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Sharing-Boom oder Sharing-Hype? VS-Studierende publizieren neue Studie

Zum vierten Mal haben ZHAW-Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme die Studie «Shared Mobility» durchgeführt. Hierfür haben sie in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse aus Zürich, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Barcelona zeigen, dass in Zürich gemessen an der Anzahl Einwohner mehr Sharing-Fahrzeuge zur Verfügung stehen als in Grossstädten wie Berlin, London oder Wien. Erstmalig wurde die Entwicklung Trottinett-Sharings untersucht.

Der Sharing-Markt wächst nach und nach und spielt in den Überlegungen der Bevölkerung eine fortlaufend grössere Rolle. Besonders in der heutigen Zeit, in der Ressourcenknappheit, Konsum- und Umweltbewusstsein eine Diskussionsgrundlage bilden, kann der Gemeinschaftskonsum eine interessante Option zu Eigentum und Besitz sein. Lohnt es sich, ein neues Auto zu kaufen? Kann das eigene Auto besser ausgelastet werden? Muss ein Fahrrad im Besitz sein und unterhalten werden, welches ausschliesslich dazu dient, vom Bahnhof zur Arbeit zu gelangen?

Die Stadtplanung sowie die fortlaufend dichtere Besiedlung der Stadträume lassen Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge schwinden, Strassen werden von Motorfahrzeugen befreit und Hauptachsen sind überlastet. Das Fahrzeug-Sharing bietet dabei nicht nur jedem Stadtbewohner die Möglichkeit nach Bedürfnis ein Fahrzeug zu benutzen, sondern ebenfalls einen Lösungsansatz für die erste und letzte Meile. Gelangt ein Pendler aus der Agglomeration mit der S-Bahn und dem Roller-Sharing schneller an den Arbeitsplatz als mit dem Auto, so werden die Hauptstrassen entlastet.

Solcherlei Vorteile lassen die Potenziale des Sharings erahnen. Anfangs als Revolution angepriesen und durch die unablässige Integration neuer Sharingangebote in den Städten fand das Thema wiederholt in den Medien und Köpfen der Bevölkerung Einzug. Doch ist das Sharing so gross, wie es scheint? Reissen überfallartige Invasionen und das darauffolgende Verschwinden von Bikesharing-Anbieter ein Loch in den Markt? Entstehen in Europa Sharing-Städte? Oder zusammenfassend: Ist der Sharing-Hype bloss in unseren Köpfen vorhanden?

Sämtliche Ergebnisse und der Download der kompletten Studie (deutsch/englisch) sind auf den Webseiten der ZHAW School of Engineering zugänglich.

Share your BICAR – ZHAW-Sharingmobil kommt in Fahrt

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der ZHAW School of Engineering wurde das BICAR als Mobilitätslösung für die urbanen Räume der Zukunft entwickelt – auch mit Unterstützung durch den Studiengang Verkehrssysteme. Jetzt hat das BICAR eine weitere Hürde auf dem Weg zum Pilotbetrieb genommen.

Für das Share your BICAR-Konzept zeigen sich Mobilitätsverantwortliche von London, Madrid, Barcelona, Amsterdam, Antwerpen, Gent und sogar Singapur sehr interessiert. Gerade in der saisonal unabhängigen Nutzung und dem Fahren ohne Helm sehen die Verantwortlichen einen grossen Mehrwert zu den bestehenden Sharingangeboten wie Trottinetts, Fahrräder und Scooters. Nicht ohne Grund konnten daher Kooperationen mit der Stadt Winterthur, dem Regionalverbund Baden Wettingen (RVBW) und dem Pick-e-Bike Sharingdienstleister der Baselland Transport AG abgeschlossen werden, wo das BICAR-Fahrzeug in weniger als einem Jahr als Pilotprojekt eingesetzt werden soll.

Das Entwicklungsteam arbeitet mit Hochdruck am BICAR 3.0 – der Fahrzeugversion, welche die Strassenzulassungskriterien erfüllt und für die Pilotphase eingesetzt wird. Die Firma kann dabei auf Unterstützung der Alternativen Bank Schweiz als weiteren Investor und Kooperationen mit Schweizer Unternehmen (Kyburz, PostAuto, Bosch Car Service, u.v.m) zählen.

Das EU-Parlament und zahlreiche Europäischen Städte haben die Reduktion des innerstädtischen fossil betriebenen Autoverkehrs um bis 100% beschlossen. Dies gibt der Vision der Share your BICAR AG weiteren Antrieb: «Jedes im Sharingbetrieb genutzte BICAR-Fahrzeug reduziert den CO2-Ausstoss um mindestens eine Tonne pro Jahr und macht acht Autos überflüssig», so Burri. «Gemeinsam mit starken Partnern und Investoren, die mit uns die Zukunft der Städte mitgestalten wollen, erreichen wir das Ziel einer nachhaltigen und CO2-freien Mobilität».

Interesse mitzumachen? Auch in der Zukunft wird es den Studierenden des Studiengangs Verkehrssysteme möglich sein, über Projekt- und Bachelorarbeiten an der Erfolgsgeschichte des BICAR mitzuwirken.

Die Scooter kommen! Neue „Shared Mobility“-Studie veröffentlicht

Zum dritten Mal haben ZHAW-Studierende des Studiengangs Verkehrssysteme die Studie «Shared Mobility» durchgeführt. Hierfür haben sie in sieben europäischen Städten bestehende Sharing-Konzepte im Bereich der Mobilität untersucht. Die Ergebnisse aus Zürich, Berlin, Kopenhagen, London, Paris, Wien und Barcelona zeigen, dass das Wachstum der Sharing-Economy auch im vergangenen Jahr anhielt und zu weiteren Veränderungen führte. Erstmalig wurde die Entwicklung im noch jungen Markt des Scooter-Sharings untersucht.

Das Scooter-Sharing befindet sich laut der von den Studierenden der Klasse VS16a weitestgehend selbständig erstellten Studie in einem rasanten Wachstum. Besonders populär sind die Roller bereits in Berlin und Paris. In Zürich gibt es noch kein solches Angebot. Zwischen den Anbietern bestehen grosse preisliche Unterschiede. Die Kosten liegen, im Gegensatz zum Bike-Sharing, noch weit über dem öffentlichen Verkehr.

Sämtliche Ergebnisse und der Download der kompletten Studie (deutsch/englisch) sind auf den Webseiten der ZHAW School of Engineering zugänglich.