Die Expert:innengruppe Digital Industrie, in welcher die ZHAW vertreten ist, hat sich mit dem Einfluss der KI auf die produzierende Industrie in der Schweiz befasst. Dies ist nachzulesen im Beitrag „Agentenbasierte KI in der Industrie: Quo vadis, Schweiz?“. Dabei gibt es äusserst positive Elemente, jedoch auch solche, die zur Besorgnis führen – Chancen und Gefahren. Die Quintesenz ist, dass sich die Wirtschaft zu überlegen hat und damit auch die Hochschullandschaft in der Schweiz, ob sie ein Akteur in dieser disruptiven Veränderung sein will oder schliesslich sich darauf verlässt, schon noch genügend schnell reagieren zu können.
Im Beitrag von Dominic Gorecky wird das Team Industrie 5.0 vorgestellt, das eine Symbiose aus einem Augmented Operator, einem AI Agent und der Physical AI besteht. Die wichtigsten Punkt (Quelle: Agentenbasierte KI in der Industrie: Quo vadis, Schweiz?):
- Agentenbasierte KI geht über klassische Assistenzsysteme hinaus: Sie soll nicht nur Informationen liefern, sondern innerhalb definierter Rahmenbedingungen Aufgaben planen, koordinieren und ausführen.
- Erste Industrieanwendungen zeigen bereits heute einen konkreten Nutzen: So konnte das Unternehmen Change3D Teile seiner administrativen Auftragsabwicklung automatisieren und den Aufwand deutlich reduzieren.
- Die Zukunft der Industrie liegt nicht in autonomen KI-Systemen allein, sondern im Zusammenspiel von Menschen, KI-Agenten und intelligenten physischen Systemen wie Robotern. Ziele, Aufsicht und Verantwortung verbleiben dabei beim Menschen.
- Der Einsatz agentenbasierter KI wirft gesellschaftliche Fragen auf: Themen wie Wertschöpfung, Kompetenzen, Beschäftigung und die Verteilung von Produktivitätsgewinnen müssen aktiv gestaltet werden.
- Für den Industriestandort Schweiz ergeben sich unterschiedliche Zukunftspfade: vom Verlust industrieller Wettbewerbsfähigkeit über technologische Abhängigkeit bis hin zu einer souveränen Industrie 5.0, die eigene Kompetenzen in KI und Robotik aufbaut und mitgestaltet.
[Expertise: Manuel Kugler, Guido Piai und Daniel Schmid]