Studierende organisieren den ZHAW Sustainability Day

ZHAW Sustainability Day 2026: Fair Future statt grünes Gewissen

Am 14. April 2026 findet der ZHAW Sustainability Day statt – organisiert von Studierenden verschiedener Studiengänge.  Miles, Nadja, Laura und Jenny erzählen, was hinter dem Motto «Net Zero, Fair Future?» steckt und warum ihnen wichtig ist, dass niemand mit schlechtem Gewissen nach Hause geht. 

«Net Zero, Fair Future?» – was versteht ihr unter einer fairen Zukunft? 

Laura: «Fair Future» bedeutet, dass es nicht reicht, wenn die Schweiz Netto Null erreicht. Aus globaler Sicht ist es essentiell, die Bemühungen auszuweiten, da anderorts die Folgen des Klimawandels viel stärker spürbar sind als hier. Deshalb müssen wir auch indirekte Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen, mitdenken – wie und wo wir produzieren, mit wem wir kooperieren. 

Nadja: Und wer zahlt schlussendlich den Preis für Nachhaltigkeit? Das ist eine der zentralen Fragen des Abends – NGOs, Unternehmen und die öffentliche Hand diskutieren das gemeinsam unter dem Titel «The Price of Sustainability».

Was erwartet uns am 14. April? 

Miles: Der Tag ist bewusst interaktiv. Es gibt verschiedene Workshops, zum Beispiel einen zu nachhaltiger Mode: Wer mag, bringt alte Stücke mit und gestaltet sie zusammen mit einer Fachperson um. Dabei kommen wir vom Zuhören ins Umsetzen und lassen etwas Konkretes entstehen. 

Jenny: Weiter freuen wir uns auf verschiedene Keynotes. Mein persönliches Highlight ist der Auftritt von Google. Sie stellen ihr Projekt «Project Contrails fliegt. Ich hatte darüber ehrlich gesagt noch nie nachgedacht. Genau das ist unser Ansatz: nicht Verzicht predigen, sondern konkret zeigen, wie man es einfach besser machen kann. 

Nadja: Teilnehmende dürfen sich auf einen Tag freuen, der bewegt, ohne zu überfordern – gerade, weil beim Thema Nachhaltigkeit schnell ein Ohnmachtsgefühl entstehen kann. 

Was wollt ihr, dass die Leute nach Hause tragen? 

Laura: Wir möchten den Besuchenden Wege und Möglichkeiten aufzeigen, wie sie ihren privaten und beruflichen Alltag ein Stück nachhaltiger gestalten können. Wir wollen kein schlechtes Gewissen verursachen. Niemand soll nach Hause gehen und sich schuldig oder verurteilt fühlen. 

Miles: Der Sustainability Day soll Spass machen: Erkenntnisreiche Gespräche, Neues ausprobieren und neue Kontakte knüpfen am Apéro. 

Nadja: Ich würde mich freuen, wenn die Besucher:innen verstehen, dass Nachhaltigkeit nicht Schwarz-Weiss gedacht werden muss. Man muss nicht das eigene Leben komplett umstellen oder jederzeit zu hundert Prozent konsequent sein und kann trotzdem zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. 

Laura, Miles, Nadja und Jenny (v. l. n. r.) vom OK-Team des diesjährigen ZHAW Sustainability Days.

Und was habt ihr selbst gelernt – durch die Organisation dieses Events? 

Jenny: Wie wichtig es ist einen klaren Plan zu haben und gleichzeitig flexibel zu bleiben. Das klingt einfacher als es ist, da es nicht selten zu ungeplanten Anpassungen kommt, beispielsweise wenn es zu Absagen seitens Keynote-Speaker kommt oder wenn Ressourcen plötzlich zu einem anderen Zeitpunkt bereitgestellt werden müssen. 

Über den ZHAW Sustainability Day

Der ZHAW Sustainability Day zeigt, was möglich ist, wenn Studierende bereits im Studium echte Verantwortung übernehmen – für ein Event, das Fragen stellt, die uns alle angehen. Organisiert wird er von den Studierenden Vania da Cruz Pinto, Joana Frey, Sabrina Gschwend, Jeeviga Karunakaran, Manon Lankkamp, Merlinda Lloqanaj, Mansan Maniyamparayil, Sina Martinez, Livia Steinkellner, Samira Suter im Rahmen des Modul «Sustainability Mindset I» und David Csanádi, Laura Feusi, Nadja Lautenschlager, Nina Pfister, Miles Pinel und Jennifer Zeller im Rahmen des Modul «Sustainability Mindset II» an der ZHAW School of Management and Law. 

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