Theresa Prinz berichtet von ihrem Auslandssemester in Zürich bzw. Stuttgart.

Obwohl dieses Semester nun wegen der Corona-Pandemie weitgehend kontaktlos an der ZHAW abläuft, habe ich die ersten drei Wochen noch miterleben können, bei dem ich den «Normalbetrieb» kennengelernt habe. Dabei sind mir einige Unterschiede zwischen einem Studium in der Schweiz und in Deutschland aufgefallen. Hier möchte ich nun einige aufzählen, die ich ein meinem Alltag an der ZHAW im Vergleich zu meiner Hochschule in Deutschland bemerkt habe.

Es beginnt damit, dass die Vorlesungen in der Schweiz viel länger sind als bei uns (zumindest im Grundstudium, das ich kennengelernt habe). An der ZHAW dauern sie (mit Pause) dreieinhalb Stunden. Das bin ich so nicht gewohnt, an meiner Hochschule in Deutschland dauert eine Vorlesung nur anderthalb Stunden. Dafür sind bei uns die Module anders aufgebaut: Ein Modul besteht aus einer Vorlesung (andert-halb Stunden) und einem Seminar (anderthalb Stunden). Unterm Strich ist deshalb der Zeitaufwand für ein Modul genau gleich, mit dem Unterschied, dass in Deutschland das Modul aufgeteilt ist.

Direkt an meinem ersten Tag an der ZHAW ist mir auch aufgefallen, dass dort nach den Vorlesungen von den Studierenden geklatscht wird. Anstatt zu klatschen klopfen wir in Deutschland am Ende einer Veranstaltung auf den Tisch, ähnlich wie bei einem Anklopfen an eine Tür, nur etwas länger.

Im Laufe der Zeit habe ich zudem gemerkt, dass an der ZHAW viel mehr in Gruppen gearbeitet wird und dass auch die meisten Leistungsnachweise in Gruppen erbracht werden. Ich denke, dass durch die Gruppenarbeiten Diskussionen ermöglicht werden sollen, was in Deutschland wahrscheinlich durch die Seminare mit weniger Personen als in den Vorlesungen versucht wird.

Als letzten Punkt möchte ich die Anzahl der Praxissemester aufführen. Ich muss für meine Hochschule in Deutschland nur eines machen, an der ZHAW ist es Pflicht zwei zu absolvieren.

Soweit ich das in der kurzen Zeit mitbekommen habe, ist das Studieren in der Schweiz und in Deutschland ansonsten sehr ähnlich. Trotzdem war und ist es für mich immer noch sehr spannend zu entdecken, wie der Alltag der Studierenden in der Schweiz aussieht.