Katja Koester und Katja Poller, Dozentinnen der Hogeschool Arnhem en Nijmegen, berichten von ihrem Besuch an der ZHAW in Zürich.

In einer Vielzahl von Gesprächen konnten wir entdecken, dass – so unterschiedlich die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung der Studiengänge auch ist – wir in vielerlei Hinsicht auch vor denselben Herausforderungen stehen. Sei es die (noch) stärkere Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis oder auch die Implementation neuer Lernformen wie das Blended Learning.

Trotz der so unterschiedlichen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Hintergründe hält auch das Feld der Sozialen Arbeit gemeinsame Herausforderungen für uns bereit.

Der Studiengang der Sozialen Arbeit in Nijmegen arbeitet kompetenzorientiert, mit anderen Worten richten wir uns auf den Aufbau einer Wissens- und Fertigkeitenbasis, der Entwicklung einer angemessenen (inneren) Grundhaltung und der kontextsensitiven Integration dieser drei Elemente im professionellen Denken und Handeln aus. Subjektifikation, Professionalisierung und Sozialisation im Bereich der Sozialen Arbeit sind denn auch die richtungsgebenden Kernbegriffe für den Studiengang in Nijmegen. Diversität in der Gestaltung von Lern- und Arbeitsformen ist hierfür ein Schlüssel, ein anderer der enge Bezug zur beruflichen Praxis und zur anwendungsorientierten Forschung.

Zugleich – und auch dies nehmen wir als geteilte Herausforderung wahr – sieht sich der Studiengang Social Work (nicht nur in Nijmegen sondern Niederlandeweit) konfrontiert mit sich schnell ändernden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, mit der Entstehung neuer, komplexer Problemlagen und einer konstanten fachinhaltlichen Weiterentwicklung.

Wie wir dem begegnen? Wir versuchen dies mit einem offenen Curriculum, das sich an grundlegenden Werten (wie u. a. sozialer Gerechtigkeit) orientiert, einer klar definierten Sicht auf Zielsetzung und Auftrag der Sozialen Arbeit, mit an berufsrelevanten Kompetenzen gekoppelte Lernziele, dem inhaltlichen Schwerpunkt „Kreativität“, bezogen auf sowohl Denken und Handeln, und…vor allen Dingen viel Raum für Aktualitäten.

Klingt wie eine riesige Herausforderung für Studierende und Lehrende?

Richtig, ist es auch. Insofern war auch die Professionalisierung des Lehrpersonals immer wieder Thema in den verschiedenen Gesprächsrunden, ob nun mit der Fachstelle Zulassung, Didaktik und Qualität oder mit den Bachelorstudiengangsleiterinnen Nina Neuenschwander und Selina Naeff.

Unseren Besuch nehmen wir wahr als Beginn einer weiteren Zusammenarbeit.

Gerade WEIL wir in verschiedenen Bereichen so weit auseinanderliegen, haben wir den Eindruck, dass unsere Zusammenarbeit für beide spannend sein könnte.

Groetjes!