Start-ups im Bereich der Energie- und Umwelttechnologien sind von der Coronakrise grundsätzlich ebenso betroffen wie andere Unternehmen. Doch da die Gesellschaft weiterhin dringend auf Cleantech-Lösungen angewiesen ist, können die Jungunternehmen auf mittlere Sicht mit guten Geschäftsbedingungen rechnen. Das ist die Kernaussage einer Umfrage des ‹Swiss Environment & Energy Innovation Monitors›, eines vom Bundesamt für Energie unterstützten Monitoring-Programms. Einzelne Cleantech-Start-ups können von der COVID-19-Krise sogar direkt profitieren.

Eine Krise stellt auch immer eine neue Chance dar. Dies gilt auch in der aktuellen Situation mit der globalen Pandemie durch Covid-19. Gewissen Unternehmen bietet die Pandemie auf kurze Frist einen neuen Absatzmarkt für ihre Produkte. Die Bereitstellung von ressourcenschonenden und effizienten Energie- und Umwelttechnologien ist eine Notwendigkeit, die über die Pandemie hinausweist.

«Start-ups im Cleantech-Sektor bieten Lösungen für dringende Klima und Umweltprobleme an; sie haben mittelfristig intakte Geschäftsaussichten, wenn sie Wege finden, die konjunkturelle
Delle der COVID-19-Krise zu überdauern», sagt Dr. Christina
Marchand, Betriebswirtschafterin am ‹Institut für Innovation
und Entrepreneurship› der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW). Diese Entwicklung unterstreicht auch der ‹Green New Deal› der Europäischen Union, der die Nachhaltigkeit zu einer Toppriorität
des Kontinents erklärt hat.

Grundlage für diese Einschätzung ist der ‹Swiss Environment
& Energy Innovation Monitor›. Diese Datenbank beruht unter anderem auf einer alljährlichen Online-Befragung von
gut 500 Cleantech-Start-ups, die Christina Marchand gemeinsam mit der Westschweizer Umweltberatungs-Firma
Eqlosion durchführt.

125 Firmen gaben in der Onlineumfrage Auskunft über ihre aktuelle Situation. Mit elf Unternehmen wurden vertiefende Interviews geführt.

Dr. Benedikt Vogel hat im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE) die Rückmeldungen der Startups zu einem Bericht zusammengefasst. Der Fachartikel steht hier zur Verfügung:

https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/10199

Weitere Informationen über den Innovation-Monitor sind hier zu entnehmen: https://www.innovation-monitor.ch/