Studieren an der Københavns Professionshøjskole

Leona berichtet von ihrem Auslandaufenthalt in Kopenhagen.

Die Københavns Professionshøjskole (University College Copenhagen) bietet mehrere Studiengänge an. Der Campus für Soziale Arbeit befindet sich mitten in Frederiksberg und wirkt durch seine Bauweise sehr gemütlich. Wir werden sogar ab und zu von einer Katze besucht, die sich zum Schlafen in die Bibliothek legt.

Das Semester an der Københavns Professionshøjskole wird in zwei Module unterteilt, die jeweils 15 Credits geben. In dem ersten Modul studierte ich mit 30 anderen Austauschstudierenden aus grösstenteils deutschsprachigen Ländern. Im zweiten Modul wurden wir mit rund 40 dänischen Studierenden vermischt. Die beiden Module werden in Englisch unterrichtet, was mich vor Antritt des Auslandssemesters ziemlich nervös gemacht hatte. Es stellte sich jedoch heraus, dass meine Nervosität völlig unbegründet war! Es sind alle sehr hilfsbereit und niemand schaut auf ein perfektes Englisch, wichtig ist nur sich zu trauen und sich in die Diskussionen miteinzubringen.

Københavns Professionshøjskole

Im ersten Modul liegt der Fokus auf der Arbeit mit jungen Erwachsenen, die sich in prekären Lebenssituationen befinden. Es werden dabei verschiedene Themen wie Gender, Armut, Migration und Abhängigkeiten angeschnitten. Auch werden Einblicke in das Sozialsystem von Dänemark geboten und Vergleiche zu anderen Ländern gezogen. Es wird eine Studiengruppe erstellt, in der zwei Leistungsnachweise abgegeben werden müssen, um schlussendlich an die mündliche Prüfung zugelassen zu werden. Dadurch, dass wir auch unter dem Semester Abgaben hatten, gab es immer etwas, das anstand.

Im zweiten Modul wird ein schriftliches Gruppenprojekt zum Thema Menschenhandel erstellt, wobei vor allem die Analyse von sozialen Problemen die Herangehensweise eines Projektes und die Arbeit in Communities im Vordergrund stehen. Besonders interessant finde ich dabei auch, dass die Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten näher beleuchtet werden. Zusammen mit den Beiträgen von Gastdozierenden aus der Praxis gewinnt das Modul somit auch an praktischer Relevanz.

Grundsätzlich gestalten die Dozierenden den Unterricht sehr abwechslungsreich, interaktiv und auf Augenhöhe. Die Module sind vom Workload zudem gut machbar, es finden viele Gruppenarbeiten statt und der Stundenplan ist relativ locker zusammengestellt. Nichtsdestotrotz fand ich, dass das erste Modul etwas zusammengewürfelt und unübersichtlich war. Auch könnte die Organisation der Universität verbessert werden, zum Beispiel in einer frühzeitigen Kommunikation von Prüfungsdaten oder anderen Terminen.


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