Schlagwort: Apps

Erste Erfahrungen mit Bring Your Own Device

Seit Herbst 2016 studieren unsere angehenden BiotechnologInnen, Facility ManagerInnen und UmweltingenieurInnen papierlos mit ihren eigenen Notebooks und Tablets. Diese Neuausrichtung des papierlosen Studium war nötig, um das frühere Pilotprojekt in den Normalbetrieb zu überführen. Zudem hat das Pilotprojekt gezeigt, dass die Studierenden sehr individuelle Anforderungen an ihre Arbeitsgeräte haben. Als Hochschule können wir dieser Vielfalt aufgrund der komplexen und aufwändigen Ausschreibungsverfahren nicht gerecht werden und hinken dem technologischen Fortschritt immer etwas hinterher.

Wir haben unsere Erstsemestrigen und deren Lehrpersonen nach den ersten vier Monaten mit Bring Your Own Device befragt und ziehen nun hier mit einer Serie von Beiträgen eine erste Bilanz. Den Anfang machen wir mit der Hard- und Software sowie mit der Infrastruktur.

Bei den Studierenden haben 131 Personen aus dem 1. Semester der Studiengänge in Biotechnologie, Facility Management und Umweltingenieurwesen an der Umfrage teilgenommen. Die Rücklaufquote lag bei 35%. Bei den Lehrpersonen haben 52 Personen an der Umfrage teilgenommen und die Rücklaufquote betrug 68%.

Geräte

Über 70% der Studierenden haben sich speziell ein Gerät für das Studium angeschafft. zusammengefasst machen normale Notebooks und Macs mit 59% die Mehrheit der Geräte aus, gefolgt von Hybridgeräten mit Touchscreen und dem Surface Pro mit 51%. Nur eine Minderheit von 13% arbeitet mit Tablets, wobei dort vor allem das Apple iPad dominiert. Damit besitzen 64% der Studierenden entweder ein Notebook, Hybridgerät oder Tablet mit Touchscreen. Rund 1/4 der Studierende gab zudem an, dass sie das Smartphone zum Lernen nutzen, vielleicht ein mobiler Ersatz für das Tablet?

Touchscreen wichtiger als erwartet
Zufrieden mit ihrer Wahl sind vor allem die NutzerInnen eines Microsoft Surface Pro und weiterer Hybridgeräte mit Touchscreen, wie z.B. das Lenovo Yoga. Auch die wenigen Studierenden, die ein Apple iPad nutzen sind sehr zufrieden mit ihrem Gerät.

Ich arbeite im Studium mit folgenden Geräten

Studierende mit einem Mac finden ihr Gerät zwar nach wie vor gut, sie haben aber teilweise Mühe mit der Bedienung, weil sie oft mit der Windows-Partition arbeiten müssen und dann z.B. einige Tasten auf der Tastatur nicht mehr übereinstimmen:

Grundsätzlich würde ich mich wieder für Apple entscheiden. Da aber jedoch mit Windows gearbeitet wird, wäre ein Surface wohl die bessere Option.

Eher unzufrieden mit ihrem Gerät sind Studierende, die mit einem handelsüblichen Notebook ohne Touchscreen arbeiten:

Wir zeichnen sehr viel im Unterricht, was vorher nicht bekannt war. Hätte ich das gewusst, hätte ich ein Laptop mit Touchscreen gekauft.

Es ist schwer, ich muss den Akku zu häufig aufladen, es hat keine Maus, es ist schwierig Notizen zu machen.

Ich würde mich wieder für das gleiche Gerät entscheiden

Empfehlung
Zusammengefasst kann man sagen, dass der Touchscreen und die damit verbundene Möglichkeit, handschriftliche Annotationen und Skizzen in den Unterlagen zu erfassen vor allem im Unterricht wichtig ist. Wir empfehlen daher zukünftigen Studierenden, sich nach Möglichkeit ein Gerät mit abnehmbarem/drehbarem Touchscreen und Eingabestift zu kaufen, damit das Gerät als Papierersatz genutzt werden kann und beim Arbeiten nicht ständig zwischen Papier und Notebook hin- und hergewechselt werden muss.

Programme

Windows dominiert das Feld
Bei den genutzten Applikationen hat die Vielfalt im Unterschied zu den Pilotklassen mit Tablets stark abgenommen.Microsoft OneNote dominiert sowohl im Unterricht als auch im Selbststudium, gefolgt von Microsoft Word und dem kostenlosen Adobe Acrobat Reader. Diese Dominanz deR Microsoft Produkte hängt sicherlich auch damit zusammen, dass Office 365 mittlerweile auf allen Betriebssystemen genutzt werden kann, wenn auch mit weniger Funktionen als auf Windows.

Das Office 365 Pro Plus Angebot der ZHAW wird von 77% der Studierenden genutzt. Einige dürften auch Office Professional 2016 installiert haben und einige wissen offenbar nicht, dass es Office 365 auch für das iPad und Android gibt.

Drawboard als beliebte Alternative zum Adobe Reader
Mehrere Studierende haben angemerkt dass ihnen die Kombination aus OneNote und Adobe Reader für das Bearbeiten der PDF-Unterlagen nicht ausreicht und sie daher die kostenpflichtige App Drawboard nutzen.

Die Nutzung der bisher sehr beliebten iPad Apps wie PDF ExpertGood Notes oder Notability ist stark zurückgegangen, da im Vergleich zum Pilotprojekt viel weniger mit Tablets gearbeitet wird. Auch der früher sehr beliebte PDF X-Change Editor wurde seltener genannt. Dafür wird Drawboard vermehrt genutzt. Die Browser (IE/Firefox) werden sowohl im Unterricht als auch im Selbststudium oft genutzt. Spezifische Android Apps wurden keine genannt.

Genutzte Applikationen im Unterricht und Selbststudium, visualisiert nach Häufigkeit der Nennung.

Cloud Dienste
Die Mehrheit der Studierenden (66%) speichert die Daten auf OneDrive for Business.Damit haben Dropbox und Google Drive stark an Beliebtheit eingebüsst und auch der akademische Cloud-Dienst SWITCHdrive spielt mit 3% nur noch eine sehr untergeordnete Rolle. 36% gaben zudem an, dass sie ihre Daten auch auf lokalen Speichern, externen Festplatten oder USB Sticks speichern.

Infrastruktur

Studierende möchten (noch) mehr Steckdosen
Das WLAN und die Stromversorgung wurden in den vergangenen drei Jahren massiv ausgebaut. Das hat sich offenbar gelohnt, denn mittlerweile sind über 80% der Studierenden mit der Ausstattung der Unterrichtsräume im Hinblick auf Steckdosen und WLAN zufrieden. In einigen Räumen sind die Steckdosen allerdings schlecht zugänglich oder es sind nicht genügend Steckdosen vorhanden. Zudem wünschen sich die Studierenden auch an den Lernplätzen mehr Steckdosen.

Bewertung der Infrastruktur durch Studierende und Lehrpersonen.

Gesundheitliche Bedenken ernst nehmen
Eine Person hat sich über gesundheitliche Bedenken geäussert und gefordert, dass wegen der Geräteemissionen in den Unterrichtsräumen für eine bessere Abluft und eine höhere Luftwechselrate gesorgt werden sollte. Sie schlug auch vor, dass die Hochschule technologiefreie Zonen schaffen sollte – wie das an anderen ZHAW-Standorten z.B. mit einem „Raum der Stille“ bereits gemacht wird. Die Hochschule in Wädenswil hat mit den Gärten im Grüental eine technologiefreie Zone die sich ideal für einen achtsamen Spaziergang und eine technologiefreie Pause eignet.

Didaktischer Rückschritt durch verkabelte Tische
Etwas anders sieht die Situation bei den Lehrpersonen aus. Die Montage der Steckdosen an den Tischen hat dazu geführt, dass viele Tische in den Gruppenräumen fix verkabelt sind und nicht mehr verstellt werden können. Das stellt die Lehrpersonen vor neue Herausforderungen und schränkt die didaktischen Möglichkeiten während des Unterrichts ein. Unterrichtsszenarien, welche die aktive Partizipation der Studierenden und das kollaborative Lernen in den Vordergrund stellen, werden dadurch erschwert:

Der didaktische Fortschritt mit dem papierlosen Studium wurde durch das Zusammen“binden“ der Bänke gleich wieder ins Minus gebracht (Gruppenarbeiten sind so fast nicht möglich.)  Auch sonst ist die Infrastruktur noch nicht auf der Höhe, z.B. fristen die Visualizer eher ein Schattendasein.

Teilweise veraltete, mangelhafte Beamer und Mikrofone
Bemängelt wird zudem die AV-Technik in den Unterrichtsräumen. Die Beamer haben teilweise eine schlechte Auflösung oder funktionieren nicht zuverlässig:

Technik in den GA-Räumen hatte Kinderkrankheiten. Ich stand 3-mal in einem Unterrichtsraum, wo die Technik nicht funktionierte und das Problem konnte von den Technikern nicht innerhalb von Minuten behoben werden.

Der Beamer funktioniert manchmal nicht und ich habe Mühe mit den Settings für Sound auf meinem Notebook: benutze daher meinen eigenen Lautsprecher.

Auch die Mikrofone scheinen teilweise nicht zu funktionieren, wodurch Studierende in den hinteren Reihen dem Referenten nur schwer folgen können:

Es hat nicht in jedem Zimmer funktionstüchtige Mikrofone. Die in den mittleren Reihen bis hintere Reihen verstehen nicht alles wenn der Dozent vorne was erzählt.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass mit dem Ausbau der Infrastruktur die Bedürfnisse der Studierenden hinsichtlich WLAN und Steckdosen mit einigen wenigen Ausnahmen erfolgreich abgedeckt werden konnten. Allerdings zeigt sich auch, dass die verkabelten Tische für den didaktischen Fortschritt eher kontraproduktiv sind, da dadurch die didaktischen Szenarien im Präsenzunterricht eingeschränkt werden. Gerade beim aktiven Lernen im Rahmen von Gruppenarbeiten, Debatten und Diskussionsrunden wird die Interaktion im Raum auch durch die Bestuhlung mitgesteuert.

Leider besitzen noch nicht alle Studierenden Geräte mit einer Akkulaufzeit von 8 oder mehr Stunden. Gerade handelsübliche Notebooks laufen oft nur 4h am Stück und verbrauchen im Vergleich zu Tablets sehr viel Strom. Die Verkabelung in den Unterrichtsräumen bleibt somit bis auf weiteres ein notwendiges Übel, um die Tische mit Strom zu versorgen.

Andererseits darf man sich durchaus fragen, warum die Gruppenräume nach dem traditionellen Hörsaalprinzip mit Tischen in Reih und Glied bestuhlt sind. Man könnte in Gruppenräumen auch eine andere Bestuhlung vorgeben und die Verkabelung entsprechend anpassen. Das würde dann aber bedeuten, dass in diesen Räumen tatsächlich nur noch aktive Lernsettings wie Gruppenarbeiten, Diskussionen und Übungen und keine Vorlesungen mehr stattfinden.

Schlussevaluation papierloses Studium: Software und Apps

Im dritten Teil der Schlussevaluation haben wir die rund 160 Studierenden des Bachelorstudiengangs in Biotechnologe gefragt, welche Apps und Programme sie für das papierlose Studium auf ihrem Tablet am häufigsten nutzen.

Cloud-Speicher

Die Daten werden von rund 65% der Studierenden auf Dropbox gespeichert. Dropbox hält sich seit Jahren auf dem 1. Platz, obwohl wir den Studierenden den akademischen Cloud-Dienst SWITCHDrive mit 25 GB empfehlen.

Die Windows-NutzerInnen arbeiten zu 37% mit dem Cloud-Dienst von SWITCHDrive, wo hingegen die iPad-NutzerInnen mit über 50% Dropbox bevorzugen. Das hat teilweise auch damit zu tun, dass sich die Synchronisation mit Dropbox von allen Apps aus sehr komfortabel einrichten lässt. SWITCHDrive lässt sich hingegen nur via WebDAV verbinden und diese Option ist nicht in allen Apps verfügbar.

Cloud SpeicherOffice 365

Die jüngste Klasse BT15 hat ein Office 365 Abo zur Verfügung und damit Zugriff auf 1 TB Microsoft One Drive for Business. Microsoft OneDrive wird mittlerweile ebenfalls von sehr vielen Apps unterstützt und ist vor allem für die Verwendung von Office auf dem iPad sehr praktisch. Bei BT15 nutzten gesamthaft rund 44% das Office 365 Abo, überraschenderweise machten die Dell-NutzerInnen mit 54,5% häufiger davon Gebrauch als die iPad-Nutzerinnen mit 42%.

Meistverwendete Apps

Bei den meistverwendeten Apps zeigen sich interessante Unterschiede zwischen den Betriebssystemen. Während die Windows-NutzerInnen vor allem mit Microsoft Word, OneNote und dem kostenlosen Adobe Reader arbeiten, nutzen die iPad-NutzerInnen den PDF Expert, den Safari Browser und Good Notes am häufigsten.

Windows – Office Programme und Adobe Reader

Die Windows-NutzerInnen mit dem Dell Venue 11 Pro nutzen in erster Linie Microsoft Word und OneNote, gefolgt vom kostenlosen Adobe Reader für die Bearbeitung von PDFs. Diese drei Programme kommen in allen Lernphasen vor; sowohl im Unterricht und in den Labors als auch im Selbststudium und in der Prüfungsvorbereitung.

Mit dem Adobe Reader kann man keine handschriftlichen Notizen und Skizzen in den PDFs erfassen, daher greifen viele Studierende für Notizen auf Word und OneNote zurück. NutzerInnen mit Office 2016 können die PDFs auch in Word öffnen und sie wie eine Word-Datei weiter bearbeiten.

In OneNote können zwar PDFs importiert und mit handschriftlichen Notizen ergänzt werden, allerdings werden die OneNote-Dateien relativ gross und belasten damit die Speicherkapazität. Aus diesem Grund greifen einige Studierende auf spezifische Notizen-Apps wie Drawboard und MetaMoJi Lite oder den PDF X-Change Editor zurück, damit können handschriftliche Skizzen und Notizen direkt in den PDFs erfasst werden.

Beim Browser bevorzugen die Windows-NutzerInnen den Internet Explorer gefolgt von Google Chrome.

Windows

Verwendete Applikationen auf Windows mit mind. 4 Nennungen

iPad – PDF Expert, Safari und eine kunterbunte Mischung

Bei den iPad-NutzerInnen ist die App PDF Expert in allen Lernphasen vom Unterricht und im Labor bis hin zum Selbststudium und der Prüfungsvorbereitung die meistverwendete App. Einige nutzen auch den etwas günstigeren GoodReader, MobiFolders oder den kostenlosen Adobe Reader.

Nebst den PDF-Bearbeitungsprogrammen werden auf dem iPad auch häufig die Internetbrowser Safari und Google Chrome sowie der Cloud-Dienst Dropbox verwendet.

Die App Good Notes für handschriftliche Notizen wurde ebenfalls häufig genannt. Die App von Microsoft Word hat mittlerweile die Apple eigene App Pages überholt und wird ebenfalls gerne im Unterricht und im Labor genutzt. Das erklärt auch, warum de iPad-NutzerInnen Dropbox bevorzugen; Good Notes und Word können nämlich nicht mit SWITCHDrive (WebDAV) synchronisiert werden.

Spannend ist, dass die Studierenden mit dem iPad häufiger die Kamera und das Mail-Programm nutzen als die Windows-NutzerInnen. Die Verwendung des Mail-Programms überrascht allerdings nicht, da viele NutzerInnen von iOS Bilder und Dateien per E-Mail verschicken, statt sie auf einen Cloud-Dienst hochzuladen.

iOS

Verwendete Applikationen auf iOS mit mind. 5 Nennungen

Mehr bildungsrelevante Apps auf dem iPad

In der Evaluation vom 2014 hatten 77% der Studierenden angegeben, dass das Tablet für sie eine neue Form des Lernens darstellt. Dabei waren diejenigen Studierenden, die dem nicht zugestimmt haben allesamt Windows-NutzerInnen.

Was hier diesbezüglich auffällt ist, dass die iPad-NutzerInnen mit einer grösseren Vielfalt von neuen Applikationen arbeiten, während die Windows-NutzerInnen dazu tendieren, mit bereits vertrauten Applikationen wie Microsoft Office und Adobe Reader zu arbeiten.

So haben die iPad-NutzerInnen in der Befragung z.B. für den Unterricht vereinzelt Apps wie GeoGebra, ScannerApp, Paper von Fifty Three, Penultimate, Pocket, Pons Wörterbuch, StudentLife und Wonderlist genannt. Im Labor kommen nebst dem Rechner und Excel auch das Merck Periodensystem und die Suchmaschine Wolfram Alpha zum Einsatz.

Im Selbststudium wird unter anderem mit iBooks und Videos der Khan Academy gelernt, während für die Prüfungsvorbereitung auf Lernkarten-Apps wie card2brain und Flascards Deluxe zurückgegriffen wird.

Bei den Windows-NutzerInnen haben hingegen mehrere Studierende angegeben, dass sie mit Papier arbeiten. GeoGebra, Flashcards Pro, die Kamera und YouTube wurden nur ganz vereinzelt genannt.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass es Studierenden mit einem iPad einfacher fällt, neue digitale Hilfsmittel in den Lernprozess einzubinden, da ihnen eine breitere Palette von bildungsrelevanten Apps zur Verfügung steht.

Kein Literaturverwaltungssystem

Überrascht hat mich, dass keine/r der Studierenden eine Literaturverwaltungssoftware wie z.B. Mendeley oder das an der ZHAW übliche RefWorks erwähnt hat. Eine solche Applikation ist im Studium äusserst hilfreich und es haben auch Studierende aus höheren Semester an der Umfrage teilgenommen. Da besteht offenbar noch Optimierungspotential.

Starter Kit für das papierlose Studium

Wir konnten in den letzten drei Jahren viel Erfahrung mit dem papierlosen Arbeiten auf dem iPad und den Windows-Tablets sammeln. Nun haben wir für die neu eintretenden Studierenden die wichtigsten Empfehlungen sowie Tipps und Tricks für das papierlose Studium mit dem Dell Venue 11 Pro und dem iPad in je einem Handbuch zusammengefasst.

Papierloses Studium mit dem iPad

Papierloses Studium mit Windows

Das iBook können Sie mit der iBook App auf dem iPad öffnen.
Für die Ansicht des E-Books im ePub-Format auf dem Dell Venue 11 Pro empfehlen wird den Book Bazaar Reader.

Online Forum für Fragen

Studierende nutzen bitte bei Fragen oder Anregungen zum papierlosen Studium diesen Blog oder das Forum im Moodle.

Lernkarten Apps

Lernkarten Apps stellen eine nützliche Lernhilfe auf den Tablets und Smartphones dar. Auch die Tablet-Nutzer in der Biotechnologie profitieren von dieser Möglichkeit und nutzen Lernkarten Apps.

Gemäss Umfrage nutzen die Studierende folgende Lernkarten Apps:

Nützlich sind die Lernkarten natürlich, weil man sie immer dabei hat und sie je nach Situation auf unterschiedlichen Endgeräten (Smartphone, Tablet, PC) genutzt werden können. So richtig interessant wird die Nutzung von Lernkarten allerdings, wenn man die Lernkarten-Sets untereinander austauschen kann.

Nur wie tauscht man Lernkarten untereinander aus, wenn nicht alle dieselbe App nutzen?
Ganz einfach: Die oben erwähnten Apps verfügen alle über eine Schnittstelle zu www.quizlet.com oder www.cram.com. Wenn Studierende und Lehrpersonen ihre Lernkarten also z.B. auf quizlet.com als erfassen, können sie danach aus den verschiedenen Apps heraus aufgerufen werden.

Die Inhalte der Lernkarten können auf quizlet.com und cram.com aus Excel und Word (Copy & Paste) oder Google Docs importiert werden. Auf Quizlet.com kann man beim Erfassen der Lernkarten zusätzlich angeben, ob die Lernkarten privat, öffentlich oder nur über ein Passwort zugänglich sein sollen.

Es gibt eine grosse Auswahl an Lernkarten Apps (sog. Flashcards) auf dem Markt. Wenn Sie mit einer anderen App gute Erfahrungen gemacht haben, würden wir uns freuen, wenn sie uns davon berichten.

Meistverwendete Apps

Im Rahmen der Evaluation wurden die Studierenden auch danach gefragt, welche Applikationen sie im Präsenzunterricht und dem Selbststudium nutzen. Sie wurden gebeten, die 3 wichtigsten Apps nach Reihenfolge zu nennen. Leider haben wir dazu wenig Rückmeldung erhalten, so dass die Aussagen hier mit Vorsicht zu geniessen sind.

Apple iPad

Good Reader und Good Notes auf dem 1. Platz

Bei den iPad Nutzern zeigt sich ein relativ klares Bild. Sowohl im Präsenzunterricht wie auch im Selbststudium wurde die Good Reader App am häufigsten auf den ersten Platz gewählt. Im Präsenzunterricht teilt sich die Good Reader App den Platz mit Good Notes, die sich vor allem für handschriftliche Notizen eignet. Auf dem zweiten Platz befindet sich der Safari Internetbrowser gefolgt von Dropbox auf dem dritten Platz.

App iPad Praesenz

Meistverwendete Apps auf dem iPad im Präsenzunterricht

App iPad Selbststudium

Meistverwendete Apps auf dem iPad im Selbststudium

Safari als meistgenannte App auf dem iPad

Zählt man alle Nennungen über alle Phasen und Platzierungen zusammen ist der Internetbrowser Safari die am häufigsten genutzte App auf dem iPad. Am zweit häufigsten wurde Dropbox genannt. Die Good Reader App befindet sich auf dem dritten Platz und scheint sich als PDF Bearbeitungsprogramm bei  den iPad Nutzern der Pilotklasse BT12 durchgesetzt zu haben.

App iPad

Meistverwendete Apps auf dem iPad

Microsoft Surface Pro

Bei den Microsoft Surface Pro Nutzern zeigt sich ein weniger klares Bild. Im Präsenzunterricht wurde die App Drawbard für das Bearbeiten von PDF auf den ersten Platz gewählt, gefolgt von Word, das als zweit wichtigste Applikation genannt wurde. Auf dem dritten Platz wurden die Applikationen Excel, One Note, Dropbox und die Internetbrowser Chrome und Firefox aufgeführt, so dass sich hier kein klarer dritter Platz evaluieren lässt. Zählt man die unterschiedlichen Internetbrowser zusammen, sind sie  auf dem dritten Platz, vor den anderen genannten Applikationen.

Apps-Microsoft-Praesenz

Meistverwendete Apps auf dem Microsoft Surface Pro im Präsenzunterricht

Keine bevorzugte App für das Selbststudium

Noch schwieriger wird eine klare Aussage beim Selbststudium. Hier nannten die Studierenden so viele verschiedene Applikationen, dass sich aus den Einzelnennungen keine Platzierung evaluieren lässt. Einzig Drawboard und Adobe Reader stechen mit jeweils zwei Nennungen noch etwas heraus. Die übrigen Applikationen wie One Note, Excel, PowerPoint, PDFX Change Viewer, Internet und Notizzettel wurden nur einzeln genannt.

Internetbrowser auch beim Surface Pro auf dem 1. Platz

Wenn man alle Nennungen über alle Platzierungen und Phasen hinweg auswertet ergibt sich für die Erstplatzierung beim Microsoft Surface Pro ein ähnliches Bild wie beim Apple iPad: Auf dem ersten Platz befinden sich die Internetbrowser, wobei hier vor allem Firefox und Chrome genannt wurden. Drawboard und One Note folgen auf dem zweiten Platz.

Auf dem dritten Platz folgen mit dem Adobe Reader und dem PDFX Change Viewer weitere PDF Bearbeitungsprogramme. Dropbox wurde von den Microsoft Surface Pro Nutzern interessanterweise nur vereinzelt aufgeführt. Es fällt zudem auf, dass sich der auf den Tablets vorinstallierte Adobe Acrobat XI Pro für die Bearbeitung von PDFs offenbar nicht durchsetzen konnte.

Meistverwendete Applikationen auf dem Microsoft Surface Pro

Meistverwendete Applikationen auf dem Microsoft Surface Pro

Erste Schritte mit dem iPad

Präsentation von der Einführung am Freitag, 12. September 2014

App Empfehlungen für das papierlose Studium

Office

Seit iOS7 sind die iWorks Apps Pages, Numbers und Keynote kostenlos. Bei den drei Apps hat sich im letzten Jahr einiges getan und sie sind mittlerweile eine gute Alternative zu Word, Excel und PowerPoint, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Die Kompatibilität mit Office Dokumenten wurde ebenfalls verbessert.
Bei einigen Studierenden scheint im App Store immer noch CHF 10.- pro App angezeigt zu werden, sollte das bei Ihnen auch der Fall sein, versuchen Sie es bitte mit der folgenden Anleitung: http://www.igadget-news.de/Anleitungen/Anleitungen/nicht-immer-kostenlos-pages-numbers-keynote-iphoto-imovie.html

Wer lieber die original Office Apps verwenden will, der kann Word, Excel und PowerPoint für iPad kostenlos aus dem Apple Store laden. Allerdings kann man mit den kostenlosen Apps nur Dokumente ansehen, sie aber nicht bearbeiten. Für die Bearbeitung benötigt man ein Office 365 Abonnement, diese gibt es z.B. bei www.studyhouse.ch für CHF 78.- (Office 365 University für 4 Jahre auf 2 Geräte).
Die Microsoft Apps haben einen grossen Nachteil: Sie lassen sich nur mit OneDrive von Microsoft nutzen, man kann keine anderen Cloud-Dienste wie SWITCHDrive, Dropbox oder Google Drive verbinden.

Arbeiten mit PDFs

Das Erfassen von Notizen in PDFs spielt eine zentrale Rolle im Studium. Hierfür empfehlen wir folgende Apps:

Adobe Reader ist eine kostenlose App mit einfachen Markierungs- und Notizfunktionen für die Bearbeitung von PDF.  Zur Verfügung stehen z.B. Highlight, Unterstreichen und Kommentar. Eine Verbindung zu Cloud Diensten ist damit leider nicht möglich, ausser man nutzt den Dateispeicher auf acrobat.com, den wir aber nicht getestet haben.

iBooks ist Apples eigener eBook Reader, damit können nebst PDFs auch dynamische EPUB e-Books und Apple iBooks gelesen werden. Die Software ist sehr benutzerfreundlich und bietet einfache Markierungs- und  Notizfunktionen. Allerdings fehlt aber auch hier die Möglichkeit, die Dateien mit einem externen Cloud-Speicher wie z.B. SWITCHdrive zu synchronisieren. Es ist nur eine Verbindung mit iCloud möglich.

Good Reader bietet aktuell das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die App lässt sich nebst allen gängigen Cloud-Diensten auch mit SWITCHdrive und der ZHAW Datenablage verbinden. GoodReader bietet umfangreiche Bearbeitungsfunktionen, unter anderem auch die Möglichkeit, handschriftliche Notizen zu erfassen. Allerdings kann man keine Bilder in die PDFs einfügen, was z.B. bei einem Laborprotokoll nützlich sein könnte. Die bearbeiteten Dokumente und/oder Notizen kann man sich per Mail zusenden, sie in einer anderen App öffnen oder sie auf einen Cloud-Dienst hochladen.

PDF Expert ist einige der wenigen Apps, die es mit GoodReader aufnehmen kann. Die App ist teurer, bietet dafür aber eine sehr benutzerfreundliche Oberfläche, einen sehr komfortablen Bearbeitungsmodus und die Möglichkeit, Bilder in das PDF einzufügen. Zudem kann man Daten mit allen gängigen Cloud-Diensten sowie mit SWITCH Drive (WebDav) und der ZHAW Datenablage (SMB) austauschen. Die App eignet sich insbesondere auch für das Ausfüllen und Unterschreiben von Formularen.

Handschriftliche Notizen erfassen

Nicht immer schreibt man in ein bereits bestehendes Dokument. Wer eigene Notizen erstellen möchte kann aus zahlreichen Apps auswählen, wir empfehlen:

Penultimate ist eine kostenlose App von Evernote. Man kann damit einfache, handschriftliche Notizen erstellen und sie in Evernote ablegen oder auf der Dropbox synchronisieren.

Notability bietet alle nötigen Basisfunktionen wie Stift, Marker, Radiergummi und Texteingabe via Tastatur. Man kann Fotos, Grafiken und Ausschnitte aus Webseiten einfügen und PDFs importieren. Neu gibt es Notability auch für den Mac. Es eignet sich daher gut für Nutzer, die mit einem Mac und iPad arbeiten. Als einzige Notiz-App bietet Notability zudem WebDAV Unterstützung, mit der man SWITCHdrive verbinden kann.

UPAD bietet für den Preis beinahe so viele Funktionen wie NotesPlus. Notes Plus bieten jedoch einen Stylus-Modus, bei dem man die Handfläche während des Schreibens auf den Bildschirm legen kann. Das funktioniert auch bei Penultimate recht gut, bei UPAD ist das hingegen etwas weniger gut gelöst. Es gibt zwar einen virtuellen Handschutz, den man von unten in den Bildschirm ziehen kann, der Stylus-Modus ist aber definitiv komfortabler. Notes Plus gibt es übrigens zum Testen auch als kostenlose Light Version Incredible ohne Dateiverwaltung.

Alle vier Apps haben eine schöne Schriftdarstellung und verschiedene Papiervorlagen. Notability, UPAD und Notes Plus bieten einen Zoom-Modus für komfortableres, platzsparendes Schreiben. Der Zoom-Modus ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr praktisch, wenn man viel von Hand schreibt. Bei Notability und Notes Plus aktiviert sich der Zoom-Modus automatisch, wenn man mit dem Stift etwas länger auf den Bildschirm drück.

Im Gegensatz zu Penultimate kann man in Notability, UPAD und Notes Plus nebst Bildern auch PDFs importieren und mit handschriftlichen Notizen versehen. UPAD bietet nebst dem Export auf gängige Cloud-Dienste als einzige App auch ein Backup via iTunes.

Dateien und Notizen verwalten

Wer mit einem iPad arbeitet muss sich von der klassischen Dateiverwaltung, wie wir sie von Windows kennen, verabschieden. Auf dem iPad sind die Dateien in den einzelnen Apps gespeichert. Viele Apps arbeiten mit Cloud Diensten zusammen; damit werden die lokalen Daten laufend in der Cloud gespeichert und auf verschiedenen Endgeräten synchronisiert. Solche kostenlose Cloud Dienste für Studierende sind z.B.:

  • Empfehlung: SWITCH Drive, 25 GB kostenlos, akademischer Cloud Dienst
  • Google Drive, 15 GB
  • Dropbox, 2 GB (500 MB für jede Empfehlung)
  • iCloud, 5 GB (Musik, Apps, TV Sendungen, Bücher und Fotos werden nicht mitgezählt), hier folgt mit iOS8 bald iCloud Drive

Für die Verwaltung von Dateien und Notizen empfehlen wir:

Mit dem FileExplorer kann man auf die Pool Laufwerke und das persönliche Laufwerk U der ZHAW zugreifen. Von vielen Apps aus kann man zudem Dokumente im FileExplorer öffnen und sie so auf die ZHAW Datenablage kopieren bzw. hochladen. Ein Laufwerk kann  kostenlos verbunden werden.

Evernote ist eine Webplattform für das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen. Notizen können allerdings nur über die Tastatur erfasst werden. Handschriftliche Notizen können z.B. via Note Plus nach Evernote exportiert werden. Zudem kann man Inhalte jeglicher Art an die persönliche Evernote Adresse senden, daraus wird dann automatisch eine Notiz erstellt.
Evernote gibt es auch für Notebooks (Windows und OS) sowie für Smartphones aller Art. Damit können die Studierenden ihre Dokumente jederzeit synchronisieren, egal auf welchem Gerät sie gerade arbeiten.

Weitere nützliche Apps

 

Starter Kit – Apps für das iPad

Wir stecken zurzeit mitten in den Vorbereitungen für die Einführungsveranstaltungen zum iPad und dem Surface Pro.

Anders als beim Surface Pro, welches mit bereits bekannter Software ausgeliefert wird, stehen wir beim iPad vor der Herausforderung, eine Auswahl von Apps für das papierlose Arbeiten zusammenzustellen, die wir den Studierenden und Dozierenden bei der Einführungsveranstaltung empfehlen können. Sicher werden Sie im Laufe des Projektes eigene Apps entdecken und nutzen, aber wir möchten Ihnen für den Start einen „Starter-Kit“ mit auf dem Weg geben. Deshalb hier schon mal eine Auswahl einiger nützlicher Apps.

Office

Bei Office stellt sich gleich zu Beginn die Frage, ob man lieber mit Apples hauseigenen Produkten Pages, Keynote und Numbers arbeitet oder ob man eine Office ähnliche App für das Arbeiten mit Word, PowerPoint und Excel bevorzugt. Die Apple Apps bieten aktuell die meisten Funktionalitäten und sind perfekt auf das iPad abgestimmt. Wer also gerne mit Apple Software arbeitet, kommt mit diesem Apps sicherlich gut klar:

Wer lieber Office ähnliche Apps bevorzugt, dem empfehlen wir eine der folgenden Apps:

Die Konvertierung ist bei beiden Apps recht gut und Dokumente, die auf dem iPad erstellt werden, können danach meist problemlos auf einem Windows Gerät weiterbearbeitet werden – oder umgekehrt. Office² HD kann Word, Excel und PowerPoint von 1997 – 2013 darstellen, während Quickoffice aktuell nur 1997 – 2010 unterstützt.

Bei Word schneidet Office² HD etwas besser ab als Quickoffice, da man in Office² HD Bilder, Tabellen oder Formen einfügen kann. Auch bietet es mehr Formatierungsmöglichkeiten und einen etwas umfangreicheren Korrekturmodus. Ein weiterer praktischer Vorteil von Office² HD ist die Möglichkeit, Dokumente direkt als PDF zu speichern. Korrektur: Auch Quickoffice kann Dokumente direkt als PDF speichern. Quickoffice lässt sich zudem direkt mit Evernote verbinden, was gerade für die Studierenden von Vorteil sein könnte.

Bei Excel schneiden beide Apps nicht sehr gut ab. Office² HD ist etwas besser als Quickoffice, da man wenigstens relativ einfach eine Summe bilden kann, das Zellenformat anpassen und die Zelleninhalte sortieren kann. Formeln kann man zwar bei beiden Apps eingeben, wirklich benutzerfreundlich ist die Arbeit mit Excel aber bei beiden Apps nicht.

Für PowerPoint eigenen sich beide Apps. Wobei hier bei beiden Apps auffällt, dass Links in Präsentationen nicht funktionieren, das geht nur mit Pages. In die Präsentation reinschreiben kann man bei allen Apps nicht.

Arbeiten mit PDFs

Das Erfassen von Notizen in PDFs spielt eine zentrale Rolle im Studium. Hierfür empfehlen wir folgende Apps:

GoodReader ist eine der bekanntesten Apps für das Arbeiten mit PDFs. Die App lässt sich als einzige direkt mit der ZHAW Datenablage verbinden, was äusserst nützlich ist. Notizen kann man sowohl von Hand als auch über die Tastatur erfassen. Die Bearbeitungsfunktionen sind praktisch auf der rechten Seite über eine Toolbar zugänglich und sehr vielseitig. Die bearbeiteten Dokumente und/oder Notizen kann man sich per Mail zusenden oder die Dokumente zwischen den Geräten über das lokale WiFi Netzwerk austauschen.

Der ezPDF Reader eignet sich vor allem für Nutzer, die mit multimedialen oder interaktiven PDFs arbeiten möchten. Er ist einer der wenigen PDF Reader, der Audio und Videodateien abspielen kann und in den man Fotos ins PDF einfügen kann – das könnte z.B. beim Erstellen eines Laborprotokolls nützlich sein. Ein Nachteil im alltäglichen Einsatz ist, dass man PDFs, die man aus einem E-Mail öffnet nicht direkt bearbeiten kann, man muss sie zuerst in einen Ordner abspeichern.

iBooks ist Apples eigener eBook Reader, damit können nebst PDFs auch dynamische EPUB e-Books und Apple iBooks gelesen werden. Die Software ist sehr benutzerfreundlich und bietet einfache Markierungs- und  Notizfunktionen. Wer es gerne einfach hat und keinen Zugriff auf die ZHAW Datenablage oder sonstige Cloud Dienste braucht, ist mit iBooks gut bedient.

Handschriftliche Notizen erfassen

Nicht immer schreibt man in ein bereits bestehendes Dokument. Wer eigene Notizen erstellen möchte kann aus zahlreichen Apps auswählen, wir empfehlen:

Notability hat einen verstellbaren Bildschirmschutz, damit man die Hand beim Schreiben auf das iPad ablegen kann. Notizen können von Hand erfasst und farbig markiert werden. Bei Bedarf kann man den Text auch über die Tastatur eintippen oder für eine kleinere Handschrift in den Zoom Modus wechseln. Papierdokumente können direkt aus der App heraus fotografiert, eingefügt und mit Notizen versehen werden. Ebenso können Fotos, Zeichnungen und Webseiten (inkl. Link) sowie Haftnotizen (Post-It) eingefügt und mit Notizen versehen werden. Die Notizen können in Ordnern verwaltet und als PDF oder RTF (falls per Tastatur eingegeben) per E-Mail versendet oder auf einem Cloud Dienst gespeichert werden.

Notes Plus ist etwas teurer, hat dafür eine etwas schönere Schriftdarstellung als Notability. Die Funktionen sind ähnlich. Man kann auch hier Fotos oder Ausschnitte von Webseiten einfügen und sie mit Notizen versehen. Die App bietet ebenfalls einen Bildschirmschutz und einen Zoom Modus, bei dem man etwas rein zoomt und in Ruhe schreiben kann Der Zoom-Modus ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr praktisch, wenn man viel von Hand schreibt.
Für CHF 3.- kann man bei Notes Plus zusätzlich eine Handschrifterkennung erwerben, diese funktioniert recht gut, fragt sich jedoch, ob man das wirklich braucht. Die Dokumente können als PDF oder PNG exportiert und entweder per E-Mail versendet oder auf Evernote bzw. Cloud Diensten gespeichert werden.

Dateien und Notizen verwalten

Wer mit einem iPad arbeitet muss sich von der klassischen Dateiverwaltung, wie wir sie von Windows kennen, verabschieden. Auf dem iPad sind die Dateien in den einzelnen Apps gespeichert. Viele Apps arbeiten mit Cloud Diensten zusammen; damit werden die lokalen Daten laufend in der Cloud gespeichert und auf verschiedenen Endgeräten synchronisiert. Solche kostenlose Cloud Dienste für Studierende sind z.B.:

  • Google Drive, 15 GB
  • Dropbox, 2 GB (500 MB für jede Empfehlung)
  • iCloud, 5 GB (Musik, Apps, TV Sendungen, Bücher und Fotos werden nicht mitgezählt)
  • Wuala, 5 GB (1 GB für jede Empfehlung)

Wir stehen hier etwas vor einem Dilemma: Die Cloud Dienste sind nicht in der Schweiz gehostet und stehen wegen Problemen beim Datenschutz und der Datensicherheit immer mal wieder in den Schlagzeilen. Andererseits müssen die Studierenden sicherstellen, dass ihre Dokumente nicht verloren gehen, falls die App gelöscht oder das Gerät gestohlen wird. Unsere ICT rät davon ab, die Cloud Dienste zu nutzen. Die Studierenden müssen für sich selbst entscheiden, ob sie diese kostenlosen Dienste nutzen möchten.

Die Dozierenden hingegen werden gebeten, mit der ZHAW Datenablage zu arbeiten. Dasselbe gilt für die Studierenden, wenn sie im Rahmen von Projektarbeiten mit vertraulichen Daten zu tun haben.

Für die Verwaltung von Dateien und Notizen empfehlen wir:

Mit dem FileBrowser  und dem FileExplorer kann man auf die Pool Laufwerke und das persönliche Laufwerk U der ZHAW zugreifen. Von vielen Apps aus kann man zudem Dokumente im FileBrowser oder im FileExplorer öffnen und sie so auf die ZHAW Datenablage kopieren bzw. hochladen. Der FileExplorer hat in meinen Tests etwas besser abgeschnitten als der FileBrowser, da der Upload von Dateien auf die ZHAW Datenablage zuverlässiger funktioniert. Ein Laufwerk kann zudem kostenlos verbunden werden.

Evernote ist eine Webplattform für das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen. Notizen können allerdings nur über die Tastatur erfasst werden. Handschriftliche Notizen können via Note Plus und Office Dokumente via QuickOffice nach Evernote exportiert werden. Zudem kann man Inhalte jeglicher Art an die persönliche Evernote Adresse senden, daraus wird dann automatisch eine Notiz erstellt.
Evernote gibt es auch für Notebooks (Windows und OS) sowie für Smartphones aller Art. Damit können die Studierenden ihre Dokumente jederzeit synchronisieren, egal auf welchem Gerät sie gerade arbeiten.

Mahara ist die E-Portfolio Plattform der ZHAW. Alle Studierenden und Dozierenden haben mit dem ZHAW Login Zugriff darauf und können dort ihre eigenen Seiten, Notiz und Dokumentensammlungen ablegen. Dokumente können auch freigegeben, in Gruppen bearbeitet und verwaltet werden. Gerade bei Open Book Prüfungen könnte sich Mahara als gute Lösung herausstellen, da wir den Zugriff auf dieses interne Tool bei Prüfungen freischalten könnten. Der direkte Zugriff auf Mahara aus den Apps heraus ist aktuell jedoch noch nicht möglich.

Weitere nützliche Apps