Porträt Lotta Widmer

Mit Umweltingenieurwesen zur Co-Geschäftsleiterin der Winterthurer Musikfestwochen

Nachhaltigkeit gestalten, Menschen bewegen, Verantwortung übernehmen: Lotta Widmer zeigt, wie vielseitig die Karrierewege nach dem Bachelor Umweltingenieurwesen an der ZHAW sind. Als Co-Geschäftsleiterin der Winterthurer Musikfestwochen setzt sie Nachhaltigkeitsprojekte um, entwickelt Strategien und führt Teams. Im Interview berichtet sie, welche Studieninhalte sie bis heute begleiten und was sie zukünftigen Studierenden empfiehlt.

Lotta Widmer
Umweltingenieurin mit Minor Bildung und Beratung
ZHAW Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR)
Studienbeginn 2018
Co-Geschäftsleitung Verein Winterthurer Musikfestwochen

Was sind typische Aufgaben bei deiner aktuellen Arbeitsstelle?

Da meine Verantwortungsbereiche sehr divers sind (Partnerschaften & Nachhaltigkeit), sind eine Aufgaben auch entsprechend unterschiedlich: vom Erarbeiten einer Nachhaltigkeitsstrategie über das Monitoring unserer Emissionen, die Planung von Nachhaltigkeitsmassnahmen, Sitzungen mit Partner:innen, das Erstellen von Verträgen bis hin zur strategischen Weiterentwicklung, Budget- und Timingverantwortung sowie Personalführung.

Wie war dein Weg vom Studienabschluss zu deiner heutigen Arbeitsstelle?

Dank Vitamin B konnte ich bereits während des Studiums ein Praktikum bei den Winterthurer Musikfestwochen machen. Daraus ergab sich dann eine Festanstellung, wobei ich parallel
dazu nach dem Bachelorabschluss eine Zeitlang bei der Transa Backpacking AG im Nachhaltigkeitsteam arbeitete, dies aufgrund eines klassischen Bewerbungsprozesses. Später wurde ich von den Winterthurer Musikfestwochen für meine heutige Funktion als Co-Geschäftsleiterin angefragt.

Welche Inhalte aus dem Studium sind für dich an deiner jetzigen Stelle besonders wertvoll?

Die naturwissenschaftlichen Module ergaben für mich eine solide Grundlage für das Erstellen und Überwachen unserer Ökobilanz. Bei der Konzipierung, Implementierung und Kommunikation der Massnahmen hilft mir das Wissen aus der Umweltpsychologie und der Umweltkommunikation. Aus der Vertiefung habe ich wertvolles Wissen zum Thema Change-Management mitgenommen. Auch Stakeholder-Management und -Kommunikation beschäftigen mich oft. Die Projektwoche Kommunikation, die Inputs zu Auftrittskompetenzen und das Modul Projektmanagement helfen mir, da ich viele Sitzungen leite und den Verein nach aussen vertrete. Ich kann dann auch auf den Methodik-Koffer zurückgreifen, den ich mir im Minor Bildung und Beratung erarbeitet habe.

Auf welchem Gebiet musstest du für deine aktuelle Stelle dazulernen? Wie bist du das angegangen?

In unserem kleinen Team übernehme ich vielfältige, zum Teil für mich gänzlich neue Aufgaben. Es ist also ein ständiges Learning by Doing und damit eine stete Weiterentwicklung, was ich als grossen Mehrwert sehe. Auch finde ich in 14 meinem Netzwerk und Team-intern hilfreiche Unterstützung. Stetige Evaluation und Reflexion sind für mich wichtig, um aus Feedback und Projekterfolgen zu lernen. Nach meiner Arbeitserfahrung bei der Transa Backpacking AG habe ich letzten Herbst zudem einen Master in Sustainable Business Development begonnen.

Welche Empfehlungen hast du an Studieninteressierte und Studierende?

«Nutze die Praxisprojekte als Möglichkeit, um in einem geschützten Rahmen Hands-on Erfahrungen zu sammeln. Sauge das Wissen auf, das du serviert bekommst.»
Lotta Widmer

Im Berufsalltag bleibt häufig nur wenig Zeit, um sich intensiv mit neuen Themen auseinanderzusetzen und Wissen zu vertiefen. Betrachte das Studium deshalb als einzigartige Gelegenheit, inspirierende Menschen kennenzulernen, dein persönliches UI-Netzwerk zu erweitern, fachliches Wissen aufzubauen und praktische Erfahrungen zu sammeln.

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Bachelor Umweltingenieurwesen an der ZHAW

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