Welche Tools darf man im Unterricht eigentlich verwenden?

Der Einsatz von Tablets im Unterricht eröffnet viele neue Möglichkeiten im Unterricht. Dazu gehört auch der Einsatz von innovativen Apps und Tools, die meist von Drittanbietern mit Sitz in den USA stammen.

Unsicherheit bei der Nutzung von Drittapplikationen

Kürzlich haben wir eine Weiterbildung zum didaktischen Einsatz von Tablets im Unterricht für Lehrpersonen durchgeführt. Dabei wurden nebst hochschulinternen Plattformen wie Moodle, SharePoint, Mobile Response und den SWITCH Tools auch externe Dienste wie Microsoft OneNote, Evernote, Prezi, Explain Everything, Google Docs, Twitter, Trello, Storify und Padlet vorgestellt. In der darauf folgenden Diskussion haben wir festgestellt, dass bei den Lehrpersonen grosse Unsicherheit betreffend der Nutzung solcher externer Plattformen besteht.

Im Zentrum stand dabei die Frage rund um den Datenschutz, da wir als Hochschule an die Gesetze des Kantons Zürich gebunden sind. So dürfen besondere Personendaten (wie z.B. Daten über Gesundheit, Rassenzugehörigkeit, Weltanschauung, Intimsphäre) und weitere sensitive Daten mit besonderen Geheimhaltungspflichten (z.B. Prüfungsergebnisse) gemäss Gesetz über die Information und den Datenschutz nicht an Dritte übermittelt werden.

Wann darf man externe Tools und Apps verwenden?

Wir haben daher bei Marc McGuinness, dem ICT-Sicherheitsbeauftragten der ZHAW, nachgefragt, wann man Plattformen von Drittanbietern verwenden darf, und wann Vorsicht geboten ist.

Externe Dienste, wie z.B. OneDrive, Google Docs und Skype dürfen eingesetzt werden, wenn:

  1. die übermittelten Daten keinen Geheimnis- oder Schutzpflichten (wie Persönlichkeitsrecht, Datenschutz und Amtsgeheimnis oder auch vertrauliche Daten aus Forschungsprojekten) unterliegen;
  2. keine Vorgaben zur Ablage und Archivierung der ZHAW verletzt werden und
  3. keine Immaterialgüterrechte der ZHAW oder von Dritten wie bspw. Urheberrechte betroffen sind.

Sofern keine sensiblen oder vertraulichen Daten übermittelt werden, können Lehrpersonen und Studierende nicht-vertrauliche Lehrinhalte und nicht-vertrauliche Studienarbeiten mittels externer Dienste teilen und bearbeiten.

Für den Austausch und die Bearbeitung von sensiblen und vertraulichen Daten stehen an der ZHAW mit der Lernplattform Moodle und der Kollaborationsplattform SharePoint zwei mächtige Tools zur Verfügung. Für den Datenaustausch bietet sich nebst der internen Pool-Ablage und SharePoint zudem auch der akademische Cloud-Dienst SWITCHdrive und OneDrive for Business (ab September 2016) an.

Für Mitarbeitende und Studierende empfiehlt sich zudem ein Blick auf die folgenden Dokumente (GPM):

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.