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Papierloses Studium mit BYOD ab Herbst 2016

Im Herbst 2016 starten nebst den Biotechnologen auch die neu eintretenden Studierenden der Bachelor-Studiengänge Umweltingenieurwesen und Facility Management papierlos in ihr Studium an der ZHAW in Wädenswil.

Das Pilotprojekt zum papierlosen Studium mit Tablets neigt sich damit nach drei Jahren dem Ende zu. Wir freuen uns, dass wir die Institute vom Mehrwert des papierlosen Studiums überzeugen konnten und das Ausdrucken von Lehrunterlagen schon bald der Vergangenheit angehören wird.

Wegfall der Skriptpauschale

Für die Studierenden der Bachelor-Studiengänge Biotechnologie, Umweltingenieurwesen und Facility Management, die im Herbst 2016 mit dem Studium beginnen, bedeutet dies, dass sie die Skriptpauschale in Höhe von CHF 65.- pro Semester in Zukunft entfällt. Die Lehrunterlagen werden elektronisch, hauptsächlich als PDF, auf der Lernplattform Moodle zur Verfügung gestellt.

Bring Your Own Device

Eine Änderung gibt es auch bei den Geräten. Die Studierenden können in Zukunft selber wählen, mit welchem Gerät sie arbeiten möchten. Die ZHAW LSFM hat beschlossen, den Studierenden ab Herbstsemester 2016 keine Tablets mehr zur Verfügung zu stellen. Die Abgabe von Tablets war zeitlich limitiert an das Pilotprojekt geknüpft und brachte einen hohen logistischen und administrativen Aufwand mit sich. Wir sind überzeugt, dass die freie Gerätewahl den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen der Studierenden besser gerecht wird.

Die neuen Anforderungen an die Hard- und Software für das papierlose Studium ab Herbst 2016 finden Sie auf der Webseite der ZHAW unter https://www.zhaw.ch/de/lsfm/studium/bachelor/studium-vorbereiten/#c5055.

Notebook vs. Tablet

Wir haben im Pilotprojekt mit dem Apple iPad und dem Microsoft Surface Pro inkl. Tastatur und Stift gute Erfahrungen gemacht. Die beiden Geräte haben sich auch im täglichen Dauerbetrieb bewährt. Das Dell Venue 11 Pro hat uns hingegen wegen seiner vielen Kinderkrankheiten nicht überzeugt. Mit Android Tablets konnten wir bis jetzt leider noch keine Erfahrungen sammeln und können deshalb dazu keine zuverlässigen Aussagen machen.

Die Tablet-plus-NotebookStudierenden im Pilotprojekt verfügten nebst dem Tablet alle zusätzlich noch über einen handelsüblichen Notebook. Grund hierfür war, dass einige Programme, die im Studium verwendet werden nur auf Windows-Geräten laufen und der Bildschirm der Tablets, z.B. für Anwendungen im Statistikunterricht oder für das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit schlicht zu klein ist. Es gab aber durchaus auch vereinzelt Studierende, die ihre Bachelorarbeit auf dem Tablet geschrieben haben.

Wir gehen davon aus, dass viele Studierende im Herbst 2016 zu Beginn mit einem Notebook in das Studium starten werden. Diese Situation unterscheidet sich vom Szenario mit den Tablets im Pilotprojekt, da die Studierenden mit einen Notebook keine Möglichkeit haben, handschriftliche Skizzen und Notizen in den Unterlagen zu erfassen. Das führt zu einem Medienbruch, da die handschriftlichen Notizen nebenbei separat auf einem Blatt Papier notiert werden müssen und danach physisch getrennt von den digitalen Unterlagen aufbewahrt werden. Erfahrungsgemäss finden die Studierenden aber kreative Lösungen für derartige Probleme und fotografieren die Skizzen z.B. mit dem Handy ab oder scannen die Unterlagen ein.

Wir dürfen jedenfalls gespannt sein, wie sich das papierlose Studium weiter entwickeln wird. Wir werden versuchen der neuen Ausgangslage mit der Vielfalt von Bring Your Own Device Rechnung zu tragen und in Zukunft auch Tipps und Tricks für Notebook- und Android-Nutzerinnen auf diesem Blog publizieren.

Startschuss für BT15

Am Montag, 7. September 2015 starten die rund 60 neuen Biotechnologie-Studierenden in ihr Bachelorstudium an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. Wir freuen uns, die Studierenden in Wädenswil begrüssen zu dürfen!

Als aktuell einziger Studiengang am Departement arbeiten die Biotechnologie-Studierenden papierlos und erhalten hierfür von der ZHAW ein Tablet des Typs Apple iPad Air 2 oder Dell Venue 11 Pro zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen werden elektronisch auf der Lernplattform www.moodle.zhaw.ch zur Verfügung gestellt.

Anbei einige wichtige Informationen für die neu eintretenden Studierenden des Bachelorstudiengangs in Biotechnologie:

Abholung des Tablets

Sie können Ihr Tablet am Mo, 7. September 2015 zwischen 8:30 und 09:00 Uhr im Foyer des Campus Reidbach (Nachname A-K) oder des Campus Grüental (Nachnamen L-Z) abholen. Bitte beachten Sie hierzu das Schreiben zur Startwoche, das Sie per Post erhalten haben.
Das Tablet wird nur persönlich und nur gegen Abgabe der unterschriebenen Nutzungsvereinbarung abgegeben.

Registrierung der Seriennummer

Bitte erfassn Sie die Seriennummer Ihres Gerätes:

  1. in der unterschriebenen Nutzungsvereinbarung.
  2. und online unter www.zhaw.ch/lsfm/mytablet

Die Seriennummer befindet sich auf der Verpackung des Gerätes.

Wichtig

  • Behalten Sie ein unterschriebenes Original der Nutzungsvereinbarung für sich. Das Dokument gilt als Quittung bei Garantie- und Versicherungsansprüche.
  • Bewahren Sie die Originalverpackung des Tablets und des Zubehörs auf, falls Sie das Gerät zurück geben müssen.

Einführungsveranstaltungen zum papierlosen Studium

Wir bieten als Unterstützung eine Einführungsveranstaltung mit Tipps und Tricks zum papierlosen Arbeiten an.

Wann: Freitag, 11. September 2015
Raum: GB 217, Campus Grüental

  • 10:00 – 11:30 Uhr: Papierloses Arbeiten mit dem iPad
  • 13:00 – 14:30 Uhr: Papierloses Arbeiten mit dem Dell Venue 11 Pro

Studentischer Notebook und Tablet Support

Der studentische Notebook und Tablet Support des Departements Life Sciences und Facility Management unterstützt die Studierenden bei Softwareproblemen sowie bei der Einbindung der Tablets in die ICT-Infrastruktur der ZHAW.
Das studentische Supportteam bietet wöchentlich Sprechstunden auf dem Campus Grüental und Reidbach an und berät Sie bei Bedarf auch via E-Mail oder im Online Forum.

Falls der studentische Notebook Support ein Problem nicht beheben kann, wendet Sie sich bitte an den Dell Pro Support Plus oder an den DataQuest Kundendienst.

Kontak für den Apple iPad Air Support

Bei Versicherungsfällen haben Sie einen Selbstbehalt von CHF 200.-. Die unterschriebene ZHAW Nutzungsvereinbarung dient als Nachweis für die Garantie- und Versicherungsleistung. Geben Sie bitte bei defektem Zubehör die Seriennummer Ihres iPads an, damit die Zugehörigkeit geprüft werden kann.

Kontakt für den Dell Venue 11 Pro Support

Dell Pro Support 24h/7, next Business Day Vor-Ort Support:

Den Service-Tag finden Sie auf der Verpackung sowie auf der Rückseite des Gerätes, unter der abnehmbaren Abdeckung des Dell Venue 11 Pro.

Ergebnisse aus der JAMES-Studie

Die im Februar 2015 publizierte JAMES-Studie der ZHAW und Swisscom untersucht alle zwei Jahre den Medienumgang von Jugendlichen in der Schweiz (JAMES = Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz). Die Studie bietet uns einige interessante Einblicke in die mediale Lebenswelt der 12- bis 19-Jährigen – eine Generation, die in wenigen Jahren an unserer Hochschule studieren wird.

Anbei einige Ergebnisse aus der Studie, die das papierlose Studium betreffen könnten.

Fast alle Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy

  • 98% der Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy
  • 76% besitzen einen eigenen Computer oder Laptop
  • 29% besitzen ein eigenes Tablet

Rund die Hälfte der Jugendlichen, die ein Handy besitzen, haben ein Apple Gerät, gefolgt von Samsung, HTC, Nokia, Sony/Sony Ericson, Huawai und LG.

Der Besitz der Tablets hat sich im Vergleich zur letzten Erhebung im 2012 fast verdreifacht: Mittlerweile besitzen 68% der Haushalte ein Tablet. Interessanterweise ist der Prozentsatz von Tablet-Besitzern in der Schweiz höher als in Deutschland, wo nur jeder fünfte Jugendliche ein solches Gerät besitzt.

Der Besitz von Laptop und Computer nimmt mit dem Alter zu. Von den 18-/19-Jährigen besitzen bereits 87% einen eigenen Laptop. Viele Jugendliche besitzen folglich bereits ein eigenes Mobiltelefon und einen Laptop, bevor Sie bei uns ein Studium beginnen.

Surfen, Musik hören und Fernsehen sind beliebteste mediale Tätigkeiten

Der mediale Alltag der Jugendlichen ist geprägt von Handy und Internet nutzen, Musik hören und Fernsehen. Beinahe die Hälfte der Jugendlichen gab an, selten oder nie ein Buch zu lesen. Besonders schlecht schnitten die E-Books ab; 73% gaben an, dass sie noch nie ein E-Book gelesen haben. Wenn also überhaupt gelesen wird dann eher auf Papier.

Spannend ist dann aber doch, dass viele Jugendliche bei den liebsten Freizeitbeschäftigungen, die sie alleine ausüben, das Lesen gleich an zweiter Stelle nach dem Fernsehen nannten. Gemeinsam mit Freunden stehen hingegen hauptsächlich nonmediale Aktivitäten wie reden und plaudern, shoppen, in den Ausgang gehen und Sport auf dem Programm.

Zugenommen haben im Vergleich zu den Erhebungen von 2010 und 2012:

  • die Nutzung von Handy und Internet,
  • das Produzieren von digitalen Fotos und Videos,
  • das Lesen von Online-Tageszeitungen.

Die Internetnutzung hat in den letzten Jahren nicht zugenommen. Jugendliche verbringen unter der Woche täglich durchschnittlich rund zwei Stunden im Internet. Am Wochenende und in den Ferien ist es eine Stunde mehr.

Bemerkenswerter Aufstieg der Online-Videoportale

YouTube.com ist die mit Abstand beliebteste Webseite der Schweizer Jugendlichen. Gefolgt von Facebook.com und Google.ch. Der Konsum von Online-Videos hat damit das Stöbern in sozialen Netzwerken vom 1. Platz verdrängt.

YouTube und ähnliche Videoportale sind so beliebt, dass sie von Vier Fünftel der Jugendlichen täglich oder mehrmals pro Woche genutzt werden. Dabei nutzen Jungen (84%) Videoportale etwas häufiger als Mädchen (74%). Spannend ist, dass Online-Videoportale wie YouTube nicht nur dem Unterhaltungszweck dienen, sie sind auch der am häufigsten genutzte Informationskanal im Internet – knapp vor Suchmaschinen und sozialen Netzwerken. Nachrichtenportale von Zeitungen und Wikipedia folgen auf dem 4. und 5. Platz. Allerdings gibt es hier grosse Altersunterschiede: Je älter die Jugendlichen sind, desto eher nutzen sie Suchmaschinen und Nachrichtenportale von Zeitungen als Informationsquellen im Internet.

Instagram – der Aufsteiger unter den sozialen Netzwerken

Facebook ist nach wie vor das beliebteste soziale Netzwerk (78% haben ein Profil). Auf dem zweiten Platz folgt überraschend Instagram (69%). Während die Anzahl Profile bei Facebook in den letzten Jahren stabil geblieben ist, haben nebst Instagram vor allem Google+ und Twitter in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Die Aufsteiger werden besonders intensiv von der jüngsten Altersgruppe der 12-/13-Jährigen genutzt. Mädchen (48%) nutzen Instagram zudem häufiger als Jungen (57%).
Generell scheinen Mädchen mehr an Inhalten von Profilen und an Fotos interessiert zu sein, während sich Jungen über die „Teilen-Funktion“ häufiger an der Verbreitung von Inhalten beteiligen.

Die Nutzung von sozialen Netzwerken ist nach wie vor sehr beliebt und hat in den vergangenen Jahren zugenommen. 78% informieren sich täglich oder mehrmals pro Woche über soziale Netzwerke und 73% nutzen die Netzwerke für die Kommunikation. Mädchen scheinen soziale Netzwerke und Blogs häufiger als Informationsquellen zu nutzen als Jungen. Erfreulich ist, dass die Mehrheit der Befragten darauf sensibilisiert ist, ihre Privatsphäre auf sozialen Netzwerken zu schützen und entsprechende die Privatsphäre-Optionen aktiviert haben.

Vom Konsument zum Produzent: Fotos, Videos und Musik hochladen

Nebst dem Konsum von Internetinhalten nutzen die Jugendlichen das Internet auch aktiv, um Inhalte zu erstellen: 13% laden täglich oder mehrmals die Woche Fotos und Videos ins Internet. 10% laden Musik ins Netz. Besonders gefreut hat mich, dass 20% angaben, dass sie mindestens einmal monatlich einen Beitrag in einem Forum oder einer Newsgroups verfassen und 13% der Jugendlichen sogar mindestens einmal pro Monat bloggen. Es besteht also doch noch Hoffnung für diesen Blog!

WhatsApp verdrängt E-Mail

Die Jugendlichen kommunizieren am häufigsten über soziale Netzwerke. Nicht überraschend ist die Kommunikation via E-Mail im Vergleich zu 2012 zurückgegangen. E-Mail, aber auch die Kommunikation via Soziale Netzwerke, wird immer häufiger durch Chat-Kommunikation via Smartphone (z.B. mit WhatsApp) abgelöst. Insbesondere die jüngste Altersgruppe der 12-/13-Jährigen nutzt die Chat-Kommunikation sehr intensiv (70%).

Mit Smartphones kann man mehr als nur telefonieren

Das Smartphone hat sich definitiv durchgesetzt. Die ursprüngliche Nutzungsfunktion des Handys, das Telefonieren, ist aber tendenziell eher zurückgegangen. Die Jugendlichen hören dafür mobil mehr Musik und verbringen mehr Zeit im Internet oder in sozialen Netzwerken. Sie chatten, produzieren Fotos und Filme und konsumieren Videos und TV-Sendungen auf dem Smartphone. Zudem wird das Smartphone immer häufiger als Navigationsgerät genutzt.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass digitale Medien eine wichtige Rolle im Alltag der Jugendlichen spielen. Der Konsum und die Produktion von Medieninhalten werden vor allem durch das multifunktionale Smartphone immer einfacher und mobiler. Zudem lässt sich feststellen, dass immer mehr Jugendliche nebst Handy und Laptop oder Computer auch noch ein Tablet besitzen.

Generell scheint ein Trend hin zu visuell orientierten Tätigkeiten sichtbar. Portale wie YouTube und Instagram haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Das Produzieren von Fotos und Videos hat an Bedeutung gewonnen und dürfte in Zukunft auch in der Lehre öfters Anwendung finden. Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets bieten nämlich nicht nur die Möglichkeit, Fotos und Videos als Lernmaterial zu konsumieren, sondern Medieninhalte auch selbst zu produzieren. Jedes Handy oder Tablet ist heutzutage mit Kamera und Mikrofon ausgestattet, die es den Studierenden erlauben, selbst visuelle Lerninhalte zu produzieren.

Den kompletten Ergebnisbericht zur JAMES-Studie 2014 finden Sie unter www.psychologie.zhaw.ch/james

Termine Einführungsveranstaltung für das papierlose Studium

Heute, Montag 8. September starten die Biotechologie-Studierenden an der ZHAW Life Sciences und Facility Management mit der Startwoche ins papierlose Bachelorstudium.

Einführungsveranstaltungen zum papierlosen Studium

Damit Sie nächste Woche bereits papierlos arbeiten können, bieten wir diese Woche eine Einführungsveranstaltung zum papierlosen Studium an. In dieser Veranstaltung zeigen wir Ihnen, wie Sie mit dem Tablet effizient papierlos arbeiten können. Die Veranstaltung wird allen Studierenden des Studienjahrgangs BT 13 und BT 14 empfohlen.

Einführung Startwoche

  • iPad Air: Freitag, 12. September, 13:00 Uhr – 14:30 Uhr, im GB 217
  • Dell Venue 11 Pro: Freitag, 12. September, 15:00 Uhr – 16:30 Uhr, im GB 217

Für diejenigen Studierenden, die am Freitag nicht teilnehmen können, bieten wir in der 1. Semesterwoche noch eine Einführungsveranstaltung an.

Einführung 1. Semesterwoche

  • iPad Air: Mittwoch, 17. September, 16:00 Uhr – 17:30 Uhr im RT 037
  • Dell Venue 11 Pro: Freitag, 19. September, 13:00 – 14:30 Uhr im GB 217

Abgabe der Geräte

Die Geräte werden wie folgt ausgegeben:

In der Startwoche

  • iPad: Freitag, 12. September, ab 12:30 Uhr im GB 217, anschliessend Einführungsveranstaltung
  • Dell Venue 11 Pro: Freitag, 12. September, ab 14:30 Uhr  im GB 217, anschliessend Einführungsveranstaltung

In der 1. Semesterwoche

  • Montag, 15. September 16:50 – 18:00 Uhr, im GA 214
  • Donnerstag, 18. September 16:50 – 18:00 Uhr im GA 214

Anmeldung

Bitte teilen Sie uns mit, wann Sie Ihr Tablet abholen und welche Einführungsveranstaltung Sie besuchen werden: https://moodle.zhaw.ch/course/view.php?id=11559

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die E-Learning Verantwortliche, Daniela Lozza, lozz@zhaw.ch.

Kann man auch ohne Tablet papierlos studieren?

Das papierlose Studium ist auch an anderen Hochschulen ein Thema, wie der Artikel auf campus.nzz.ch zeigt. Längst nicht alle Studieren sind von der Vorstellung, papierlos zu arbeiten, jedoch so begeistert wie unsere Pilotklasse. So zeigt z.B. eine Studie der Berner Fachhochschule, dass sich lediglich 40% der Studierenden vorstellen könnten, Zusatzunterlagen ausschliesslich in elektronischer Form zu nutzen.

Ähnliche Ergebnisse erhielten wir bei einer Umfrage zur Papierreduktion, die im 2012 bei allen Studierenden der ZHAW Life Sciences und Facility Management durchgeführt wurde. Damals gaben zwar 68% der 412 Umfrageteilnehmenden an, dass sie bereit wären, ihren Papierverbrauch zu reduzieren, aber nur 26% konnten sich vorstellen, hauptsächlich mit elektronischen Dokumenten zu arbeiten und zu lernen.

Die 72%, die sich damals gegen ein papierloses Studium aussprachen, gaben als Gründe unter anderem folgendes an:

  • Ich habe kein Programm gefunden, dass auch nur annähernd so schnell mathematische und chemische Formeln mit PC generiert wie ich (und der Dozent).
  • Lernen an der Sonne wird unmöglich, das einzig Gute an der Prüfungsvorbereitungszeit im Sommer fällt weg 🙁
  • Bitte nicht noch mehr Computerarbeit!

Die Kommentare zeigten, dass die Studierenden davon ausgingen, dass sie mit einem Notebook arbeiten würden und dadurch die Möglichkeit, handschriftliche Notizen mit Formeln und Skizzen zu erfassen, wegfallen würde.

Bei der Frage nach den Rahmenbedingungen für ein papierloses Studium brachten einige Studierende dann die Tablets ins Spiel:

  • Es wäre sicherlich möglich ein Pilotprojekt mit einem Hersteller von Tablet-PCs auf die Beinen zu stellen und somit ein Zeichen gegen diese Papierflut zu setzten. Dabei könnte die ZHAW den Studenten ein Tablet zur Verfügung stellen, was der 90.- CHF Skriptpauschale angerechnet werden kann.
  • Es braucht ein Textverarbeitungsprogramm, mit dem ich Texte und vor allem mathematische und chemische Formeln mit dem PC gleich schnell wie von Hand generieren kann.

Und ein/e Studierende/r brachte es zum Schluss noch wie folgt auf dem Punkt:

Der Papiergebrauch sollte sich früher oder später von selbst einstellen, da die „Jugend“ von heute mit elektronischen Medien aufwächst. Es gibt länger je mehr „Tablet-User“.

Wir haben die Rückmeldung der Studierenden ernst genommen und versucht, ihrem Wunsch nach weniger Papier nachzukommen, ohne dabei ihre Mobilität und die Möglichkeit, handschriftliche Notizen zu machen, einzuschränken.

Die Studierenden der Pilotklasse, die seit letztem Herbst papierlos arbeitet, haben deshalb als Hilfsmittel ein Tablet erhalten. Die Mehrheit der Klasse möchte nicht mehr zurück zum papierbasierten Studium. Gehörten sie zu den 26%, die sich im 2012 für ein papierloses Studium ausgesprochen haben? Oder was hat sie umgestimmt?

Das Pilotprojekt wird in den nächsten Monaten durch das Zentrum für innovative Didaktik der ZHAW School of Management and Law evaluiert. Eine der Fragen, die wir uns im Rahmen dieser Evaluation stellen ist, welche Rolle das Tablet beim papierlosen Studium spielt.