Kategorie: ZHAW Startup Challenge (Seite 1 von 2)

So proud! Nexenic gewinnt den People’s Choice Award in den USA!

Das Daumendrücken hat sich gelohnt! Gestern fand das grosse Finale der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge in Virginia (USA) statt und die ZHAW darf sich freuen. Das Team Nexenic (früher funicX), bestehend aus den beiden Systemtechnik Absolventen der School of Engineering Claudio Ruiz und Reto Muhl sowie Astrid Besmer von der UZH, gewinnt den mit 5’000 CHF dotierten People’s Choice Award. Zuvor hat Nexenic im Mai 2017 die ZHAW Startup Challenge gewonnen.

Wenn das Team wieder zurück ist, zieht es in den ZHAW RUNWAY Incubator ein, wo es gecoacht wird, um das Produkt, eine portable erwärmbare Lunchbox, bis zur Marktreife weiterzuentwickeln. Wir können also gespannt sein, wie es mit Nexenic weitergeht und gratulieren noch einmal ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg!

Astrid Besmer, Claudio Ruiz und Reto Muhl – Die strahlenden Gewinner des People’s Choice Award bei der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge in den USA

Kostproben aus dem von Nexenic entwickelten Steamer für die Jury: Früchte mit leckerer Swiss Chocolate

Nach dem grossen Finale muss der Erfolg auch gebührend gefeiert werden 😉

Für Nexenic beginnt die aufregende Reise!

Für die diesjährigen ZHAW Startup Challenge Gewinner hat gestern die Reise zur VTKW Global Entrepreneurship Challenge begonnen. Nach über 8 Stunden Flug ist das Team Nexenic in Viginia (USA) angekommen.

In den nächsten Tagen lernen sie die anderen internationalen Teilnehmer kennen und bereiten sich auf ihren finalen Pitch am 24. August 2017 vor. Nexenic wird sowohl die ZHAW als auch als Stellvertreter der Schweiz im Wettbewerb teilnehmen.

Ihr wisst gar nicht so genau, mit welcher Idee die drei Studierenden des Deptartements T im Wettbewerb antreten? Schaut euch das Video an.

Natürlich darf bei so einem Trip auch ein bisschen Sightseeing nicht fehlen. Wir halten euch auf dem Laufenden, was das Team in den nächsten Tagen in Virginia erlebt und drücken ihnen schon jetzt ganz fest die Daumen!

Startup Challenge Gewinner 2015 EntoLog lösen sich auf

Interview mit Stefan Klettenhammer von ENTOLOG

 

Entolog löst sich nach knapp 3 Jahren Tätigkeit – davon das letzte Jahr im Runway – auf. Bevor wir auf die Hintergründe eingehen: Kannst du kurz beschreiben, was Entolog war?
2014 entwickelte ich für meine Masterarbeit eine Methode, um Protein aus Insekten zu extrahieren. Als Beispiel für eine Anwendung dieser Methode entwickelten wir einen Proteinriegel. Mit wir meine ich mich und Meinrad Koch, den ich während des Studiums kennengelernt habe.

Proteinriegel aus Insekten

Entolog war rasch in vielen Medien präsent und ihr wurdet beinahe über Nacht zu einer Bekanntheit!
Ja das war unglaublich. Offenbar waren wir mit dem Thema als eines der ersten Teams am Start. Wir haben dann die Methode weiterentwickelt. Unser Ziel war es, den Prozess zu schützen und dann die Technologie zu lizenzieren.

Ihr wurdet von den Medien etwas überrumpelt und musstet euch schnell entscheiden, wie und mit welchen Ressourcen weiterzufahren. Auch habt ihr euch eine Teilzeit-Anstellung überlegt. Was waren eure konkreten Herausforderungen?
Die Finanzierung unserer nächsten Schritte und die Aufteilung der Anteile an der Firma bereiteten uns Kopfzerbrechen. Bezüglich des ersten Punktes war es so, dass wir ja ohne finanzielle Mittel nicht weitermachen konnten, andererseits uns ja auch nicht anstellen lassen konnten, da wir dann keine Zeit mehr für unser Projekt gehabt hätten.

EntoLog gewann 2015 den Peoples Choice Award beim internationalen Startup Wettbewerb in Virginia (USA)

Du hast dich dann für einen „Mittelweg“ entschieden.
Genau: Zum einen habe ich mich Teilzeit anstellen lassen, zum anderen habe ich Entolog ohne Meinrad weitergeführt. Meine Anstellung bei einem innovativen Schokoladen-Startup, welches ein komplett neues Verfahren für die Schokoladenherstellung anwendet, hat aber schnell mehr Ressourcen in Anspruch genommen als erwartet.

Dennoch hast du versucht, Entolog weiterzubringen – war das nicht im Vornherein zum Scheitern verurteilt?
Im Nachhinein muss ich wohl sagen, dass es das war. Nebst einem 80% Job ein Startup aufzubauen liegt wohl einfach nicht drin. Dennoch: Ich hatte versucht, den Extraktionsprozess zu schützen. Leider bin ich jedoch bei meinen Recherchen auf eine niederländische Firma gestossen, die bereits grosse Teile der IPs geschützt hatten. Nach dieser Erkenntnis habe ich noch etwas mit Proteingetränken experimentiert und versucht, auf diese Weise weiterzukommen. Schliesslich musste ich mir eingestehen, dass es wohl zu viel ist – ich fokussiere mich deshalb jetzt auf meinen „Schokoladen-Job“, der mir auch sehr viel Freude bereitet.

Du und Meinrad seid ja zu Beginn fast etwas in die Startup-Situation „reingeraten“. Was würdest du jemandem raten, der auch auf so eine Art und Weise zu einem eigenen Startup kommt?
Wichtig ist es, die Verhältnisse im Team so rasch wie möglich zu klären – dies unabhängig vom Geld. Wir haben das einfach zu lange rausgezögert.

Ist es überhaupt möglich, eine Geschäftsidee von eurer Dimension als junge Studenten zu stemmen?
Wenn ich unser Startup im Schokoladengeschäft anschaue muss ich sagen, dass unser Vorhaben schon eine grosse Schuhnummer war. Disruptive Innovationen brauchen schnell viel Startkapital. Wir hätten viel Kapital gebraucht und wohl noch etwas früher als die niederländische Konkurrenz unseren Prozess bereits schützen sollen. Dies weiss man eben später. Zumindest sieht man, dass wir auf den richtigen Weg gewesen wären. Auch wenn uns viele für blauäugig angeschaut haben, so sind Insekten heute als Lebensmittel zugelassen. Vor 4 Jahren hätte dies wohl auch keiner gedacht.

Wenn du deine Zeit im Runway Revue passieren lässt – konntest du von den Erfahrungen profitieren?
Die Zeit war eine riesige Bereicherung für mich. Der Austausch mit den anderen Startups, die verschiedenen Workshops und Vorträge aber vor allem auch der Austausch mit meinem Coach war super. Ohne ihn hätte ich viele gute Ideen und Möglichkeiten nicht gesehen und die Entwicklungen im Getränkebereich waren dank ihm sehr lehrreich.

Gibt es etwas, was du anderen Foodstartups empfehlen würdest?
Generell ist es im Mainstream-Bereich schwierig. Man kommt da nicht um die Grossen – Nestlé, EMMI, Hilcona, Migros und Coop herum. Im Delikatessenbereich ist man jedoch schneller drin. Ich empfehle also eher diese Richtung.

Stefan Klettenhammer

 

 

Interview mit funicX – Gewinner der ZHAW Startup Challenge 2017

„Wir sind nun voller Tatendrang unsere Idee zu verwirklichen!“ – funiX, Gewinner der ZHAW Startup Challenge 2017

Am vergangenen Freitag, den 19. Mai 2017, war es endlich so weit: Das grosse Finale der ZHAW Startup Challenge 2017 fand im Technopark Winterthur statt! Insgesamt acht Teams haben es ins Finale geschafft und präsentierten der Fachjury sowie eingeladenen Freunden und Familien ihre Ideen, an denen sie die letzten Wochen mit sehr viel Ehrgeiz und Engagement gearbeitet haben.

Doch das Wichtigste: Wer sind die diesjährigen Gewinner, die im August nach Virginia (USA) fliegen, um dort die ZHAW im internationalen Startup Wettbewerb zu vertreten?

Den überzeugendsten Business Case und Pitch hat funiX abgeliefert. Claudio, Reto und Astrid von der ZHAW School of Engineering haben eine thermoelektrische Lunchbox entwickelt. Diese soll das selbst mitgebrachte Mittagessen nicht nur schneller und schonender erwärmen als vergleichbare Behältnisse, sondern auch das Problem der langen Wartezeiten an den heiss begehrten Mikrowellen in der Cafeteria lösen. Das skalierbare Geschäftsmodell hat die Jury überzeugt. Sie selbst sagen: „Durch die ZHAW Startup Challenge haben wir herausgefunden, dass unsere Idee geschäftstauglich ist. Die Challenge war ein erster grosser Meilenstein, auf welchem wir aufbauen können. Und wir sind nun voller Tatendrang unsere Idee zu verwirklichen!“

Wir werden Reto, Astrid und Claudio nach Virginia begleiten und drücken ihnen schon jetzt fest die Daumen! 

Die besten Pitches: funiX (Winner), Swissbreeze (1st Runner-up), Brossage (2nd Runner-up) und EVORI (People’s Choice Award)

Ein grosses Dankeschön geht an den Technopark Winterthur, die ZHAW School of Management and Law, die ZHAW School of Engineering, die ZHAW School of Life Sciences & Facility Management und die Zürcher Kantonalbank für die grossartige Unterstützung dieses Events!

„Die Schweiz ist der perfekte Ort, um zu gründen und auch mal etwas zu riskieren.“

Patrik Deuss, Gründer von LEDCity

 

In zwei – drei Sätzen, was macht LEDCity?
LEDCity entwickelt automatisierte Leuchtmittel mit dem Ziel, den Energieverbrauch im Beleuchtungssektor signifikant zu reduzieren. Durch die Automatisation verändern die Leuchtmittel die Helligkeit dynamisch und werden nicht rund um die Uhr unter Volllast betrieben. Das betätigen eines Lichtschalters soll der Vergangenheit angehören.

Ihr seid nun nach 9 Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Ab dem 1. Mai geht es in den Technopark Zürich, wo wir unser eigenes Büro beziehen werden. Die Wahl fiel auf Zürich – nicht zuletzt aus praktischen Gründen, denn Zürich ist für alle Teammitglieder am einfachsten zu erreichen.
Abgesehen hiervon, sind wir derzeit in den letzten Zügen der AG-Gründung. Die nächsten Schritte sind weitere Pilotprojekte, kleinere Anpassungen am Prototypen und dann geht es mit dem finalen Produkt auf den Markt.

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu LEDCity entstanden?
Alles begann während einer Vorlesung im Studiengang Energie- und Umwelttechnik. Mir wurde bewusst, dass es noch viel Potential im Beleuchtungssektor gibt, um durch die dynamische Verwendung des Lichts Energie zu sparen. Man lässt zu Hause nicht die ganze Nacht das Licht an, wieso tut man es dann draussen, z.B. in Tunnels? Es macht energetisch gesehen einen riesen Unterschied, ob man einen Tunnel 24 Stunden beleuchtet oder nur 24 Minuten, wenn es tatsächlich gebraucht wird – nämlich Faktor 60.

Nach einer kurzen Zeit, konnte ich mein Team um einen Studienkollegen erweitern. Ziemlich schnell ging es dann weiter zur ZHAW Startup Challenge, welche uns dann von der Uni in die Arbeitswelt katapultierte. Wir machten den zweiten Platz und gewannen eine sechs-monatige kostenlose Mitgliedschaft im RUNWAY Incubator. Wir beide haben keinen Business-Hintergrund und diese ganze Zeit, war für uns wie eine Art Express-BWL-Studium. Das Coaching von Thomas Schumann, die Unterstützung von Adrian Müller, Jacques Hefti, Nicolas Gehrig, Alex von Siebenthal und Yasemin Ayanoglu waren sehr wertvoll für uns und ich möchte mich an dieser Stelle gerne bei allen ganz herzlich bedanken! Auch der rege Austausch mit den anderen Startups im RUNWAY hat uns sehr geholfen und uns inspiriert – auch hier ein Dankeschön an alle.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Eines der ersten Milestones war sicherlich die Bachelorarbeit zum Thema: „Entwicklung einer interaktiven LED-Steuerung“. Diese wurde damals Dank der Einwilligung der Professoren Borth und Heinzelmann ermöglicht.
Weitere wichtige Schritte waren die ZHAW Startup Challenge und die Aufnahme im RUNWAY, das Pilotprojekt mit der ewz, die Finanzspritze von der Klimastiftung Schweiz und dem Bundesamt für Energie und schliesslich die Erstellung des zweiten Prototyps, das dem Endprodukt schon sehr nahekommt.

Wie hast du die Zeit im RUNWAY empfunden und würdest du es anderen weiterempfehlen?
Auf jeden Fall. Das Umfeld im RUNWAY wie auch im Technopark Winterthur ist sehr inspirierend, man erhält viel Unterstützung, bei Fragen ist immer jemand erreichbar, die Infrastruktur ist super … eindeutig ja.

Was sind die grössten Learnings aus deiner Zeit im RUNWAY?
Ich habe sehr viel im Business Bereich gelernt. Auch habe ich gelernt Feedback aufzunehmen und richtig einzuordnen. Es gibt Leute, die sagen «aus deiner Idee wird nichts», andere sind wiederum total begeistert… Da ist es wichtig ein Gefühl dafür zu entwickeln, wichtige Punkte aus dem Feedback herauszuziehen und sich von negativen Meinungen nicht herunterziehen zu lassen. Damit einher geht auch Ausdauer. Ein weiteres Learning aus meiner Zeit im RUNWAY. Es kann nur weitergehen, wenn man dranbleibt und an seine Idee glaubt. Dann glauben auch andere daran und es finden sich auch Gelder, wie z.B. bei uns die Finanzspritze von der Klimastiftung Schweiz und dem Bundesamt für Energie.

Wenn du nun zurückblickst, würdest du etwas anders machen?
Ich würde von Anfang an schauen, dass ich ein gutes Team zusammenstelle, bestehend aus Leuten, die ebenfalls 100 % dabei sind und nicht zu viele andere Verpflichtungen haben. Auch würde ich schauen, dass es ein durchmischtes Team ist, sodass das Kernteam bereits verschiedene Bereiche abdeckt und nicht alle den gleichen Hintergrund haben.
Man hört es oft, dennoch ich möchte es auch nochmal sagen: Fokus! Man muss nicht jedes kleine Feedback sofort in das Produkt einarbeiten, sondern das grosse Ganze sehen. Damit einhergeht auch die richtige Priorisierung der anstehenden Aufgaben. Das musste ich erst lernen.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Auf jeden Fall. Wieso denn auch nicht? Versuchen kann man es ja mal und man lernt nur dazu. Als Angestellte/r arbeiten, kann man danach immer noch.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
In der Schweiz ist man finanziell gut abgesichert. Es ist der perfekte Ort, um zu gründen und auch mal etwas zu riskieren. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten sich Unterstützung zu holen – wie z.B. im RUNWAY Incubator. Riskiert – probiert – lernt.

ZHAW Startup LEDCity hat weitere Finanzspritze erhalten

Nach Klimastiftung Schweiz – Unterstützung vom Bundesamt für Energie

In der Schweiz entfallen rund 12 % des Elektrizitätsverbrauches auf die Erzeugung von Licht. Dies entspricht der Leistung von rund 1.5 Atomkraftwerken. Mithilfe einer Steigerung der Leuchteffizienz, durch Automatisation und künstliche Intelligenz soll der Verbrauch in den nächsten 10 Jahren um bis zu 80 % reduziert werden. Zum Vergleich: Wenn alle Fahrzeuge in der Schweiz elektrisch angetrieben werden, würde der Elektrizitätsverbrauch um rund 15 % ansteigen. Die Energiereduktion im Lichtsektor würde daher der Elektromobilität in die Hände spielen.

Um dieses Ziel zu erreichen hat nach der Klimastiftung Schweiz auch das Bundesamt für Energie das Potential in LEDCity entdeckt und eine Finanzspritze gutgeheissen. Mit dem Betrag von 94‘825.- steigt die Förderung auf knapp eine Viertelmillion CHF. 

LEDCity ist ein Schweizer Startup der ZHAW welches interaktive und dynamische LED-Leuchtmittel entwickelt. Die intelligenten Leuchtmittel  können selber entscheiden, wo wieviel Licht benötigt wird. Noch zu viele Tunnel, Unterführungen, Gänge und viele weitere Standorte werden rund um die Uhr beleuchtet. Kann die Nutzungsdauer nur schon um einige Stunden reduziert werden, sinkt der Energieverbrauch signifikant. In der Praxis konnten bei Projekten jeweils zwischen 65-90 % der Energie eingespart werden.

Schon im nächsten Monat sollen die Arbeiten für eine neue Pilotanlage mit dem ewz starten. Mehrere Grossunternehmen haben bereits ihr Interesse für die innovative Lösung geäussert und werden ebenfalls in diesem Frühling eigene Pilotanlagen in Betrieb nehmen.

 

Auf nach Estland! Avionix verlässt den Runway Startup Inkubator

Ihr seid im Dezember 2016 nach neun Monaten aus dem RUNWAY ausgetreten. Wie geht es weiter?
Es geht sehr spannend weiter. Wir haben unser Headquarter nach Tallinn, Estland verlegt. Die Idee, mit welcher wir in den RUNWAY eingetreten waren, gibt es so nicht mehr und wir sind nun mit einem IT-/Software-Produkt im B2B-Bereich als Dienstleister unterwegs. Ich möchte aber gar nicht allzu viel hierzu sagen, sondern auf den Blog-Artikel von Kenneth verweisen, worin wir unsere Gründe für den Ausstieg aus dem RUNWAY genau beschreiben: https://blog.avionix.eu/blog/the-future-of-avionix-one

Gehen wir mal ein paar Monate zurück, wie ist die Idee zu Avionix entstanden?
Kenneth und ich sind beide begeisterte Hobby-Piloten und die Idee zu Avionix kam ursprünglich von Kenneth. Er hatte einen Cockpit Brand und war plötzlich auf die Navigation von seinem iPad angewiesen, da alles andere ausgefallen war… Das war unsere Ausgangslage. Von hier ausgehend haben wir dann geschaut, wie man die drei Schwachpunkte des iPad – Akkulaufzeit, Kühlung und GPS-Empfang – verbessern und erweitern kann. Unser Studium der Aviatik an der ZHAW hat uns hierbei als gute Grundlage gedient. An der ZHAW haben Kenneth und ich uns auch kennengelernt.

Wie seid ihr dazugekommen nach Estland zu ziehen?
Wir waren auf der Suche nach einem attraktiven Standort in Europa und wurden über eine Freundin von Kenneth auf Tallinn aufmerksam. Wir haben dann sehr schnell gesehen, dass Estland viele Vorteile bietet: den Euro als Währung, bezahlbare Mieten und Lebenskosten, eine ähnliche Kultur, ein super Ökosystem für IT-Unternehmen, … und ich habe den Strand direkt vor meiner Tür – auch wenn das Wetter zurzeit nicht so ganz stimmt.

Was waren wichtige Schritte oder Milestones für euch?
Begonnen hat alles mit dem CTI Business Concept Kurs, bei welchem wir am Ende den Pitching-Preis erhalten haben. Das ist natürlich kein großer Preis, jedoch war das für uns der Startschuss, um richtig loszulegen.
Einer unsere größten Erfolge war es außerdem, als Alpha Startup mit einem funktionierenden Prototypen beim Web Summit gewesen zu sein.

Bereust du die Zeit, die du im Startup Incubator RUNWAY investiert hast? Was sind deine größten Learnings?
Ich bereue die Zeit im RUNWAY keineswegs. Das Coaching von Ben Graziano war sehr hilfreich für uns und wir haben so viel gelernt, dass ich es nicht in ein paar Sätzen zusammenfassen kann.

Wenn du nun zurück blickst, würdest du etwas anders machen?
Das ist eine schwere Frage. Ich hätte manche Dinge vielleicht anders gemacht, aber alles in allem war es wahrscheinlich gut, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist. Sonst wären wir heute nicht da, wo wir sind. Ich würde es aber auf jeden Fall wieder probieren, ich bereue nichts.

Würdest du anderen empfehlen, ein Startup zu gründen?
Ja, wenn du eine gute Idee hast und davon überzeugt bist, finanziell für einige Zeit auch ohne Einkommen gut abgesichert bist, eine starke Ausdauer mitbringst und dir klar ist, dass alles wofür du nun arbeitest, am Ende auch nichts wert sein kann.

Was würdest du anderen potentiellen Gründern mitgeben?
Die Idee ist noch lange kein gutes Produkt und der Weg ist länger als du denkst.


RUNWAY Startup erhält 150’000 CHF Finanzspritze

LEDCity ist auf der Erfolgsspur: Erst vor Kurzem hat das innovative Tech-Startup mit seiner Idee, automatisierte und effiziente Beleuchtungsröhren zu entwickeln, den zweiten Platz bei der diesjährigen ZHAW Startup Challenge belegt. Die stolze Summe von 150’000 CHF Förderungsgeld erhält es nun von der Klimastiftung Schweiz, die zweimal im Jahr Innovations- und Effizienzprojekte finanziell unterstützt.

Der ZHAW Frühphaseninkubator RUNWAY zeigt Wirkung: Seit dem Eintritt von LEDCity in den Startup-Accelerator im Sommer 2016 arbeiten die beiden ZHAW School of Engineering Studenten Patrik Deuss und Alexander Heusch sehr intensiv an ihrer Idee.

Links Patrik Deuss rechts Alexander Heusch

Zurzeit besichtigen die Jungunternehmer im Silicon Valley innovative Firmen, sind an der Quelle zukünftiger Technik-Trends und können sich das Geschehen rund um Venture Capital Unternehmen genauer ansehen. LEDCity nimmt jetzt richtig Speed auf und ist auf dem besten Weg, sich als aufstrebendes Startup zu etablieren. Besser könnte es für das junge Startup im Moment nicht laufen. Wir gratulieren ihnen ganz herzlich zu diesen Erfolgen und werden sie auf ihrem Weg weiter begleiten.

Lies’ hier den ganzen Artikel auf startupticker.ch: http://startupticker.ch/en/news/november-2016/klimastiftung-schweiz-250-000-franken-fur-zwei-startups

CoatChecker – Einmal über den grossen Teich und zurück

Die Gewinner der diesjährigen Startup Challenge: CoatChecker

Die Gewinner der diesjährigen Startup Challenge: CoatChecker

Welcome back in Switzerland, CoatChecker! Das Siegerteam der diesjährigen ZHAW Startup Challenge ist wieder zurück aus den USA von der VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge. Im Gepäck haben sie zwar leider nicht den Sieg, dafür aber jede Menge Erfahrungen, Motivation und Pläne für die Zukunft. Wir haben das Team getroffen und sie gefragt, was sie in Virginia erlebt haben und wollten natürlich wissen, wie es für das Startup nun weitergeht.

Die Reise an die Virginia Tech in Blacksburg (USA) war für die drei Systemtechnik-Absolventen Alexander Bleuler, Joris Storskogen und Nusret Salihi nicht nur ein gelungener Studienabschluss diesen Sommer an der ZHAW School of Engineering, sondern auch ein grosser Schritt für ihr Unternehmen CoatChecker. Das Team hat ein Handgerät zur Messung von im Millimeterbereich liegenden Schichtdicken im Baubereich entwickelt und innerhalb eines Jahres einen Prototyp in handlicher Grösse geschaffen, welcher Beschichtungen einseitig und zerstörungsfrei messen kann. Im Wettbewerb mit 14 anderen internationalen Teams haben sie ihre Idee einer Fachjury präsentiert und in einer abschliessenden Q&A-Runde allen kritischen Fragen Rede und Antwort stehen müssen. Diese Fragerunde auf Englisch hat das Team an der Challenge am schwierigsten erlebt.

Was hat euch am Trip ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten besonders gut gefallen? Im Prinzip war der ganze Trip ein Highlight mit vielen tollen Erfahrungen und Ereignissen. Die Einbindung in die Host Company war sehr inspirierend und der amerikanische Spirit hat die Motivation des Teams bei der Challenge Vollgas zu geben gesteigert. Auch die Unterbringung in Host Families war ein schönes Erlebnis für die drei jungen Ingenieure und hat ihnen den amerikanischen Way of Life nähergebracht. Besonders cool war natürlich auch der 5-tägige Trip nach San Francisco, den das Team an ihre Teilnahme am internationalen Startup-Wettbewerb in Virginia noch drangehängt hat.
Na, CoatChecker, habt ihr auch die Dicke des Baumes vermessen? Hier ein paar Impressionen ihrer Reise:

coatchecker-impressionen

Welche Tipps habt ihr in Bezug auf die Teilnahme am internationalen Startup-Wettbewerb VTKW? Es gab einen straffen Zeitplan und viele Termine, sodass insgesamt nur sehr wenig Zeit blieb, um vor Ort effektiv am Projekt zu arbeiten. Besonders wichtig – und da sind sich die drei einig – ist eine gute Vorbereitung auf den Wettbewerb im Voraus. Beispielsweise die Präsentation vor der Fachjury kann und sollte schon vor der Reise in die USA fertig sein oder zumindest sollten nur noch kleinere Anpassungen vorgenommen werden können. Selbst für Partys und Sightseeing blieb nur etwas Freizeit, aber für einen Rundgang durch die Universität und ein paar weitere kulturelle Sehenswürdigkeiten hat es doch noch gereicht.

Wie geht es weiter mit CoatChecker? Prio 1 wird die Weiterentwicklung des Prototyps sein und die Bewerbung für einen Platz im ZHAW Runway Startup Incubator, der in Partnerschaft mit der ZKB und dem Technopark Winterthur betrieben wird. Das Team freut sich über professionelle Unterstützung beispielsweise bei der Erstellung eines konkreten Business Plans und der Vernetzung mit einem breiten Netzwerk zu Investoren wie Business Angels oder Venture Capitalists. Mit ihrem funktionsfähigen Prototyp hat CoatChecker weiterhin gute Chancen auf die Zusage zu einem von der KTI geförderten Projekt oder der Akquirierung von Pilotprojekten für Feldstudien. Startup-Support in Form von Expertise, einem professionellen Netzwerk und Kapital erhoffen sich die Ingenieure auch durch die Präsentation ihres Projektes bei Venture Kick. Auf jeden Fall bleibt das Team mit viel Energie am Ball und feilt weiter an einem marktreifen Produkt. Alexander, Joris und Nusret sind eben Gründer aus Fleisch und Blut. Darauf sind wir stolz und wünschen CoatChecker weiterhin viel Erfolg!

Mehr Infos rund um die VTKW Global Student Entrepreneurship Challenge findet ihr hier: http://www.insidevtknowledgeworks.com/2016/08/winners-announced-vtkw-global-student-entrepreneurship-challenge.html

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