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DFF goes Innocheck: Von modularen Digitalveranstaltungstemplates zum Digitalveranstaltungsbot

Es gibt unzählige Plattformen zur Durchführung von Digitalveranstaltungen. Netzwerken, präsentieren, diskutieren – all das ist grundsätzlich auch online möglich. Die Kunst besteht darin, die richtige Plattform für das geplante Veranstaltungsformat zu finden. Die Plattform sollte alle Bedürfnisse erfüllen und gleichzeitig nicht zu viele Ressourcen beanspruchen, damit sich die Veranstaltenden auf die Inhalte konzentrieren können, statt sich mit Tools herumzuschlagen. Ein Bot, der Erfahrungen aus der Durchführung von Digitalveranstaltungen sammelt und sie für die Konzeption neuer Veranstaltungen zugänglich macht, könnte hier Abhilfe schaffen. In diesem Blogpost beschreibt Daniel Hardegger, was aus seinem DFF-Projekt zur Entwicklung modularer Templates für Digitalveranstaltungen entstanden ist.

Die Erkenntnisse aus dem DFF-Projekt mündeten in einer Innovationsidee: Die Konzeption von Digitalveranstaltungen wäre viel effizienter, wenn EventmanagerInnen nicht jedes Mal bei null anfangen, sondern ZHAW-weit auf Erfahrungen mit bereits durchgeführten Veranstaltungen zurückgreifen können. Noch ressourcenschonender wäre die Konzeption, wenn die Veranstaltenden anhand ihrer Kriterien schnell und zuverlässig die richtige Plattform finden.

Im Rahmen eines Innocheck analysierten die Projektpartner Pascal Rosenberger (eggheads GmbH), Aleksandra Gnach (ZHAW, IAM MediaLab), und Daniel Hardegger (ZHAW, School of Management and Law) das Potenzial von Bots für die Konzeption von Digitalveranstaltungen im Hochschulbereich, am Beispiel von Veranstaltungen an der ZHAW. Dabei haben sich mehrere Herausforderungen herauskristallisiert, aber auch schon erste Lösungsansätze.

Unterschiedliche Usergruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse

Es gibt an der ZHAW zwei Gruppen von Personen, die an der Konzeption von Veranstaltungen beteiligt sind. Die erste Gruppe – zum Beispiel EventmanagerInnen, Assistierende, oder administrativ-technisches Personal – würde einen Bot zur Unterstützung von Konzeption und Planung direkt nutzen. Die zweite Gruppe – prototypisch Personen die für die strategische Ausrichtung der Veranstaltung verantwortlich sind – würde den Bot zwar nicht nutzen, sie gibt aber die Rahmenbedingungen und die Ziele einer Digitalveranstaltung vor.

Entsprechend müsste ein Bot so konzipiert sein, dass er sich in der Nutzung an den Bedürfnissen der ersten Gruppe orientiert, gleichzeitig aber die aus der Nutzung gewonnenen Erkenntnisse für die Entscheidungsfindung mit der zweiten Gruppe nutzbar macht.

Ein Bot braucht Daten, damit er fortlaufend lernen kann

Damit ein Bot wirklich hilfreich ist, braucht er ziemlich viele Daten, zum Beispiel Angaben zu Funktionalitäten von Plattformen, oder Feedbacks zu bereits durchgeführten Veranstaltungen.  Die nachhaltige Gewinnung solcher Daten gestaltet sich schwierig. Auf der Publikumsseite ist man auf die Mitwirkung der Teilnehmenden angewiesen, die durch das Ausfüllen von Fragebögen ihre Eindrücke teilen. Auf der Seite der VeranstalterInnen besteht das Problem, dass sie eine subjektive Sicht auf die eigene Veranstaltung haben und oft keine Zeit, ihre Erfahrungen in Debriefings festzuhalten. Darüber hinaus müssen solche Angaben verständlich und vergleichbar sein, damit ein Bot sie systematisieren und nutzen kann.

Die Lösung für die Gewinnung von Feedback könnte darin liegen, den Feedbackprozess zu einem positiven interaktiven Erlebnis zu machen. Diese Lösung haben die Projektpartner im Rahmen der Veranstaltung IAM live getestet, die dieses Jahr digital durchgeführt wurde.  Pascal Rosenberger hat einen Feedbackbot präsentiert und gleich mit dem Publikum ausprobiert. Dabei zeigte sich, dass unterhaltsame Konversationen mit einem Bot die Anzahl der Teilnehmenden-Feedbacks steigern und gleichzeitig die Auswertung des Feedbacks erleichtern. Die so gewonnen Daten könnten darüber hinaus direkt in eine Datenbank eingespeist und für die Konzeption künftiger Digitalveranstaltungen genutzt werden.

Die erfolgreiche Antragsstellung bei Innosuisse und die Zusammenarbeit mit eggheads GmbH zeigen, dass die im Rahmen des Digital Futures Fund (DFF) geförderten Projekte eine gute Basis für Anschlussprojekte sein können. Insbesondere in Zusammenarbeit mit PartnerInnen aus der Praxis können die Erkenntnisse aus einem DFF Projekt für einen Folgeantrag genutzt, getestet und verbessert werden.

Bei Fragen, Ideen oder Gedanken zum Projekt freuen sich Prof. Dr. Aleksandra Gnach und Dr. Daniel Hardegger über eine Nachricht.

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