Schlagwort: Support

Schlussevaluation papierloses Studium: Infrastruktur und Support

Im zweiten Teil der Schlussevaluation widmen wir uns der Infrastruktur, den Unterstützungsangeboten und den Supportdienstleistungen für die Studierenden. Zudem gehen wir der Frage nach, wie gut der Unterricht auf das papierlose Studium ausgerichtet ist.

Der unterstehende Kommentar fasst die Erwartungen der Studierenden an die Unterstützungsangebote der Hochschule relativ gut zusammen:

Mehr Steckdosen, zuverlässigeres WLAN, gleiche Garantieleistung beim iPad wie beim Dell und wertvolle Tipps fürs papierlose Studium.

Infrastruktur: Gutes WLAN aber zu wenig Steckdosen

Bei der Infrastruktur finden rund 30% der Studierenden, dass nicht genügend Steckdosen zur Verfügung stehen. Unser internes Facility Management arbeitet daran, diese Situation zu verbessern. Die Herausforderung liegt hier vor allem bei den niedrigen Kapazitäten der Stromzuleitungen in den älteren Gebäuden, dadurch können nicht beliebig viele Steckdosen angeboten werden.

InfrastrukturÜberraschenderweise haben die iPad-NutzerInnen die Verfügbarkeit der Steckdosen kritischer bewertet als ihre KollegInnen mit einem Windows-Tablet. Dies obwohl das iPad eine Akkulaufzeit von 8 Stunden hat und damit Steckdosen eigentlich nicht zwingend notwendig sind.

SteckdosenDie Verkabelung der Unterrichtsräume ist ein zwiespältiges Thema. Einerseits möchten wir genügend Stromanschlüsse zur Verfügung stellen, andererseits führt die Verkabelung teilweise zu unflexiblen Tischanordnungen und im Hinblick auf aktive Lernsettings ist es wichtig, dass die Tische flexibel angeordnet werden können. Ausserdem wünschten sich einige Studierende mehr Platz, da vor allem die Tische in den Hörsälen für das Arbeiten mit einem Tablet oder Notebook recht klein sind.

Das WLAN und die Verfügbarkeit von Moodle wurden von der Mehrheit positiv bewertet. Die Anschlüsse für die Beamer werden von der Mehrheit der Studierenden nicht verwendet. Die Schulzimmer verfügen in der Regel über einen VGA- und HDMI-Anschluss. Nutzerinnen mit Lightning, Mini/Micro-HDMI oder Mini-DVI müssen einen entsprechenden Adapter mitbringen.

Support und Problembehebung

Die Supportdienste wurden vor allem von den Dell-NutzerInnen in Anspruch genommen und sehr unterschiedlich bewertet. Während 21% positive Erfahrungen mit Dell gemacht haben, bewerteten 30% den Dell Pro Support als mangelhaft. Bei den Garantieleistungen hingegen fällt die Bewertung positiver aus, da die Studierenden bei Defekt in der Regel einen Ersatz erhielten und Dell viele der nicht funktionierenden Geräte, Tastaturen und Stifte ausgetauscht hat.

Zufriedenheit-SupportDie negative Bewertung ruht auch daher, dass sich die Studierenden bei Problemen direkt an den Support des Herstellers wenden mussten. Dies fanden viele Studierende zu umständlich und unpersönlich. Sie hätten eine Kontaktperson vor Ort bevorzugt:

Man sollte sich als Student nicht an die Firma wenden müssen. Ich erwarte dass ich das Problem dem IT-Service der ZHAW melden kann und sie das Problem lösen resp. mit der Firma Kontakt aufnehmen.

Die Lösung, den technischen Support auszulagern, hat sich diesbezüglich nicht bewährt. Wir mussten intern trotzdem Ressourcen für die Vermittlung zwischen den Herstellern und den Studierenden mobilisieren. Andererseits wäre es aufgrund der Vielzahl und Komplexität der Probleme mit dem Dell Venue 11 Pro nicht möglich gewesen, die Studierenden alleine mit den verfügbaren internen Ressourcen zu betreuen.

Der studentische Tablet Support der ZHAW in Wädenswil wurde von den Studierenden positiver bewertet als die Supportdienste der Hersteller. Das zeigt erneut, dass den Studierenden bei Problemen eine Ansprechperson vor Ort wichtig ist. Die Rolle des studentischen Tablet Supports wird daher in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen und wir finden es sehr wichtig, dass die Hochschule dieses engagierte Team unterstützt.

Nicht evaluiert wurden die internen ICT-Dienste, allerdings haben die Studierenden in mehreren Kommentaren erwähnt, dass sie Unterstützung von der ICT-Abteilung erhalten haben und diese sehr geschätzt haben.

Probleme mit Dell Venue 11 Pro bestehen weiterhin

Mittlerweile kann rund 1/3 der Studierenden gut mit dem Dell Venue 11 Pro arbeiten, die restlichen 2/3 haben aber immer noch mindestens teilweise Probleme mit der Tastatur, dem Stift, dem Akku und dem Ein-/Ausschalten des Gerätes. Einige Studierende haben als Folge mittlerweile auf ein privates Windows-Tablet oder ein Notebook gewechselt.

Probleme Dell Venue 11 ProZufriedenheit abhängig von der Gerätewahl

Aufgrund der Probleme überrascht es nicht, dass sich nur 40% der Dell-Nutzerinnen wieder für ein Dell Venue 11 Pro entscheiden würden. Anders sieht die Situation bei den iPad-NutzerInnen aus, hier würden sich über 80% wieder für ein iPad entschieden. Einige Studierende kommentierten, dass das iPad zwar gut funktioniert, es sie aber sehr einschränkt, besonders was die Kompatibilität anbelangt. Diese Aussage überrascht etwas, da mit den Office Apps für iOS die Kompatibilität mittlerweile stark verbessert wurde. Die Studierenden von BT15 konnten Office 365 kostenlos nutzen, wovon aber nur 42% der iPad-NutzerInnen (BT15) auch Gebrauch machten.

Unterstützungsangebote für das Arbeiten mit digitalen Dokumenten

Die Unterstützungsangebote wurden nicht von allen Studierenden genutzt. Vor allem die Handbücher und Anleitungen auf dem Blog wurden von über 40% der Studierenden nicht bewertet. Wir schliessen daraus, dass sie das Angebot nicht genutzt haben.

Zufriedenheit-UnterstützungGesamthaft fanden 77% der Studierenden, dass Sie bei der Umstellung auf das papierlose Studium ausreichend Unterstützung erhalten haben. Die iPad-NutzerInnen bewerteten die Unterstützungsangebote generell etwas besser als die Dell-NutzerInnen. Gefreut hat uns natürlich auch, dass die Projektleitung mehrheitlich positiv bewertet wurde.

Das Arbeiten mit digitalen Unterlagen und die damit verbundenen Themen wie z.B. Notizen digital erfassen, PDF annotieren und Dateimanagement in der Cloud sind wichtige Kompetenzen, die den Studierenden in Zukunft im Rahmen des Informatikunterrichts vermittelt werden.

In diesem Zusammenhang äusserten einige Studierende auch den Wunsch, dass die Hochschule Ihnen ein geeignetes Programm zur Darstellung und Bearbeitung der PDF-Unterlagen zur Verfügung stellt.

Neue Technologien im Unterricht aktiver nutzen

Die Integration der Tablets in den Unterricht funktioniert für rund 45% bereits gut oder sogar sehr gut, etwas gleich viele (46%) finden jedoch, dass es hier noch Optimierungspotential gibt. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Eignung der Lehrunterlagen für das papierlose Arbeiten, hier fanden 55% der Studierenden, dass man die Unterlagen noch optimieren könnte.

Aufgrund dieser Rückmeldungen bieten im Mai 2016 kurze Workshops, sog. paperLESSons (Intranet) an, damit die Lehrpersonen ihre Unterlagen und den Unterricht in Zukunft noch besser auf das papierlose Studium ausrichten können.

Startschuss für BT15

Am Montag, 7. September 2015 starten die rund 60 neuen Biotechnologie-Studierenden in ihr Bachelorstudium an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. Wir freuen uns, die Studierenden in Wädenswil begrüssen zu dürfen!

Als aktuell einziger Studiengang am Departement arbeiten die Biotechnologie-Studierenden papierlos und erhalten hierfür von der ZHAW ein Tablet des Typs Apple iPad Air 2 oder Dell Venue 11 Pro zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen werden elektronisch auf der Lernplattform www.moodle.zhaw.ch zur Verfügung gestellt.

Anbei einige wichtige Informationen für die neu eintretenden Studierenden des Bachelorstudiengangs in Biotechnologie:

Abholung des Tablets

Sie können Ihr Tablet am Mo, 7. September 2015 zwischen 8:30 und 09:00 Uhr im Foyer des Campus Reidbach (Nachname A-K) oder des Campus Grüental (Nachnamen L-Z) abholen. Bitte beachten Sie hierzu das Schreiben zur Startwoche, das Sie per Post erhalten haben.
Das Tablet wird nur persönlich und nur gegen Abgabe der unterschriebenen Nutzungsvereinbarung abgegeben.

Registrierung der Seriennummer

Bitte erfassn Sie die Seriennummer Ihres Gerätes:

  1. in der unterschriebenen Nutzungsvereinbarung.
  2. und online unter www.zhaw.ch/lsfm/mytablet

Die Seriennummer befindet sich auf der Verpackung des Gerätes.

Wichtig

  • Behalten Sie ein unterschriebenes Original der Nutzungsvereinbarung für sich. Das Dokument gilt als Quittung bei Garantie- und Versicherungsansprüche.
  • Bewahren Sie die Originalverpackung des Tablets und des Zubehörs auf, falls Sie das Gerät zurück geben müssen.

Einführungsveranstaltungen zum papierlosen Studium

Wir bieten als Unterstützung eine Einführungsveranstaltung mit Tipps und Tricks zum papierlosen Arbeiten an.

Wann: Freitag, 11. September 2015
Raum: GB 217, Campus Grüental

  • 10:00 – 11:30 Uhr: Papierloses Arbeiten mit dem iPad
  • 13:00 – 14:30 Uhr: Papierloses Arbeiten mit dem Dell Venue 11 Pro

Studentischer Notebook und Tablet Support

Der studentische Notebook und Tablet Support des Departements Life Sciences und Facility Management unterstützt die Studierenden bei Softwareproblemen sowie bei der Einbindung der Tablets in die ICT-Infrastruktur der ZHAW.
Das studentische Supportteam bietet wöchentlich Sprechstunden auf dem Campus Grüental und Reidbach an und berät Sie bei Bedarf auch via E-Mail oder im Online Forum.

Falls der studentische Notebook Support ein Problem nicht beheben kann, wendet Sie sich bitte an den Dell Pro Support Plus oder an den DataQuest Kundendienst.

Kontak für den Apple iPad Air Support

Bei Versicherungsfällen haben Sie einen Selbstbehalt von CHF 200.-. Die unterschriebene ZHAW Nutzungsvereinbarung dient als Nachweis für die Garantie- und Versicherungsleistung. Geben Sie bitte bei defektem Zubehör die Seriennummer Ihres iPads an, damit die Zugehörigkeit geprüft werden kann.

Kontakt für den Dell Venue 11 Pro Support

Dell Pro Support 24h/7, next Business Day Vor-Ort Support:

Den Service-Tag finden Sie auf der Verpackung sowie auf der Rückseite des Gerätes, unter der abnehmbaren Abdeckung des Dell Venue 11 Pro.

Das Microsoft Surface Pro und seine Tücken

Unser Blog wird erfreulicherweise von vielen interessierten Leserinnen und Lesern verfolgt und ich erhalte immer wieder Anfragen von Schulen, welche sich für das Surface Pro von Microsoft interessieren.

Das Microsoft Surface Pro ist bei den Studierenden beliebt, auch wenn die Akkulaufzeit etwas zu kurz ist und die Rückseite des Gehäuses beim Aufladen teilweise Strom abgibt. Dies meldete uns eine Studentin und es gibt auch eine Stellungsnahme von Microsoft dazu.

Als Projektleiterin sehe ich das Microsoft Surface Pro jedoch noch aus einer anderen Perspektive, die ich gerne mit unseren Lesern teilen möchte. Unsere Erfahrungen mit dem Microsoft Surface Pro sind nämlich gemischt. Einerseits lässt es sich gut in unsere Windows-basierte ICT-Umgebung einbinden und verwalten und die Studierenden schätzen die Möglichkeit, mit Office arbeiten zu können. Andererseits bereitet uns das Microsoft Surface Pro einige Probleme, die uns aktuell daran zweifeln lassen, ob wir auch in Zukunft darauf setzten sollen.

Kein Bildungsrabatt für Hochschulen

Das Microsoft Surface Pro ist ein Consumer Gerät, welches Microsoft im 2013 nur über seinen Online-Shop und über Detailhändler wie Mediamarkt, Interdiscount und Fust vertrieb. Für uns als Bildungsinstitution war die Beschaffung der Microsoft Surface Pro eine echte Herausforderung, denn Microsoft hatte im Herbst 2013 kein Surface Pro Angebot für Hochschulen. Bildungspreise gab es nur für Studierende und für das Surface RT.

Kein Interesse, das Surface Pro im Bildungsbereich zu platzieren

Microsoft bot uns bei der Beschaffung kaum Unterstützung an und war nicht bereit, uns einen Bildungsrabatt zu offerieren. Das Interesse von Microsoft, das Surface Pro im Bildungsbereich zu platzieren scheint eher gering. Jedenfalls haben wir auf unsere Anfrage erst nach mehreren Wochen eine Antwort erhalten, in der man uns eine Windows 8 Demo, regelmässige Updates sowie das Erstellen einer Fallstudie für unser Projekt anbot. Da im Herbst 2013 aber kein anderes vergleichbares Windows 8 Gerät verfügbar war, haben wir uns dann doch für das Surface Pro entschieden.

Fehlender Support für Hochschulen

Da das Microsoft Surface Pro als Consumer Gerät auf dem Markt gebracht wurde, bietet Microsoft keinen End-User-Support für Bildungsinstitutionen an. Das bedeutet, dass wir uns bei Problemen und Garantiefällen direkt an Microsoft wenden müssen und die Reparatur nicht über unseren Lieferanten abwickeln können.

Die Geräte müssen zur Reparatur an das Repair Center von Microsoft in den Niederlanden gesendet werden. Hierfür braucht es:

  1. Registrierung des Besitzers bei Microsoft.
  2. Reparaturanmeldung über das Self Service Portal von Microsoft.
  3. geeignete Verpackung.
  4. Pro forma Rechnung für den grenzüberschreitenden Versand in die Niederlande.
  5. Terminvereinbarungen mit UPS für die Abholung des Pakets.

Beim Versuch, eine Support-Techniker bei Microsoft zu kontaktieren, um das Problem mit der Stromabgabe über die Rückseite des Gehäuses abzuklären, wurde ich von einer Supportstelle zur nächsten weiter verbunden und am Ende wieder auf das Self Service Portal verwiesen, weil ein telefonischer Support ohne Supportvertrag nicht möglich war. Ergebnis der Abklärungen war, dass wir für einen Garantieaustausch jedes einzelne Gerät zur Prüfung in die Niederlande hätten senden müssen. Da es sich aber gemäss Microsoft bei der Stromabgabe nicht um einen Defekt handelt, haben wir auf einen Garantieaustausch verzichtet.

Verständlicherweise sind wir über diese Abläufe und Prozesse nicht sehr glücklich, denn er kostet uns sehr viel Zeit und ist nicht effizient. Wir stehen diesbezüglich zwar mit Microsoft in Kontakt und haben unsere Forderung nach einem End-User-Support für Bildungsinstitutionen bereits im Januar bei Microsoft Education Switzerland platziert, eine Reaktion darauf haben wir allerdings bis heute nicht erhalten.

Zubehör nach 6 Monaten defekt

Leider häufen sich in letzter Zeit die Defekte beim Zubehör des Microsoft Surface Pro. Es sind bereits mehrere Eingabestifte und Ladekabel defekt, was eigentlich nach 6 Monaten nicht der Fall sein sollte. Nicht zu vergessen der Aufwand der entsteht, wenn wir das defekte Zubehör zur Abklärung in die Niederlande schicken müssen.

Alternativen zum Surface Pro 2

Wir haben aktuell das Surface Pro im Einsatz und sind uns bewusst, das das Surface Pro 2 einige Verbesserungen mit sich bringt. Das grundlegende Problem mit dem fehlenden End-User-Support bleibt für uns jedoch bestehen. Deshalb sind wir zurzeit skeptisch, ob wir das Surface Pro bei einer allfälligen Ausweitung des Projektes weiter berücksichtigen sollen.

Eine mögliche Alternative zum Surface Pro ist das Dell Venue 11 Pro.
Anbei ein Vergleich von Microsoft Surface 2 vs. Dell Venue 11 Pro von tabtech:

Ein Student hat für uns auch das Samsung ATIV Tab 3 getestet. Es hat vor allem aufgrund seines geringen Gewichts und der guten Akkulaufzeit positiv abgeschnitten. Die Leistung lässt aber etwas zu wünschen übrig und wir sind skeptisch, ob Samsung in Zukunft auf Windows 8.1 Geräte setzten wird, die Konzernstrategie scheint eher in Richtung Android zu gehen.

Fazit

Wir sehen Potenzial für das Microsoft Surface Pro 2 im Hochschulumfeld, allerdings nur, wenn Microsoft seine Supportstrategie ändert und den Hochschulen in Zukunft einen Bildungsrabatt gewährt.