Erste Erfahrungen mit BYOD: paperless oder less paper?

Wir werden immer mal wieder gefragt, ob unser „papierloses“ Studium komplett papierlos ist oder ob wir einfach auf weniger Papier setzen. Unsere Philosophie ist, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass digitales Arbeiten im Studium möglich ist.

Auslöser dafür waren unter anderem die Studierenden, die sich in der Vergangenheit immer wieder über die Papierflut im Studium beklagt haben. Im Rahmen des papierlosen Studiums werden die Lehrunterlagen deshalb nicht mehr ausgedruckt, sondern digital zur Verfügung gestellt. Mit diesem Wechsel des Leitmediums haben Tablets, Smartphones und Notebooks in den Unterricht Einzug gehalten.

Die Nutzung digitaler Medien und Technologien ist damit auch im Studium angekommen und ein entsprechendes Gerät wird für das Studium vorausgesetzt. Wir sind der Meinung, dass unsere Studierenden damit auch die Chance haben, sich wichtige digitale Kompetenzen anzueignen, die sie später am Arbeitsplatz benötigen werden. Dazu gehört vor allem auch die Kompetenz, digitale Technologien als kognitive Tools für die Problemlösung und Wissenserarbeitung zu nutzen.

Studierende reagieren mehrheitlich positiv

Die Mehrheit der Studierenden, die letzten Herbst in das papierlose Studium mit Bring Your Own Device gestartet sind, haben nach dem 1. Semester eine positive Bilanz gezogen:

Mir gefällt es sehr gut papierlos zu arbeiten, da ich auf dem Laptop eine sehr gute Ordnung habe und somit den Überblick behalten kann. Es kommt dazu, dass ich mit Laptop immer alles dabei habe was ich brauche, was sehr praktisch ist.

Man hat halt ein Gerät, welches viele Bücher ersetzt, jedoch sollte dieses Gerät einmal wegkommen ist man dann der Gelackmeierte. Es ist im Grossen und Ganzen jedoch positiv anzusehen, man kann schnell mitschreiben während der Vorlesung und hat Zugriff auf Lernziele während des Unterrichts. Damit weiss man was in etwa wichtig sein wird.

Am Anfang herrschte grosse Skepsis

Zu Beginn des Studiums waren die Studierenden eher skeptisch gegenüber dem papierlosen Arbeiten. Diese anfängliche Skepsis legte sich jedoch im Laufe der ersten Wochen bei der Mehrheit, wie folgende Kommentare zeigen:

Am Anfang Startschwierigkeiten, aber jetzt durchwegs positiv, sogar überzeugt, dass es so besser ist.

Ich habe mir grosse Sorgen im Voraus gemacht welche sich jedoch nicht bestätigt haben. Somit bin ich sehr erleichtert.

Diese anfängliche Skepsis deutet auch darauf hin, dass sich unsere Zielgruppe keinesfalls gewöhnt ist, digital zu arbeiten. Die so oft erwähnten „digital natives“ sind oft nicht so digital unterwegs wie wir annehmen. Kommentare wie diese sind eher die Ausnahme:

Ich habe bereits ein nahezu papierloses Studium an der ETH begonnen und danach ein Jahr in einem nahezu papierlosen Büro gearbeitet. Ich habe mich entsprechend vorbereiten können und wusste worauf ich mich einlasse. Meine PC-Anwenderkenntnisse würde ich als überdurchschnittlich bezeichnen.

Nicht alle finden das papierlose Konzept gut

Es gibt aber auch eine Gruppe von Studierenden, die das Konzept des papierlosen Studiums nicht gut findet. Die Gründe dafür sind vielfältig. Teilweise sind es Gewohnheiten, die man nicht ändern möchte oder man schätzt die haptischen Eigenschaften des Papiers. Manche empfinden das Arbeiten am Bildschirm auch als anstrengender und manche Studierende finden digitale Technologien für das Lernen gar eher hinderlich:

Ich bin jemand der gerne per Hand schreibt und meine Dokumente anfassen möchte.

Wegen technischen Schwierigkeiten, Lerneffekt nicht gleich wie von Hand!

Ich bin es gewohnt mit Stift und Papier zu arbeiten. Ein geöffneter Laptop während des Unterrichts empfinde ich nach wie vor als störend. Bei Kommilitonen kann man beobachten, dass der Laptop oft zu einer zusätzlichen Unkonzentriertheit führt (Facebook, WhatsApp, News, Games usw.).

Es ist sehr ermüdend den ganzen Tag in einen Bildschirm zu starren. Das Hin- und Herblättern in den Büchern fehlt mir. Positiv ist jedoch, dass man quasi nur das Gewicht des Computers trägt und nicht 10000 Bücher mit schleppen muss.

Die Abneigung gegenüber dem digitalen Arbeiten hängt auch mit persönlichen Einstellungen, Präferenzen und Erfahrungen zusammen. Wir haben sehr heterogene Gruppen von Studierenden und nicht alle sind so technikaffin wie die BiotechnologInnen, mit denen wir in den letzten 3 Jahren im Pilotprojekt Erfahrungen sammeln konnten. So ist z.B. die Bilanz bei den UmweltingenieurInnen, die nicht nur die Erstsemestrigen, sondern alle Jahrgänge auf papierlos umgestellt haben, deutlich negativer ausgefallen.

Papierlos als Pflicht?

Einige Studierenden empfinden das papierlose Studium auch als Zwang. Wir möchten daher hier nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Nutzung von Papier nicht verboten ist. Studierende dürfen ausgedruckte Unteralgen mit in den Unterricht bringen und ihre Notizen auf Papier machen, sie müssen die Unterlagen allerdings selber ausdrucken, was natürlich mit Aufwand verbunden ist. 

Meiner Meinung nach wäre es besser einem die Wahl zu lassen, in welchem Fach man wirklich Papierlos studieren möchte.

Würde gerne vieles ausdrucke, habe aber nicht immer die Möglichkeit.

Eine freiwillige Option hingegen, könnte das papierlose Studium sein so meine ich. Durch den Zwang erleben sich einige Mitstudenten sogar diskriminiert, wie ich gehört habe. Es gibt durchaus Personen, die sogar privat auf die Nutzung solche Geräte verzichten oder diese nur sehr eingeschränkt verwenden, dann wenn es Sinn macht! Diese Sinnhaftigkeit ist vorhanden, auch ein teilweiser Nutzen ist gut erkennbar und könnte sich in der richtigen Dosis sehr anregend gestalten, doch das „papierlose Konzept“ wie es für unseren Studienjahrgang besteht – ist absolut nicht nützlich.

Anspruchsvoller Einstieg in das digitale Arbeiten

Die Mehrheit der Studierenden benötigte eine Eingewöhnungszeit von 2-3 Wochen, bis sie effizient papierlos arbeiten konnten. Interessanterweise scheinen die Lehrpersonen die Fähigkeiten der Studierenden etwas zu überschätzen oder die anfänglichen Schwierigkeiten waren für sie im Unterricht nicht spürbar.
Im Bachelorstudiengang in Umweltingenieurwesen haben im Herbst 2016 alle Jahrgänge auf ein papierloses Studium umgestellt. Das stellte vor allem für die Studierenden in den höheren Semestern eine Herausforderung dar, weil sie an ein papierbasiertes Studium gewöhnt waren. Für die Erstsemestrigen war die Hürde hingegen geringer, wie folgender Kommentar zeigt:

Das Studium war von Anfang an papierlos, ich habe mich schnell daran gewöhnt, weil es keine „Umstellung“ von Papier auf elektronisch gab.


Nachdem die erste Einstiegshürde gemeistert war, arbeiteten 87% der Erstsemestrigen regelmässig papierlos im Unterricht. 13% drucken noch regelmässig Unterlagen für den Unterricht aus.

Im Unterricht kann nicht ganz auf Papier verzichtet werden

Trotz dieser hohen Zahlen ist der Unterricht nicht komplett papierlos. 63% der Studierenden gaben an, dass sie im Unterricht ab und zu auf Papier angewiesen sind. Die digitalen Notizen überwiegen zwar, aber gerade Studierende mit einem Gerät ohne Touchscreen müssen regelmässig für Skizzen auf einen Notizblock zurückgreifen:

Gewisse Dozenten zeichnen sehr viel digital. Dies ist extrem mühsam, wenn man keinen touchfähigen Computer hat.

Nicht immer sinnvoll… wenn man kein Touchscreen hat und man Mathematikaufgaben lösen muss ist man seeeeeeehr langsam weil man nicht schnell z.B. die dritte Wurzel von 1390 eingeben kann… dort macht es Sinn wieder Papier zu verwenden.


Die Frage paperless oder nicht hängt oft auch vom Fach ab. Vor allem bei Berechnungen greifen offenbar viele zu einem Notizblock:

Für Fächer wie Physik und Mathematik ist das Papierlose Studium ehre suboptimal. Zudem ist das Lernen auf eine Prüfung ohne Papierunterlagen, nichts für mich.

Für manche Fächer ist es sinnvoll (Informatik, Mathematik), für manche ist man mit dem Laptop zu langsam um abzuschreiben (Chemie) und für manche nehme man lieber Papier (Physik, Biologie, Mikrobiologie (viele bildliche Ausführungen).

In meinen Augen macht es keinen Sinn, sich die Unterlagen auszudrucken. Fächer wie Mathematik und Chemie nehme ich Papier zur Hand. Da Zahlen und Formel elektronisch nicht so gut erfassbar sind.

Manchmal sind es aber auch die Rahmenbedingungen im Unterricht, die das papierlose Arbeiten unnötig erschweren. Die Kommentare zeigen auch, dass die Studierenden sehr unterschiedliche Erwartungen an das papierlose Konzept haben:

In einigen Kursen werden teils immer noch Aufträge auf Papier gedruckt. Bitte: wennschon, dennschon 😉 Plakate machen wir immer noch mit Flip-Charts. Warum diese nicht auch im One Note?

Sehr, sehr ärgerlich(!), dass die Lehrperson die Unterlagen erst nach der Vorlesung herausrückt. Wir sollen uns halt während des Unterrichtes Notizen auf ein Blatt Papier machen. Wo ist hier das papierlose Studium?

Einige Dozenten gehen nicht aufs paperless ein, geben zum Teil trotzdem Papier ab.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Studierenden die Möglichkeit, im Studium papierlos arbeiten zu können, grundsätzlich begrüssen. Wir sollten aber in Zukunft besser darauf hinweisen, dass sie situativ selber entscheiden können, wann sie papierlos arbeiten und wann sie lieber auf Papier zurückgreifen.

Aufgrund persönlicher Präferenzen und unterschiedlicher Geräte und Programme gibt es nicht „die“ richtige Arbeitsweise. Es hängt immer von den Umständen ab, und die sind so vielfältig wie unsere Studierenden unterschiedlich sind.

Es zeigt sich auch, dass die Erwartungen an das papierlose Studium teilweise stark auseinander driften; während einige Studierende einen noch stärkeren Digitalisierungsgrad fordern, möchten andere am liebsten zurück zum Papier und Wandtafel. Letztendlich können wir als Hochschule nur die Rahmenbedingungen schaffen, damit Studierende dem Zeitgeist entsprechend, papierlos arbeiten können; in welchem Ausmass sie dann davon Gebrauch machen hängt auch von ihnen selber ab.

Um unsere initiale Frage zu beantworten: Wir haben den Weg in Richtung papierlos eingeschlagen, sind aber aufgrund technologischer, didaktischer und institutioneller Rahmenbedingungen sowie persönlicher Präferenzen der Studierenden und Dozierenden nicht komplett papierlos unterwegs. Wohin die Reise uns genau führen wird ist im Moment noch unklar, sicherlich aber vorwärts und nicht rückwärts. Wir erwarten daher, dass sich unsere Studierenden mit digitalen Technologien auseinandersetzen. Ganz ohne „digital“ werden auch die Papierliebhaber nicht durchs Studium kommen.

Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen

Den Lehrpersonen an der ZHAW steht ein breites Angebot von internen und externen Kursen für die Verbesserung der ICT- und Medienkompetenz sowie dem Einsatz von E-Learning Hilfsmitteln zur Verfügung.

Wir haben Ihnen hier eine, nicht abschliessende, Auswahl bestehender Angebote zusammen gefasst. Bei Interesse organisieren wir für die Lehrpersonen der ZHAW in Wädenswil gerne einen spezifisch Workshop zur Vorbereitung auf das papierlose Studium.

Angebote der ZHAW

Wädenswil

  • Moodle Basis: 17.02.2016, 09:00 – 12:00 Uhr
  • Moodle Lernaktivitäten: 17.02.2016, 13:00 – 17:00 Uhr

→ Weitere Infos und Anmeldung (Intranet).

Winterthur

Halbtägige Präsenzkurse der Fachgruppe Blended Learning und der PC-Education, z.B.:

  • Moodle Basis: 23.02.2016 / 23.03.2016 / 26.04.2016 / 22.06.2016
  • Moodle für Fortgeschrittene: 28.04.2016 / 29.06.2016
  • Grundkurs Video für E-Learning: 24.02.2016
  • Gute Prüfungsfragen für Moodle Tests:15.02.2016 / 30.05.2016
  • E-Assessment Möglichkeiten und Szenarien: 24.05.2016
  • Didaktische Tipps & Tricks fürs E-Learning: 31.03.2016 / 30.06.2016
  • E-Learning: Alles was Recht ist: 01.04.2016 / 28.06.2016
  • Offene Bildungsressourcen (OER) im E-Learning/Blended Learning: 01.04.2016 / 28.06.2016
  • ZHAW Collab – SharePoint 2013 Grundlagen: 29.02.2016 / 05.04.2016 / 03.06.2016 / 18.07.2016
  • ZHAW Collab – SharePoint 2013 Aufbau: 29.02.2016 / 05.04.2016 / 03.06.2016 / 18.07.2016

Weitere Infos und Anmeldung (Intranet)

Online

Impulsreferate und Best Practice Veranstaltungen

  • E-Learning Cafés an der ZHAW Life Sciences und Facility Management, z.B. zur Aufgabenbörse am 24.03.2016 .
  • Lunch & Learn des Zentrums für Innovative Didaktik (ZID) der ZHAW School of Management and Law

Weitere kostenpflichtigen Kurse, CAS, DAS und MAS der ZHAW zu den Themen Hochschuldidaktik und E-Didaktik.

Hochschulbibliothek der ZHAW

Einführung für Mitarbeitende und Literaturverwaltung mit RefWorks.
Weitere Infos und Anmeldung (Intranet)

ETH Bibliothek

Schulungen und Tutorials für Informationsrecherche, Literaturverwaltung mit Mendeley, EndNote usw.
Weitere Infos und Anmeldung

PH Zürich – Lernforum

Zwei- bis vierstündige Workshops am Nachmittag oder Abend sowie einstündige Impulsreferate über Mittag, z.B.:

  • Visualisieren am Flipchart: 10.03.2016
  • E-Books im Studienalltag: 04.04.2016
  • PDF – mehr als nur Lesen: 13.04.2016
  • Bilder klauen muss nicht sein: 20.04.2016
  • Dokumente schöner gestalten: 02.05.2016
  • Erzählen statt Aufzählen: Berichten mit Story-Qualität: 12.05.2016
  • PowerPoint-Präsentationen mit Fotos und Videoclips gestalten: 18.05.2016
  • Videoschnitt mit Adobe Premiere Elements (Windows): 24.05.2016
  • Kürze, damit du gelesen wirst: 15.06.2016
  • Zusammen texten. Oder: Wie Texte schreiben, wenn alle reinreden? 20.06.2016
  • Schreibaufgaben für Studierende: Effizient anweisen, begleiten und beurteilen: 06.07.2016

→ Weitere Informationen und Anmeldung

Weitere kostenpflichtige Angebote der PH Zürich in Bereich der Hochschuldidaktik.
Die PH Zürich bietet auch Weiterbildungen zum Thema Medienbildung und Lernen mit Tablets an, die Angebote richten sich allerdings an Lehrpersonen von Kindergarten- bis Sek I-Stufe.

FFHS – Learning Center

Virtuelle & Interaktive Sessions (VIS) zum Thema Storytelling im Hochschulunterricht:

  • Wie (er)findet man eine gute Geschichte?: 08.03.2016, 11.30 – 13.00 Uhr / 8.03.2016, 19:30 – 21:00 Uhr
  • Multimedia Stories kreieren: 09.03.2016, 11.30-13.30 Uhr / 10.03.2016, 19.30-21.30
  • Das Prinzip der Heldenreise: 15.03.2016, 11.30 – 13.00 Uhr / 16.03.2016, 11.30 – 13.00 Uhr
  • Kollaborative Gamebooks für den Unterricht: 16.03.2016, 19.30 – 21.30 Uhr / 17.03.2016, 19.30 – 21.30 Uhr
  • Besser verstehen mit Metaphern: 17.03.2016, 11.30 – 13.00 Uhr / 22.03.2016, 11.30 – 13.00 Uhr

Weitere Infos und Anmeldung

Weitere Webinare (nicht abschliessend):

  • Personal Learning Environment (PLE): 01.03.2016
  • Lehren und Lernen mit Social Media: 12.04.2016
  • Interaktive Lernapplikationen im Mobile Learning: 17.05.2016
  • Adaptives Lernen: 21.06.2016

Weitere Infos und Anmeldung

Eduhub

Webinare der E-Learning Community der Schweizer Hochschulen.

Papierloses Studium mit BYOD ab Herbst 2016

Im Herbst 2016 starten nebst den Biotechnologen auch die neu eintretenden Studierenden der Bachelor-Studiengänge Umweltingenieurwesen und Facility Management papierlos in ihr Studium an der ZHAW in Wädenswil.

Das Pilotprojekt zum papierlosen Studium mit Tablets neigt sich damit nach drei Jahren dem Ende zu. Wir freuen uns, dass wir die Institute vom Mehrwert des papierlosen Studiums überzeugen konnten und das Ausdrucken von Lehrunterlagen schon bald der Vergangenheit angehören wird.

Wegfall der Skriptpauschale

Für die Studierenden der Bachelor-Studiengänge Biotechnologie, Umweltingenieurwesen und Facility Management, die im Herbst 2016 mit dem Studium beginnen, bedeutet dies, dass sie die Skriptpauschale in Höhe von CHF 65.- pro Semester in Zukunft entfällt. Die Lehrunterlagen werden elektronisch, hauptsächlich als PDF, auf der Lernplattform Moodle zur Verfügung gestellt.

Bring Your Own Device

Eine Änderung gibt es auch bei den Geräten. Die Studierenden können in Zukunft selber wählen, mit welchem Gerät sie arbeiten möchten. Die ZHAW LSFM hat beschlossen, den Studierenden ab Herbstsemester 2016 keine Tablets mehr zur Verfügung zu stellen. Die Abgabe von Tablets war zeitlich limitiert an das Pilotprojekt geknüpft und brachte einen hohen logistischen und administrativen Aufwand mit sich. Wir sind überzeugt, dass die freie Gerätewahl den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen der Studierenden besser gerecht wird.

Die neuen Anforderungen an die Hard- und Software für das papierlose Studium ab Herbst 2016 finden Sie auf der Webseite der ZHAW unter https://www.zhaw.ch/de/lsfm/studium/bachelor/studium-vorbereiten/#c5055.

Notebook vs. Tablet

Wir haben im Pilotprojekt mit dem Apple iPad und dem Microsoft Surface Pro inkl. Tastatur und Stift gute Erfahrungen gemacht. Die beiden Geräte haben sich auch im täglichen Dauerbetrieb bewährt. Das Dell Venue 11 Pro hat uns hingegen wegen seiner vielen Kinderkrankheiten nicht überzeugt. Mit Android Tablets konnten wir bis jetzt leider noch keine Erfahrungen sammeln und können deshalb dazu keine zuverlässigen Aussagen machen.

Die Tablet-plus-NotebookStudierenden im Pilotprojekt verfügten nebst dem Tablet alle zusätzlich noch über einen handelsüblichen Notebook. Grund hierfür war, dass einige Programme, die im Studium verwendet werden nur auf Windows-Geräten laufen und der Bildschirm der Tablets, z.B. für Anwendungen im Statistikunterricht oder für das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit schlicht zu klein ist. Es gab aber durchaus auch vereinzelt Studierende, die ihre Bachelorarbeit auf dem Tablet geschrieben haben.

Wir gehen davon aus, dass viele Studierende im Herbst 2016 zu Beginn mit einem Notebook in das Studium starten werden. Diese Situation unterscheidet sich vom Szenario mit den Tablets im Pilotprojekt, da die Studierenden mit einen Notebook keine Möglichkeit haben, handschriftliche Skizzen und Notizen in den Unterlagen zu erfassen. Das führt zu einem Medienbruch, da die handschriftlichen Notizen nebenbei separat auf einem Blatt Papier notiert werden müssen und danach physisch getrennt von den digitalen Unterlagen aufbewahrt werden. Erfahrungsgemäss finden die Studierenden aber kreative Lösungen für derartige Probleme und fotografieren die Skizzen z.B. mit dem Handy ab oder scannen die Unterlagen ein.

Wir dürfen jedenfalls gespannt sein, wie sich das papierlose Studium weiter entwickeln wird. Wir werden versuchen der neuen Ausgangslage mit der Vielfalt von Bring Your Own Device Rechnung zu tragen und in Zukunft auch Tipps und Tricks für Notebook- und Android-Nutzerinnen auf diesem Blog publizieren.

Startschuss für BT15

Am Montag, 7. September 2015 starten die rund 60 neuen Biotechnologie-Studierenden in ihr Bachelorstudium an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. Wir freuen uns, die Studierenden in Wädenswil begrüssen zu dürfen!

Als aktuell einziger Studiengang am Departement arbeiten die Biotechnologie-Studierenden papierlos und erhalten hierfür von der ZHAW ein Tablet des Typs Apple iPad Air 2 oder Dell Venue 11 Pro zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen werden elektronisch auf der Lernplattform www.moodle.zhaw.ch zur Verfügung gestellt.

Anbei einige wichtige Informationen für die neu eintretenden Studierenden des Bachelorstudiengangs in Biotechnologie:

Abholung des Tablets

Sie können Ihr Tablet am Mo, 7. September 2015 zwischen 8:30 und 09:00 Uhr im Foyer des Campus Reidbach (Nachname A-K) oder des Campus Grüental (Nachnamen L-Z) abholen. Bitte beachten Sie hierzu das Schreiben zur Startwoche, das Sie per Post erhalten haben.
Das Tablet wird nur persönlich und nur gegen Abgabe der unterschriebenen Nutzungsvereinbarung abgegeben.

Registrierung der Seriennummer

Bitte erfassn Sie die Seriennummer Ihres Gerätes:

  1. in der unterschriebenen Nutzungsvereinbarung.
  2. und online unter www.zhaw.ch/lsfm/mytablet

Die Seriennummer befindet sich auf der Verpackung des Gerätes.

Wichtig

  • Behalten Sie ein unterschriebenes Original der Nutzungsvereinbarung für sich. Das Dokument gilt als Quittung bei Garantie- und Versicherungsansprüche.
  • Bewahren Sie die Originalverpackung des Tablets und des Zubehörs auf, falls Sie das Gerät zurück geben müssen.

Einführungsveranstaltungen zum papierlosen Studium

Wir bieten als Unterstützung eine Einführungsveranstaltung mit Tipps und Tricks zum papierlosen Arbeiten an.

Wann: Freitag, 11. September 2015
Raum: GB 217, Campus Grüental

  • 10:00 – 11:30 Uhr: Papierloses Arbeiten mit dem iPad
  • 13:00 – 14:30 Uhr: Papierloses Arbeiten mit dem Dell Venue 11 Pro

Studentischer Notebook und Tablet Support

Der studentische Notebook und Tablet Support des Departements Life Sciences und Facility Management unterstützt die Studierenden bei Softwareproblemen sowie bei der Einbindung der Tablets in die ICT-Infrastruktur der ZHAW.
Das studentische Supportteam bietet wöchentlich Sprechstunden auf dem Campus Grüental und Reidbach an und berät Sie bei Bedarf auch via E-Mail oder im Online Forum.

Falls der studentische Notebook Support ein Problem nicht beheben kann, wendet Sie sich bitte an den Dell Pro Support Plus oder an den DataQuest Kundendienst.

Kontak für den Apple iPad Air Support

Bei Versicherungsfällen haben Sie einen Selbstbehalt von CHF 200.-. Die unterschriebene ZHAW Nutzungsvereinbarung dient als Nachweis für die Garantie- und Versicherungsleistung. Geben Sie bitte bei defektem Zubehör die Seriennummer Ihres iPads an, damit die Zugehörigkeit geprüft werden kann.

Kontakt für den Dell Venue 11 Pro Support

Dell Pro Support 24h/7, next Business Day Vor-Ort Support:

Den Service-Tag finden Sie auf der Verpackung sowie auf der Rückseite des Gerätes, unter der abnehmbaren Abdeckung des Dell Venue 11 Pro.

Papierloses Studium an der #GMW14

Kurzmitteilung

Das papierlose Studium wurde in den letzten Monaten vom Zentrum für innovative Didaktik der ZHAW School of Management and Law aus didaktischer Perspektive evaluiert.

Nun können wir die ersten Ergebnisse der Evaluation an der GMW 14 Tagung  an der Pädagogischen Hochschule in Zürich vorstellen.

Wir freuen uns auf Sie!

#GMW14 – Lernräume gestalten – Bildungskontexte vielfältig denken
www.gmw2014.ch

Donnerstag, 4. September 2014 um 10:30 Uhr
PLEs 2: Eigenräume und Freiräume: Persönliche Lernumgebungen

Besser, schlechter, ändert nichts? Tabletnutzung an der Hochschule
Maren Lübcke, Flavio Di Giusto, Claude Müller Werder, Daniela Lozza
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Schweiz
Paper als Vortrag (30 Min inkl. Diskussion)

Folgen Sie der Konferenz auf Twitter: #gmw14

 

Konkurrenz belebt den Markt

Office 365 jetzt auch für Schulen

Am 19. März 2014 informierte Privatim, die Vereinigung der kantonalen Datenschutzbeauftragten, dass sie mit Microsoft einen Vertragszusatz für de Nutzung von Office 365 an Schulen erwirkt hat und der Cloud-Dienst nun von Schweizer Schulen genutzt werden kann.

Diese Nachricht freut uns sehr, denn mit Office 365 sind die Office Programme nicht mehr auf dem Gerät, sondern in der Cloud und die Studierenden können von jedem beliebigen Gerät aus auf ihre Dokumente zugreifen. Dies dürfte vor allem die iPad-Nutzer freuen. Office 365 ist an der ZHAW zwar aktuell noch nicht verfügbar. Mit dem jüngsten Entscheid des Schweizerischen Datenschützers wird Office 365 jedoch auch an unserer Hochschule ein Thema.

Office bald auch fürs iPad?

Was Office auf dem iPad betrifft dürfen wir am 27. März 2014 auch gespannt nach San Francisco blicken, denn es ist eine Pressekonferenz zum Thema “Schnittpunkte zwischen Cloud- und Mobile-Computing” angekündigt. Vielleicht gibt es ja bald ein Office für das iPad?

Muss es immer Office sein?

Im Gespräch mit Studierenden und Dozierenden aus der papierlosen Pilotklasse wird schnell klar, dass Office ein wichtiges Arbeitswerkzeug ist. Nebst Word und PowerPoint wird auch Excel für Laborauswertungen benötigt, wobei es sich meist um einfache Graphen handelt und nur ein Bruchteil der Funktionen verwendet werden, die Excel eigentlich bietet. Dass diese Funktionalitäten benötigt werden steht ausser Frage, die Frage ist jedoch, ob man die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation auch mit einem alternativen Programm erledigen könnte.

Pages, Numbers und Keynote als Alternative fürs iPad

Kürzlich sagte mir eine Studentin, dass sie mit Pages arbeitet und die App ihrer Meinung nach sehr empfehlenswert ist. Pages ist Apple’s Pendant zu Word. Daneben gibt es auch noch Numbers und Keynote, welche ähnliche Funktionen bieten wie Excel und PowerPoint. Die Apple Produktivitätsapps für iOS bieten weniger Funktionen als Microsoft Office. Für das Erstellen einfacher Texte, Tabellen und Präsentationen auf dem iPad reichen sie aber allemal. Problematisch wird es erst, wenn man mit Formatierungen arbeitet und die Dokumente abwechslungsweise auf verschiedenen Betriebssystemen bearbeiten will.

Firmen wechseln zu Google Apps

An der ZHAW in Wädenswil wird standardmässig mit Windows und Microsoft Office gearbeitet, insbesondere auch im Informatikunterricht. Daher müssen alle Studierenden ein Notebook mit einem Windows Betriebssystem und Office mitbringen. Schaut man über die ZHAW hinaus, hat Microsoft Office jedoch spürbare Konkurrenz von Google Apps erhalten. So werden z.B. unsere Biotechnologie Studierenden, sollten sie nach dem Studium bei Roche arbeiten, dort mit Gmail, Google Kalender, Google Drive, und Google Docs, Tabellen und Präsentationen arbeiten.

Roche ist nicht die einzige Firma, die sich für diesen Weg entschieden hat. Es sind bereits 5 Millionen Unternehmen weltweit, die Google Apps nutzen. Zwar erwähnt Microsoft immer wieder, dass einige Kunden von Google Apps zu Office 365 gewechselt haben, aber die Konkurrenz ist sichtlich spürbar.

Google Apps for Education aktuell keine Alternative

Auch im Bildungsmarkt hat Google Marktanteile gewonnen, an den Schweizer Hochschulen hat sich das kostenlose Angebot der Google Apps for Education jedoch noch nicht durchgesetzt. Einer der Hauptgründe dürften der Datenschutz und die Rechtslage sein. Erst kürzlich haben Studierende in den USA Google verklagt, weil Google ihre E-Mails gescannt und zu Werbezwecken ausgewertet hat. Bei Klagen kommt zudem nicht das Schweizer-, sondern das US-Datenschutzgesetz zum Einsatz.

Google und Apple sollten sich in dieser Hinsicht für einmal ein Vorbild an Microsoft nehmen und ebenfalls einen Vertragszusatz für Schweizer Schulen mit den kantonalen Datenschutzbeauftragten aushandeln. Denn solange die Datenschützer nicht einwilligen, bleibt den öffentlichen Schulen, Hochschulen und Universitäten in der Schweiz die Nutzung dieser durchaus sehr nützlichen Applikationen verwehrt.

Eindrücke aus dem papierlosen Studium

Wir haben unsere Studierenden und Dozierenden gebeten, uns Fotos von ihrem papierlosen Alltag zu senden. Anbei einige Eindrücke.

Moodle

Kurzmitteilung

Liebe Studierende und Dozierende

Pünktlich zum Semesterbeginn hat Moodle leider Performance Probleme, die ICT ist bereits informiert und kümmert sich darum.

Tablets abholen

Liebe Studierende

Die Geräte sind zurzeit noch bei der ICT Abteilung, wo sie vorkonfiguriert werden.
Sie erhalten das Gerät bei der Einführung am Mittwoch, 18. September 2013:

Einführung für das Microsoft Surface Pro

  • Zeit: 15:00 – 17:00 Uhr
  • Raum: RT 037

Einführung für das Apple iPad

  • Zeit: 15:00 – 17:00 Uhr
  • Raum: RT 502

Bitte melden Sie sich bei den Projektverantwortlichen, falls Sie an dieser Einführung nicht teilnehmen können.

Bitte nutzen Sie bis Mittwoch Ihren Notebook für das Arbeiten mit den elektronischen Unterlagen.

Sollten die Geräte bereits früher zur Verfügung stehen, werden wir Sie selbstverständlich informieren.

Apple ID erstellen

Falls Sie ein iPad bestellt haben erstellen Sie bitte vor der Einführung online Ihre persönliche Apple-ID und beantworten Sie die Sicherheitsfragen: https://appleid.apple.com/ch/de/