Anni aus Hannover berichtet aus ihrem Auslandsemester in Zürich.

Hoi miteinand! 🙂 Ich war neulich in Quinten am Walensee. Ich kann diesen Ort absolut empfehlen, wenn man mal komplette Ruhe braucht und fern ab von jeglichem Verkehr sein möchte – dort gibt es nämlich keinen! 🙂 Quinten ist ein ganz kleines Dörfchen, das man entweder durch Wandern oder Fährenüberfahrt erreicht.

Es wachsen dort übliche Mischwälder und zugleich Palmen oder Bananenstauden. Es gibt super leckeren Honig sowie auch Weine und Öle zu kaufen. Alles selbst gemacht, versteht sich! Es war ein herrlicher Ausflug. Wir hatten Glück mit dem Wetter, der Nebel verzog sich, hing aber noch in den weiter entfernten Bergen. Dies hat den Ausblick sehr malerisch gemacht. Ich habe nichts gehört ausser das Rauschen der Bäume, Stille und Besinnlichkeit! Wer das sucht, muss nach Quinten!

Blick auf den Wald, oberhalb ist blauer Himmel

Blick auf den Walensee von Quinten

Die Schweiz hat so viel wunderschöne und abwechslungsreiche Natur zu bieten! I LIKE IT! 🙂

Ein weiteres tolles Erlebnis hatte ich im Zürcher HB. Plötzlich waren Heimatgefühle da! Bestimmt 20 Mal bin ich schon unten durch gegangen, bis ich sie wahrgenommen habe: Eine NANA-Figur! Eine typische Figur aus Hannover: «Nana» ist ein vieldeutiger Begriff aus dem Französischen für eine moderne, selbstbewusste, erotische und verruchte Frauengestalt. Mit dem Ausspruch «Alle Macht den Nanas!» griff Niki de Saint Phalle mitte der 1960er Jahre den Ideen der Frauenbewegung vor (vgl. Wikipedia 2016).

Nana-Figur von Niki de Saint-Phalle im Zürcher HB

Quelle: Wikipedia

Das Semester an der ZHAW neigt sich dem Ende zu. Es war ein tolles Semester an der ZHAW. Ich wurde herzlich aufgenommen und einbezogen. Ich habe viele freundliche Menschen kennengelernt, die das Studium ebenso geniessen wie ich.

Was ganz anders war an der ZHAW verglichen mit meiner «Heimuni» in Hannover, sind die langen Unterrichtstage von 08:30 – 16:30 Uhr. Nachmittags fiel es mir häufig schwer, mich zu konzentrieren. Um effektiv lernen zu können, sind diese Tage aus meiner Sicht zu lang. Dies würden so manche Lerntheorien bestätigen. Das System an der ZHAW scheint stärker vorstrukturiert zu sein als in Hannover. Es kam mir so vor, als sei die eigene Erstellung des Stundenplans nicht ganz so flexibel wie in Hannover. Das kann aber auch daran liegen, dass ich für die Anerkennung des Auslandsemesters fix bestimmte Module wählen musste. Ich glaube bei den heimischen Studierenden war das anders.

Ansonsten war es ein tolles Semester an der ZHAW! Die vielen zuvorkommenden Menschen haben für eine tolle Atmosphäre gesorgt. Und das abwechslungsreiche Gebäude mit der super Dachterrasse und der guten Verpflegung haben zum Wohlfühlen eingeladen.

Vielen Dank ZHAW ! 🙂