Alexandra, Studentin aus Österreich, berichtet aus ihrem Austauschsemester an der ZHAW Soziale Arbeit in Zürich.

Heute erzähle ich bereits zum letzten Mal von meinem Austauschsemester. Es sind mittlerweile schon 5 Monate vergangen, seitdem ich mit gepackten Koffer meine Reise in die Schweiz startete. Seitdem habe ich viele neue Leute an der Fachhochschule kennengelernt und auch im Toni-Areal finde ich mich gut zurecht. Ich habe mich an die leckere Mensa und an das große Gebäude gewöhnt. Das wird wieder eine richtige Umstellung, wenn ich an die kleine und mensalose Fachhochschule in Linz zurückkehre .

Campus der Fachhochschule Linz

Auch der mir lieb gewonnene Schweizer Dialekt und die schönen Berge werden mir fehlen. Die Austauschstudentinnen sind mir auch richtig ans Herz gewachsen. Das gemeinsame «Feierabendbier» am Freitag ist schon selbstverständlich geworden. Manchmal besuchen wir auch die vom ASVZ angebotenen Sportkurse.

Die ZHAW hat sogar Ausflüge für uns organisiert. Im Oktober besuchten wir gemeinsam das Ballenbergmuseum. Dort konnten wir alte Häuser aus allen Landesteilen der Schweiz bewundern. Natürlich hatten wir dort auch die Möglichkeit, uns besser kennen zu lernen. Organisierte Exkursionen wie diese sollte man auf keinen Fall missen. Es ist schön und wertvoll, dass den Austauschstudierenden nebst einem neuen Campus und Studienleben auch so viele weitere Möglichkeiten geboten werden.

Zürich im Sommer

Mein Sommerlieblingsplatz am Zürichsee wird in der kalten Jahreszeit leider etwas ungemütlich. Aber auch auf den Winter in der Schweiz kann man sich freuen und wenn mir neben dem Lernen und Arbeiten noch genügend Zeit und Geld bleibt, werde ich meine freien Tage auf der Piste verbringen.

Snowboarder liegt im Schnee

Im Unterricht konnte ich in meiner Vertiefung «Dissozialität, Delinquenz und Kriminalität – Soziale Arbeit im  Straf- und Massnahmenvollzug» vieles über das Schweizer Justizvollzugssystem im Kontext der Sozialen Arbeit lernen. Im Moment bin ich gerade an der Gruppenarbeit zu meiner Vertiefung. Zu Beginn des Semesters eine Gruppe für die Gruppenarbeit zu finden, fiel mir nicht leicht, da ich im Modul noch niemanden kannte. Zum Glück hat mich aber doch noch eine Gruppe aufgenommen.

Dass ich ohne grosse Vorgaben meine Module wählen konnte, empfand ich als sehr wertvoll, da ich mir so einen persönlichen Schwerpunkt legen konnte. Auch die Zeiteinteilung blieb mir so ein Stück weit frei überlassen. Besonders gut gefallen haben mir aber auch die verschiedenen 3-tägigen Module. Durch die Auseinandersetzung eines Themas über 3 Tage hinweg konnte ich mein Wissen in vielen Bereichen der Sozialen Arbeit, wie zum Beispiel beim Thema Krisenintervention, erweitern. In den Seminaren wird viel in Gruppen gearbeitet und es findet ein Austausch statt. Somit kann man auch verschiedene Sichtweisen der Mitstudierenden kennenlernen. Hier kann ich nur empfehlen, dass man sich die 3-tägigen Seminare etwas aufteilt und nicht jede Woche eines absolviert, da diese wirklich intensiv und anstrengend sein können. Vor der Prüfung meines gewählten Pflichtmoduls im Januar habe ich ziemlich viel Respekt. Aber ich hoffe, dass sie durch viel Lernaufwand positiv ausfällt.

Auch wenn sich meine Zeit hier in der Schweiz bereits dem Ende zuneigt, gibt es keinen Grund für mich traurig zu sein – denn hierher komm ich immer wieder gern zurück 🙂