Anna Pendler, Masterstudentin aus Esslingen (Deutschland), berichtet von ihrem Gastsemester an der ZHAW.

Inzwischen sind die ersten Gruppenarbeiten erfolgt, wir haben Präsentationen gehalten, wurden bei Willkommenslunches begrüsst und konnten dabei auch andere Ausland-, Masterstudierende sowie unsere zuständigen Ansprechpersonen kennenlernen.

Mitte März wurde in den Nachrichten bekannt gegeben, dass in den darauffolgenden Wochen bis auf weiteres die Universitäten und Hochschulen wegen des Coronavirus geschlossen würden. Die Option, nach Deutschland zurück zu kehren, stand bei mir nicht im Vordergrund, da meine Familie in Zürich lebt und ich trotz dieser Situation die Möglichkeit habe, mein Auslandsemester im Homeoffice zu absolvieren.

So studiere ich nun seit einiger Zeit von zu Hause aus. Ich hätte nie damit gerechnet, dass weltweit öffentliche Räume, wie Bibliotheken, Schulen/ Unis, Museen sowie Restaurants und Cafés jemals in diesem Rahmen geschlossen werden. Anfangs konnte man die Überforderung bei den Studierenden als auch bei den Dozierenden spüren. Es haben sich aber alle relativ schnell an das Online- System gewöhnt.

So erhalten wir unsere Aufgaben und Texte nun via Online-Tools wie «Moodle» oder «Microsoft Teams». Ebenfalls können wir Zoomkonferenzen mit unseren Gruppen und Dozierenden abhalten. Es zeigt sich auch viel Toleranz und Verständnis seitens der Dozierenden bezüglich den Leistungsnachweisen oder den Gruppenarbeiten, die schriftlich fristgerecht abgegeben werden müssen.

Ich finde es nach wie vor schade, dass die ZHAW bis zum Sommer geschlossen bleibt und ich situationsbedingt von meinem Auslandsemester wenig vor Ort nutzen kann, wie z.B. die Bibliothek oder das ASVZ (Sportprogramm).

Trotz allem freue ich mich, dass ich mein Studium fortsetzen und Prüfungen und andere Leistungsnachweise online absolvieren kann.