hochschulabsolventen viele Möglichkeiten. Wieso sollte ich nicht den gut bezahlten Job, bei dem namenhaften Unternehmen annehmen, sondern stattdessen mein einiges Ding aufbauen mit all den Risiken, die damit einhergehen? Genau hier setzt der RUNWAY an und zeigt einem Wege auf. Zum Glück, denn somit wurde bei mir so richtig der Unternehmergeist geweckt und für mich gibt’s momentan nichts Grösseres.

Was sind die drei größten Learnings aus deiner Zeit im RUNWAY?
Erstens: Der Lean-Startup-Gedanke. Besonders als Ingenieur hat man oft eine zu sehr Produkt-fixierte Sichtweise. Wichtiger ist doch aber «was möchte der Kunde?».

Zweitens: Das Eintauchen in die Startup-Welt. Wenn man sich nicht in diesen Kreisen bewegt, kriegt man gar nicht mit wie viel hier eigentlich los ist und wie viel man noch lernen kann.

Drittens: Selbstpräsentation. Wer ein Startup gründet, muss in der Lage sein immer und überall seine Idee zu pitchen. Auch hier habe ich sehr viel dazu gelernt und mich persönlich weiterentwickelt.

Wenn du nun zurückblickst, würdest du etwas anders machen?
Es gibt sicherlich einige Dinge, die wir lieber hätten anders machen sollen. Aber es waren gerade auch diese Dinge, die dann zu großen Learnings geführt haben. Ohne diese Fehler gemacht zu haben, hätten wir heute auch nicht den Erfahrungsstand, den wir nun haben. Ich denke man muss sich ein paar Mal den Kopf anschlagen, um zu merken, wie man es das nächste Mal besser machen kann.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Sehr! Aber man muss schon auch der Typ dazu sein. Ein Startup zu gründen ist nicht vergleichbar mit einem Nine-to-Five Job. Wobei ich wahrscheinlich auch nicht gegründet hätte, wenn ich nicht in das RUNWAY Umfeld gekommen wäre. Ich würde heute vielleicht im Aussendienst einer Versicherung arbeiten… (lacht) Aber ich werde mich sicherlich nicht mehr zu einem typischen Nine-to-Five Job hinreissen lassen. Selbstständig zu sein, selbst etwas auf die Beine zu stellen und von Grund auf aufzubauen… das macht einfach Spaß! Ich weiß noch in meiner Zeit als Lehrling oder bei anderen vorherigen Jobs, habe ich morgens um 9 Uhr auf die Uhr geschaut und 16 Uhr herbeigesehnt. Heute schaue ich auf die Uhr und es ist plötzlich schon 20 Uhr und ich denke ich sollte langsam nach Hause gehen.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
Den Lean-Startup-Gedanken! Bevor du losgehst und etwas entwickelst, gehe raus und spreche mit deinen potentiellen Kunden. Wer sind deine Kunden und wollen sie das was du da produzieren möchtest überhaupt haben?

Was die Finanzen betrifft, sind wir mit unseren 3F (Family, Friends & Fools, wobei wir letztere natürlich vernachlässigten) via Wandeldarlehen sehr gut gefahren. Diese Art der Finanzierung sollte man, als Alternative zu Business Angels oder sonstigen Investoren, auch berücksichtigen.

Lasst euch und eure Idee nicht herunterziehen. Es wird immer Leute geben, die euch demotivieren und eure Idee schlecht reden werden. Aber da muss man darüberstehen – natürlich solange man nicht NUR negatives Feedback erhält… das wäre vielleicht auch kein gutes Zeichen. Auch hat sich gezeigt, dass es sehr hilfreich ist, Mentoren zu haben. Leute, die euch unterstützen, aber trotzdem noch einen «Aussenblick» haben. Oftmals ist man zu sehr in seine Arbeit vertieft, so dass man Dinge nicht mehr richtig wahrnimmt. Da hilft der besagte Blick von aussen.

Auf nach Estland! Avionix verlässt den Runway Startup Inkubator

Ihr seid im Dezember 2016 nach neun Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Es geht sehr spannend weiter. Wir haben unser Headquarter nach Tallinn, Estland verlegt. Die Idee, mit welcher wir in den RUNWAY eingetreten waren, gibt es so nicht mehr und wir sind nun mit einem IT-/Software-Produkt im B2B-Bereich als Dienstleister unterwegs. Ich möchte aber gar nicht allzu viel hierzu sagen, sondern auf den Blog-Artikel von Kenneth verweisen, worin wir unsere Gründe für den Ausstieg aus dem RUNWAY genau beschreiben: https://blog.avionix.eu/blog/the-future-of-avionix-one

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu Avionix entstanden?
Kenneth und ich sind beide begeisterte Hobby-Piloten und die Idee zu Avionix kam ursprünglich von Kenneth. Er hatte einen Cockpit Brand und war plötzlich auf die Navigation von seinem iPad angewiesen, da alles andere ausgefallen war… Das war unsere Ausgangslage. Von hier ausgehend haben wir dann geschaut, wie man die drei Schwachpunkte des iPad – Akkulaufzeit, Kühlung und GPS-Empfang – verbessern und erweitern kann. Unser Studium der Aviatik an der ZHAW hat uns hierbei als gute Grundlage gedient. An der ZHAW haben Kenneth und ich uns auch kennengelernt.

Wie seid ihr dazugekommen nach Estland zu ziehen?
Wir waren auf der Suche nach einem attraktiven Standort in Europa und wurden über eine Freundin von Kenneth auf Tallinn aufmerksam. Wir haben dann sehr schnell gesehen, dass Estland viele Vorteile bietet: den Euro als Währung, bezahlbare Mieten und Lebenskosten, eine ähnliche Kultur, ein super Ökosystem für IT-Unternehmen, … und ich habe den Strand direkt vor meiner Tür – auch wenn das Wetter zurzeit nicht so ganz stimmt.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Begonnen hat alles mit dem CTI Business Concept Kurs, bei welchem wir am Ende den Pitching-Preis erhalten haben. Das ist natürlich kein großer Preis, jedoch war das für uns der Startschuss, um richtig loszulegen.
Einer unsere größten Erfolge war es außerdem, als Alpha Startup mit einem funktionierenden Prototypen beim Web Summit gewesen zu sein.

Bereust du die Zeit, die du im Startup Incubator RUNWAY investiert hast? Was sind deine größten Learnings?
Ich bereue die Zeit im RUNWAY keineswegs. Das Coaching von Ben Graziano war sehr hilfreich für uns und wir haben so viel gelernt, dass ich es nicht in ein paar Sätzen zusammenfassen kann.

Wenn du nun zurück blickst, würdest du etwas anders machen?
Das ist eine schwere Frage. Ich hätte manche Dinge vielleicht anders gemacht, aber alles in allem war es wahrscheinlich gut, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist. Sonst wären wir heute nicht da, wo wir sind. Ich würde es aber auf jeden Fall wieder probieren, ich bereue nichts.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Ja, wenn du eine gute Idee hast und davon überzeugt bist, finanziell für einige Zeit auch ohne Einkommen gut abgesichert bist, eine starke Ausdauer mitbringst und dir klar ist, dass alles wofür du nun arbeitest, am Ende auch nichts wert sein kann.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
Die Idee ist noch lange kein gutes Produkt und der Weg ist länger als du denkst.


ZHAW Energy Startup Day ein grosser Erfolg

Der ZHAW Energy Startup Day 2016 war ein grosser Erfolg: 62 teilnehmende Firmen, davon 30 Startups, rund 150 Teilnehmer – 50% mehr als beim ersten Event im Jahr 2015. Offensichtlich hat das Konzept, in dem innovative Energiestartups mit etablierten Playern zusammengebracht werden, einen Nerv der Zeit getroffen. Teilnehmer lobten den flexiblen Ablauf, der genug Zeit für Einzelgespräche und Networking liess. Denn nur eine Stunde des Anlasses war für Vorträge reserviert, in der übrigen Zeit konnten die Teilnehmer flexibel zwischen Poster-Session, 1 to 1-Gesprächen oder Pitch-Inputs wählen. Das Konzept ging auf und viele Anwesenden gaben an, dass sie wertvolle Kontakte knüpfen und sogar Kollaborationen aufgleisen konnten.

Die Startups kamen aus den verschiedensten Bereichen, von Hardwareherstellung, z.B. effizientere, langlebige LED oder fertige Solardachmodule, über Software, z.B. eturnity, bis zu sozialen oder psychologischen Dienstleitungen, wie z.B. weAct oder BenEnergy. Klar dominant war der Fokus auf Stromthemen. Mobilität kam etwas zu kurz, was vielleicht daran liegt, dass die Schweiz keine Autoindustrie hat. Auch Heizung und Wohnen war nur durch ein Paar Startups vertreten.

Startups gaben an, den Tag optimal für die Vernetzung untereinander und das Kennenlernen von potentiellen Firmenpartnern nutzen zu können. Für einmal war die Vernetzungszeit nicht in die Pause verbannt, sondern die Poster-Sessions und Einzelgespräche waren der Haupt-Programmpunkt der Veranstaltung.

 

Wir danken unseren Eventpartnern CTI, SCCER CREST, ETH Zürich und dem Impact Hub und den Sponsoren CKW und Landis + Gyr. Weitere Informationen und Bilder vom Event finden Sie unter folgenden Links:

http://www.energy-startup-day.ch/impressions-2016/

 

RUNWAY Startup erhält 150’000 CHF Finanzspritze

LEDCity ist auf der Erfolgsspur: Erst vor Kurzem hat das innovative Tech-Startup mit seiner Idee, automatisierte und effiziente Beleuchtungsröhren zu entwickeln, den zweiten Platz bei der diesjährigen ZHAW Startup Challenge belegt. Die stolze Summe von 150’000 CHF Förderungsgeld erhält es nun von der Klimastiftung Schweiz, die zweimal im Jahr Innovations- und Effizienzprojekte finanziell unterstützt.

Der ZHAW Frühphaseninkubator RUNWAY zeigt Wirkung: Seit dem Eintritt von LEDCity in den Startup-Accelerator im Sommer 2016 arbeiten die beiden ZHAW School of Engineering Studenten Patrik Deuss und Alexander Heusch sehr intensiv an ihrer Idee.

Links Patrik Deuss rechts Alexander Heusch

Zurzeit besichtigen die Jungunternehmer im Silicon Valley innovative Firmen, sind an der Quelle zukünftiger Technik-Trends und können sich das Geschehen rund um Venture Capital Unternehmen genauer ansehen. LEDCity nimmt jetzt richtig Speed auf und ist auf dem besten Weg, sich als aufstrebendes Startup zu etablieren. Besser könnte es für das junge Startup im Moment nicht laufen. Wir gratulieren ihnen ganz herzlich zu diesen Erfolgen und werden sie auf ihrem Weg weiter begleiten.

Lies’ hier den ganzen Artikel auf startupticker.ch: http://startupticker.ch/en/news/november-2016/klimastiftung-schweiz-250-000-franken-fur-zwei-startups

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Entrepreneurship@ZHAW lädt die Gründer Niels Rot und CoatChecker zum Career Warm-up ein

career warm-up am 4.Oktober 2016

Career Warm-up am 4.Oktober 2016 in der ESSE Musicbar in Winterthur

Weisst Du, wo Du mehrere passionierte Unternehmensgründer auf einen Fleck antriffst und Dich via-à-vis mit ihnen in einer gemütlichen Atmosphäre über wichtige Gründungsthemen austauschen kannst? Rund 30 ZHAW Studierende waren am Abend des 4. Oktobers 2016 beim Career Warm-up in der ESSE Musicbar in Winterthur dabei, als die Gewinner der diesjährigen ZHAW Startup Challenge «CoatChecker» und der Social Entrepreneur Niels Rot vom Impact Hub in Zürich von ihren Gründererfahrungen erzählten und Fragen zum Thema Unternehmertum & Selbstständigkeit als Entrepreneur beantworteten.

Nach einer kurzen Begrüssung durch Jacques Hefti, Co-Direktor von STARTUP CAMPUS und Dozent an der ZHAW School of Management and Law, präsentierte CoatChecker dem Publikum, bestehend aus jungen Studierenden der ZHAW, ihre Startup-Idee. Das Team hat ein Handgerät zur zerstörungsfreien Messung von im Millimeterbereich liegenden Schichtdicken im Baubereich entwickelt und innerhalb eines Jahres einen technischen Prototyp entwickelt. Die jungen Unternehmensgründer erzählten offen über die Herausforderungen in der Anfangsphase und dass sie beinahe nicht an der ZHAW Startup Challenge teilgenommen hätten, welche letztendlich DAS Sprungbrett für CoatChecker war. Sie sind extrem froh, diese Chance doch genutzt zu haben, denn sie wurden mit dem Sieg im Mai 2016 belohnt und durften nach Virginia (USA) zur International Startup Competition fliegen, um ihre Idee einer renommierten Fachjury vorstellen. Für CoatChecker war die Teilnahme an der ZHAW Startup Challenge das Beste, was dem Startup passieren konnte. Plötzlich öffneten sich viele Türen in der Startup Welt für die jungen Gründer.

Auch Niels Rot, Co-Founder vom Impact Hub in Zürich und passionierter Gründer von mehreren Startups sieht in Startup Wettbewerben wie der ZHAW Startup Challenge ein grosses Karriere-Sprungbrett für Unternehmensgründer. Nicht selten erhalten sie ein Startkapital, Co-Working Spaces und haben Zugang zu einem grossen Netzwerk an Experten mit Gründererfahrung und potentiellen Investoren. Denn gerade in der Anfangsphase wissen viele Gründer nicht, wie sie ihr Business finanzieren sollen, abgesehen von der finanziellen Unterstützung durch Familie und Freunde. Niels rät allen Gründungsinteressierten: «Wenn ihr eine gute Idee und die nötige Leidenschaft habt, etwas Wertvolles aufzubauen, nehmt an allen Startup Wettbewerben teil, die es gibt! Wenn die Idee wirklich gut ist, findet ihr die Unterstützung, die ihr braucht. » Besonders wichtig für den Erfolg eines neuen Unternehmens ist also die innere Einstellung. Ein Startup sollte man nicht gründen, um das grosse Geld verdienen zu wollen – ganz im Gegenteil, oft verdienen Startupper gerade in der Anfangsphase kaum etwas und müssen sich auf das Nötigste beschränken. Nur ein Startupper, der die richtige «passion» hat, kann es schaffen, eine Idee ganz gross zu machen.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion stellte das Publikum so viele Fragen an die Gründer, dass letztendlich nicht genug Zeit blieb, um alle Fragen im Plenum zu beantworten. Doch die Teilnehmer hatten nach der offenen Diskussionsrunde die Möglichkeit, direkt mit den Gründern ins Gespräch zu kommen und sie mit ihren Fragen zur Startup-Gründung regelrecht zu löchern.

Ein interessanter Abend fand nach einem Apéro und inspirierenden Gesprächen in der coolen Location sein Ende.

 

Hier findest du ein paar Impressionen vom Career Warm-up: https://flic.kr/s/aHskJeCE1D

Der Event wurde vom Career Services der ZHAW School of Management and Law gesponsert. Mit den Career Services unterstützt die ZHAW School of Management and Law den erfolgreichen Übergang vom Studium in die Berufstätigkeit sowie die persönliche Karriereentwicklung der Studierenden.

 

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