Office 365 jetzt auch für Schulen

Am 19. März 2014 informierte Privatim, die Vereinigung der kantonalen Datenschutzbeauftragten, dass sie mit Microsoft einen Vertragszusatz für de Nutzung von Office 365 an Schulen erwirkt hat und der Cloud-Dienst nun von Schweizer Schulen genutzt werden kann.

Diese Nachricht freut uns sehr, denn mit Office 365 sind die Office Programme nicht mehr auf dem Gerät, sondern in der Cloud und die Studierenden können von jedem beliebigen Gerät aus auf ihre Dokumente zugreifen. Dies dürfte vor allem die iPad-Nutzer freuen. Office 365 ist an der ZHAW zwar aktuell noch nicht verfügbar. Mit dem jüngsten Entscheid des Schweizerischen Datenschützers wird Office 365 jedoch auch an unserer Hochschule ein Thema.

Office bald auch fürs iPad?

Was Office auf dem iPad betrifft dürfen wir am 27. März 2014 auch gespannt nach San Francisco blicken, denn es ist eine Pressekonferenz zum Thema “Schnittpunkte zwischen Cloud- und Mobile-Computing” angekündigt. Vielleicht gibt es ja bald ein Office für das iPad?

Muss es immer Office sein?

Im Gespräch mit Studierenden und Dozierenden aus der papierlosen Pilotklasse wird schnell klar, dass Office ein wichtiges Arbeitswerkzeug ist. Nebst Word und PowerPoint wird auch Excel für Laborauswertungen benötigt, wobei es sich meist um einfache Graphen handelt und nur ein Bruchteil der Funktionen verwendet werden, die Excel eigentlich bietet. Dass diese Funktionalitäten benötigt werden steht ausser Frage, die Frage ist jedoch, ob man die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation auch mit einem alternativen Programm erledigen könnte.

Pages, Numbers und Keynote als Alternative fürs iPad

Kürzlich sagte mir eine Studentin, dass sie mit Pages arbeitet und die App ihrer Meinung nach sehr empfehlenswert ist. Pages ist Apple’s Pendant zu Word. Daneben gibt es auch noch Numbers und Keynote, welche ähnliche Funktionen bieten wie Excel und PowerPoint. Die Apple Produktivitätsapps für iOS bieten weniger Funktionen als Microsoft Office. Für das Erstellen einfacher Texte, Tabellen und Präsentationen auf dem iPad reichen sie aber allemal. Problematisch wird es erst, wenn man mit Formatierungen arbeitet und die Dokumente abwechslungsweise auf verschiedenen Betriebssystemen bearbeiten will.

Firmen wechseln zu Google Apps

An der ZHAW in Wädenswil wird standardmässig mit Windows und Microsoft Office gearbeitet, insbesondere auch im Informatikunterricht. Daher müssen alle Studierenden ein Notebook mit einem Windows Betriebssystem und Office mitbringen. Schaut man über die ZHAW hinaus, hat Microsoft Office jedoch spürbare Konkurrenz von Google Apps erhalten. So werden z.B. unsere Biotechnologie Studierenden, sollten sie nach dem Studium bei Roche arbeiten, dort mit Gmail, Google Kalender, Google Drive, und Google Docs, Tabellen und Präsentationen arbeiten.

Roche ist nicht die einzige Firma, die sich für diesen Weg entschieden hat. Es sind bereits 5 Millionen Unternehmen weltweit, die Google Apps nutzen. Zwar erwähnt Microsoft immer wieder, dass einige Kunden von Google Apps zu Office 365 gewechselt haben, aber die Konkurrenz ist sichtlich spürbar.

Google Apps for Education aktuell keine Alternative

Auch im Bildungsmarkt hat Google Marktanteile gewonnen, an den Schweizer Hochschulen hat sich das kostenlose Angebot der Google Apps for Education jedoch noch nicht durchgesetzt. Einer der Hauptgründe dürften der Datenschutz und die Rechtslage sein. Erst kürzlich haben Studierende in den USA Google verklagt, weil Google ihre E-Mails gescannt und zu Werbezwecken ausgewertet hat. Bei Klagen kommt zudem nicht das Schweizer-, sondern das US-Datenschutzgesetz zum Einsatz.

Google und Apple sollten sich in dieser Hinsicht für einmal ein Vorbild an Microsoft nehmen und ebenfalls einen Vertragszusatz für Schweizer Schulen mit den kantonalen Datenschutzbeauftragten aushandeln. Denn solange die Datenschützer nicht einwilligen, bleibt den öffentlichen Schulen, Hochschulen und Universitäten in der Schweiz die Nutzung dieser durchaus sehr nützlichen Applikationen verwehrt.