Bildung unter dem Hammer

Ein Beitrag von Thomas Schläpfer

Am 12. September versammelten sich rund 160 Mitarbeitende der ZHAW, um sich an der Veranstaltung «Bildung unter dem Hammer!» über die Rollen des neuen Ressort Bildung auszutauschen.

Bildungslandschaft als Baustelle

In der Bildungslandschaft herrscht Umbruchstimmung: Lehr- und Lernszenarien werden neu gedacht, Bildungsangebote digitalisiert und individuelle Bildungsbiografien ermöglicht. Das Ressort Bildung ist gefordert. In diesem Zusammenhang wurde am 12. September zur hybriden Veranstaltung «Bildung unter dem Hammer!» eingeladen. In einem «Baustellenrundgang» stellte das Ressort die aktuelle Bildungsstrategie vor. Dabei gaben sie auch Einblick in dahinterliegende Spannungsverhältnisse und Dynamiken. So wurde beispielsweise die Wechselwirkung zwischen Standardisierung und Individualisierung thematisiert.

Die meisten Teilnehmenden assoziierten die Veranstaltung mit “Veränderung”, “Fokus” und “Zusammenarbeit”

Ressort als Werkzeug

Im Panel diskutierten Teilnehmende mit Experten für Lehre und Weiterbildung über interdepartementale Zusammenarbeit und die Erwartungshaltung an Dozierende aber auch an das Ressort und die ZHAW. Aspekte wie ‘Time to Market’ bei Weiterbildungsangeboten, organisationales Lernen und Service-Orientierung sowie welchen Planungsgrundsätzen die Hochschule folgen soll, wurden thematisiert. Dabei sollen Hebelwirkungen so eingesetzt werden, dass aus departementalen Initiativen und Stärken heraus strategische Ziele der ganzen ZHAW erreicht und effizientes Arbeiten über die Organisationseinheiten hinweg erleichtert wird. «Das Ressort Bildung versteht sich selbst als Multifunktions-Werkzeug auf der Bildungsbaustelle. Es gilt gemeinsam mit den Departementen und F&S die Anwendung dieses Werkzeuges situativ zu perfektionieren», so Patrick Hunger, Stabsbereichsleiter Ressort Bildung.

Ein Jahrhundertbau

Ein Experte verglich die ZHAW respektive die Bildungslandschaft im Allgemeinen mit der Sagrada Familia in Barcelona – einem Jahrhundertbau an dem schon seit 140 Jahren gearbeitet wird. Eine passende Analogie, wie die Teilnehmenden zustimmten. Denn die Vorstellung, dass die Bildungsbaustelle ein Ende findet, sei unrealistisch. Viel interessanter sind jedoch die Methoden und Mittel, die zum Einsatz kommen. So müssen immer wieder überholte Strukturen abgebrochen und neue Rahmenbedingungen geschaffen werden, um sich so an die veränderten Bedürfnisse am Arbeitsmarkt und in der Lehre anzupassen. Nur so entfaltet die Bildungsstätte ZHAW die geforderte und zukunftsbefähigende Dynamik.


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