Autor: Simon Bärtschi, Student der ZHAW School of Management and Law

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem ZHAW-Ambassadoren-Programm entstanden. @zhaw_sml

Arrgh, es ist wieder mal so weit. Die letzte Semesterwoche ist durch und die Lernphase für die Semesterendprüfungen beginnt. Das heisst konkret: “life mode off – study mode on!” Ein Tag in der ZHAW-Bibliothek und wieso man, obwohl es viel Überwindung braucht, mit einem guten Gefühl nach Hause geht.

Aller Anfang ist schwer

8.30 Uhr – der Wecker klingelt. Ich weiss, die Plätze in der Bibliothek sind unglaublich beliebt. Deswegen wollte ich ja eigentlich um 6.00 Uhr aufstehen und ganz früh in die „Bibi“ – die Snooze-Funktion im Smartphone wurde in der Hölle erfunden!

Etwas später stehe ich endlich in der Bibliothek. Das Ziel: die Lernlandschaft im fünften Stock. Inzwischen wurde der Lift für die Studierenden freigegeben und man muss sich wenigstens nicht mehr Stock für Stock via Treppe hochkämpfen. Oben angekommen stelle ich fest: Die Platzsituation ist ernüchternd. Drei Mal dürft ihr raten, wo um diese Zeit während der Lernphase noch Plätze frei sind. In der Holzklasse – arrgh!

Side note (riesig): Zumindest aus der Perspektive der Alleinlerner ist die Lernlandschaft eine Vier-Klassen-Gesellschaft. Es existieren die Super Luxury First Class „Carrels“, quasi einzelne kleine Minizimmer mitten in der Bibliothek. Dann gibt es die doch noch ansehnlichen Premiumplätze, die jeweils den Lärm durch hohe Trennwände abblocken (ähnlich einem Ami-Büro). Die Economy Class wären dann die Standard-Lernplätze, wie man sie aus anderen Bibliotheken kennt. Man sitzt in Reih und Glied, die einzelnen Plätze an demselben Tisch sind jedoch noch mit einer Minitrennwand abgetrennt. Und zum Schluss noch die Holzklasse. Nur einzelne Stromquellen, keine Abtrennung zu den Lernnachbarn, teilweise nur Bänke statt Stühle usw. usf.  (für Gruppenarbeiten super geeignet, nur heute arbeite ich nicht an einer Gruppenarbeit – dumm gelaufen).

Spieglein, Spieglein an der Wand, wo liegt die beste Bibliothek im Land?

Egal – nicht demotivieren lassen, das nächste Mal steh ich früher auf! (Der Kampf um die Lernplätze – “story of my life”.) Ich habe mir kurz die Frage gestellt, ob ein anderer Ort für meinen Lerntag besser gewesen wäre, und erhalte so ziemlich gleichzeitig ein WhatsApp mit dem Text „Meanwhile in Zurich“:

Zentralbibliothek Zürich

Die Frage an mich selbst kann ich easy beantworten: Nein, auf gar keinen Fall gäbe es einen besseren Ort! 24/7-Zugang, ein viel grösseres Platzangebot, Gepäck (beispielsweise Rucksack und Gym-Tasche) darf man mit reinnehmen, Kaffeemaschinen, sogar Starbucks findet man, zwei Terrassen, ein Ruheraum, anständige Internetgeschwindigkeit, ASVZ-Gym gleich um die Ecke, um nur ein paar wenige Vorteile aufzuzählen − alles sehr überzeugend. Die komplette 360-Grad-Tour gibt’s hier (https://www.zhaw.ch/de/hochschulbibliothek/arbeiten-lernen/hochschulbibliothek-winterthur/).

Fokus

Nun muss die verloren gegangene Zeit aufgeholt werden, d. h., maximaler Focus ist gefragt. Study, study, study. Und wenn es einem schwerfällt oder die Burger über Mittag doch ein bisschen zu heftig waren (kennt ihr die Müdigkeitsphase, in der man eigentlich um jeden Preis wach bleiben möchte, bis man mit den Augen schielt? 🙂 ), hilft ein kleines Nickerchen im Ruheraum oder auf den Liegeplätzen in der Lernlandschaft. Danach aber schnell wieder mit einem oder mehreren 🙂 Kaffees ausrüsten und voll Power weiter!

Output und WIEEESO?

Nach ganz viel harter Arbeit neigt sich dann der Tag irgendwann dem Ende zu und ein bisschen was ist dann doch noch rausgesprungen.

Die Kunst liegt wohl darin, während dem Lernen nicht allzu gross abzuschweifen und auf 20min.ch, 9gag.com etc. rumzusurfen. Auch das Handy bleibt am besten gleich in der Jackentasche und wird nicht neben die Bücher gelegt. Die potenzielle Lernzeit ist viel zu wichtig. Value your own time!

Man kann sich nun fragen, wieso man sich so etwas überhaupt antut. Klar, die Badi ist immer cooler. Aber mal abgesehen davon, dass man einen Bachelorabschluss in der Tasche hat (was ja der eigentliche Zweck ist :)), ist es während der intensiven Prüfungsvorbereitungsphase ein bisschen wie in den guten alten Schulzeiten. Früher oder später findet man seine Lern-Buddies. Man leidet zusammen, wenn es gerade streng und die Theorie extrem trocken ist. Man lacht zusammen während den Kaffeepausen. Man hilft sich gegenseitig, wenn eine Person das Thema nicht sofort begriffen hat. Natürlich brodelt auch die Gerüchteküche irgendwie vor jeder einzelnen Prüfung: Welche Fragen werden gestellt? Hat der Dozent irgendwann im Unterricht zu viel verraten? War der eine Tipp im Unterricht ein Hinweis, dass dieses Thema kommen wird? Oder eben genau nicht? War der einmal verpasste Unterricht gerade unglaublich wichtig? Oder doch nicht? Zehn Personen und elf Meinungen! Der ganze sonstige Gossip fehlt natürlich auch nie. Was lief an der letzten Studentenparty? Wann ist die nächste?

Zusammengefasst: viel Zusammenhalt und dadurch geteiltes Leid. Work hard – play hard! Wird sich die harte Arbeit eines Tages lohnen? Ich bin fest davon überzeugt! Von nichts kommt nichts! 😉 Du willst das auch? Join us!

https://www.zhaw.ch/de/sml/studium/bachelor/info-veranstaltungen-bachelorstudiengaenge/