#DMDNM_02 – Wie die SBB vom Bahn- zum Mobilitätsanbieter wird!

Nach der spannenden Auftaktveranstaltung mit Mirjam Stawicki von carvelo2go folgt in der kommenden Woche bereits das nächste Highlight in der Veranstaltungsreihe „Die Macher der Neuen Mobilität“. Diesmal berichtet SBB-Projektleiter Fabian Scherer, wie er gemeinsam mit seinem Team das innovative Packaging-Angebot SBB Green Class zum Erfolg geführt hat. 

Zeit: Mittwoch, 06.12., 12.00 – 12.45 Uhr
Raum: TP 406
Teilnehmer: Offen für alle Studierenden der ZHAW School of Engineering, dringend empfohlen allen Verkehrssysteme-Studierenden

Mit SBB Green Class erhalten ausgewählte Mobilitätspioniere die Möglichkeit, neuartige Kombi-Angebote während einem Jahr zu testen. So sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie Kunden künftig unterwegs sind und welche Mobilitätsbedürfnisse sie haben. 

#DMDNM – Auftaktveranstaltung mit carvelo2go

Die neue Vortragsreihe „Die Macher der Neuen Mobilität“ startet am 29. November mit einem Paukenschlag – und einer Macherin!

Mirjam Stawicki verantwortet bei der Mobilitätsakademie AG, dem Thinktank des TCS, das weltweit erste eCargo-Bikesharing-System carvelo2go. Nach erfolgreichem Start in Bern erobert carvelo2go aktuell eine Schweizer Stadt nach der anderen. Wie der Think-Tank seine Wandlung zum Do-Tank vollzogen hat, welchen cleveren Stationsansatz das Projekt verfolgt und wie die Arbeit an diesem innovativen Mobilitätsangebot vorangeht, berichtet Mirjam Stawicki aus erster Hand.

Zeit: Mittwoch, 29.11., 12.00 – 12.45 Uhr
Raum: TP 406
Teilnehmer: Offen für alle Studierenden der ZHAW School of Engineering, dringend empfohlen allen Verkehrssysteme-Studierenden

carvelo2go entstand im Rahmen von carvelo, der Schweizer Lastenrad-Initiative der Mobilitätsakademie und des Förderfonds Engagement Migros. carvelo2go hat das Ziel, den Einsatz von Lastenrädern über klassische als auch kollaborative Nutzungsformen in der Schweiz zu verankern. Im Rahmen von Pilotprojekten und in Zusammenarbeit mit verschiedenen privaten und öffentlichen Akteuren werden dabei auch konkrete Anwendungsfelder des Cargo-Bikes getestet.

P.S. Neben den fachlichen Inhalten gibt die Veranstaltung den Verkehrssysteme-Studierenden eine Gelegenheit für den klassenübergreifenden Austausch. Nutzen Sie die Gelegenheit und vernetzen Sie sich!

VS on Tour – Fachexkursion zum Lkw-Montagewerk von Mercedes

Es ist eines der größten Lkw-Montagewerke der Welt: das Mercedes-Benz-Werk Wörth. Das auf der deutschen Seite des Rheins gelegene Werk gehört zum Geschäftsfeld Daimler Trucks. Produziert werden hier die Mercedes-Benz-Lkw Antos, Arocs, Atego und seit bereits mehr als 20 Jahren der weltweit erfolgreichste Schwer-Lkw Actros. Auch die Mercedes-Benz Special Trucks Econic, Unimog und Zetros werden in Wörth hergestellt.

Auf knapp 3 Millionen Quadratmetern Werksgelände wird jeder Lkw genau nach Kundenwunsch gebaut. Daraus resultiert eine sehr große Produktvielfalt. Rein statistisch gleichen sich keine zwei Fahrzeuge einer Jahresproduktion – bei 400 Fahrzeugen pro Tag und weit über drei Millionen insgesamt. Daraus resultiert ein enorm hoher Anspruch an die Logistik. Im Rahmen der Fachexkursion des Logistikmoduls im Studiengang Verkehrssysteme hatten die Studierenden des dritten Studienjahrs die Gelegenheit, bei Mercedes-Benz hinter die Kulissen zu schauen.

VS on Tour – Fachexkursion zum Autoverlad Vereina


Ein Gastbeitrag von Fabian Büchting

Wie funktioniert der Autoverlad in der Praxis? Verkehrssysteme-Studierende des zweiten Studienjahrs hatten in diesem Jahr erneut die Möglichkeit, die Verladestelle der Rhätischen Bahn (RhB) en détail zu besichtigen.

Im Modul «Reliability, Availability, Maintainability and Safety” wurde von der Klasse VS16 eine Übung zum Autoverlad Vereina bearbeitet. Unter anderem wurde eine Gefährdungsermittlung, eine Risikoeinschätzung und eine Ereignisbaumanalyse durchgeführt. Zudem sollten Sicherheitsanforderungen für risikomindernde Massnahmen beim Verlad erarbeitet werden. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, unternahm die Klasse VS16 eine Exkursion.

Der Vereinatunnel ist das Kernstück der meterspurigen Vereina-Strecke der Rhätischen Bahn (RhB). Sie führt von Klosters im Prättigau nach Sagliains im Engadin. Der auf dieser Strecke angebotene Autoverlad-Service sichert damit eine schnelle und wintersichere Verbindung für Strassenfahrzeuge vom Unterengadins an die Nationalstrasse 28 und somit an das schweizerische Nationalstrassennetz.

Zu Beginn wurde die Klasse in der Werkstätte der Rhätischen Bahn in Landquart herumgeführt. Dort beschäftigt die RhB 140 Leute, welche in verschiedenen Bereichen arbeiten. Die Werkstätte umfasst unter anderem eine Spenglerei, eine Lackiererei, eine Sattlerei, eine Schreinerei und eine der wenigen in der Schweiz verbliebenen Wicklereien, welche die eigentlichen Fahrmotoren herstellt. Zudem gibt es eine Unterflurdrehbank, und ein Ringlokschuppen, in dem Lokomotiven abgestellt werden können. Viele Teile fertigen die RhB selbst – dadurch ist sie schneller und flexibler bei der Instandhaltung und Reparatur. Es ist daher nicht verwunderlich, dass hier auch externe Aufträge aus allen Landesteilen ausgeführt werden. Ein Highlight für viele Studenten war das Depot, in der zwei der ältesten Dampflokomotiven der Rhb aufgestellt waren. Diese sind über 100 Jahre alt und werden gerade revidiert.

 

Nach der Werkstattbesichtigung ging es mit dem Zug via Klosters nach Selfranga, dem nördlichen Portal des Vereinatunnels. Hier wurde die Klasse mit den Betriebsabläufen des Autoverlads vertraut gemacht. Zudem konnten die neuen Thermoportale begutachtet werden. Diese Portale sind ganz unscheinbare Masten, welche auf beiden Seiten bei der Einfahrt in den Verladebereich aufgestellt sind. Sie sind jedoch mit jeder Menge Technik ausgerüstet: Lichtschranken messen bei jedem durchfahrenden Fahrzeug, ob es die maximale Höhe nicht überschreitet. Seitlich kommen Laserscanner und Infrarotkameras hinzu. Sie können zusammen ein 3D-Wärmebild erstellen. Mehrere Fotokameras erstellen schliesslich von vorne und der Seite ein Bild der Fahrzeuge. Überschreitet nun ein Fahrzeug einer der hinterlegten Werte, so erhält die verladende Person beim Zug direkt eine Nachricht aufs Tablet. Anhand der Informationen und der Fotos kann das gefährliche Fahrzeug sofort aussortiert werden. Gefährdungen durch Lichtraumprofilverletzungen oder durch überhitzte Fahrzeuge können so frühzeitig erkannt werden. So soll beispielsweise ein Brand im Tunnel möglichst verhindert werden.

Zum Schluss durfte die Klasse eine Fahrt durch den 19 Kilometer langen Vereinatunnel unternehmen – und dem Lokführer über die Schulter schauen.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Dieter Würgler und den Verantwortlichen der RhB für den sehr interessanten Tag bedanken!