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Erfolg durch Diversity in IT: Wie geht das?

Unternehmen wissen heute um die Vorteile von Diversity und nehmen das Thema Vielfalt und Heterogenität unter Mitarbeitenden ernst. Dennoch scheinen sie oft an der praktischen Umsetzung zu scheitern. Woran liegt das? Und was braucht es wirklich, um in IT erfolgreich Vielfalt zu leben? Am WINsights-Symposium vom 12. März 2020 diskutieren wir mit Vorbildern praktische Handlungsfelder und mögliche Antworten.

Betrachtet man neueste Studien zu Solvenz und Diversität in Unternehmen, stösst man auf interessante Befunde: So stecken die Firmen mit dem höchsten Männeranteil häufiger in finanziellen Schwierigkeiten als andere. Auch Medien thematisieren immer wieder, dass der wirtschaftliche Erfolg im technischen Sektor und bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten von der aktiven Mitwirkung der Frauen abhängt. Das Beratungsunternehmen Gartner fordert sogar, dass sich IT-Führungspersonen bei der digitalen Transformation zwingend mit dem Thema Diversity und Inclusion auseinandersetzen müssen.

CIOs sind für das Thema Diversity genauso verantwortlich wie HR

Gleichzeitig gehören Schlagzeilen über den Mangel an weiblichen IT-Fachkräften nicht nur in der Deutschschweiz zum Alltag: Das Interesse der Mädchen und jungen Frauen an den MINT-Berufen ist offenbar über die letzten Jahre lediglich konstant geblieben oder sogar zurückgegangen. Wie aber sollen sie sich mit technischen Berufsbildern identifizieren können und Begeisterung dafür entwickeln, wenn ihnen ständig prophezeit wird, dass sie die einzige Frau im Team sein werden? Wo sind die Vorbilder und die Communities, die sie inspirieren?

Es ist auch höchste Zeit, darüber nachzudenken, welche Folgen die männliche Dominanz beispielsweise im Feld der künstlichen Intelligenz hat. Es kursieren Zahlen von Google und Facebook, die andeuten, dass der Frauenanteil der dortigen AI-Teams bei nicht einmal 15 Prozent liegt. Vermutlich sind es sogar kaum zehn Prozent. Schlägt sich diese Einseitigkeit in Denkmustern und Daten nieder? Werden so Geschlechterklischees verfestigt? Was bedeutet das für Unternehmen und für Konsumentinnen und Konsumenten?

Auch am World Economic Forum (WEF) wurde diskutiert, was wir gegen «biased data in AI» tun können. Denn wenn wir als Verbraucherinnen und Verbraucher neutrale Produkte haben wollen, brauchen wir gelebte Vielfalt und damit auch vorurteilfreies technisches Arbeiten im Unternehmen.

Was braucht es also, um Mädchen und junge Frauen selbstbewusst für Technologie zu begeistern? Und was braucht es generell, um das Potenzial unterschiedlichster Persönlichkeiten im Team anzuerkennen und zur Entfaltung zu bringen? Eigenschaften wie Sensibilität und Introvertiertheit beispielsweise gelten heutzutage immer noch eher als typisch weiblich oder gar als Mangel. Dabei sollten wir sie als genderneutrale und wertvolle Qualitäten sehen.

Liegt die Verantwortung für den notwendigen Einstellungswandel beim Elternhaus? Bei (Hoch)Schulen? Bei Unternehmen? Oder ausschliesslich an den Einzelnen?

Sicher ist bewusste Eigenverantwortung ein guter Startpunkt wie auch der Mut jedes einzelnen, mit den individuellen Qualitäten den eigenen Weg zu gehen. Zudem ist wichtig zu erkennen, dass nicht nur wir als Individuen in der Pflicht sind. Auch Unternehmen sind gefragt, ihren (zukünftigen) Mitarbeitenden eine gute Basis zu bieten, damit alle ihr Potenzial ausschöpfen können.

Es gibt unzählige Studien, Ratgeber, Seminare, Artikel und Blogs, die sich damit auseinandersetzen, wie Diversity gelingt: Offenbar ist das unter anderem dann der Fall, wenn es für Arbeitgebende und Arbeitnehmende immer selbstverständlicher wird, dass

  • wir auf genderneutrales Wording und die Strukturen achten,
  • wir allen eine Stimme im Meeting geben,
  • Communities, Coaching und Mentoring allgegenwärtig werden,
  • wir selbst flexibel und veränderungsbereit sind
  • und wir weg von generalisierten Aussagen und Stereotypen hin zu achtsamem Zuhören und Verstehen kommen

Um eine Diversity-Kultur in Technologie-Unternehmen erfolgreich aufzubauen und zu leben und auf diesem Weg Erfolge zu erreichen, braucht es also ein nachhaltiges und empathisches Miteinander von Eigen- und Arbeitgeberverantwortung.

Am WINsights-Symposium vom 12. März 2020 in Winterthur wollen wir uns im Thementrack «Erfolgsfaktor Diversity in Tech» mit beiden Seiten konkret beschäftigen und von denjenigen lernen, die im Wandel mutig vorangehen. Es kommen Persönlichkeiten zu Wort, die nicht nur die Veränderung (ver)suchen, sondern die selbst die Veränderung sind und das oben genannte Verhalten verinnerlicht haben. Als Teilnehmerin oder Teilnehmer können Sie neue Einsichten gewinnen zu Fragen wie:

  • Wie gehen wir mit unterschiedlichen Persönlichkeiten im Team erfolgreich um? 
  • Wie gelingt Mentoring/ Community Building? 
  • Wie rekrutieren wir erfolgreich und divers?

Wir freuen uns, Sie am WINsights-Symposium zu begrüssen.

Ein Beitrag von Katja Kurz.

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