Kategorie: Entrepreneurial Skills (Seite 1 von 2)

So proud! Nexenic gewinnt den People’s Choice Award in den USA!

Das Daumendrücken hat sich gelohnt! Gestern fand das grosse Finale der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge in Virginia (USA) statt und die ZHAW darf sich freuen. Das Team Nexenic (früher funicX), bestehend aus den beiden Systemtechnik Absolventen der School of Engineering Claudio Ruiz und Reto Muhl sowie Astrid Besmer von der UZH, gewinnt den mit 5’000 CHF dotierten People’s Choice Award. Zuvor hat Nexenic im Mai 2017 die ZHAW Startup Challenge gewonnen.

Wenn das Team wieder zurück ist, zieht es in den ZHAW RUNWAY Incubator ein, wo es gecoacht wird, um das Produkt, eine portable erwärmbare Lunchbox, bis zur Marktreife weiterzuentwickeln. Wir können also gespannt sein, wie es mit Nexenic weitergeht und gratulieren noch einmal ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg!

Astrid Besmer, Claudio Ruiz und Reto Muhl – Die strahlenden Gewinner des People’s Choice Award bei der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge in den USA

Kostproben aus dem von Nexenic entwickelten Steamer für die Jury: Früchte mit leckerer Swiss Chocolate

Nach dem grossen Finale muss der Erfolg auch gebührend gefeiert werden 😉

Startup Challenge Gewinner 2015 EntoLog lösen sich auf

Interview mit Stefan Klettenhammer von ENTOLOG

 

Entolog löst sich nach knapp 3 Jahren Tätigkeit – davon das letzte Jahr im Runway – auf. Bevor wir auf die Hintergründe eingehen: Kannst du kurz beschreiben, was Entolog war?
2014 entwickelte ich für meine Masterarbeit eine Methode, um Protein aus Insekten zu extrahieren. Als Beispiel für eine Anwendung dieser Methode entwickelten wir einen Proteinriegel. Mit wir meine ich mich und Meinrad Koch, den ich während des Studiums kennengelernt habe.

Proteinriegel aus Insekten

Entolog war rasch in vielen Medien präsent und ihr wurdet beinahe über Nacht zu einer Bekanntheit!
Ja das war unglaublich. Offenbar waren wir mit dem Thema als eines der ersten Teams am Start. Wir haben dann die Methode weiterentwickelt. Unser Ziel war es, den Prozess zu schützen und dann die Technologie zu lizenzieren.

Ihr wurdet von den Medien etwas überrumpelt und musstet euch schnell entscheiden, wie und mit welchen Ressourcen weiterzufahren. Auch habt ihr euch eine Teilzeit-Anstellung überlegt. Was waren eure konkreten Herausforderungen?
Die Finanzierung unserer nächsten Schritte und die Aufteilung der Anteile an der Firma bereiteten uns Kopfzerbrechen. Bezüglich des ersten Punktes war es so, dass wir ja ohne finanzielle Mittel nicht weitermachen konnten, andererseits uns ja auch nicht anstellen lassen konnten, da wir dann keine Zeit mehr für unser Projekt gehabt hätten.

EntoLog gewann 2015 den Peoples Choice Award beim internationalen Startup Wettbewerb in Virginia (USA)

Du hast dich dann für einen „Mittelweg“ entschieden.
Genau: Zum einen habe ich mich Teilzeit anstellen lassen, zum anderen habe ich Entolog ohne Meinrad weitergeführt. Meine Anstellung bei einem innovativen Schokoladen-Startup, welches ein komplett neues Verfahren für die Schokoladenherstellung anwendet, hat aber schnell mehr Ressourcen in Anspruch genommen als erwartet.

Dennoch hast du versucht, Entolog weiterzubringen – war das nicht im Vornherein zum Scheitern verurteilt?
Im Nachhinein muss ich wohl sagen, dass es das war. Nebst einem 80% Job ein Startup aufzubauen liegt wohl einfach nicht drin. Dennoch: Ich hatte versucht, den Extraktionsprozess zu schützen. Leider bin ich jedoch bei meinen Recherchen auf eine niederländische Firma gestossen, die bereits grosse Teile der IPs geschützt hatten. Nach dieser Erkenntnis habe ich noch etwas mit Proteingetränken experimentiert und versucht, auf diese Weise weiterzukommen. Schliesslich musste ich mir eingestehen, dass es wohl zu viel ist – ich fokussiere mich deshalb jetzt auf meinen „Schokoladen-Job“, der mir auch sehr viel Freude bereitet.

Du und Meinrad seid ja zu Beginn fast etwas in die Startup-Situation „reingeraten“. Was würdest du jemandem raten, der auch auf so eine Art und Weise zu einem eigenen Startup kommt?
Wichtig ist es, die Verhältnisse im Team so rasch wie möglich zu klären – dies unabhängig vom Geld. Wir haben das einfach zu lange rausgezögert.

Ist es überhaupt möglich, eine Geschäftsidee von eurer Dimension als junge Studenten zu stemmen?
Wenn ich unser Startup im Schokoladengeschäft anschaue muss ich sagen, dass unser Vorhaben schon eine grosse Schuhnummer war. Disruptive Innovationen brauchen schnell viel Startkapital. Wir hätten viel Kapital gebraucht und wohl noch etwas früher als die niederländische Konkurrenz unseren Prozess bereits schützen sollen. Dies weiss man eben später. Zumindest sieht man, dass wir auf den richtigen Weg gewesen wären. Auch wenn uns viele für blauäugig angeschaut haben, so sind Insekten heute als Lebensmittel zugelassen. Vor 4 Jahren hätte dies wohl auch keiner gedacht.

Wenn du deine Zeit im Runway Revue passieren lässt – konntest du von den Erfahrungen profitieren?
Die Zeit war eine riesige Bereicherung für mich. Der Austausch mit den anderen Startups, die verschiedenen Workshops und Vorträge aber vor allem auch der Austausch mit meinem Coach war super. Ohne ihn hätte ich viele gute Ideen und Möglichkeiten nicht gesehen und die Entwicklungen im Getränkebereich waren dank ihm sehr lehrreich.

Gibt es etwas, was du anderen Foodstartups empfehlen würdest?
Generell ist es im Mainstream-Bereich schwierig. Man kommt da nicht um die Grossen – Nestlé, EMMI, Hilcona, Migros und Coop herum. Im Delikatessenbereich ist man jedoch schneller drin. Ich empfehle also eher diese Richtung.

Stefan Klettenhammer

 

 

Interview mit funicX – Gewinner der ZHAW Startup Challenge 2017

Rieglia fusioniert und zieht aus dem Runway aus

In zwei – drei Sätzen, was macht Rieglia?
Wir entwickeln einen intelligenten Pflanzensensor. Dieser misst verschiedene Luft- und Bodenparameter: Temperatur, Feuchtigkeit sowie den Düngergehalt in der Erde. Das Spezielle an diesem Sensor: Er nutzt LoRa – das Low Power Wide Area Network, welches speziell für das Internet der Dinge (IoT – Internet of Things) aufgebaut wird. In der Schweiz baut die Swisscom dieses Netz auf. Zu Beginn wollten wir diesen insbesondere an Privatanwender verkaufen.

Dominik Maglia und Simon Rieser mit ihrem Pflanzensensor „HORTUS“

Ihr seid nun nach 7 Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Wir fusionieren mit einem anderen Team aus einem ähnlichen Bereich. Zusammen gründen wir ein Startup, das mit gebündelten Kräften im IoT-Markt tätig sein wird. Das Team, mit welchem wir uns zusammentun, hat viele Jahre Erfahrung im Entwickeln von Enterprise Software – wir bringen einiges an Hardware-Erfahrung mit.

Ihr möchtet euch also künftig nicht (nur) auf das Entwickeln von Hardware beschränken?
Genau: Wir möchten End-to-End IoT-Lösungen bauen: Von der Datenerfassung, dem Datenmanagement in der Cloud bis zur Integration in Enterprise-Lösungen wie SAP oder Salesforce möchten wir unseren Kunden alles aus einer Hand bieten.

Stichwort Enterprise-Lösungen: Ihr scheint euch vom initialen Zielsegement – den Privatanwendern – wegzubewegen. Welchen Kunden habt ihr denn nun im Visier?
Über den Runway Startup Incubator konnten wir die Stadt Winterthur als ersten Kunden gewinnen. Winterthur wird Mitte Juni 2017 über ein Duzend unserer Sensoren erhalten und damit unter anderem das Stadion Schützenwiese überwachen. Später möchte Winterthur auch Freibäder zur UV-Überwachung mit unseren Sensoren ausstatten.
Ganz generell ist das Thema Smart City für uns ein spannendes Feld.

Könnt ihr in einem Satz erklären, was ihr unter Smart City versteht?
Smart City bedeutet für uns vor allem Zweierlei: Zum Einen eine grundsätzliche Effizienzsteigerung im öffentlichen Raum, zum Anderen ein gezielterer Ressourceneinsatz. Das IoT bietet dazu vielerlei Angriffspunkte.

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu HORTUS entstanden?
Dominik fliegt jeden Sommer für ein paar Monate in die USA, um seine Eltern zu besuchen, die dort leben. In dieser Zeit wollte er den Zustand seiner Pflanzen überwachen. Er hat mich (Simon) gefragt, wie er denn diese mit einem Sensor bewerkstelligen würde. Zusammen haben wir dann begonnen eine Lösung zu entwickeln. Dies jedoch vorerst neben dem Studium. Dominik hat teilweise sogar noch nebenbei gearbeitet.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Der erste Meilenstein war die Fertigstellung unseres ersten Prototyps, den wir auch im Swisscom LPN Experience Center (Staufacher Zürich) ausstellen durften. Das war um Neujahr 2016/17. Grosse Schritte vorwärts konnten wir dann zusammen mit unserem vom Runway gestellten Coach Paul machen: Mit seiner breiten Erfahrung in dem Bereich IoT und seinem grossen Netzwerk hat er uns insbesondere Business-seitig weit gebracht. Inzwischen haben wir zudem ein marktreifes Produkt in der Betaphase. Die bevorstehende Fusionierung und die damit gesicherte Finanzierung für die kommenden 18 Monate stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein dar.

    

Wie habt ihr die Zeit im RUNWAY empfunden und würdet Ihr es anderen weiterempfehlen?
Die 7 Monate sind wie im Flug vergangen. Zu Beginn beschäftigten wir uns vor allem mit der Produktentwicklung und mit dem Austausch mit den anderen Startups. In der zweiten Hälfte unserer Mitgliedschaft verstärkten wir bereits die Zusammenarbeit mit unserem Partnerteam. Auch der Kundenkontakt wurde wichtiger.
Den Runway empfehlen wir jedem jungen Startup: Der Austausch mit anderen Startups sowie das erstklassige Coaching zu den unschlagbaren Konditionen sind Gold wert.

Was sind die grössten Learnings aus eurer Zeit im RUNWAY?
Wir sind ursprünglich mit der Idee einer Kickstarter Kampagne in den Runway eingezogen. Schnell haben wir uns jedoch anders orientiert und umpositioniert in Richtung B2B. Wichtigstes Learning: Opportunitäten sofort aufschnappen, flexibel sein und das eigene Geschäftsmodell ständig überdenken und anpassen.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Auf jeden Fall – obschon es unserer Meinung nach etwas auf den Typ Mensch darauf ankommt: Eine gewisse Portion Risikobereitschaft sowie den Drang der Selbstverwirklichung sind Grundvoraussetzungen.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
Seid offen für Opportunitäten und bleibt vor allem in der Anfangsphase agil. Tretet früh mit etwas Konkretem an die Leute und Kunden heran – das hat uns viele Türen geöffnet!

„Wir sind nun voller Tatendrang unsere Idee zu verwirklichen!“ – funiX, Gewinner der ZHAW Startup Challenge 2017

Am vergangenen Freitag, den 19. Mai 2017, war es endlich so weit: Das grosse Finale der ZHAW Startup Challenge 2017 fand im Technopark Winterthur statt! Insgesamt acht Teams haben es ins Finale geschafft und präsentierten der Fachjury sowie eingeladenen Freunden und Familien ihre Ideen, an denen sie die letzten Wochen mit sehr viel Ehrgeiz und Engagement gearbeitet haben.

Doch das Wichtigste: Wer sind die diesjährigen Gewinner, die im August nach Virginia (USA) fliegen, um dort die ZHAW im internationalen Startup Wettbewerb zu vertreten?

Den überzeugendsten Business Case und Pitch hat funiX abgeliefert. Claudio, Reto und Astrid von der ZHAW School of Engineering haben eine thermoelektrische Lunchbox entwickelt. Diese soll das selbst mitgebrachte Mittagessen nicht nur schneller und schonender erwärmen als vergleichbare Behältnisse, sondern auch das Problem der langen Wartezeiten an den heiss begehrten Mikrowellen in der Cafeteria lösen. Das skalierbare Geschäftsmodell hat die Jury überzeugt. Sie selbst sagen: „Durch die ZHAW Startup Challenge haben wir herausgefunden, dass unsere Idee geschäftstauglich ist. Die Challenge war ein erster grosser Meilenstein, auf welchem wir aufbauen können. Und wir sind nun voller Tatendrang unsere Idee zu verwirklichen!“

Wir werden Reto, Astrid und Claudio nach Virginia begleiten und drücken ihnen schon jetzt fest die Daumen! 

Die besten Pitches: funiX (Winner), Swissbreeze (1st Runner-up), Brossage (2nd Runner-up) und EVORI (People’s Choice Award)

Ein grosses Dankeschön geht an den Technopark Winterthur, die ZHAW School of Management and Law, die ZHAW School of Engineering, die ZHAW School of Life Sciences & Facility Management und die Zürcher Kantonalbank für die grossartige Unterstützung dieses Events!

PostVenture 2017 – Ready to fly?

Hast Du Dich schon mal gefragt, wie die Post der Zukunft aussieht? Wusstest Du, dass die Post eine E-Voting Plattform anbietet und sich auch mit dem elektronischen Patienten-dossier befasst? Durch das Internet der Dinge, die Verschmelzung der digitalen und der physischen Welt, ergeben sich für die Post viele neue Geschäftsmodelle in völlig neuen Segmenten und für Dich viele Möglichkeiten die Zukunft von morgen aktiv mitzugestalten.

Das Center for Innovation and Entrepreneurship der ZHAW unterstützt die Post im Programm PostVenture 2017 bei der Suche nach neuen Geschäftsideen. Vielversprechende Projekte können ab sofort bis 24. September eingereicht werden. Die Initianten der zehn besten Vorschläge erhalten eine Anschubfinanzierung von bis zu
50 000 Franken.

Und so einfach geht’s: Bring Deine Idee für die Post in einem kurzen Text auf den Punkt und reiche sie bis zum 24.09.2017 auf post.ch/postventure ein. Möglicherweise schlum- mert schon jetzt die Geschäftsidee der Zukunft in Deinem Kopf. Konkret werden Ideen in den folgenden Themengebieten gesucht:

  • Crosschannel Communication
  • Business Process Outsourcing / Shared Services
  • Digital Banking
  • Vertrieb und Lösungen für Geschäftskunden
  • Digital Trust
  • E-Commerce
  • Mobilität

Setze zusammen mit der Post Dein Vorhaben in die Realität um.

 

„Die Schweiz ist der perfekte Ort, um zu gründen und auch mal etwas zu riskieren.“

Patrik Deuss, Gründer von LEDCity

 

In zwei – drei Sätzen, was macht LEDCity?
LEDCity entwickelt automatisierte Leuchtmittel mit dem Ziel, den Energieverbrauch im Beleuchtungssektor signifikant zu reduzieren. Durch die Automatisation verändern die Leuchtmittel die Helligkeit dynamisch und werden nicht rund um die Uhr unter Volllast betrieben. Das betätigen eines Lichtschalters soll der Vergangenheit angehören.

Ihr seid nun nach 9 Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Ab dem 1. Mai geht es in den Technopark Zürich, wo wir unser eigenes Büro beziehen werden. Die Wahl fiel auf Zürich – nicht zuletzt aus praktischen Gründen, denn Zürich ist für alle Teammitglieder am einfachsten zu erreichen.
Abgesehen hiervon, sind wir derzeit in den letzten Zügen der AG-Gründung. Die nächsten Schritte sind weitere Pilotprojekte, kleinere Anpassungen am Prototypen und dann geht es mit dem finalen Produkt auf den Markt.

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu LEDCity entstanden?
Alles begann während einer Vorlesung im Studiengang Energie- und Umwelttechnik. Mir wurde bewusst, dass es noch viel Potential im Beleuchtungssektor gibt, um durch die dynamische Verwendung des Lichts Energie zu sparen. Man lässt zu Hause nicht die ganze Nacht das Licht an, wieso tut man es dann draussen, z.B. in Tunnels? Es macht energetisch gesehen einen riesen Unterschied, ob man einen Tunnel 24 Stunden beleuchtet oder nur 24 Minuten, wenn es tatsächlich gebraucht wird – nämlich Faktor 60.

Nach einer kurzen Zeit, konnte ich mein Team um einen Studienkollegen erweitern. Ziemlich schnell ging es dann weiter zur ZHAW Startup Challenge, welche uns dann von der Uni in die Arbeitswelt katapultierte. Wir machten den zweiten Platz und gewannen eine sechs-monatige kostenlose Mitgliedschaft im RUNWAY Incubator. Wir beide haben keinen Business-Hintergrund und diese ganze Zeit, war für uns wie eine Art Express-BWL-Studium. Das Coaching von Thomas Schumann, die Unterstützung von Adrian Müller, Jacques Hefti, Nicolas Gehrig, Alex von Siebenthal und Yasemin Ayanoglu waren sehr wertvoll für uns und ich möchte mich an dieser Stelle gerne bei allen ganz herzlich bedanken! Auch der rege Austausch mit den anderen Startups im RUNWAY hat uns sehr geholfen und uns inspiriert – auch hier ein Dankeschön an alle.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Eines der ersten Milestones war sicherlich die Bachelorarbeit zum Thema: „Entwicklung einer interaktiven LED-Steuerung“. Diese wurde damals Dank der Einwilligung der Professoren Borth und Heinzelmann ermöglicht.
Weitere wichtige Schritte waren die ZHAW Startup Challenge und die Aufnahme im RUNWAY, das Pilotprojekt mit der ewz, die Finanzspritze von der Klimastiftung Schweiz und dem Bundesamt für Energie und schliesslich die Erstellung des zweiten Prototyps, das dem Endprodukt schon sehr nahekommt.

Wie hast du die Zeit im RUNWAY empfunden und würdest du es anderen weiterempfehlen?
Auf jeden Fall. Das Umfeld im RUNWAY wie auch im Technopark Winterthur ist sehr inspirierend, man erhält viel Unterstützung, bei Fragen ist immer jemand erreichbar, die Infrastruktur ist super … eindeutig ja.

Was sind die grössten Learnings aus deiner Zeit im RUNWAY?
Ich habe sehr viel im Business Bereich gelernt. Auch habe ich gelernt Feedback aufzunehmen und richtig einzuordnen. Es gibt Leute, die sagen «aus deiner Idee wird nichts», andere sind wiederum total begeistert… Da ist es wichtig ein Gefühl dafür zu entwickeln, wichtige Punkte aus dem Feedback herauszuziehen und sich von negativen Meinungen nicht herunterziehen zu lassen. Damit einher geht auch Ausdauer. Ein weiteres Learning aus meiner Zeit im RUNWAY. Es kann nur weitergehen, wenn man dranbleibt und an seine Idee glaubt. Dann glauben auch andere daran und es finden sich auch Gelder, wie z.B. bei uns die Finanzspritze von der Klimastiftung Schweiz und dem Bundesamt für Energie.

Wenn du nun zurückblickst, würdest du etwas anders machen?
Ich würde von Anfang an schauen, dass ich ein gutes Team zusammenstelle, bestehend aus Leuten, die ebenfalls 100 % dabei sind und nicht zu viele andere Verpflichtungen haben. Auch würde ich schauen, dass es ein durchmischtes Team ist, sodass das Kernteam bereits verschiedene Bereiche abdeckt und nicht alle den gleichen Hintergrund haben.
Man hört es oft, dennoch ich möchte es auch nochmal sagen: Fokus! Man muss nicht jedes kleine Feedback sofort in das Produkt einarbeiten, sondern das grosse Ganze sehen. Damit einhergeht auch die richtige Priorisierung der anstehenden Aufgaben. Das musste ich erst lernen.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Auf jeden Fall. Wieso denn auch nicht? Versuchen kann man es ja mal und man lernt nur dazu. Als Angestellte/r arbeiten, kann man danach immer noch.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
In der Schweiz ist man finanziell gut abgesichert. Es ist der perfekte Ort, um zu gründen und auch mal etwas zu riskieren. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten sich Unterstützung zu holen – wie z.B. im RUNWAY Incubator. Riskiert – probiert – lernt.

EntoLog – Die Zeit nach dem grossen Finale in den USA

Silicon Valley

Mit der Technologie aus Insekten Nahrungsmittelbestandteile zu extrahieren, hat das Team EntoLog vor drei Wochen an der internationalen Startup Challenge in Blacksburg (Virginia) den mit USD 5‘000 dotierten Publikumspreis gewonnen. Die Präsentation ist mittlerweile auf YouTube zu finden. „The presentation was powerful, especially the big bite of bug-bar at the end”, so der Direktor von VT KnowledgeWorks.

Das Foodtech Team reiste anschliessend ganz unter dem Motto „Pitching statt Sightseeing“ durch Kalifornien. Im Silicon Valley, Mekka für Startups und Technologie, stellten sie ihre patentierbare Technologie einem finanzstarken Publikum vor. Sie erklärten den erfahrenen Business Angels, was Gaumenfreuden, Business Pläne und Nahrungsmittelrevolution mit Mehlwürmen und Insekten gemein haben.

Kaum zu Hause in der Schweiz, berichtet das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) im Regionaljournal über sie. Doch damit nicht genug: Kurt Aeschbacher lädt Meinrad Koch, Stefan Klettenhammer und Philippe Geiger zu seinem Late-Night-Talk „Aeschbacher“ ein. Die Sendung wird am 24. September 2015 um 22.25 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

Der Showdown läuft

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Die drei Finalisten bereiten sich in diesen Tagen vor Ort auf das grosse Finish der globalen Entrepreneurship Challenge an der Virginia Tech in Blacksburg vor, welches heute stattfindet. Die Probeläufe auf der grossen Bühne ist bereits durch und die finale Präsentation steht. Grund genug auch ein bisschen zu entspannen und für die Hostfamiliy und die ganze Nachbarschaft ein Menü zu zaubern. Philipp und Stefan übernehmen dabei das Zepter und Meinrad gibt von der Seitenlinie wertvolle Tipps 🙂

Auf dem Menü der professionellen „Foodies“ steht:

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Gemischter Salat mit Gorgonzoladressing und karamellisierten Walnüssen
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Gefüllter Dörrpflaumen-Schweinsbraten an einer Pflaumen-/Rosmarinjus
Baked Potatoes
Gedünstete Zucchinis
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Mangotraum mit geschlagener Honig-Sahne
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Nach einem solchen Menü sind wir überzeugt, dass sie dem Publikum einen gelungenen Pitch zeigen. Die ganze Challenge wird hier live übertragen und hierzulande um 21.35 Uhr (3.35 p.m. EST) zu sehen sein.

Ein kleiner Vorgeschmack auf den Live-Stream von heute ist hier zu finden.

 

 

Gibt es die „entrepreneurial opportunity“ tatsächlich?

Jeder erfolgreiche Unternehmer kennt seine Geschäftsopportunität, bevor er sein Start-up gründet. Richtig? Erkko Autio vom Imperial Collage London stellt zurecht die Frage: Wie können wir wissen, dass es eine Opportunität im Markt gibt, bevor wir sie tatsächlich ausprobiert haben? Der Lean-Startup Ansatz mag eine neue Antwort auf diese Frage geben…:

zu Erkko Autio’s lohnenswertem Artikel: Entrepreneurial Opportunity: An Illusion?

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