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Programmieren – eine gefragte Kompetenz in der digitalen Arbeitswelt

Von den Vorteilen von Big Data und Künstlicher Intelligenz haben mittlerweile alle schon einmal gehört. Programmieren gehört dabei zu den Grundfähigkeiten. Da Studiengänge und Kurse zu dieser Thematik wie Pilze aus dem Boden schiessen, haben wir uns gefragt: Können alle programmieren lernen?

Viele Wege führen zum Data Scientist

Um diese Frage zu beantworten, haben wir Studierende aus der Masterklasse in «Applied Computational Life Sciences» an der ZHAW in Wädenswil befragt. Dieser Master hat das Ziel, die Studierenden mit digitalen Skills wie Programming, Modelling, Machine Learning etc. auszustatten, welche sie in den verschiedensten Branchen anwenden können. Die Diversität in der Klasse ist beeindruckend. Die Studierenden kommen aus allen Disziplinen. Nur um einige zu nennen: Umweltingenieurwesen, Biologie und Chemie. Es sind auch zwei Köche mit an Bord, welche einen BSc in Lebensmitteltechnologie haben.

Wir haben die Studentin Nurdzane Memeti, welche aus dem biotechnologischen und pharmazeutischen Bereich kommt, gefragt, wie ihre Erfahrungen mit dem Programmieren sind. Dazu meint sie: «Mit grossem Respekt davor habe ich den Master gestartet und mit noch grösserer Erleichterung kann ich aber nun mitten im Studium sagen, dass Programmieren gar nicht so schwierig ist! Anfangs braucht es Geduld und viel Übung. Fehler machen ist da völlig normal. Aber die ersten Fortschritte kommen doch rascher als gedacht». Die Entscheidung, diesen Master zu belegen, fiel bereits während ihrem Bachelorstudium. Während einer Semesterarbeit hat sie das erste Mal Coding-Erfahrungen in den Bereichen Automatisation und Computer Vision gesammelt. Da hat sie realisiert, dass solche digitalen Fähigkeiten breit anwendbar sind, neue Erkenntnisse gewonnen und vor allem viele Arbeitsprozesse optimiert werden können.

Nurzdane steht mit ihren Erfahrungen betreffend Programmieren nicht alleine da. In diesem Video erzählen drei ihrer Mitstudierenden aus dem Master in Applied Computational Life Sciences von ihren Werdegängen, dem Studium und ihren Visionen:

Student Stories: Master of Science (MSc) in Applied Computational Sciences @ZHAW, Wädenswil

Schön zu hören, dass Programmieren auch ohne IT-Vorkenntnisse erlernbar ist. Denn auf Platz 1 der gefragtesten Berufe im 2020 gehören zurzeit alle Jobs rund um die Data Science. Um euch einen Einblick in die schnell wachsende Berufswelt der Data Science zu geben, haben uns die Studierenden interessante Tipps und Links zu Übungstools zusammengestellt.

Zuerst einmal, was ist Data Science?

Abb. 1: Rich Tervet, 2020

Data Science ist eine wissenschaftliche Nutzung von Datenmengen. Dabei generiert jede Person eine grosse Menge an Daten, die gesammelt und strukturiert werden können. Dafür sind Kenntnisse in Programmierung, Künstlicher Intelligenz, Statistik, u.v.m. essenziell.

Eine super coole Plattform für die Menschen, welche erste Eindrücke sammeln wollen, ist die Plattform «Towards Data Science». Da kannst du Blogeinträge von aktiven Datenwissenschaftler mitverfolgen und du bleibst up-to-date! Einen Einstieg in Data Science sowie gute Tipps für deine Karriere bietet dir diese Seite ebenfalls an.

Do you speak Python? Die Coding-Weltsprache

Das Coding ist ein wichtiges Instrument der Data Science. Je nach deinem Level dauert es mindestens einen Monat, bis du die Python Programmierung in den verschiedenen Formen (wie z.B. Jupyter Notebook und Command Line und IDE) erlernst. Wenn sich aber die ersten Erfolge einstellen, fängt es an, gemäss den Masterstudierenden, richtig Spass zu machen J

Python ist die meist benutzte Programmsprache in Data Science. Dementsprechend gibt es auch viele online Ausbildungskurse (zum Teil kostenlos), in denen du das Coding mit Python üben kannst. Hier eine Auswahl an Kursen für Anfänger:

Kostenpflichtige Ausbildungsplattformen

Webseiten wie DataCamp und Udacity sind beliebte online Ausbildungskurse, die datenwissenschaftliche Erkenntnisse vermitteln. Es werden Ausbildungsprogramme mit einem Zertifikat angeboten, die dich Schritt für Schritt begleiten. Je nach deiner Planung, kannst du diese Kurse flexibel absolvieren.

Was ist die Schwierigkeit dabei? Nach Erfahrung von den Studierenden haben diese Kurse eher einen stolzen Preis. Auch lernt man nicht die Konzepte in der beruflichen Umgebung anzuwenden. Deshalb werden diese Kurse eher als Ergänzung für das Festigen der theoretischen Grundlage empfohlen.

Weitere alternative online Kurse hat es auf den Plattformen Coursera, Khan Academy und edX. Diese drei Plattformen bieten tausende von Kursen zu allen möglichen Themen an. Generell bietet das Internet eine grosse Palette an informativen Webseiten, die sich für die Selbst- und Weiterbildung in Data Science sehr gut eignen können. Um daraus einen effektiven Nutzen zu erhalten, sind regelmässige Lerneinheiten und das Ausführen von eigenen Projekten wichtig. Denn Übung macht den Meister!

Das Gelernte in die Praxis umsetzen

Nach dem Üben kommt der Realitätscheck. Ein paar Studierende haben sich freiwillig während dem Lockdown im Frühling zusammengetan und das Projekt «CareFinder» im Rahmen des «VersusVirus Hackathon» ins Leben gerufen. Sie haben das Erlernte aus dem Studium angewendet und eine App programmiert, welche die Anzahl an frei verfügbaren Intensivpflegebetten in Echtzeit anzeigt. Dafür haben sie Spitäler und Ärzte nach ihren Bedürfnissen gefragt und sich mit einem App-Entwickler Team aus München zusammengetan, welches eine ähnliche Idee hatte. Die Freude im Team und bei den Dozierenden war gross. Denn die Studierenden haben sich selbst damit bewiesen, dass sie sich im Rahmen eines Masterstudiums genug digitale Fähigkeiten aneignen können, um ein solch wichtiges Projekt auf die Beine zu stellen.

BRAVO unsererseits!

Ihr seht, Programmieren können alle, die etwas Zeit investieren und üben, lernen. Zum Schluss wünschen wir euch viel Spass beim Schnuppern in der Programmierungswelt! 😉

P.S. Wer mehr über das Programmieren erfahren möchte: Die Masterstudentin Nurdzane Memeti und der Vertiefungsleiter Dr. Matthias Nyfeler stehen euch gerne für Fragen zur Verfügung.

Netflix de-abonnieren, kein Bananenbrot backen und weitere Learnings aus dem letzten Semester

Gabriel Otth hat während dem Ausnahmesemester sein Bachelorstudium Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management beendet. Im Interview erzählt Gabriel, wie er sich im letzten Semester organisiert hat und was er für seine künftige Berufstätigkeit daraus mitnehmen wird.

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Durchstarten mit dem Startup während dem Ausnahmesemester

Nicolin Gauler ist Masterstudent in der Vertiefung Applied Computational Life Sciences an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. Nicolin erzählt im Interview, wie er während dem Ausnahmesemester seinen zweiten Masterabschluss angeht, am Universitätsspital Zürich arbeitet und nebenbei ein Startup gründet. Und nun überlegt, ob er noch doktorieren soll.

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Das Studium noch ein bisschen selbständiger gestalten – dies erfordert ein Umdenken auf beiden Seiten des Hörsaals

Timon Alder studiert Biotechnologie und ist Klassensprecher für den BT Jahrgang 2019 an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. Im Interview erläutert Timon seinen Lernansatz fürs erfolgreiche Studium, der auch auf die Arbeitswelt vorbereitet.

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„Meine Familienmitglieder können jetzt sehen, was ich den ganzen Tag arbeite“

Nurdzane Memeti (27 Jahre) ist Masterstudentin in der Vertiefung Applied Computational Life Sciences an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. Im Interview erzählt Nurdzane, was sie nach dem Ausnahmesemester auch künftig für das Studium beibehalten möchte.

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„Man muss einfach realistisch sein mit einem selbst“

Alea Roth-Douglas studiert Umweltingenieurwesen an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. In einem Interview berichtet Alea, wie sie das vergangene Semester erlebt hat.

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Lockdown, die Erleuchtung nach der Krise

Andry Ehrhart studiert Biotechnologie an der ZHAW Life Sciences und Facility Management und erzählt von seinen Erfahrungen im Lockdown.

In dieser herausfordernden Situation werden wir alle gefordert und dies gleich auf mehreren Ebenen. Es entstehen viele neue Möglichkeiten, es öffnen sich neue Türen und gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen und Unsicherheiten. Für mich war es zunächst schwierig mich mit dieser Situation zurecht zu finden, mittlerweile bin ich dieser Chance dankbar und genau darüber möchte ich berichten.

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Moodle-Kurse haben einen neuen Link

Aufgrund der Umstellung auf Online-Unterricht wurde Moodle an der ZHAW auf mehrere Instanzen verteilt, damit genügend Kapazität zur Verfügung steht.

Als Folge haben alle Moodle-Kurse am Departement Life Sciences und Facility Management NEU eine 0 in der URL: moodle0.zhaw.ch….
(z.B. https://moodle0.zhaw.ch/course/view.php?id=29631)

Die ID der Kurse bleibt unverändert. Die Verlinkung von Kursen, Abschnitten usw. innerhalb von Moodle funktioniert. Allerdings werden Favoriten und manuell gesetzte Links in E-Mails, Intranet usw. nicht mehr funktionieren bzw. auf moodle.zhaw.ch (Startseite) umgeleitet.

Für unser Departement LSFM haben wir Ihnen folgenden Tipp:
In der URL moodle.zhaw.ch… durch moodle0.zhaw.ch ersetzen!

Wir wünschen allen Studierenden und Lehrpersonen am Montag einen guten Start in den Online-Unterricht!

Erste Erfahrungen mit BYOD: paperless oder less paper?

Wir werden immer mal wieder gefragt, ob unser „papierloses“ Studium komplett papierlos ist oder ob wir einfach auf weniger Papier setzen. Unsere Philosophie ist, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass digitales Arbeiten im Studium möglich ist.

Auslöser dafür waren unter anderem die Studierenden, die sich in der Vergangenheit immer wieder über die Papierflut im Studium beklagt haben. Im Rahmen des papierlosen Studiums werden die Lehrunterlagen deshalb nicht mehr ausgedruckt, sondern digital zur Verfügung gestellt. Mit diesem Wechsel des Leitmediums haben Tablets, Smartphones und Notebooks in den Unterricht Einzug gehalten.

Die Nutzung digitaler Medien und Technologien ist damit auch im Studium angekommen und ein entsprechendes Gerät wird für das Studium vorausgesetzt. Wir sind der Meinung, dass unsere Studierenden damit auch die Chance haben, sich wichtige digitale Kompetenzen anzueignen, die sie später am Arbeitsplatz benötigen werden. Dazu gehört vor allem auch die Kompetenz, digitale Technologien als kognitive Tools für die Problemlösung und Wissenserarbeitung zu nutzen.

Studierende reagieren mehrheitlich positiv

Die Mehrheit der Studierenden, die letzten Herbst in das papierlose Studium mit Bring Your Own Device gestartet sind, haben nach dem 1. Semester eine positive Bilanz gezogen:

Mir gefällt es sehr gut papierlos zu arbeiten, da ich auf dem Laptop eine sehr gute Ordnung habe und somit den Überblick behalten kann. Es kommt dazu, dass ich mit Laptop immer alles dabei habe was ich brauche, was sehr praktisch ist.

Man hat halt ein Gerät, welches viele Bücher ersetzt, jedoch sollte dieses Gerät einmal wegkommen ist man dann der Gelackmeierte. Es ist im Grossen und Ganzen jedoch positiv anzusehen, man kann schnell mitschreiben während der Vorlesung und hat Zugriff auf Lernziele während des Unterrichts. Damit weiss man was in etwa wichtig sein wird.

Am Anfang herrschte grosse Skepsis

Zu Beginn des Studiums waren die Studierenden eher skeptisch gegenüber dem papierlosen Arbeiten. Diese anfängliche Skepsis legte sich jedoch im Laufe der ersten Wochen bei der Mehrheit, wie folgende Kommentare zeigen:

Am Anfang Startschwierigkeiten, aber jetzt durchwegs positiv, sogar überzeugt, dass es so besser ist.

Ich habe mir grosse Sorgen im Voraus gemacht welche sich jedoch nicht bestätigt haben. Somit bin ich sehr erleichtert.

Diese anfängliche Skepsis deutet auch darauf hin, dass sich unsere Zielgruppe keinesfalls gewöhnt ist, digital zu arbeiten. Die so oft erwähnten „digital natives“ sind oft nicht so digital unterwegs wie wir annehmen. Kommentare wie diese sind eher die Ausnahme:

Ich habe bereits ein nahezu papierloses Studium an der ETH begonnen und danach ein Jahr in einem nahezu papierlosen Büro gearbeitet. Ich habe mich entsprechend vorbereiten können und wusste worauf ich mich einlasse. Meine PC-Anwenderkenntnisse würde ich als überdurchschnittlich bezeichnen.

Nicht alle finden das papierlose Konzept gut

Es gibt aber auch eine Gruppe von Studierenden, die das Konzept des papierlosen Studiums nicht gut findet. Die Gründe dafür sind vielfältig. Teilweise sind es Gewohnheiten, die man nicht ändern möchte oder man schätzt die haptischen Eigenschaften des Papiers. Manche empfinden das Arbeiten am Bildschirm auch als anstrengender und manche Studierende finden digitale Technologien für das Lernen gar eher hinderlich:

Ich bin jemand der gerne per Hand schreibt und meine Dokumente anfassen möchte.

Wegen technischen Schwierigkeiten, Lerneffekt nicht gleich wie von Hand!

Ich bin es gewohnt mit Stift und Papier zu arbeiten. Ein geöffneter Laptop während des Unterrichts empfinde ich nach wie vor als störend. Bei Kommilitonen kann man beobachten, dass der Laptop oft zu einer zusätzlichen Unkonzentriertheit führt (Facebook, WhatsApp, News, Games usw.).

Es ist sehr ermüdend den ganzen Tag in einen Bildschirm zu starren. Das Hin- und Herblättern in den Büchern fehlt mir. Positiv ist jedoch, dass man quasi nur das Gewicht des Computers trägt und nicht 10000 Bücher mit schleppen muss.

Die Abneigung gegenüber dem digitalen Arbeiten hängt auch mit persönlichen Einstellungen, Präferenzen und Erfahrungen zusammen. Wir haben sehr heterogene Gruppen von Studierenden und nicht alle sind so technikaffin wie die BiotechnologInnen, mit denen wir in den letzten 3 Jahren im Pilotprojekt Erfahrungen sammeln konnten. So ist z.B. die Bilanz bei den UmweltingenieurInnen, die nicht nur die Erstsemestrigen, sondern alle Jahrgänge auf papierlos umgestellt haben, deutlich negativer ausgefallen.

Papierlos als Pflicht?

Einige Studierenden empfinden das papierlose Studium auch als Zwang. Wir möchten daher hier nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Nutzung von Papier nicht verboten ist. Studierende dürfen ausgedruckte Unteralgen mit in den Unterricht bringen und ihre Notizen auf Papier machen, sie müssen die Unterlagen allerdings selber ausdrucken, was natürlich mit Aufwand verbunden ist. 

Meiner Meinung nach wäre es besser einem die Wahl zu lassen, in welchem Fach man wirklich Papierlos studieren möchte.

Würde gerne vieles ausdrucke, habe aber nicht immer die Möglichkeit.

Eine freiwillige Option hingegen, könnte das papierlose Studium sein so meine ich. Durch den Zwang erleben sich einige Mitstudenten sogar diskriminiert, wie ich gehört habe. Es gibt durchaus Personen, die sogar privat auf die Nutzung solche Geräte verzichten oder diese nur sehr eingeschränkt verwenden, dann wenn es Sinn macht! Diese Sinnhaftigkeit ist vorhanden, auch ein teilweiser Nutzen ist gut erkennbar und könnte sich in der richtigen Dosis sehr anregend gestalten, doch das „papierlose Konzept“ wie es für unseren Studienjahrgang besteht – ist absolut nicht nützlich.

Anspruchsvoller Einstieg in das digitale Arbeiten

Die Mehrheit der Studierenden benötigte eine Eingewöhnungszeit von 2-3 Wochen, bis sie effizient papierlos arbeiten konnten. Interessanterweise scheinen die Lehrpersonen die Fähigkeiten der Studierenden etwas zu überschätzen oder die anfänglichen Schwierigkeiten waren für sie im Unterricht nicht spürbar.
Im Bachelorstudiengang in Umweltingenieurwesen haben im Herbst 2016 alle Jahrgänge auf ein papierloses Studium umgestellt. Das stellte vor allem für die Studierenden in den höheren Semestern eine Herausforderung dar, weil sie an ein papierbasiertes Studium gewöhnt waren. Für die Erstsemestrigen war die Hürde hingegen geringer, wie folgender Kommentar zeigt:

Das Studium war von Anfang an papierlos, ich habe mich schnell daran gewöhnt, weil es keine „Umstellung“ von Papier auf elektronisch gab.


Nachdem die erste Einstiegshürde gemeistert war, arbeiteten 87% der Erstsemestrigen regelmässig papierlos im Unterricht. 13% drucken noch regelmässig Unterlagen für den Unterricht aus.

Im Unterricht kann nicht ganz auf Papier verzichtet werden

Trotz dieser hohen Zahlen ist der Unterricht nicht komplett papierlos. 63% der Studierenden gaben an, dass sie im Unterricht ab und zu auf Papier angewiesen sind. Die digitalen Notizen überwiegen zwar, aber gerade Studierende mit einem Gerät ohne Touchscreen müssen regelmässig für Skizzen auf einen Notizblock zurückgreifen:

Gewisse Dozenten zeichnen sehr viel digital. Dies ist extrem mühsam, wenn man keinen touchfähigen Computer hat.

Nicht immer sinnvoll… wenn man kein Touchscreen hat und man Mathematikaufgaben lösen muss ist man seeeeeeehr langsam weil man nicht schnell z.B. die dritte Wurzel von 1390 eingeben kann… dort macht es Sinn wieder Papier zu verwenden.


Die Frage paperless oder nicht hängt oft auch vom Fach ab. Vor allem bei Berechnungen greifen offenbar viele zu einem Notizblock:

Für Fächer wie Physik und Mathematik ist das Papierlose Studium ehre suboptimal. Zudem ist das Lernen auf eine Prüfung ohne Papierunterlagen, nichts für mich.

Für manche Fächer ist es sinnvoll (Informatik, Mathematik), für manche ist man mit dem Laptop zu langsam um abzuschreiben (Chemie) und für manche nehme man lieber Papier (Physik, Biologie, Mikrobiologie (viele bildliche Ausführungen).

In meinen Augen macht es keinen Sinn, sich die Unterlagen auszudrucken. Fächer wie Mathematik und Chemie nehme ich Papier zur Hand. Da Zahlen und Formel elektronisch nicht so gut erfassbar sind.

Manchmal sind es aber auch die Rahmenbedingungen im Unterricht, die das papierlose Arbeiten unnötig erschweren. Die Kommentare zeigen auch, dass die Studierenden sehr unterschiedliche Erwartungen an das papierlose Konzept haben:

In einigen Kursen werden teils immer noch Aufträge auf Papier gedruckt. Bitte: wennschon, dennschon 😉 Plakate machen wir immer noch mit Flip-Charts. Warum diese nicht auch im One Note?

Sehr, sehr ärgerlich(!), dass die Lehrperson die Unterlagen erst nach der Vorlesung herausrückt. Wir sollen uns halt während des Unterrichtes Notizen auf ein Blatt Papier machen. Wo ist hier das papierlose Studium?

Einige Dozenten gehen nicht aufs paperless ein, geben zum Teil trotzdem Papier ab.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Studierenden die Möglichkeit, im Studium papierlos arbeiten zu können, grundsätzlich begrüssen. Wir sollten aber in Zukunft besser darauf hinweisen, dass sie situativ selber entscheiden können, wann sie papierlos arbeiten und wann sie lieber auf Papier zurückgreifen.

Aufgrund persönlicher Präferenzen und unterschiedlicher Geräte und Programme gibt es nicht „die“ richtige Arbeitsweise. Es hängt immer von den Umständen ab, und die sind so vielfältig wie unsere Studierenden unterschiedlich sind.

Es zeigt sich auch, dass die Erwartungen an das papierlose Studium teilweise stark auseinander driften; während einige Studierende einen noch stärkeren Digitalisierungsgrad fordern, möchten andere am liebsten zurück zum Papier und Wandtafel. Letztendlich können wir als Hochschule nur die Rahmenbedingungen schaffen, damit Studierende dem Zeitgeist entsprechend, papierlos arbeiten können; in welchem Ausmass sie dann davon Gebrauch machen hängt auch von ihnen selber ab.

Um unsere initiale Frage zu beantworten: Wir haben den Weg in Richtung papierlos eingeschlagen, sind aber aufgrund technologischer, didaktischer und institutioneller Rahmenbedingungen sowie persönlicher Präferenzen der Studierenden und Dozierenden nicht komplett papierlos unterwegs. Wohin die Reise uns genau führen wird ist im Moment noch unklar, sicherlich aber vorwärts und nicht rückwärts. Wir erwarten daher, dass sich unsere Studierenden mit digitalen Technologien auseinandersetzen. Ganz ohne „digital“ werden auch die Papierliebhaber nicht durchs Studium kommen.

Mobiles Arbeiten ergonomisch gestalten

Das Arbeiten mit digitalen Unterlagen im Unterricht und Selbststudium hat zur Folge, dass wir immer häufiger mit dem Notebook und Tablet arbeiten und für längere Zeit auf den Bildschirm schauen. Es ist wichtig, dass Sie dabei auf eine ergonomische Arbeitsweise achten, um Ihre Rückenmuskulatur, die Wirbelsäule, den Nacken und insbesondere auch Ihre Augen zu schützen.

Wir haben Ihnen unter anderem mit Unterstützung der Fachstelle für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) des Departements Gesundheit der ZHAW einige Infos zusammen gestellt, wie Sie Ihre Gesundheit beim papierlosen Arbeiten schützen können.

Prüfen Sie die Ergonomie am Arbeitsplatz

Überprüfen Sie die Ergonomie an Ihrem Arbeitsplatz zu Hause, im Büro oder allenfalls auch mal im Schulzimmer mit der EKAS-Box der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS). Das Tool führt Sie unter Anleitung von kurzen Videosequenzen durch die ergonomische Einstellung von Bürostuhl, Tisch, Maus, Tastatur und Bildschirm.

Mobiles Arbeiten mit dem Notebook

Insbesondere bei der Arbeit mit dem Notebook oder Tablet zu Hause besteht die Gefahr, dass man z.B. auf dem Sofa sitzend für längere Zeit eine schlechte Haltung einnimmt. Gerade auf dem Sofa sollten Sie zudem darauf achten, dass Sie elektronisch Geräte nicht direkt auf dem Schoss platzieren. Doch nicht nur zu Hause, sondern auch an der Hochschule arbeiten Studierende oft an Orten, an denen sie die Stühle und Tische nicht verstellen können.
Die folgenden drei Videos sind ohne Ton und stammen von Vodafone España.

Falls Sie oft von unterwegs aus arbeiten, z.B. im Zug oder in der Bibliothek finden Sie in diesem Video zusätzliche Tipps, um die Situation an mobilen Arbeitsplätzen zu verbessern.

Nutzung des Smartphones

Smartphones spielen im papierlosen Unterricht zwar eine untergeordnete Rolle, aber sie sind für viele von uns nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Deshalb finden Sie auch hierzu ein paar nützliche Tipps im unten stehenden Video von Vodafone.

Gönnen Sie Ihren Augen eine Pause

Gerade die Augen gehen bei der Bildschirmarbeit gerne mal etwas vergessen und wir merken nicht, dass wir stundenlang angestrengt in den Bildschirm starren. Der Schweizer Optikerverband SOV hat deshalbt ein paar PC-Tipps zusammen gestellt:

  • Zwischendurch immer mal wieder in die Ferne schauen, z.B. aus dem Fenster zu einem Baum oder zum Horizont.
  • Regelmässig blinzeln, damit die Augen befeuchtet werden.
  • Bildschirm regelmässig reinigen, um Irritationen durch Fingerabdrücke usw. zu verhindern.
  • Für gute Beleuchtung sorgen, Dämmerlicht vermeiden.
  • Regelmässig Lüften.
  • Rauch und Zugluft vermeiden.
  • Entspannungsübungen wie z.B. dieses kurze Augen Yoga

Abstand halten zu elektromagnetischen Feldern

Die Nutzung digitaler Technologien führt auch dazu, dass wir häufiger mobil via WLAN oder Mobilfunknetzwerk im Internet surfen. Der körpernahe Einsatz von Notebooks und Tablets führt zu länger andauernden Strahlungsexpositionen deren gesundheitliche Auswirkungen noch ungenügend erforscht sind.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat auf seiner Webseite Empfehlungen für Personen zusammengestellt, welche elektromagnetische Felder in ihrer Wohnung oder am Arbeitsplatz klein halten möchten, so z.B.

  • das WLAN auf den Geräten nur einschalten, wenn es benötigt wird.
  • mind. 1 Meter Abstand zu Access Points halten.
  • Die Geräte während der WLAN-Verbindung nicht am Körper halten (siehe oben).
  • Beim Telefonieren Kopfhörer verwenden.
  • Im Innern von Gebäuden oder im Zug WLAN zum Telefonieren und zur Datenübertragung anstelle des Mobilfunknetzes verwenden.

Ausführliche Informationen zu elektromagnetischen Feldern sowie eine komplette Liste der Empfehlungen finden Sie auf der Webseite des BAG.

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