Blogautoren: Thomas Herrmann und Helmut Sedding

Die Produktion von morgen stellt sowohl Unternehmer, Mitarbeiter und Lieferanten, als auch IT-Spezialisten vor viele und komplexe Herausforderungen. Die Planung und Steuerung der Produktionsprozesse ist dabei ein zentrales Element: Wo früher vor allem Auslastung und Kapazität im Vordergrund standen, werden in Zukunft die individuellen Kundenwünsche im Vordergrund stehen. Von den Produktionsabläufen und Mitarbeitern wird dabei mehr Flexibilität verlangt, um stets eine hohe Termintreue und kurze Lieferzeiten gewährleisten zu können. 

Heute stehen bereits umfangreiche Daten zur Analyse der gesamten Produktionskette bereit. Damit können nicht nur Auswertungen vorgenommen, sondern auch effektivere und effizientere Entscheidungen herbeigeführt werden. Die Anforderungen und Erwartungen an die Produktions- und Softwaresysteme steigen somit ebenfalls. An Hand konkreter, beeindruckender Beispiele wurde aufgezeigt, wie die unterschiedlichsten Unternehmen heute die Digitalisierung innerhalb der Produktionskette nutzen: Zum Beispiel die Gärtnerei, die ihre Prozesse mittels RFID und Barcodes soweit optimiert hat, dass die automatisierte Befüllung von LKWs durch eine digitale Ressourcenplanung optimiert und die Lieferung termingerecht stattfindet. Oder im Baugewerbe, welches das Auftragsmanagement mittels ERP-Anbindungen und Mobile-App soweit digitalisiert hat, dass umständliche Papierprozesse auf der Baustelle wegfielen.

Die dritte Konferenz «Perspektiven mit Industrie 4.0» zum Thema «Produktion 4.0: Planung und Steuerung von Produktionsprozessen in der digitalen Welt» ist vor zwei Wochen erfolgreich über die Bühne gegangen. Und bereits beginnt die Planung für die 4. Austragung, welche am 2. September 2020 stattfindet. Nächstes Jahr werden sich die Teilnehmer und Referenten eingehend über die Einsatzgebiete und mannigfaltigen Nutzen von «Digitalen Zwillingen» austauschen können.