Studentin Debora berichtet von ihrem Auslandspraktikum in Lesbos

«Where are you from?», eine der wohl meist gestellten Fragen hier auf der Insel Lesbos. Auf der einen Seite findet man hier die Einheimischen, welche hier studieren oder arbeiten. Auf der anderen Seite all die verschiedenen Volunteers und NGO-Angestellten, welche von überall zusammentreffen, um an einem Strang zu ziehen. Und auf einer weiteren Seite, nicht zu vergessen, all die Menschen, welche aus den verschiedensten Ecken der Welt eingereist sind.

Viele verschiedene Gruppen, welche sich hier auf dieser kleinen Insel begegnen und zu einem zusammenschmelzen. Verschiedenste Anlässe führen dazu, dass alle eins werden und die Frage «Where are you from?» auf einmal überhaupt keine Rolle mehr spielt.

Ein Beispiel hierfür?

Es ist Donnerstagabend und geplant ist, dass wir heute als Gruppe das Fondue geniessen, welches ich aus der Schweiz mitgebracht habe. Als grosse Einheit sitzen wir im Garten, essen Fondue und tauschen uns über jegliche Themen aus. Im Hintergrund wird Musik aus verschiedensten Kulturen gespielt. Es wird über politische Angelegenheiten, soziale Fragen, Ungleichheiten aber auch über die neusten Neuigkeiten und das Wetter gesprochen. Dabei interessiert es niemanden am Tisch, woher die einzelnen Personen kommen oder was für kulturelle Unterschiede bestehen. Die Frage «Where are you from?» ist vergessen, denn das Einzige, was in diesem Moment zählt, ist die gemeinsame Zeit, der spannende Austausch und die gewinnbringenden Erkenntnisse, die ausgetauscht werden.