Was würden Sie Ihrem halb so alten Ich mitteilen?
Nichts
Wann haben Sie sich zum ersten Mal “alt” gefühlt?
Schon oft, wenn mir die Knochen weh tun, also bei zunehmender körperlicher Einschränkung.
Was bedeutet für Sie “alt sein”?
Leider kein Bäumeklettern etc. mehr möglich.
Wie unterscheidet sich Ihr eigenes Älterwerden von demjenigen Ihrer Eltern oder Grosseltern?
Heute viel mehr Herausforderungen durch neue Technologien, Bilderflut, Informationsflut, Automaten, dafür bessere medizinische Versorgung.
Was möchten Sie noch erleben?
Das Heranwachsen der angeheirateten Enkel.
Worauf sind Sie stolz?
Trotz ADHS mein Leben einigermassen auf die Reihe bekommen zu haben.
Wie stellen Sie sich Ihren optimalen Alterswohnsitz vor?
Luxushotel mit eigenem Atelier.
Wie hat sich Ihr Verhältnis zum Spiegel mit dem Älterwerden verändert?
Gar nicht.
Was fanden Sie früher besser? Was schlechter?
Besser: Keine individuelle Abhängigkeit von der Digitalisierung
Schlechter: medizinische Versorgung
Was ist für Sie das Schwierigste am Altwerden?
Körperliche Einschränkungen.
Und was macht Ihnen dabei am meisten Freude?
Mit mehr Erfahrungen mehr Gelassenheit
Christiane Ghilardi ist ist in Hamburg geboren und lebt seit 1998 in WInterthur. Sie ist eine experimentierfreudige Künstlerin. Ihre Werke kreisen um Tiere, Pflanzen, Ökologie und Bewegung. Sie arbeitet mit Ready-mades, Objets trouvés, Kuhhörnern, Kuhklauen, Textilien, Leder, Fell, PET und kombiniert Blindzeichnungen mit Stickarbeiten.
