Mobilitätskonferenz 2026: Vernetzen, Inspiration tanken, den Horizont weiten

Theorie trifft auf Praxis. Mobility Science-Studierende aus dem Modul «Intermodalität & Multimodalität» besuchten auch dieses Jahr den Schweizer Mobilitätskongress. Sie tauschten den Hörsaal für einen Tag gegen die BERNEXPO in Bern ein. Denn dort luden its switzerland und asut zum grossen Branchentreff. Die diesjährige Mobilitätskonferenz stand unter dem Motto «Mobilitätsinfrastruktur Schweiz: Zukunftssicher. Vernetzt. Resilient.»

Mehr als ein Fachanlass

Der Besuch lohnt sich aus drei Gründen:

Vernetzen: Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Forschung treffen an einem Ort aufeinander. Für Studierende ist das eine gute Gelegenheit, erste Kontakte zur Mobilitätswirtschaft zu knüpfen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, die später vielleicht Ansprechpersonen für Praxispartnerschaften oder den Berufseinstieg sind.

Themen finden: Wer noch auf der Suche nach einem Thema für die Projekt- oder Bachelorarbeit ist, findet an der Konferenz viele Anregungen. Die Fragestellungen stammen direkt aus der Praxis und zeigen, wo aktuell Handlungsbedarf besteht.

Wissensbasis verbreitern: Die Beiträge reichen von Bahn- und Strasseninfrastruktur über Sensorik und Datenanalyse bis zu automatisiertem Fahren und Verkehrspolitik. Das ergänzt die Vertiefung im Studium um den Blick auf das Gesamtsystem.

Die Schwerpunkte 2026 im Überblick

Mehr Verkehr, wenig Platz, Bauen im laufenden Betrieb und immer häufiger Extremwetter: Die Mobilitätsinfrastruktur stösst an ihre Grenzen. Die Antwort der Konferenz lautete, mit Daten, Sensorik und digitalen Abbildern mehr aus dem bestehenden Netz herauszuholen, ohne dabei das Gesamtsystem aus den Augen zu verlieren.

Der Druck steigt. Bei den SBB haben sich die Personenkilometer seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Rund ein Drittel des künftigen Nachfragewachstums will die Bahn mit Digitalisierung auffangen, etwa mit optimierter Geschwindigkeits- und Verkehrssteuerung.

Vorhandenes wird zum Sensor. Serienfahrzeuge liefern Daten zum Strassenzustand, und in Österreich warnen Sendestationen entlang der Autobahnen ausgerüstete Fahrzeuge vor Gefahren. Auf der Strecke der Matterhorn Gotthard Bahn dient ein Glasfaserkabel als Sensor für Lawinen, Steinschläge und Erdbeben.

Handeln, bevor etwas passiert. Digitale Zwillinge verbinden Messdaten mit physikalischen Modellen und unterstützen Planung und Unterhalt. Konkrete Beispiele waren der vorausschauende Winterdienst und ein Prognosemodell der ÖBB, das die Folgen von Budgetentscheiden für den Netzzustand aufzeigt.

Technik allein genügt nicht. Hamburg will bis 2030 vier Fünftel der Wege zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem öV zurücklegen. Autonome Fahrzeuge sollen dort in den öffentlichen Verkehr eingebunden werden, damit sie nicht zu mehr Stau führen. Ergänzend ging es um technische, rechtliche und organisatorische Anforderungen an hochautomatisiertes Fahren. Die Schlussdiskussion widmete sich der Frage, wie sich Innovation und Regulierung besser aufeinander abstimmen lassen.

Unser Fazit

Die Konferenz zeigt, wie eng Technik, Daten, Politik und Betrieb zusammenhängen. Genau das ist der Kern von Intermodalität und Multimodalität. Wir danken its switzerland und asut für den Zugang zum Anlass und freuen uns auf viele Ideen für Projekt- und Bachelorarbeiten.


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