Kategorie: RUNWAY Startup (Seite 1 von 2)

So proud! Nexenic gewinnt den People’s Choice Award in den USA!

Das Daumendrücken hat sich gelohnt! Gestern fand das grosse Finale der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge in Virginia (USA) statt und die ZHAW darf sich freuen. Das Team Nexenic (früher funicX), bestehend aus den beiden Systemtechnik Absolventen der School of Engineering Claudio Ruiz und Reto Muhl sowie Astrid Besmer von der UZH, gewinnt den mit 5’000 CHF dotierten People’s Choice Award. Zuvor hat Nexenic im Mai 2017 die ZHAW Startup Challenge gewonnen.

Wenn das Team wieder zurück ist, zieht es in den ZHAW RUNWAY Incubator ein, wo es gecoacht wird, um das Produkt, eine portable erwärmbare Lunchbox, bis zur Marktreife weiterzuentwickeln. Wir können also gespannt sein, wie es mit Nexenic weitergeht und gratulieren noch einmal ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg!

Astrid Besmer, Claudio Ruiz und Reto Muhl – Die strahlenden Gewinner des People’s Choice Award bei der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge in den USA

Kostproben aus dem von Nexenic entwickelten Steamer für die Jury: Früchte mit leckerer Swiss Chocolate

Nach dem grossen Finale muss der Erfolg auch gebührend gefeiert werden 😉

Startup Challenge Gewinner 2015 EntoLog lösen sich auf

Interview mit Stefan Klettenhammer von ENTOLOG

 

Entolog löst sich nach knapp 3 Jahren Tätigkeit – davon das letzte Jahr im Runway – auf. Bevor wir auf die Hintergründe eingehen: Kannst du kurz beschreiben, was Entolog war?
2014 entwickelte ich für meine Masterarbeit eine Methode, um Protein aus Insekten zu extrahieren. Als Beispiel für eine Anwendung dieser Methode entwickelten wir einen Proteinriegel. Mit wir meine ich mich und Meinrad Koch, den ich während des Studiums kennengelernt habe.

Proteinriegel aus Insekten

Entolog war rasch in vielen Medien präsent und ihr wurdet beinahe über Nacht zu einer Bekanntheit!
Ja das war unglaublich. Offenbar waren wir mit dem Thema als eines der ersten Teams am Start. Wir haben dann die Methode weiterentwickelt. Unser Ziel war es, den Prozess zu schützen und dann die Technologie zu lizenzieren.

Ihr wurdet von den Medien etwas überrumpelt und musstet euch schnell entscheiden, wie und mit welchen Ressourcen weiterzufahren. Auch habt ihr euch eine Teilzeit-Anstellung überlegt. Was waren eure konkreten Herausforderungen?
Die Finanzierung unserer nächsten Schritte und die Aufteilung der Anteile an der Firma bereiteten uns Kopfzerbrechen. Bezüglich des ersten Punktes war es so, dass wir ja ohne finanzielle Mittel nicht weitermachen konnten, andererseits uns ja auch nicht anstellen lassen konnten, da wir dann keine Zeit mehr für unser Projekt gehabt hätten.

EntoLog gewann 2015 den Peoples Choice Award beim internationalen Startup Wettbewerb in Virginia (USA)

Du hast dich dann für einen „Mittelweg“ entschieden.
Genau: Zum einen habe ich mich Teilzeit anstellen lassen, zum anderen habe ich Entolog ohne Meinrad weitergeführt. Meine Anstellung bei einem innovativen Schokoladen-Startup, welches ein komplett neues Verfahren für die Schokoladenherstellung anwendet, hat aber schnell mehr Ressourcen in Anspruch genommen als erwartet.

Dennoch hast du versucht, Entolog weiterzubringen – war das nicht im Vornherein zum Scheitern verurteilt?
Im Nachhinein muss ich wohl sagen, dass es das war. Nebst einem 80% Job ein Startup aufzubauen liegt wohl einfach nicht drin. Dennoch: Ich hatte versucht, den Extraktionsprozess zu schützen. Leider bin ich jedoch bei meinen Recherchen auf eine niederländische Firma gestossen, die bereits grosse Teile der IPs geschützt hatten. Nach dieser Erkenntnis habe ich noch etwas mit Proteingetränken experimentiert und versucht, auf diese Weise weiterzukommen. Schliesslich musste ich mir eingestehen, dass es wohl zu viel ist – ich fokussiere mich deshalb jetzt auf meinen „Schokoladen-Job“, der mir auch sehr viel Freude bereitet.

Du und Meinrad seid ja zu Beginn fast etwas in die Startup-Situation „reingeraten“. Was würdest du jemandem raten, der auch auf so eine Art und Weise zu einem eigenen Startup kommt?
Wichtig ist es, die Verhältnisse im Team so rasch wie möglich zu klären – dies unabhängig vom Geld. Wir haben das einfach zu lange rausgezögert.

Ist es überhaupt möglich, eine Geschäftsidee von eurer Dimension als junge Studenten zu stemmen?
Wenn ich unser Startup im Schokoladengeschäft anschaue muss ich sagen, dass unser Vorhaben schon eine grosse Schuhnummer war. Disruptive Innovationen brauchen schnell viel Startkapital. Wir hätten viel Kapital gebraucht und wohl noch etwas früher als die niederländische Konkurrenz unseren Prozess bereits schützen sollen. Dies weiss man eben später. Zumindest sieht man, dass wir auf den richtigen Weg gewesen wären. Auch wenn uns viele für blauäugig angeschaut haben, so sind Insekten heute als Lebensmittel zugelassen. Vor 4 Jahren hätte dies wohl auch keiner gedacht.

Wenn du deine Zeit im Runway Revue passieren lässt – konntest du von den Erfahrungen profitieren?
Die Zeit war eine riesige Bereicherung für mich. Der Austausch mit den anderen Startups, die verschiedenen Workshops und Vorträge aber vor allem auch der Austausch mit meinem Coach war super. Ohne ihn hätte ich viele gute Ideen und Möglichkeiten nicht gesehen und die Entwicklungen im Getränkebereich waren dank ihm sehr lehrreich.

Gibt es etwas, was du anderen Foodstartups empfehlen würdest?
Generell ist es im Mainstream-Bereich schwierig. Man kommt da nicht um die Grossen – Nestlé, EMMI, Hilcona, Migros und Coop herum. Im Delikatessenbereich ist man jedoch schneller drin. Ich empfehle also eher diese Richtung.

Stefan Klettenhammer

 

 

Rieglia fusioniert und zieht aus dem Runway aus

In zwei – drei Sätzen, was macht Rieglia?
Wir entwickeln einen intelligenten Pflanzensensor. Dieser misst verschiedene Luft- und Bodenparameter: Temperatur, Feuchtigkeit sowie den Düngergehalt in der Erde. Das Spezielle an diesem Sensor: Er nutzt LoRa – das Low Power Wide Area Network, welches speziell für das Internet der Dinge (IoT – Internet of Things) aufgebaut wird. In der Schweiz baut die Swisscom dieses Netz auf. Zu Beginn wollten wir diesen insbesondere an Privatanwender verkaufen.

Dominik Maglia und Simon Rieser mit ihrem Pflanzensensor „HORTUS“

Ihr seid nun nach 7 Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Wir fusionieren mit einem anderen Team aus einem ähnlichen Bereich. Zusammen gründen wir ein Startup, das mit gebündelten Kräften im IoT-Markt tätig sein wird. Das Team, mit welchem wir uns zusammentun, hat viele Jahre Erfahrung im Entwickeln von Enterprise Software – wir bringen einiges an Hardware-Erfahrung mit.

Ihr möchtet euch also künftig nicht (nur) auf das Entwickeln von Hardware beschränken?
Genau: Wir möchten End-to-End IoT-Lösungen bauen: Von der Datenerfassung, dem Datenmanagement in der Cloud bis zur Integration in Enterprise-Lösungen wie SAP oder Salesforce möchten wir unseren Kunden alles aus einer Hand bieten.

Stichwort Enterprise-Lösungen: Ihr scheint euch vom initialen Zielsegement – den Privatanwendern – wegzubewegen. Welchen Kunden habt ihr denn nun im Visier?
Über den Runway Startup Incubator konnten wir die Stadt Winterthur als ersten Kunden gewinnen. Winterthur wird Mitte Juni 2017 über ein Duzend unserer Sensoren erhalten und damit unter anderem das Stadion Schützenwiese überwachen. Später möchte Winterthur auch Freibäder zur UV-Überwachung mit unseren Sensoren ausstatten.
Ganz generell ist das Thema Smart City für uns ein spannendes Feld.

Könnt ihr in einem Satz erklären, was ihr unter Smart City versteht?
Smart City bedeutet für uns vor allem Zweierlei: Zum Einen eine grundsätzliche Effizienzsteigerung im öffentlichen Raum, zum Anderen ein gezielterer Ressourceneinsatz. Das IoT bietet dazu vielerlei Angriffspunkte.

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu HORTUS entstanden?
Dominik fliegt jeden Sommer für ein paar Monate in die USA, um seine Eltern zu besuchen, die dort leben. In dieser Zeit wollte er den Zustand seiner Pflanzen überwachen. Er hat mich (Simon) gefragt, wie er denn diese mit einem Sensor bewerkstelligen würde. Zusammen haben wir dann begonnen eine Lösung zu entwickeln. Dies jedoch vorerst neben dem Studium. Dominik hat teilweise sogar noch nebenbei gearbeitet.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Der erste Meilenstein war die Fertigstellung unseres ersten Prototyps, den wir auch im Swisscom LPN Experience Center (Staufacher Zürich) ausstellen durften. Das war um Neujahr 2016/17. Grosse Schritte vorwärts konnten wir dann zusammen mit unserem vom Runway gestellten Coach Paul machen: Mit seiner breiten Erfahrung in dem Bereich IoT und seinem grossen Netzwerk hat er uns insbesondere Business-seitig weit gebracht. Inzwischen haben wir zudem ein marktreifes Produkt in der Betaphase. Die bevorstehende Fusionierung und die damit gesicherte Finanzierung für die kommenden 18 Monate stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein dar.

    

Wie habt ihr die Zeit im RUNWAY empfunden und würdet Ihr es anderen weiterempfehlen?
Die 7 Monate sind wie im Flug vergangen. Zu Beginn beschäftigten wir uns vor allem mit der Produktentwicklung und mit dem Austausch mit den anderen Startups. In der zweiten Hälfte unserer Mitgliedschaft verstärkten wir bereits die Zusammenarbeit mit unserem Partnerteam. Auch der Kundenkontakt wurde wichtiger.
Den Runway empfehlen wir jedem jungen Startup: Der Austausch mit anderen Startups sowie das erstklassige Coaching zu den unschlagbaren Konditionen sind Gold wert.

Was sind die grössten Learnings aus eurer Zeit im RUNWAY?
Wir sind ursprünglich mit der Idee einer Kickstarter Kampagne in den Runway eingezogen. Schnell haben wir uns jedoch anders orientiert und umpositioniert in Richtung B2B. Wichtigstes Learning: Opportunitäten sofort aufschnappen, flexibel sein und das eigene Geschäftsmodell ständig überdenken und anpassen.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Auf jeden Fall – obschon es unserer Meinung nach etwas auf den Typ Mensch darauf ankommt: Eine gewisse Portion Risikobereitschaft sowie den Drang der Selbstverwirklichung sind Grundvoraussetzungen.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
Seid offen für Opportunitäten und bleibt vor allem in der Anfangsphase agil. Tretet früh mit etwas Konkretem an die Leute und Kunden heran – das hat uns viele Türen geöffnet!

„Die Schweiz ist der perfekte Ort, um zu gründen und auch mal etwas zu riskieren.“

Patrik Deuss, Gründer von LEDCity

 

In zwei – drei Sätzen, was macht LEDCity?
LEDCity entwickelt automatisierte Leuchtmittel mit dem Ziel, den Energieverbrauch im Beleuchtungssektor signifikant zu reduzieren. Durch die Automatisation verändern die Leuchtmittel die Helligkeit dynamisch und werden nicht rund um die Uhr unter Volllast betrieben. Das betätigen eines Lichtschalters soll der Vergangenheit angehören.

Ihr seid nun nach 9 Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Ab dem 1. Mai geht es in den Technopark Zürich, wo wir unser eigenes Büro beziehen werden. Die Wahl fiel auf Zürich – nicht zuletzt aus praktischen Gründen, denn Zürich ist für alle Teammitglieder am einfachsten zu erreichen.
Abgesehen hiervon, sind wir derzeit in den letzten Zügen der AG-Gründung. Die nächsten Schritte sind weitere Pilotprojekte, kleinere Anpassungen am Prototypen und dann geht es mit dem finalen Produkt auf den Markt.

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu LEDCity entstanden?
Alles begann während einer Vorlesung im Studiengang Energie- und Umwelttechnik. Mir wurde bewusst, dass es noch viel Potential im Beleuchtungssektor gibt, um durch die dynamische Verwendung des Lichts Energie zu sparen. Man lässt zu Hause nicht die ganze Nacht das Licht an, wieso tut man es dann draussen, z.B. in Tunnels? Es macht energetisch gesehen einen riesen Unterschied, ob man einen Tunnel 24 Stunden beleuchtet oder nur 24 Minuten, wenn es tatsächlich gebraucht wird – nämlich Faktor 60.

Nach einer kurzen Zeit, konnte ich mein Team um einen Studienkollegen erweitern. Ziemlich schnell ging es dann weiter zur ZHAW Startup Challenge, welche uns dann von der Uni in die Arbeitswelt katapultierte. Wir machten den zweiten Platz und gewannen eine sechs-monatige kostenlose Mitgliedschaft im RUNWAY Incubator. Wir beide haben keinen Business-Hintergrund und diese ganze Zeit, war für uns wie eine Art Express-BWL-Studium. Das Coaching von Thomas Schumann, die Unterstützung von Adrian Müller, Jacques Hefti, Nicolas Gehrig, Alex von Siebenthal und Yasemin Ayanoglu waren sehr wertvoll für uns und ich möchte mich an dieser Stelle gerne bei allen ganz herzlich bedanken! Auch der rege Austausch mit den anderen Startups im RUNWAY hat uns sehr geholfen und uns inspiriert – auch hier ein Dankeschön an alle.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Eines der ersten Milestones war sicherlich die Bachelorarbeit zum Thema: „Entwicklung einer interaktiven LED-Steuerung“. Diese wurde damals Dank der Einwilligung der Professoren Borth und Heinzelmann ermöglicht.
Weitere wichtige Schritte waren die ZHAW Startup Challenge und die Aufnahme im RUNWAY, das Pilotprojekt mit der ewz, die Finanzspritze von der Klimastiftung Schweiz und dem Bundesamt für Energie und schliesslich die Erstellung des zweiten Prototyps, das dem Endprodukt schon sehr nahekommt.

Wie hast du die Zeit im RUNWAY empfunden und würdest du es anderen weiterempfehlen?
Auf jeden Fall. Das Umfeld im RUNWAY wie auch im Technopark Winterthur ist sehr inspirierend, man erhält viel Unterstützung, bei Fragen ist immer jemand erreichbar, die Infrastruktur ist super … eindeutig ja.

Was sind die grössten Learnings aus deiner Zeit im RUNWAY?
Ich habe sehr viel im Business Bereich gelernt. Auch habe ich gelernt Feedback aufzunehmen und richtig einzuordnen. Es gibt Leute, die sagen «aus deiner Idee wird nichts», andere sind wiederum total begeistert… Da ist es wichtig ein Gefühl dafür zu entwickeln, wichtige Punkte aus dem Feedback herauszuziehen und sich von negativen Meinungen nicht herunterziehen zu lassen. Damit einher geht auch Ausdauer. Ein weiteres Learning aus meiner Zeit im RUNWAY. Es kann nur weitergehen, wenn man dranbleibt und an seine Idee glaubt. Dann glauben auch andere daran und es finden sich auch Gelder, wie z.B. bei uns die Finanzspritze von der Klimastiftung Schweiz und dem Bundesamt für Energie.

Wenn du nun zurückblickst, würdest du etwas anders machen?
Ich würde von Anfang an schauen, dass ich ein gutes Team zusammenstelle, bestehend aus Leuten, die ebenfalls 100 % dabei sind und nicht zu viele andere Verpflichtungen haben. Auch würde ich schauen, dass es ein durchmischtes Team ist, sodass das Kernteam bereits verschiedene Bereiche abdeckt und nicht alle den gleichen Hintergrund haben.
Man hört es oft, dennoch ich möchte es auch nochmal sagen: Fokus! Man muss nicht jedes kleine Feedback sofort in das Produkt einarbeiten, sondern das grosse Ganze sehen. Damit einhergeht auch die richtige Priorisierung der anstehenden Aufgaben. Das musste ich erst lernen.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Auf jeden Fall. Wieso denn auch nicht? Versuchen kann man es ja mal und man lernt nur dazu. Als Angestellte/r arbeiten, kann man danach immer noch.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
In der Schweiz ist man finanziell gut abgesichert. Es ist der perfekte Ort, um zu gründen und auch mal etwas zu riskieren. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten sich Unterstützung zu holen – wie z.B. im RUNWAY Incubator. Riskiert – probiert – lernt.

ZHAW Startup LEDCity hat weitere Finanzspritze erhalten

Nach Klimastiftung Schweiz – Unterstützung vom Bundesamt für Energie

In der Schweiz entfallen rund 12 % des Elektrizitätsverbrauches auf die Erzeugung von Licht. Dies entspricht der Leistung von rund 1.5 Atomkraftwerken. Mithilfe einer Steigerung der Leuchteffizienz, durch Automatisation und künstliche Intelligenz soll der Verbrauch in den nächsten 10 Jahren um bis zu 80 % reduziert werden. Zum Vergleich: Wenn alle Fahrzeuge in der Schweiz elektrisch angetrieben werden, würde der Elektrizitätsverbrauch um rund 15 % ansteigen. Die Energiereduktion im Lichtsektor würde daher der Elektromobilität in die Hände spielen.

Um dieses Ziel zu erreichen hat nach der Klimastiftung Schweiz auch das Bundesamt für Energie das Potential in LEDCity entdeckt und eine Finanzspritze gutgeheissen. Mit dem Betrag von 94‘825.- steigt die Förderung auf knapp eine Viertelmillion CHF. 

LEDCity ist ein Schweizer Startup der ZHAW welches interaktive und dynamische LED-Leuchtmittel entwickelt. Die intelligenten Leuchtmittel  können selber entscheiden, wo wieviel Licht benötigt wird. Noch zu viele Tunnel, Unterführungen, Gänge und viele weitere Standorte werden rund um die Uhr beleuchtet. Kann die Nutzungsdauer nur schon um einige Stunden reduziert werden, sinkt der Energieverbrauch signifikant. In der Praxis konnten bei Projekten jeweils zwischen 65-90 % der Energie eingespart werden.

Schon im nächsten Monat sollen die Arbeiten für eine neue Pilotanlage mit dem ewz starten. Mehrere Grossunternehmen haben bereits ihr Interesse für die innovative Lösung geäussert und werden ebenfalls in diesem Frühling eigene Pilotanlagen in Betrieb nehmen.

 

Für kinastic geht es auch im Jahr 2017 sportlich weiter

In zwei – drei Sätzen, was macht kinastic?

Papier und Stift im Fitnesscenter sind bald Vergangenheit. Durch innovative Sensoren und mobile Applikationen vernetzen wir Smartphones mit den Trainingsgeräten im Gym. Trainierende, Fitnesscenter sowie Krankenversicherer sollen von unseren Lösungen profitieren.

Michael Kubli und Alex von Siebenthal im RUNWAY Startup Inkubator

Ihr seid nun nach mehr als einem Jahr aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?

Wir haben nun ein eigenes Büro, ebenfalls im Technopark Winterthur, nur drei Stockwerke tiefer. Glücklicherweise sind wir somit also nicht allzu weit weg.

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu kinastic entstanden?
Sie ist im Studium entstanden. José und ich haben uns in einem Seminar kennengelernt, bei dem Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens mit den Informatikstudierenden zusammengebracht wurden und ein gemeinsames Projekt entwickeln mussten. Damals haben wir die relativ neue Technologie «Bluetooth Beacons» genauer unter die Lupe genommen und mögliche Anwendungsgebiete evaluiert. Durch die Bluetooth Beacons kann eine Lokalisierung des Smartphones stattfinden, das war unsere Ausgangslage. Als Fitness-Fans haben wir uns gefragt, wieso also nicht Bluetooth Beacons dafür einsetzen, dass eine entsprechende App auf dem Smartphone weiss, an welchem Gerät man gerade trainiert. So ist die Idee entstanden. Unser Dozent, Roger Seiler, hat uns dann noch den letzten Push gegeben, uns bei dem RUNWAY Incubator zu bewerben.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Der wohl wichtigste Schritt für uns war die Annahme im RUNWAY Incubator. Wäre das nicht gewesen, hätten wir wohl nicht den Mut gehabt, richtig loszulegen bzw. überhaupt loszulegen. Als wir die Zusage vom Evaluation Committee für die Aufnahme erhalten haben, hat uns der Ehrgeiz so richtig gepackt. Das war ein sehr wichtiger Punkt!

Der CTI Entrepreneurship Kurs «Business Creation» und das Coaching haben uns ebenfalls unglaublich geholfen. Erst dadurch wurde aus der Idee ein echter Business Case. Als dann unser Coach, Alex, auch noch zu uns ins Team gekommen ist, war das Gründerteam komplett und somit ein weiterer wirklich wichtiger Meilenstein erreicht. Dass wir durch den RUNWAY Incubator das Netzwerk von der ZHAW nutzen konnten und immer noch können, ist zwar kein Meilenstein aber hat uns auf jeden Fall stets geholfen Meilensteine zu setzen. Wesentliche Schritte waren sicherlich auch die Partnerschaften mit Zühlke und Swica.

Wie hast du die Zeit im RUNWAY empfunden und würdest du es anderen weiterempfehlen?
Die Zeit im RUNWAY war super und ist sehr weiterzuempfehlen! Wie schon gesagt, ohne das RUNWAY Umfeld bzw. die Menschen dort, hätten wir uns nicht getraut den ersten Schritt zu gehen. Nach dem Studium gibt es für Hochschulabsolventen viele Möglichkeiten. Wieso sollte ich nicht den gut bezahlten Job, bei dem namenhaften Unternehmen annehmen, sondern stattdessen mein einiges Ding aufbauen mit all den Risiken, die damit einhergehen? Genau hier setzt der RUNWAY an und zeigt einem Wege auf. Zum Glück, denn somit wurde bei mir so richtig der Unternehmergeist geweckt und für mich gibt’s momentan nichts Grösseres.

Was sind die drei größten Learnings aus deiner Zeit im RUNWAY?
Erstens: Der Lean-Startup-Gedanke. Besonders als Ingenieur hat man oft eine zu sehr Produkt-fixierte Sichtweise. Wichtiger ist doch aber «was möchte der Kunde?».

Zweitens: Das Eintauchen in die Startup-Welt. Wenn man sich nicht in diesen Kreisen bewegt, kriegt man gar nicht mit wie viel hier eigentlich los ist und wie viel man noch lernen kann.

Drittens: Selbstpräsentation. Wer ein Startup gründet, muss in der Lage sein immer und überall seine Idee zu pitchen. Auch hier habe ich sehr viel dazu gelernt und mich persönlich weiterentwickelt.

Wenn du nun zurückblickst, würdest du etwas anders machen?
Es gibt sicherlich einige Dinge, die wir lieber hätten anders machen sollen. Aber es waren gerade auch diese Dinge, die dann zu großen Learnings geführt haben. Ohne diese Fehler gemacht zu haben, hätten wir heute auch nicht den Erfahrungsstand, den wir nun haben. Ich denke man muss sich ein paar Mal den Kopf anschlagen, um zu merken, wie man es das nächste Mal besser machen kann.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Sehr! Aber man muss schon auch der Typ dazu sein. Ein Startup zu gründen ist nicht vergleichbar mit einem Nine-to-Five Job. Wobei ich wahrscheinlich auch nicht gegründet hätte, wenn ich nicht in das RUNWAY Umfeld gekommen wäre. Ich würde heute vielleicht im Aussendienst einer Versicherung arbeiten… (lacht) Aber ich werde mich sicherlich nicht mehr zu einem typischen Nine-to-Five Job hinreissen lassen. Selbstständig zu sein, selbst etwas auf die Beine zu stellen und von Grund auf aufzubauen… das macht einfach Spaß! Ich weiß noch in meiner Zeit als Lehrling oder bei anderen vorherigen Jobs, habe ich morgens um 9 Uhr auf die Uhr geschaut und 16 Uhr herbeigesehnt. Heute schaue ich auf die Uhr und es ist plötzlich schon 20 Uhr und ich denke ich sollte langsam nach Hause gehen.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
Den Lean-Startup-Gedanken! Bevor du losgehst und etwas entwickelst, gehe raus und spreche mit deinen potentiellen Kunden. Wer sind deine Kunden und wollen sie das was du da produzieren möchtest überhaupt haben?

Was die Finanzen betrifft, sind wir mit unseren 3F (Family, Friends & Fools, wobei wir letztere natürlich vernachlässigten) via Wandeldarlehen sehr gut gefahren. Diese Art der Finanzierung sollte man, als Alternative zu Business Angels oder sonstigen Investoren, auch berücksichtigen.

Lasst euch und eure Idee nicht herunterziehen. Es wird immer Leute geben, die euch demotivieren und eure Idee schlecht reden werden. Aber da muss man darüberstehen – natürlich solange man nicht NUR negatives Feedback erhält… das wäre vielleicht auch kein gutes Zeichen. Auch hat sich gezeigt, dass es sehr hilfreich ist, Mentoren zu haben. Leute, die euch unterstützen, aber trotzdem noch einen «Aussenblick» haben. Oftmals ist man zu sehr in seine Arbeit vertieft, so dass man Dinge nicht mehr richtig wahrnimmt. Da hilft der besagte Blick von aussen.

Auf nach Estland! Avionix verlässt den Runway Startup Inkubator

Ihr seid im Dezember 2016 nach neun Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Es geht sehr spannend weiter. Wir haben unser Headquarter nach Tallinn, Estland verlegt. Die Idee, mit welcher wir in den RUNWAY eingetreten waren, gibt es so nicht mehr und wir sind nun mit einem IT-/Software-Produkt im B2B-Bereich als Dienstleister unterwegs. Ich möchte aber gar nicht allzu viel hierzu sagen, sondern auf den Blog-Artikel von Kenneth verweisen, worin wir unsere Gründe für den Ausstieg aus dem RUNWAY genau beschreiben: https://blog.avionix.eu/blog/the-future-of-avionix-one

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu Avionix entstanden?
Kenneth und ich sind beide begeisterte Hobby-Piloten und die Idee zu Avionix kam ursprünglich von Kenneth. Er hatte einen Cockpit Brand und war plötzlich auf die Navigation von seinem iPad angewiesen, da alles andere ausgefallen war… Das war unsere Ausgangslage. Von hier ausgehend haben wir dann geschaut, wie man die drei Schwachpunkte des iPad – Akkulaufzeit, Kühlung und GPS-Empfang – verbessern und erweitern kann. Unser Studium der Aviatik an der ZHAW hat uns hierbei als gute Grundlage gedient. An der ZHAW haben Kenneth und ich uns auch kennengelernt.

Wie seid ihr dazugekommen nach Estland zu ziehen?
Wir waren auf der Suche nach einem attraktiven Standort in Europa und wurden über eine Freundin von Kenneth auf Tallinn aufmerksam. Wir haben dann sehr schnell gesehen, dass Estland viele Vorteile bietet: den Euro als Währung, bezahlbare Mieten und Lebenskosten, eine ähnliche Kultur, ein super Ökosystem für IT-Unternehmen, … und ich habe den Strand direkt vor meiner Tür – auch wenn das Wetter zurzeit nicht so ganz stimmt.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Begonnen hat alles mit dem CTI Business Concept Kurs, bei welchem wir am Ende den Pitching-Preis erhalten haben. Das ist natürlich kein großer Preis, jedoch war das für uns der Startschuss, um richtig loszulegen.
Einer unsere größten Erfolge war es außerdem, als Alpha Startup mit einem funktionierenden Prototypen beim Web Summit gewesen zu sein.

Bereust du die Zeit, die du im Startup Incubator RUNWAY investiert hast? Was sind deine größten Learnings?
Ich bereue die Zeit im RUNWAY keineswegs. Das Coaching von Ben Graziano war sehr hilfreich für uns und wir haben so viel gelernt, dass ich es nicht in ein paar Sätzen zusammenfassen kann.

Wenn du nun zurück blickst, würdest du etwas anders machen?
Das ist eine schwere Frage. Ich hätte manche Dinge vielleicht anders gemacht, aber alles in allem war es wahrscheinlich gut, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist. Sonst wären wir heute nicht da, wo wir sind. Ich würde es aber auf jeden Fall wieder probieren, ich bereue nichts.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Ja, wenn du eine gute Idee hast und davon überzeugt bist, finanziell für einige Zeit auch ohne Einkommen gut abgesichert bist, eine starke Ausdauer mitbringst und dir klar ist, dass alles wofür du nun arbeitest, am Ende auch nichts wert sein kann.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
Die Idee ist noch lange kein gutes Produkt und der Weg ist länger als du denkst.


RUNWAY Startup erhält 150’000 CHF Finanzspritze

LEDCity ist auf der Erfolgsspur: Erst vor Kurzem hat das innovative Tech-Startup mit seiner Idee, automatisierte und effiziente Beleuchtungsröhren zu entwickeln, den zweiten Platz bei der diesjährigen ZHAW Startup Challenge belegt. Die stolze Summe von 150’000 CHF Förderungsgeld erhält es nun von der Klimastiftung Schweiz, die zweimal im Jahr Innovations- und Effizienzprojekte finanziell unterstützt.

Der ZHAW Frühphaseninkubator RUNWAY zeigt Wirkung: Seit dem Eintritt von LEDCity in den Startup-Accelerator im Sommer 2016 arbeiten die beiden ZHAW School of Engineering Studenten Patrik Deuss und Alexander Heusch sehr intensiv an ihrer Idee.

Links Patrik Deuss rechts Alexander Heusch

Zurzeit besichtigen die Jungunternehmer im Silicon Valley innovative Firmen, sind an der Quelle zukünftiger Technik-Trends und können sich das Geschehen rund um Venture Capital Unternehmen genauer ansehen. LEDCity nimmt jetzt richtig Speed auf und ist auf dem besten Weg, sich als aufstrebendes Startup zu etablieren. Besser könnte es für das junge Startup im Moment nicht laufen. Wir gratulieren ihnen ganz herzlich zu diesen Erfolgen und werden sie auf ihrem Weg weiter begleiten.

Lies’ hier den ganzen Artikel auf startupticker.ch: http://startupticker.ch/en/news/november-2016/klimastiftung-schweiz-250-000-franken-fur-zwei-startups

LEDCity – Cleantech-Startup entwickelt automatisierte Beleuchtungsröhren

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Lights on: Hier kommt LEDCity! LEDCity produziert Beleuchtungsröhren, die im Gegensatz zu herkömmlichen Röhren mit einer intelligenten Steuerung ausgestattet sind und damit nur dann leuchten, wenn das Licht auch tatsächlich gebraucht wird. Damit möchten sie den Energieverbrauch im öffentlichen Beleuchtungssektor um durchschnittlich 12% reduzieren und damit zu einer nachhaltigen und effizienten Entwicklung beitragen. Pilotprojekte mit dem Partner ewz haben gezeigt, dass die automatisierten Beleuchtungsröhren von LEDCity im Einsatz von Fussgängertunnels 89% an Elektrizität einsparen können. Und einen schönen Nebeneffekt haben die intelligenten Beleuchtungsröhren auch noch: Farbige automatisierte Leuchtröhren von LEDCity können düstere Plätze in schöne Aufenthaltsorte verwandeln und öffentliche Plätze, Gebäude und ganze Städte auch bei Nacht in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Nachdem sich LED an der ZHAW Startup Challenge auf den zweiten Platz gekämpft hat, wurde wurde LEDCity am 1. August 2016 in den RUNWAY Startup Incubator im Technopark Winterthur aufgenommen. Startups, Spin-offs und etablierte Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen sowie Forschungsinstitute arbeiten im Frühphasen-Accelerator unter einem Dach. Sie tauschen Ideen und Erfahrungen aus und nutzen den direkten Draht zur ZHAW und anderen Hochschulen. LEDCity hat nun die Möglichkeit noch intensiver an Projekten zu arbeiten und konkrete Ideen besser zu realisieren. Im Interview mit LEDCity haben wir das Team – bestehend aus Patrick Deuss, Alexander Heusch und Florian Gärtner – gefragt, wie sie auf ihre Idee gekommen sind und was sie im Moment beschäftigt.

 

Was ist euer Hintergrund? Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Der ökologische Fussabdruck der Bevölkerung ist um Faktoren zu gross. Was gibt es schöneres für ein Unternehmen als die Umwelt zu schonen und damit Geld zu sparen – ohne Verzicht auf Komfort? Als Energie- und Umwelttechnikstudenten lag es uns am Herzen, anderen Unternehmen eine einfache und wirtschaftliche Lösung anzubieten.

Was wollt ihr mit eurem Vorhaben bewirken? Was motiviert euch?

Wir möchten etwas Positives bewirken ohne den wirtschaftlichen Gedanken zu verlieren.

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Arbeitet ihr Voll- oder Teilzeit an eurer Idee? Wie geht ihr mit der Arbeitsbelastung um?

Wir sind Tag und Nacht mit den Gedanken dabei und werden nun nach dem beendeten Studium Vollzeit im Technopark Winterthur an der Idee arbeiten. Der RUNWAY bietet uns optimale Bedingungen dafür.

ledcity-im-runwayPatrick und Alexander bei der Weiterentwicklung ihrer Beleuchtungsröhren im RUNWAY Startup Incubator in Winterthur

Wo möchtet ihr in 3 Jahren stehen?

Wir werden international innovative und einfache aber hoch technologisierte Lösungen anbieten.

roehre_mit_ledcity-logoLED-Beleuchtungsröhre mit G13-Anschluss – komplett funktionsfähig und bereits im Einsatz

Warum sollte jemand in euer Startup investieren?

LEDCity ist bis anhin der einzige Anbieter für steuerungsintegrierte Beleuchtungsröhren, welche die Bedürfnisse der Kunden nach einer Plug & Play Lösung abdecken. Das Energieeinsparpotential gegenüber herkömmlicher statischer Beleuchtung beträgt über 80%. Seit der Gründung sind wir in Kontakt mit potentiellen Grosskunden. Alle Verhandlungen verliefen positiv, sodass nun der Prototyp in die Serienproduktion gebracht und die erste Nachfrage befriedigt werden kann.

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To put it in a nutshell – ein Steckbrief über LEDCity

Weitere Informationen und Neuigkeiten findet ihr auf www.ledcity.ch. Das Team ist unter www.ledcity.ch/kontakt erreichbar.

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Yaos – Techstartup wächst aus den Kinderschuhen heraus und ist zum Abflug bereit

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Ready for take off! Gut ein Jahr ist es nun her als das Startup yaos in den RUNWAY Startup Incubator, einer Initiative der ZHAW, die in Kooperation mit dem Technopark Winterthur unterhalten wird und von der ZKB als Partner unterstützt wird, aufgenommen wurde. Eine intensive Zeit mit vielen Coachings und neuen Problemlösungen liegt hinter ihnen. Die Frühphasenunterstützung im RUNWAY hat dem Team yaos einen ordentlichen Wachstumsschub verpasst und sie auf den nächsten Level katapultiert. Im September 2015 konnten sie ihren ersten Kunden live an ihre Plattform anschliessen und haben damit gleich zu Beginn den ersten Markterfolg verzeichnet. Jetzt sind sie auf der Suche nach neuen Büroräumlichkeiten, wollen ihr Team vor allem im Salesbereich stärken und haben konkrete Zukunftspläne. Hier erfahrt ihr, was ihnen die Zeit im RUNWAY gebracht hat und wie es nach dem Austritt für yaos weitergeht.

LimeFlight heisst die brandneue SaaS Lösung des Techstartups yaos. Die webbasierte Applikation hilft Fluggesellschaften Beladungen, Inventar und Rechnungswesen für das Inflight Catering zu planen und zu verwalten. LimeFlight kann, basierend auf statistischen Daten, Fluggesellschaften Vorhersagen zur Verfügung stellen. Diese Vorhersagen helfen den Airlines Geld zu sparen, in Form von Verschwendung, Zeit, Bedarf und Kerosen und minimiert dabei den CO2-Ausstoss.

Bevor wir weiter in die Zukunft schauen, ein paar Fragen zur Entstehung von yaos an Fabian, Leandro und Manuel:

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Was ist euer Hintergrund? Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Schon während der Berufslehre haben Fabian und Leandro begonnen Webseiten und Applikationen für Verwandte und deren Freunde zu entwickeln. Dadurch hatten sie die Gelegenheit, eine webbasierte Applikation für Edelweiss Air zu programmieren. Das war im Prinzip der Grundstein für Yaos, denn dort starteten sie mit der Beladungsplanung.

Wie ging es weiter – wie habt ihr den Sprung von Edelweiss Air zum eigentlichen Produkt geschafft?

Komplexere Anforderungen erfordern immer wieder neue und stetig wachsende Lösungen. Schliesslich standen wir vor einem völlig neuen Produkt. Obwohl wir mit Manuel einen weiteren Entwickler ins Boot geholt haben, wurde das Ganze mehr als nur ein Nebenjob für uns. Wir haben mit unserem Partner Edelweiss Air in einem Deal darauf geeinigt, dass wir als unabhängige Firma LimeFlight anbieten.

Wie seid ihr damals auf den RUNWAY aufmerksam geworden?

Im Unterrichtsfach Fach Innovation & Entrepreneurship bei Adrian Müller haben wir vom RUNWAY Incubator erfahren. Für uns war klar, dass wir uns unbedingt dort einquartieren möchten, um weiter an unserem Produkt, das zu diesem Zeitpunkt schon fast fertig entwickelt war, weiterzuarbeiten.

Wie habt ihr die Community im RUNWAY erlebt?

Den Austausch mit den anderen Startups haben wir sehr geschätzt – schliesslich kommen auf die meisten Startups ähnliche Probleme zu. Diskussionen rund um das Logo und die Markensicherung waren beispielsweise ein grosses Thema.

In welchem Bereich konntet ihr während eurer 7-monatigen RUNWAY Zeit besonders profitieren?

Vor allem das Coaching war für uns sehr wertvoll. Ben Graziano, Head Trainer der CTI Entrepreneurship Modul 2 Trainingskurse, unterstützte uns grossartig und stand uns auch mit seinem Netzwerk immer beiseite. Er ermutigte uns – früher als von uns geplant – mit dem Produkt in den Markt zu gehen und den Schritt zu wagen, auf neue Kunden zu zugehen. Wir wollen hier gerne diese Gelegenheit nutzen, um uns nochmals ganz herzlich bei Ben zu bedanken! Die erste Kundenanbindung im September 2015 war für yaos einer der wichtigsten Meilensteine. In der Zwischenzeit konnten sie weitere Testkunden gewinnen und sind mit potentiellen Abnehmern im Gespräch.

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To put it in a nutshell – Steckbrief über yaos

Was beschäftigt euch derzeit am meisten und was sind die grössten Herausforderungen?

Das ist zum einen die Kundenakquise, die aufwändiger ist als geplant. Besonders die Anbahnungszeit ist lang. Fabian wird sich in Zukunft grösstenteils auf Verkauf und Marketing konzentrieren. Ausserdem sind wir nebenbei daran, unsere Software neu zu strukturieren. Sie ist gewissermassen organisch gewachsen und soll noch skalierbarer aufgestellt werden.

Wie schafft ihr es, den neuen Anforderungen gerecht zu werden? Gibt es Veränderungen im Team?

Wir werden das Team vergrössern – insbesondere im Entwicklungsbereich. Damit können wir mehr Zeit damit verbringen, die Software weiteren Interessenten vorzustellen oder an anderen strategischen Zielen zu arbeiten.

Was sind eure Ziele? Wo möchtet ihr in 3 Jahren stehen?

Alle drei Gründer haben das Ziel mithilfe eines innovativen und herausragenden Service ein gesundes und stabiles Business zu kreieren und yaos als einen vertrauenswürdigen Langzeitpartner im Markt zu etablieren.

Würdet ihr alles gleich machen? Respektive was würdet ihr anders machen?

Vieles würden wir gleich machen: Besonders die Entwicklung der Problemlösung zusammen mit dem ersten Kunden Edelweiss Air kann als Glücksfall bezeichnet werden. Was wir anders machen würden: Bei der Entwicklung visionärer vorgehen – damit hätten wir uns Umbauten ersparen können.


Was ratet ihr anderen frühen Startups?

Wichtig ist die Reflexion mit Aussenstehenden – ein Coach oder das Umfeld wie im RUNWAY ist dabei eine exzellente Chance. Ein weiterer Rat bezieht sich auf den Umgang mit sogenannten Experten. Diese sind wichtig und man sollte sich dessen Meinung anhören. Letzten Endes müsst ihr selber aber der grösste Experte in eurem Business werden. Und: wer innovativ ist oder es sein möchte, macht nun mal vieles anders als es bis anhin getan wurde.

Weitere Informationen und Neuigkeiten findet ihr auf www.yaos.ch. Das Team ist unter info@yaos.ch zu erreichen.
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