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ANKI das Lernkarteikartenprogramm mit dem gewissen Extra

Ein Beitrag von Lukas Schaub.

Lernkarteikarten-Systeme sind schon immer ein beliebtes Tool für das Lernen von Definitionen, Formeln oder sonstigen Lerninhalten gewesen. Unser Biotechnologie Student, Lukas Schaub, hat uns kürzlich auf das Lernkarteikartenprogramm ANKI aufmerksam gemacht und seine Empfehlung für uns zusammengefasst.

Intelligenter Lernmodus

Das Lernkarteikartenprogramm ANKI nutzt die Lernmethode der „Spaced Repetition„, sog. verteilte Wiederholung, bei der Inhalte über einen längeren Zeitraum in unterschiedlichen Intervallen wiederholt werden und dadurch besser im Gedächtnis hängen bleiben. Damit können viele Informationen durch mehrere kleine Lerneinheiten mit kurzen Lernzeiten ins Langzeitgedächtnis überführt werden. ANKI bietet nur einen Lernmodus, bei dem man eine Lernkarte anzeigt und sie für die Überprüfung der Lösung umkehrt. Anschliessend gibt man an, ob die Antwort fehlgeschlagen ist oder wie schwierig sie war (einfach, gut, schwer). Probleme gibt es erst dann, wenn die Menge an Karteikarten riesig oder die verbleibende Zeit vor einer Prüfung zu knapp ist, um nochmals alle Karten durch zu lernen. Doch auch hier kann ANKI mit der Verwendung von Tags und extra Lerneinheiten Abhilfe schaffen. Gleichzeitig kann die aufgewendete Lernzeit getrackt werden, was manchmal auch das schlechte Gewissen beruhigt.

Eigene Lernkarten erstellen, teilen und importieren

Die Lernkarten können auf beiden Seiten beschriftet werden, dabei können im Editor nebst Text auch Bilder oder Audio (z.B. Aussprache von Fremdwörtern) hinterlegt werden. Die eigenen Lernkarten können mit Mitstudierenden geteilt werden und bereits existierende Lernkartensets z.B. von Quizlet können gesucht und heruntergeladen werden. Für Fortgeschrittene ist auch das Erstellen personalisierter HTML und CSS Layouts möglich.

Erweiterung mit praktischen Add-Ons

Mit Add-Ons können weitere Lernkartentypen oder sonstige Zusatzfunktionen hinzugefügt werden.

Video von Glutanimate (YouTube)

Meine Favoriten Add-Ons:

Was benötigt man, um ANKI nutzen zu können?

ANKI läuft auf den Betriebssystemen Windows, Mac, Linux, iOS und Android. Das Programm ist kostenlose „Freeware“, für das iPhone existiert zusätzlich eine kostenpflichtige Pro Version. Die Karteikarten können durch das Erstellen eines Online-Accounts auf unterschiedlichen Geräten synchronisiert werden. Um ANKI zu installieren, klickt man auf https://apps.ankiweb.net/ den Download-Button an und installiert das Programm auf dem entsprechenden Betriebssystem. Während das Programm installiert kann auf https://ankiweb.net/account/register ein AnkiWeb-Account erstellt werden, welcher für das Abspeichern der Karten in der Cloud und das Synchronisieren auf anderen Geräten notwendig ist.
Jetzt kanns losgehen! Das erste Deck und die ersten Karteikarten erstellen und lernen.

Tipps und Tricks im Umgang mit ANKI

  • Um eigene Karteikarten zu erstellen klickt man unten in der Mitte auf Stapel erstellen und erfasst einen Namen (z.B. erstes Semester). Die Karteikarten haben eine Vorder- und Rückseite, die Vorderseite wird später die Frage darstellen, die Rückseite die Antwort. Die Zeile „Schlagwort“ stellt den sog. Tag der Karteikarte dar. Es empfiehlt sich hier zum Beispiel das Fach anzugeben, zu welchem diese Karteikarte gehört. Dadurch können man Ende des Semesters alle Karten mit einem Tag in einen separaten Stapel überführt werden und fachspezifisch gelernt werden. Wenn die Karteikarte fertig ist, kann sie durch „Hinzufügen“ dem Stapel hinzugefügt werden.
  • Um die Karte im Lernmodus aufzudecken klickt man entweder mit der Maus oder presst die Leertaste. Nun muss man seine Antwort selbst bewerten: War die Lösung korrekt und einfach, wählt das System im Hintergrund einen langen Zeitpunkt bis diese Karte wieder abgefragt wird. Dadurch wird es mit ANKI möglich jede Karteikarte individuell zu verwalten.
  • Bilder können bei der Erstellung von ANKI Karteikarten ebenfalls einbezogen werden. Dafür schneidet man das Bild z.B. mit dem Snipping Tool aus und fügt es über Einfügen (CTRL+V) in ANKI ein.
  • Um Audioaufnahmen aufzuzeichnen drückt man auf F5 oder den grauen Kreis mit dem rotem Punkt.
  • Schreibfehler können beim Lernen durch Drücken von «e» verbessert werden.
  • Wenn man nur noch einen Tag lernen möchte (zum Beispiel vor der Prüfung 😉) kann man das in der Stapelansicht durch klicken auf «Benutzerdefiniertes Lernen» machen. Dafür wählt man Karten mit bestimmtem Status oder Schlagwort aus, gibt eine maximale Anzahl Karten an (z.B. 1000) und wählt „Alle Karten in zufälliger Reihenfolge (Pauken)“ aus. Anschliessen werden die gewünschten Tags ausgewählt (z.B. Chemie1) und das intensive Lernen kann beginnen. Anki erstellt so eine benutzerdefinierte Sitzung in der Stapelübersicht. Das praktische dabei ist, dass Karten die man richtig beantwortet hat wieder ins Ursprungsdeck zurück kehren und Problemkarten in der benutzerdefinierten Sitzung verweilen bis man auch diese richtig gelöst hat.

Alternativen

Quizlet bietet nebst der Lernmethode der „Spaced Recognition“ auch noch einige spielerische Ansätze mit Games und verschiedene Lernmethoden, bei denen man z.B. auch Antworten eintippen muss. Dafür bietet Quizlet keine personalisierbaren Add-Ons und der Editor kommt bei komplexen Formeln an seine Grenzen.

Foxit Reader

In der letzten Auswertung der Apps haben wir gesehen, dass einige Studierende mit dem kostenlosen Foxit Reader arbeiten.

Der Foxit Reader ist eine gute Alternative zu den kostenlosen PDF-Readern Adobe Reader und PDF X-Change Editor. Die Vollversion läuft nur auf Windows, es gibt allerdings einen Foxit MobilePDF für Mac, iOS und Android mit weniger Funktionen. Die hier erwähnten Funktionen beziehen sich auf die Version 9.2 für Windows.

PDF-Reader mit vielen Personalisierungsmöglichkeiten

Der Foxit ist wahrscheinlich der PDF-Reader mit den meisten Einstellungsmöglichkeiten. Unter Datei -> Einstellungen können Sie den PDF-Reader gemäss individueller Bedürfnisse konfigurieren.

Ein Blick in diese Einstellungen lohnt sich auf jeden Fall, da man dort unter Allgemein -> Anwendungsstart die Anzeige von Werbung deaktivieren kann. Praktisch ist auch der Touch-Modus, bei dem die Schaltflächen etwas weiter auseinander dargestellt werden, damit man sie bei der Bedienung mit dem Finger einfacher auswählen kann. Die Symbolleiste für den Schnellzugriff kann übrigens individuell angepasst werden.

Schaltfläche im Schnellzugriff für das Wechseln zwischen Touch- und Mausmodus

Einstellungen zur Barrierefreiheit

Besonders erwähnenswert sind die Einstellungen zur Barrierefreiheit. So kann man in den Einstellungen beispielsweise das verwendete Farbschema, den Kontrast, das Seitenlayout sowie die Zoom-Einstellungen individuell einstellen. Unter Ansicht – > Assistent gibt es zudem eine integrierte Sprachausgabe, welche die Inhalte des PDFs vorliest. Die verwendete Stimme lässt sich in den Einstellungen ebenfalls anpassen.

Assistent für barrierefreies Lesen aktivieren

Druck-sensitive Stifterkennung

Ein weiterer Vorteil des Foxit Readers ist die druck-sensitive Stifterkennung, diese kann man in den Einstellungen (Datei -> Einstellungen -> Tablet) aktivieren oder deaktivieren. Es gibt auch einen Radiergummi, um Zeichnungen wieder zu löschen. Notizen und Skizzen mit dem Stift zu erfassen funktioniert im Foxit Reader oft besser als im Adobe Reader oder dem PDF X-Change Editor.

Kommentare, Skizzen und Stempel

Die Annotationsfunktionen sind vergleichbar mit anderen PDF-Readern. Man kann Texte hervorheben oder bearbeiten sowie eigene Kommentare oder Textfelder einfügen. Zusätzlich kann man einen ganzen Bereich hervorheben oder etwas im PDF ausmessen. Nützlich könnten auch die individualisierbaren Stempel sein. Wie wär’s z.B. mit einem Stempel «Prüfungsrelevant»?

Kommentarfunktionen im Foxit Reader mit individualisierbaren Stempeln

Kommentare und Highlights zusammenfassen

Wer viel mit PDFs lernt weiss vor allem eine gute Exportfunktion zu schätzen. Nichts ist mühsamer, als wenn man die wichtigen, markierten Inhalte aus dem PDFs manuell herauskopieren muss, um sie weiterbearbeiten zu können. Hier schafft die praktische Kommentarzusammenfassung Abhilfe. Man kann entweder alle Annotationen oder nur einzelne Kommentartypen wie z.B. Highlights exportieren. Zudem kann man wählen, ob diese mit einer nummerischen oder optischen Referenz zum Originaltext exportiert werden sollen.

Etwas unpraktisch ist allerdings, dass man die Annotationen nur als PDF und nicht als Text z.B. ins OneNote exportieren kann. Man kann allerdings über Ansicht – > Dokumentenansicht – > Textbetrachter die exportierten Kommentare unformatiert darstellen lassen und sie so kopieren.

Exportierte Kommentare mit Sequenznummern auf Einzelseiten

Fenster teilen

Um mehrere unterschiedliche Seiten im einem PDF gleichzeitig anzuzeigen, kann man in der Seitenansicht das Fenster entweder horizontal oder vertikal teilen (Ansicht -> Seitenansicht -> Teilen). Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn man z.B. ein Arbeitsblatt ausfüllt und sich die Lösungen auf der letzten Seite befinden. Durch die geteilte Ansicht erspart man sich beim Überprüfen der Antworten das hoch- und runterscrollen im Dokument.

Geteilte Fensteransicht

Keine optische Zeichenerkennung

Im Vergleich zum ebenfalls kostenlosen PDF X-Change Editor fehlt dem Foxit Reader die OCR-Texterkennung für eingescannte Unterlagen. Auch können Texte im PDF nicht bearbeitet werden, diese Funktion sind nur im kostenpflichtigen PhantomPDF (125$) verfügbar.  

Plug-Ins

Werfen Sie beim Download auch einen Blick auf die verfügbaren Add-Ons, z.B. für die Rechtschreibprüfung in anderen Sprachen oder für eine nahtlose Integration in den Firefox Browser.

Foxit Reader AddOns

Weitere Informationen

Alternativen

Welche Geräte und Apps haben sich bewährt?

Im Frühling 2018 haben wir unsere rund 400 Erstsemestrigen der Bachelorstudiengänge Biotechnologie, Facility Management, Lebensmitteltechnologie und Umweltingenieurwesen zu ihren Erfahrungen mit dem papierlosen Arbeiten im Studium befragt. 37% der befragten Studierenden haben sich an der Umfrage beteiligt. Als Vorbereitung auf das nächste Semester werden wir im Sommer die wichtigsten Ergebnisse aus dieser Umfrage publizieren.

Den Start machen wir mit einem Einblick in die Zufriedenheit mit den Geräte und die Applikationen, die unsere Studierenden im Unterricht und dem Selbststudium nutzen.

Hybridgeräte mit Touchscreen auf dem Vormarsch

Letztes Jahr haben wir in den Anforderungen für die Hard- und Software ein Gerät mit Touchscreen empfohlen. Dies, weil wir festgestellt hatten, dass Studierende mit Geräten ohne Touchscreen mit ihrer Wahl weniger zufrieden waren und sie teilweise Mühe hatten Skizzen und Notizen in den Unterlagen zu erfassen. 

Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo noch fast 60% ein Gerät ohne Touchscreen besassen, überwiegen neu die Windows-Geräte mit Touchscreen (57.5%). Das Microsoft Surface Pro ist mit 32% das beliebteste Hauptgerät. Das etwas neuere Microsoft Surface Book ist mit 11.5% noch weniger verbreitet. Unter den Studierenden, die andere Windows-Notebooks mit Touchscreen nutzen, sind das Lenovo Yoga und das Lenovo ThinkPad beliebt. Rund 26.5 % der Umfrageteilnehmenden nutzen ein Notebook ohne Touchscreen als Hauptgerät. Davon haben sich 16.5% für ein Gerät mit Windows-Betriebssystem und 10% für ein Mac Book (Air/Pro) entschieden.

Die Nutzung von iPads oder Android Tablets ist im Vergleich zum letzten Jahr auf tiefem Niveau stagniert: Rund 11% nutzen ein iPad und 2% nutzen ein Android-Tablet als Hauptgerät. Interessant ist, dass die Tablets auch als Zweitgeräte nicht sonderlich verbreitet sind. Dafür wird das Smartphone von über 33% der Studierenden als Zweitgerät für das Studium genutzt.

Zufriedenheit

Über 73% der Studierenden, die an der Umfrage teilgenommen haben, haben sich ein Gerät speziell für das Studium angeschafft. Die Mehrheit gab zwar an, dass sie die Unterlagen auf ihrem Gerät gut bearbeiten können; nicht alle würden sich jedoch wieder für dasselbe Gerät entscheiden. Mässig zufrieden mit ihrer Gerätewahl sind vor allem Studierende aus dem Studiengang Umweltingenieurwesen (UI). In diesem Studiengang sind verhältnismässig viele Mac Books (Air/Pro) vorhanden.

Zufriedenheit mit der Gerätewahl nach Studiengang: UI = Umweltingenieurwesen, FM = Facility Management, BT = Biotechnologie, LM = Lebensmitteltechnologie

Zufriedenheit nach Gerätetyp

Sehr zufrieden mit ihrer Wahl scheinen die Nutzer/innen des Microsoft Surface Book zu sein. Der neue „Notebook-Bruder“ des Microsoft Surface Pro hat einen grösseren, abnehmbaren und umklappbaren Bildschirm. Die Kommentare zeigen, dass sich das Surface Book besser für das mobile Arbeiten eignet, da es im Gegensatz zum Surface Pro keine feste Unterlage für die Tastatur benötigt. Allerdings schneidet auch das Microsoft Surface Pro bei der Zufriedenheit sehr gut ab.

Klappcovertastatur kaum geeignet um im Zug oder sonst auf den Beinen (Laptop) zu arbeiten.
(Microsoft Surface Pro Nutzer/in)

Zufrieden mit ihrer Wahl sind auch die Nutzer/innen eines iPads. Vor allem jene Studierende die ein neueres Gerät mit Apple Pencil besitzen. Die Android-Tablets haben sich offensichtlich weniger bewährt. Negativ abgeschnitten haben vor allem Android Tablets die keinen aktiven Stift für das Erfassen von Notizen und Skizzen besitzen. Zudem sind die ansonsten sehr beliebten Microsoft Office Apps auf den Android Tablets nur eingeschränkt nutzbar.

Das Tablet Samsung Galaxy S2 ist nicht optimal für das Schreiben von Hand geeignet, da man die Hand nicht richtig ablegen kann. Ausserdem lassen sich die One Note App und One Drive sowie die Outlook App nur im beschränkten Rahmen nutzen.
(Android Nutzer/in)

Ebenfalls eher negativ abgeschnitten haben die Windows-Notebooks ohne Touchscreen sowie die Mac Books (Air/Pro). Wobei man anmeken muss, dass ein Teil der Studierenden damit doch sehr zufrieden ist. Als Nachteil wird vor allem der fehlende Touchscreen aufgeführt, was dazu führt, dass Skizzen und Notizen entweder auf Papier oder etwas umständlich mit der Maus erfasst werden müssen. Bei den Mac-Modellen kommt noch etwas erschwerend hinzu, dass Studierende eine Windows-Partition via Bootcamp installieren müssen, um in MINT-Fächern windowsbasierte Software nutzen zu können.

Kein Touchscreen, daher unmöglich, Zeichnungen und handschriftliche Notizen zu machen. Ausserdem alter und langsamer Computer, immer wieder Komplikationen mit dem Bootcamp.
(Mac Nutzer/in)

Computer ist sehr schwer und hat keinen Touchscreen, dafür ist er sehr leistungsstark und bietet eine gute Übersicht.
(Notebook Nutzer/in)

Windows auch bei den Apps führend

Die Hitliste der meistverwendeten Applikationen führen die zwei Microsoft Office Programme OneNote und Word sowie der PDF-Reader Drawboard PDF an. In Anbetracht der vielen Windows-Geräte überrascht dies nicht.

Etwas mehr Variation ist bei den PDF-Readern vorhanden: Am beliebtesten sind die kostenpflichtige Drawboard App und der kostenlose Adobe Acrobat Reader. Verwendet werden auch die kostenlosen PDF-Reader PDF X-Change Editor, Xodo-Reader und Foxit Reader sowie der kostenpflichtige PDF-Expert für iPad und Mac.  

Meistverwendete Apps im Unterricht

Im Unterricht nutzt die Mehrheit der Umfrageteilnehmenden OneNote, Word und einen PDF-Reader.

Studierende mit Touchscreen bevorzugen dabei für das Erfassen von Skizzen und Notizen in den Unterlagen die kostenpflichtige Drawboard App, während Nutzer/innen von Notebooks ohne Touchscreen den kostenlosen Adobe Acrobat Reader oder eine der anderen kostenlosen Alternativen nutzen. Erwähnenswert ist auch die relativ häufige Nennung der diversen Browser, um während des Unterrichts auf die Lernplattform Moodle und das Internet zuzugreifen.

Meistverwendete Apps im Selbststudium

Vergleicht man die Nutzung der Apps im Selbststudium mit der Nutzung während des Unterrichtes fällt auf, dass im Selbststudium etwas häufiger mit Word gearbeitet wird. Dies könnte mit dem Schreiben von Zusammenfassungen und Arbeiten zusammenhängen.

Zudem wird während des Selbststudiums häufig das Internet genutzt. Ob die Studierenden mit dem Browser auf die Lernplattform Moodle oder auf andere Internetressourcen zugreifen ist unklar. Einige Lernressourcen wie das Videoportal YouTube und die Lernkarten-App Quizlet wurden explizit genannt. Die Nutzung der PDF-Reader scheint im Selbststudium weniger ausgeprägt zu sein als im Unterricht, das überrascht etwas, da man annehmen könnte, dass die PDF-Reader im Selbststudium zum Lesen häufiger verwendet werden.

Drawboard bei Touch-Geräten beliebt

Schaut man sich die gesamthafte Nutzung pro Gerätetyp an, fällt auf, dass Studierende mit Windows-Geräten vor allem mit Word und OneNote Arbeiten. Die Nutzer/nnen eines Gerätes mit Touchscreen nutzen zudem regelmässig den PDF-Reader Drawboard um handschriftliche Notizen und Skizzen in den Lehrunterlagen zu erfassen. Studierende, die ein Gerät ohne Touchscreen besitzen, nutzen hingegen eher den Adobe Acrobat Reader und den Xodo Reader. Den Xodo Reader haben wir ursprünglich für Android Tablets empfohlen, die App ist aber auch für Windows und iOS verfügbar und scheint beim aktuellen Studienjahrgang an Beliebtheit gewonnen zu haben.

Tablets zum Lesen und Recherchieren

Beim iPad ist der Safari Browser die häufigste verwendete App. Microsoft Word und OneNote, sowie die Notizen-Apps Notability und Good Notes sind ebenfalls beliebte Apps auf dem iPad.

Die Android Nutzer/innen scheinen auf den ersten Blick mit ihren Geräten weniger im Internet zu surfen und dafür mehr zu lesen. Sie nutzen vor allem den Xodo Reader und Microsoft OneNote, sowie Word.

Mac Books mit Windows-Betriebssystem

Die Angaben zu Mac sind leider verwässert, da die Mac-Nutzer/innen aufgrund der Anforderungen im Informatikunterricht Windows auf ihrem Gerät installiert haben.

Dies führt dazu, dass viele zwar einen Mac als Hauptgerät nutzen, darauf aber nicht mit dem OS-, sondern mit dem Windows-Betriebssystem arbeiten. Folglich wurden auch zahlreiche Windows-Applikationen genannt und die Ergebnisse sind nicht sehr aussagekräftig.

Speicherdienste

Die Studierenden speichern ihre Lehrunterlagen mehrheitlich auf dem Cloud-Dienst Microsoft OneDrive for Business. Für die Dauer des Studiums steht ihnen dort im Rahmen von Office 365 kostenlos 1 TB Datenspeicher zur Verfügung.

Allerdings gibt es mit OneDrive for Business auch ab und zu Probleme, vor allem Nutzer/innen, die bereits einen privaten OneDrive Account besitzen und auf ihrem Gerät zusätzlich den OneDrive for Business Account synchronisieren möchten sollten prüfen, ob die Synchronisation der unterschiedlichen Accounts korrekt funktioniert.

Zahlreiche Studierende speichern ihre Daten auch auf einer externen Festplatte. Ein Backup auf einer externen Festplatte empfiehlt sich für alle Studierende.

Genutzte Speicherdienste pro Studiengang

Office 365 Pro Plus

Nach einem erfolgreichen Pilotversuch mit Office 365 können alle Studierenden und Mitarbeitenden der ZHAW ab sofort kostenlos das Office 365 Pro Plus beziehen und auf bis zu 5 privaten Geräten installieren. Informationen und Anleitungen zur Installation finden Sie auf dem Intranet.

Office-Suite für PC, Mac, Tablet und Smartphone

Mit Office 365 erhalten Sie:

Auf Ihrem Windows Notebook können Sie alternativ auch Office Professional 2016 installieren, die beiden Produkte sind kompatibel. Visio und MS Project laufen nur auf Windows und müssen separat installiert werden. Den Link für den Download dieser zwei Programme finden Sie im Intranet.

Gemeinsam an Dokumenten arbeiten

Mit Office 365 Pro Plus erhalten Sie 1 TB persönlichen Online-Speicher auf OneDrive for Business. Sie loggen sich mit der ZHAW E-Mail und Passwort bei diesem Cloud-Dienst von Microsoft an. Mit OneDrive for Business können Sie Ihre digitalen Unterlagen während des Studiums in der Cloud speichern, ohne kostenpflichtigen Speicherplatz kaufen zu müssen. Sind die Dateien online auf OneDrive for Business gespeichert können Sie Dokumente innerhalb und ausserhalb der ZHAW mit anderen Personen teilen und online gemeinsam an Dokumente arbeiten. Damit entfallen die lästigen E-Mails und das Hochladen und Zusammenfügen verschiedener Versionen bei Gruppenarbeiten. Wenn Sie in Skype eingeloggt sind können Sie zusätzlich während der Bearbeitung mit Ihren TeamkollegInnen direkt in Office Online chatten.

PDF in Word bearbeiten

Auf Windows können Sie PDFs wie z.B. Arbeitsblätter mit Microsoft Word öffnen. Word konvertiert das PDF-Dokument dabei in ein Office Dokument und Sie können die Text darin wie in einem Word bearbeiten. Das Dokument wird anschliessend als .docx gespeichert. Das funktioniert in der Regel gut, ausser wenn das Dokument viele Tabellen enthält oder es sich um eine grafisch aufwändig gestaltete Broschüre handelt.

Microsoft Tutorial: PDF in Word bearbeiten

Screenshot (89)

PDFs können auf Windows mit Word geöffnet und so in ein editierbares Office-Dokument konvertiert werden.

Handschriftliche Notizen in Office Programmen

Auf Geräten mit Touchscreen können Sie in einigen oben erwähnten Office-Programmen über das Menü Stifte handschriftliche Notizen erfassen. Die Stiftfunktion ist in älteren Formaten wie z.B bei Word .doc (statt .docx) nicht verfügbar.

Zeichnen und Freihandkommentare in Office 2016

Screenshot (87)

Beispiel handschriftlicher Notizen in einer Word-Datei.

Datenschutz

Die Vereinigung der kantonalen Datenschutzbeauftragen (Privatim) und der Eidgenössischen Datenschutz-und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) haben in Zusammenarbeit mit SWITCH, die Datenschutzbestimmungen des Campus and School Agreement (CASA) für die Hochschulen geprüft und angepasst.

Es gilt dadurch, im Gegensatz zu Office 365 Angeboten für Privatpersonen, ein datenschutzkonformer Rahmen beim Einsatz von Microsoft Office 365 Education durch Bildungsinstitutionen:

  • Es gilt Schweizerisches Recht.
  • Der Gerichtsstand ist Zürich.
  • Dies unabhängig von den allen anderen Datenschutzvereinbarungen.
  • Standort der Datenhaltung ist die Europäische Union.
  • Es besteht eine Informationspflicht gegenüber Behördenanfragen.
  • Microsoft verarbeitet und nutzt Kundendaten nur für die Erbringung der vereinbarten Onlinedienste, jedoch nicht für Werbung oder ähnliche Dienste.

Es bestehen weiterhin Risiken bei Nutzung von Cloud Computing, daher möchten wir Sie unter Berücksichtigung der Reglemente auf folgendes hinweisen:
Besonders schützenswerte Personendaten (z.B. Gesundheitsdaten, Arztzeugnisse, Noten von Studierenden) und sensitive Daten, welche besonderen Geheimhaltungspflichten unterliegen (z.B. Forschungsdaten, die einer Geheimhaltungsvereinbarung der ZHAW unterliegen) dürfen nicht in Microsoft Office 365 genutzt werden.

Weitere Informationen

Papers

Gastbeitrag von Christoph Gütersloh, d1gital-lernen.ch.

PapersPapers ist ein Literaturverwaltungsprogramm und eine Alternative zu Mendeley. Es ermöglicht das Suchen, Sammeln, Annotieren und Zitieren von Literatur. Papers wurde für Apple entwickelt (OS X). Mittlerweile gibt es auch eine Version für das iPad/iPhone und für Windows Computer. Die iPad Version von Papers ist kostenlos. Die Version für OS X und Windows kostet zurzeit für Studierende $49.

Synchronisation

Die Synchronisation läuft in Papers 3 über Cloud Dienste oder über eine WLAN-Verbindung. Über WLAN können Geräte synchronisiert werden, wenn sie sich im selben WLAN befinden. Dies funktioniert allerdings nicht in der Windows Version. Andere Clouddienste (Box, Google Drive, iCloud, One Drive) können integriert werden funktionieren allerdings nicht auf dem iPad/iPhone. In der Regel bietet es sich daher an eine Synchronisation über eine Dropbox vorzunehmen. Diese funktioniert sehr gut über die verschiedenen Geräte. So kann man z. B. einen Text auf dem iPad lesen und wenn man Papers auf dem iPhone öffnet kann man an der gleichen Stelle weiterlesen.

Suche von Literatur

Papers durchsucht die gängigen globalen Kataloge nach Literatur (Google Scholar, CrossRef, Web of Science). Ich habe bis jetzt jedes Buch, dass im Nebis Katalog vorhanden war, gefunden. Wir ein Buch in die eigene Collection übernommen, werden sämtliche bibliografische Daten (Autor, Erscheinungsjahr, Ort etc.) übernommen. Gibt es die Literatur in elektronischer Form, so können diese Dateien in Papers übernommen werden. Diese Dateien liegen lokal auf dem jeweiligen Gerät und können auch offline bearbeitet werden.

Organisation

Die übernommene Literatur kann in Sammlungen (Collection) zusammengefasst werden. Die Collections können manuell oder automatisch über Keywords (Smart-collections) erstellt werden. Keywords sind eine Möglichkeit zur Verschlagwortung der eigenen Bibliothek ausserdem kann man ein Rating, Flags (gelesen, ungelesen) und Farben vergeben, um Ordnung in seiner Bibliothek zu halten.

Annotationen

Jedes Paper kann mit Kommentaren und einer Zusammenfassung versehen werden. Ist ein PDF mit dem Paper verknüpft, kann dieses direkt kommentiert und markiert werden. Alle markierten Bereiche und Kommentare zu einem Paper werden in einem Fenster angezeigt und können exportiert werden.

Zitieren

Arbeitet man mit einem Manuskript (z. B. Seminar-, Bachelor-, Masterarbeit) z.B. in Word, so kann man über einen Short-Cut seine Literaturdatenbank durchsuchen und die Quellenangabe direkt ins Manuskript einfügen. Papers arbeitet zunächst mit einem temporären Verweis. Erst am Schluss wählt man welchen Zitierstil man verwenden möchte und formatiert damit das fertige Manuskript. Papers erstellt auch automatisch ein Literaturverzeichnis mit allen im Text verwendeten Quellen. Zitieren funktioniert auf Apple und Windows Computern. Auf dem iPad funktioniert es aktuell noch nicht. Man kann aber das iPad verwenden um zu lesen und zu annotieren und dann für das Manuskript auf die Desktop Version umsteigen.

Weitere Informationen

Evernote

Gastbeitrag von Christoph Gütersloh, d1gital-lernen.ch.

EvernoteEvernote ist eine Notizen-App die auf allen gängigen Betriebssystemen für Tablets, Desktops und im Browser funktioniert. Evernote ermöglicht das Sammeln und Verwalten von Notizen, Dokumenten, Webseiten und Fotos. Von den Funktionen ist es vergleichbar mit OneNote. In der kostenlosen Basisversion stehen die Notizen nur online zur Verfügung und es besteht eine Upload-Limite von 60 MB pro Monat. Die Plus Version kostet aktuell CHF 35.- pro Jahr.

Organisation von Notizen in Notizbüchern

Organisation von Notizen in Notizbüchern.

Synchronisation

Die Notizen und Dateien werden in der Cloud auf den Servern von Evernote gespeichert. So werden sie über alle verwendeten Geräte synchronisiert, ohne dass man die Synchronisation selber einrichten muss.

Notizen

Notizen können sowohl handschriftlich als auch über die Tastatur eingegeben werden. Für längere handschriftliche Eingaben steht mit Penultimate eine der besten Apps für handschriftliche Notizen auf dem iPad zur Verfügung. Dieses ist mit Evernote verknüpft, so dass Notizen, die in Penultimate erstellt wurden automatisch in Evernote angezeigt werden. Penultimate wird nur für das iPad angeboten. Evernote ermöglicht auch das Archivieren von ganzen Webseiten. Ähnlich wie bei OneNote können Sie Inhalte aus dem Web via Web Clipper oder E-Mail an Evernote senden.
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Suchfunktionen

Evernote durchsucht Text in Notizen, Bilder, Dokumenten und handschriftlichen Notizen. Die Texterkennung in handschriftlichen Notizen geschieht auf den Servern von Evernote, daher dauert es ca. 30 min. bis handschriftliche Notizen nach dem Erstellen durchsucht werden können.

PDF in Evernote annotieren

PDFs können direkt Evernote importiert und dort annotiert werden. Evernote erstellt automatisch eine Zusammenfassung mit den Abschnitten, die markiert oder kommentiert wurden. Annotierte PDFs können mitsamt den Notizen als PDF exportiert werden.

Notizen können mit Textfeldern, Highlights, Formen und Stempeln versehen werden

Notizen können mit Textfeldern, Highlights, Formen und Stempeln versehen werden

Notizen teilen und exportieren

Notizen oder ganze Notizbücher können für andere Benutzer freigegeben werden. Dazu gibt es zwei Varianten. Entweder wird ein Link generiert, der dann an andere Personen verschickt werden kann. Solche Notizen können nur gelesen werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit einen Work Chat zu starten, um Notizen gemeinsam zu überarbeiten.

Weitere Informationen

Mendeley

Mendeley-BeitragsbildMendeley ist ein kostenloses Literaturverwaltungsprogramm das auf allen Betriebssystemen läuft. Mendeley verwaltet aber nicht nur Literatur, es ist gleichzeitig auch ein PDF-Reader und ein soziales, akademisches Netzwerk welches auf verwandte Publikationen hinweist und das erstellen gemeinsamer Literaturverzeichnisse erlaubt. Mendeley gibt es nur auf Englisch.

Wir empfehlen allen Studierenden bereits von Beginn an relevante Literatur zu sammeln und zu organisieren. Damit sind Sie später beim Suchen von Referenzen und dem Zitieren von wissenschaftlichen Quellen bedeutend effizienter. An der ZHAW wird in der Regel das webbasierte RefWorks verwendet. Wenn Sie allerdings keinen ZHAW-spezifischen Zitierstil benötigen und Artikel offline lesen möchten ist Mendeley allenfalls eine gute Alternative. Bitte beachten Sie diesbezüglich die Vorgaben Ihres Instituts.

Literatur importieren

Bei Recherchearbeiten erweist sich der Mendeley Web Importer als äusserst praktisch und effizient. Einfach im Web oder im NEBIS auf den gewünschten Artikel navigieren und das Mendeley PlugIn im Browser aktivieren. Mendeley analysiert daraufhin die Seite und darin enthaltene Publikationen und erstellt basierend auf der Datenbank einen Vorschlag für den Import der gewünschten Literatur. Bitte prüfen Sie die Literaturangaben vor dem Import immer auf ihre Korrektheit.
Alternativ können Dateien auch direkt per Drag&Drop nach Mendeley kopiert werden oder bereits bestehende Literaturverzeichnisse aus anderen Programmen importiert werden. Unterstützt wird zurzeit der Import folgender Dateien: BibTex (.bib), EndNote (.xml), RIS (.ris) und Zotero (zotero.sqlite)

Integrierter PDF-Viewer

Im Unterschied zu Literaturverwaltungsprogrammen wie RefWorks kann man in Mendeley Publikationen als PDF importieren und sie direkt dort lesen, annotieren und kommentieren. In Windows können die Notizen und Markierungen über die Druckfunktion zusätzlich als PDF exportiert werden. Einzig handschriftliche Notizen und Skizzen sind nicht möglich.

Synchronisation in der Cloud

Mendeley bietet jedem Nutzer 2 GB kostenlosen persönlichen Speicherplatz in der Cloud. Das ist vor allem für jene interessant, die PDFs direkt in Mendeley importieren und dort lesen. Die Dateien werden nur bei Bedarf auf die Geräte heruntergeladen. Falls Sie also offline Lesen möchten achten Sie darauf, dass Sie die gewünschten PDF-Dateien vorher heruntergeladen haben. Die Synchronisation läuft automatisch und zuverlässig, so dass Sie jederzeit von überall aus Zugriff auf ihre aktuelle Literatursammlung und die annotierten Dateien haben. Mendeley bietet auch einen online PDF-Reader, mit dem die PDFs direkt im Browser gelesen und annotiert werden können.

Mendeley Word-PlugIn

Mit dem Reference Manager können Sie auf Windows und Mac direkt im Word auf Ihre Literatursammlung zugreifen und daraus zitieren oder eine Bibliografie erstellen. Es stehen die gängigen Zitierstile zur Verfügung. Bitte prüfen Sie, ob der verwendete Zitierstil den Vorgaben Ihres Instituts entspricht. Es gibt pro Studiengang unterschiedliche Vorgaben und einige nutzen ZHAW-spezifische Zitierstile, die Sie allenfalls manuell anpassen müssen. Mit Android und iOS ist das automatische zitieren aus Word nicht möglich. Sie können als Zwischenlösung die Mendeley Bibliothek als .ris ins RefME importieren und von dort aus eine Referenz oder Bibliografie ins Word kopieren. Das kostenpflichtige RefME Plus bietet ein Word PlugIn für iOS.

Suche und empfohlene Artikel

Sie können die Datenbank und das soziale Netzwerk von Mendeley für die Suche nach wissenschaftlichen Publikationen nutzen. Praktisch ist auch die Funktion Mendeley Suggest, die basierend auf Ihrer bereits importierten Literatur weitere möglicherweise interessante Artikel vorschlägt. Alternativ können Sie auch jederzeit über die Bibliothek verwandte Artikel abrufen.

Kollaboration

Mendeley bietet die Möglichkeit, gemeinsame Literaturverzeichnisse zu erstellen und gemeinsam Dokumente zu annotieren. Diese Funktionen finden wir sehr spannend und sehen viel Potenzial für die Anwendung im Studium, besonders in den höheren Semestern und in den Masterstudiengängen. Leider ist der kostenlose Account limitiert auf 100 MB gemeinsamen Speicherplatz und eine private Gruppe mit maximal 3 Mitgliedern, womit die Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind.

Weitere Informationen

Alternativen

OneNote

OneNoteDas kostenlose OneNote von Microsoft ist eine Allround-Applikation für digitale Notizen. Sie können damit z.B. für jeden Ihrer Kurse ein virtuelles Notizbuch mit verschiedenen Abschnitten anlegen und Ihre Notizen wahlweise mit dem Stift oder mit der Tastatur erfassen. Der Vorteil von OneNote gegenüber anderer Apps ist vor allem, dass es auf allen Betriebssystemen verfügbar ist.

Synchronisation via OneDrive und OneDrive for Business

Eine Auto-Synchronisation der Notizen ist via OneDrive, OneDrive vor Business und auf SharePoint (collab.zhaw.ch) möglich. Die SharePoint Option dürfte vor allem für ZHAW-Mitarbeitende interessant sein, die ihre Notizbücher auf SharePoint speichern. Andere Cloud-Dienste werden nicht unterstützt. Das Speicher von Notizen auf der lokalen Festplatte ist nur mit OneNote 2016, nicht aber mit der neuen Standardversion von OneNote für Windows 10 verfügbar.

Handschriftliche Notizen

Im OneNote für Windows 10 und auf iPads mit Apple Pencil sowie auf Android Geräten mit aktivem Stift funktioniert die Stifterkennung für handschriftliche Skizzen und Notizen sehr gut. Einen Handballenschutz oder Zoom-Modus für ältere Geräte ohne aktiven Stift sucht man allerdings vergebens. Über das Lasso-Werkzeug können Sie handschriftliche Notizen in Text umwandeln. Mit OneNote für Windows 10 können Sie neu auch handschriftliche Annotationen aufzeichnen und sie dann beliebig zurückspulen und wiedergeben. Ausserdem beinhaltet OneNote einen integrierten Taschenrechner, der sog. Mathetutor. Dieser wandelt handschriftliche Formeln und Gleichungen in Text um und liefert eine schrittweise Anleitung für die Lösung.

Suchfunktion

OneNote durchsucht in den Notizbüchern nicht nur den mit der Tastatur geschriebenen Text, sondern auch Text in Bildern und handschriftliche Notizen. Die OCR-Texterkennung in importierten Medien und der Handschrift funktioniert auf allen Betriebssystemen, sie nimmt allerdings etwas Zeit in Anspruch. Die sonst so gute Suchfunktion hat uns auf Android allerdings wenig überzeugt, da die Suchergebnisse optisch nicht hervorgehoben werden.

Inhalte an OneNote senden

Für Windows gibt es eine praktische Zusatz-App „An OneNote senden“. Damit können Sie Inhalte wie Dokumente, Webseiten, Bilder oder E-Mails an OneNote senden. OneNote importiert die Inhalte in ein ausgewähltes Notizbuch und fügt automatisch einen Quellenverweis ein. Für den Browser gibt es den OneNote Clipper als Plug-In, um Ausschnitte und Webseiten an OneNote zu senden. Praktisch ist auch die E-Mail Funktion me@onenote.com, mit der Sie Inhalte per E-Mail an OneNote senden können. 

PDF in OneNote annotieren

PDFs können ebenfalls in OneNote importiert werden, um z.B. ein Arbeitsblatt mit handschriftlichen Notizen zu annotieren. Beim Import können Sie zwischen dem Einfügen als Dateianlage oder Dateiausdruck wählen. Bei der Anlage wird eine Verknüpfung zum Originaldokument hergestellt, während beim Dateiausdruck ein durchsuchbares Bild der Datei eingefügt wird. Der Nachteil des Dateiausdrucks ist, dass die Dateien relativ gross werden und der annotierte Ausdruck später etwas umständlich manuell als PDF exportiert werden muss, wenn Sie das Dokument in einem  PDF-Reader lesen oder bearbeitet möchten.

Notizen teilen und exportieren

Notizbücher und einzelne Seiten aus Notizbüchern können mit anderen NutzerInnen geteilt werden. Sie können die Personen via E-Mail einladen und bei der Freigabe wählen, ob sie das Notizbuch nur lesen oder auch bearbeiten dürfen. Alternativ können Sie das Notizbuch auch über den Datei-Explorer freigeben, dort haben Sie mehr Möglichkeiten, z.B. um einen Gastlink zu erstellen. Eine Schwäche von OneNote ist nach wie vor die eingeschränkte Exportfunktion. Unter Windows können Sie Notizbücher, Seiten oder Abschnitte als PDF drucken, in iOS und Android kann man Seiten als PDF oder als Text via E-Mail versenden.

Weitere Informationen

Microsoft OneNote – Tutorial

Video von Tech Impact Deutschland
Das Video bezieht sich auf OneNote 2016, in OneNote für Windows 10 sehen einige Funktionen etwas anders aus.

Alternativen für handschriftliche Notizen

Letzte Aktualisierung: 18.07.2018

PDF-XChange Editor

PDF Xchange EditorDer kostenlose PDF-XChange Editor für Windows eignet sich gut für das Bearbeiten von PDFs im Studium. Mit dem vielseitigen Programm können Sie Text in PDF’s editieren, annotieren und exportieren. Die Bearbeitungsfunktionen in der kostenlosen Version sind allerdings auf das Editieren von Text limitiert. Bilder oder andere Inhaltselemente können nicht bearbeitet werden.

Eingescannte Dokumente in durchsuchbare Texte umwandeln

Ein Pluspunkt ist die integrierte OCR-Texterkennung mit mehrsprachiger Texterkennungsoption. Damit werden eingescannte Dokumente in Text umgewandelt der durchsucht und markiert werden kann. Anderen kostenlosen Programmen fehlt diese Funktion.

Annotationen und handschriftliche Skizzen und Notizen

Im PDF X-Change Editor können Sie Textstellen markieren, Kommentare mit der Tastatur einfügen sowie handschriftliche Skizzen und Notizen über die Bleistift-Funktion erfassen. Das Hinzufügen von Signaturen ist ebenfalls möglich. Das Schriftbild ist allerdings nicht so flüssig wie in Drawboard PDF. 
Praktisch ist auch die Option, Audio-Kommentare hinzuzufügen, wenn Sie z.B. während einer Vorlesung Aufnahmen zu bestimmten Abschnitten eines Skripts hinzufügen möchten.

Zusammenfassung exportieren

Kommentare und Annotationen können als Zusammenfassung exportiert werden. Zur Auswahl stehen verschiedene Dateitypen wie z.B. das PDF oder das Rich Text Format (.rtf). Bei der PDF-Version kann man zusätzlich noch das Layout wählen, und z.B. nur die Anmerkungen oder die Anmerkungen mit Verweis zum Text exportieren. Praktisch ist auch die Option, das ganze Dokument in Word, Excel oder PowerPoint umzuwandeln.

Personalisierte Stempel

Ähnlich wie in anderen PDF-Bearbeitungsprogrammen kann man auch im PDF X-Change Editor personalisierte Stempel generieren und einfügen. Diese Option ist praktisch, wenn man z.B. ganze Seiten oder Abschnitte in einem Skript für das Selbststudium oder die Prüfungsvorbereitung vermerken möchte.

Einige Features nur mit Pro-Version verfügbar

Einige wichtige Funktionen wie das Zusammenfügen von PDF-Dokumenten sowie das Verschieben, Einfügen und Löschen von Seiten sind nur mit der kostenpflichtigen Pro-Version verfügbar.

Weitere Informationen

Alternativen

Adobe Acrobat Reader DC

Adobe Reader BeitragsbildDer kostenlose Adobe Acrobat Reader DC eignet sich für das Lesen und Annotieren von PDF mit Markierungen und Kommentaren auf Windows, iOS und Android. Das Einfügen von handschriftlichen Notizen und Skizzen ist möglich, allerdings sind Stiftfarbe und -dicke nicht wählbar und das Schriftbild ist im Vergleich zu anderen Apps etwas unschön.

Dem kostenlosen Adobe Acrobat Reader DC fehlt im Vergleich zur teuren Pro Version vor allem die Möglichkeit, eine Zusammenfassung der Annotationen zu exportieren und die OCR-Texterkennung für eingescannte Dokumente. Die Lehrpersonen an der ZHAW können die Pro Version aus dem Anwendungskatalog herunterladen und sind gebeten, eingescannte Lehrunterlagen für die Studierenden mit einer OCR-Texterkennung zu versehen. Eine Alternative für Windows-NutzerInnen ist der kostenlose PDF X-Change Editor.

Ein Nachteil für iOS und Android NutzerInnen sind ausserdem die eingeschränkten Synchronisationsmöglichkeiten. Hier lohnt sich als Alternative die Prüfung der App PDF Expert für iOS oder PDF Max für Android.

iOS und Andorid – Synchronisation via Dropbox und Adobe Document Cloud

Die Adobe Reader App ist für die Nutzung der Adobe Document Cloud optimiert, sie lässt sich aber auf iOS und Android auch mit Dropbox synchronisieren. Die Synchronisation mit anderen Cloud-Diensten wie Microsoft OneDrive oder SWITCHdrive werden zurzeit noch nicht unterstützt. Dokumente können unter iOS manuell via „Öffnen in“ in einen anderen Cloud-Dienst verschoben werden. In Android können Sie die Dateien lokal speichern und den entsprechenden Ordner über eine Drittapplikation (z.B. OneSync) mit dem gewünschten Cloud-Dienst synchronisieren.

Windows – Synchronisation via Dropbox, OneDrive und OneDrive for Business

Im Windows sind nebst der Adobe Document Cloud und Dropbox auch OneDrive und OneDrive for Business sowie SharePoint (für Mitarbeitende) und Box für die Synchronisation verfügbar. Ausserdem können Sie unter Windows grundsätzlich jeden beliebigen lokalen Speicherort mit dem Cloud-Dienst Ihrer Wahl synchronisieren.

Teure Upgrades und Abos

Im Adobe Reader auf Windows, iOS und Android sind nur die Grundfunktionen (lesen, teilen und annotieren) kostenlos. Weitere Funktionen wie PDF generieren, Dateien zusammenfügen oder die OCR-Texterkennung sind mit einem kostenpflichtigen Abo oder teuren In-App Käufen verfügbar. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb die Prüfung der anderen empfohlenen Apps.

Weitere Informationen

Acrobat Reader DC Benutzerhandbuch

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