Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette erfordert bei bestehenden Systemen und Maschinen für die erfolgreiche Implementation der Sensorik oft sehr kundenspezifische Lösungen.
Das Zentrum für Signalverarbeitung hat in Zusammenarbeit mit der Firma Reishauer AG die kontaktlose Identifikation von Werkzeugen erfolgreich in die bestehenden Verzahnungsschleifmaschinen mit SPS- Steuerung integriert.

 

Die kontaktlose Identifikation von Werkzeugen in der Maschine verhindert Fehleinsätze von Werkzeugen, lässt Standzeiten ermitteln, ermöglicht die naht- und dokumentlose Bewirtschaftung mittels ERP-Systeme und entspricht so einem zunehmenden Kundenbedürfnis zur Qualitätssicherung.

 

 

Die RFID-Lösung musste in solcher Weise integriert werden, dass der beim hochproduktiven Zahnradschleifen auftretende Schleifscheibenabrieb mit den Schleifspänen und dem Schleiföl weder mechanisch noch elektrisch, bzw. physikalisch einen Einfluss auf die Übertragung sowie die Antennen und die RFID- Etiketten hat. Hinzu kommt, dass das zu identifizierende Abrichtwerkzeug auf einer mit bis weit über 5‘000 U/min rotierenden Spindel aufgespannt wird und im laufenden Betrieb in der Maschine identifiziert werden muss. Die realisierte Lösung ist mittlerweile weltweit patentiert und wird auf Kundenwunsch eingebaut.

Das Projekt wird im Rahmen der F&E- Konferenz zu Industrie 4.0 mit anderen Projekten der ZHAW am 11. Januar 2017 an der ZHAW in Winterthur vorgestellt.

Daniel Früh