Blogautor: Daniel Schmid

Die Digitalisierung in der Industrie schreitet schnell voran. Die Möglichkeiten führen zu neuen, meist mechatronischen, Produkten und Dienstleistungen mit einem entsprechenden Mehrwert für den Kunden und einer gesteigerten internen Effizienz. Um in diesem sich wandelnden Industrieumfeld bestehen zu können, braucht es auch die entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche die Digitalisierung mit ihrem Wissen vorantreiben und formen können. Ab Februar 2021 findet im Rahmen des Master of Science in Engineering (MSE) erstmal das Modul «Digitalisation in Industrie» (TSM_DigInd) statt, welches hier ansetzt und die Studentinnen und Studenten befähigt, tatkräftig und mit den richtigen Fragen die digitale Transformation mitzutragen.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im neuen Master-Modul ein fundiertes Wissen über die Digitalisierung in der Industrie vermittelt. Sie sollen schliesslich mit den erfahrenen Fachleuten die digitale Transformation mitgestalten.

Um sich in der Vielfalt der Themen nicht zu verlieren und die Zusammenhänge zu erkennen, wird eine «Metrokarte» die Orientierung unterstützen. Im Zentrum steht das digitalisierte Produkt und die digitalisierte Fertigung. Zusammengenommen kann dies auch als «Smart Factory» bezeichnet werden und unterstreicht, dass diese beiden Elemente für den Markterfolg Hand in Hand gehen müssen. Zweck der Produkte und Dienstleistungen ist selbstverständlich Kundenbedürfnisse zu erfüllen. Und was der Kunde für den Hersteller ist, ist der Hersteller für den Lieferant. Die unterschiedlichen Perspektiven werden im Modul entsprechend aufgezeigt und das Potenzial aus der Interaktion mit dem Kunden und dem Lieferanten erörtert. Hierbei wird der digitale Zwilling als Werkzeug eingeführt, sowohl als Gedankenmodell als auch als umgesetzte Verknüpfung zwischen realer und virtueller Welt.

Das Programm des Moduls führt durch diese «Metrokarte» und enthält neben theoretischen Blöcken auch solche aus der Industrie, um einen starken Praxisbezug zu schaffen.

  • End-to-end-Prozesse
  • Der digitale Zwilling (digitaler Master und digitaler Schatten in Produktion und Betrieb)
  • Produktdatenmanagement als Grundlage für den digitalen Master
  • Modernste Innovations-Werkzeuge wie bspw. Augmented Reality (AR)
  • Umgang mit Produktkomplexität über den gesamten Lebenszyklus
  • Entwicklung mechatronischer Produkte und dessen Interdisziplinarität
  • Praxis, Praxis, Praxis
    • Sales to Delivery (Konfiguration à Arbeitsplanung à Logistik)
    • Smart Sales in der Praxis
    • Produktionsmanagment
    • Effizienz in der Produktion
    • Predictive Maintenance anhand einer Spritzgussmaschine
    • Geschäftsmodellinnovation und «Smart Services» (digitaler Zwilling im Servicebereich)

Neben den beiden Hauptdozenten der OST und der ZHAW werden weitere Experten aus Fachhochschulen (u.a. auch der HSLU) und Wirtschaft den Modulinhalt vermitteln.

Daniel SchmidZPP, ZHAW

Felix NyffeneggerIPEK, OST