Traumstelle Naturpark

Manchmal beginnt der Weg zum Traumjob lange bevor man ihn überhaupt ausübt. Bei Céline Guillod führte er über Tourismus, Administration, Umweltbildung und zahlreiche Weiterbildungen. Heute arbeitet die ZHAW-Absolventin dort, wo sie schon seit Jahren hinwollte: in einem Naturpark. Wie sie dieses Ziel erreicht hat und welche Rolle das Studium dabei spielte.

Porträt Céline Guillod


Céline Guillod
Umweltingenieurin mit Minor Artenkenntnisse Tagfalter
ZHAW Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR)
Studienbeginn 2015
Projektleiterin Umweltbildung ausserschulische Angebote, Regionaler Naturpark Diemtigtal (60 %)

Was sind typische Aufgaben bei deiner aktuellen Arbeitsstelle?

Ich bin verantwortlich für die ausserschulischen Umweltbildungsangebote. Dazu gehören die fachliche Führung, Materialverwaltung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Angebote.
Ich betreue die freien Mitarbeitenden und leite bei Kapazitätsengpässen auch selbst Angebote. Zudem berate ich die Kundschaft, erledige administrative Aufgaben und arbeite an der Planung und Vermarktung mit. Ich leite zudem die Entwicklung eines Lehrmittels zum Thema Alpen.

Wie war dein Weg vom Studienabschluss zu deiner heutigen Arbeitsstelle?

Aus einer Projektarbeit ergab sich für mich und einen Mitstudenten kurz vor Ende des Studiums der Auftrag, für den Naturpark Beverin ein Kinderbuch zu entwickeln. Während vier Jahren war ich anschliessend als Mitarbeiterin für Umweltbildung, Buchführung und Organisation bei «Filme für die Erde» tätig. Während dieser Zeit bin ich auch Mama von zwei Kindern geworden.
Als ich erfuhr, dass bereits eine Umweltingenieurin im Naturpark Diemtigtal arbeitet, habe ich sie kontaktiert. Die Arbeit in einem Naturpark war ein langersehnter Wunsch und ich hatte den Eindruck, gute Voraussetzungen mitzubringen. Nach einem Vorstellungsgespräch erhielt ich die Zusage für eine dreimonatige Vertretung mit Aussicht auf weitere Beschäftigung.

Welche Inhalte aus dem Studium sind für dich an deiner jetzigen Stelle besonders wertvoll?

In den Vertiefungsmodulen lernten wir die Herausforderungen kennen, mit denen die Bevölkerung in den Partnerregionen konfrontiert ist und entwickelten Projekte für sie. Besonders wertvoll war das Modul «Umweltbildung», das mir neues Wissen über Kompetenzen, didaktische Prinzipien und Lernarrangements vermittelte. Dieses Wissen kann ich nun anwenden und vertiefen. Auch das Thema Partizipation ist für meine Arbeit im Naturpark relevant.

Auf welchem Gebiet musstest du für deine aktuelle Stelle dazulernen? Wie bist du das angegangen?

Im Bereich Methodik und Didaktik lerne ich stetig Neues dazu. Meine erfahrene Mitarbeiterin beantwortet mir sehr viele Fragen. Sie ist gut vernetzt und stärkt mich dabei, nahe bei der Bevölkerung zu sein, rauszugehen, zu erkunden, im Naturpark essen zu gehen, Fragen zu stellen, offen zu sein. Ausserdem nehme ich regelmässig an Erfahrungs- und Austauschtreffen teil, um mich zu vernetzen.

«Seid geduldig und probiert verschiedene Wege aus. Ich träumte während 15 Jahren von einer Stelle in einem Naturpark. Durch verschiedene berufliche Erfahrungen und Weiterbildungen habe ich nun das Selbstvertrauen und die Fähigkeiten für diese Stelle.»
Céline Guillod

Welche Empfehlungen hast du an Studieninteressierte und Studierende?

Seid geduldig und probiert verschiedene Wege aus. Ich träumte während 15 Jahren von einer Stelle in einem Naturpark. Durch verschiedene berufliche Erfahrungen und Weiterbildungen habe ich nun das Selbstvertrauen und die Fähigkeiten für diese Stelle. Besucht die Module, die euch am meisten interessieren, und vernetzt euch bereits während des Studiums – zum Beispiel im Rahmen von Projektarbeiten. Ausserdem: In der Praxis braucht es oft viel Zeit für Umsetzungen und Weiterentwicklungen, daher ist Geduld wichtig.

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Bachelor Umweltingenieurwesen an der ZHAW

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