Hamburg vom Meer aus

MOIN!

Melissa berichtet von ihrem Auslandsemester in Hamburg.

Mein Ankommen in Hamburg fühlte sich wie eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit an. Während in der Schweiz bereits die Mehrheit der Corona-Schutzmassnahmen aufgehoben wurden, hat Hamburg eines der strengsten Massnahmenpaket gegen das Coronavirus in Deutschland. Zum ersten Mal während der ganzen Pandemie hatte ich überhaupt eine FFP2 an, welche von nun an mein ständiger Begleiter wird – in der Bahn, im Laden, in der Bäckerei, in der Kneipe.

Das Wetter zeigte sich zu meiner Freude von der besten Seite und erlaubte mir während vielen Spaziergänge die wunderschöne Hansestadt zu erkunden. Keine Wand bleibt von Graffitis verschont, keine Laterne von Stickern, was genau meinem «Gusto» entspricht. Mein neues Zuhause liegt mitten im Geschehen Hamburgs – in der Sternschanze. Auf Anhieb fühle ich mich in dem Viertel von Gegensätzen wohl. Als angehende Sozialarbeiterin fällt mir das Aufeinandertreffen von Gentrifizierung und Prekarität besonders schnell auf. Auf der einen Seite wunderschöne Läden von jungen Hamburger Labels – auf der gegenüberliegenden Seite: Verstossene aus der Gesellschaft, welche in der Brückenunterführung, zum Schutz vor Witterung, ihr Zuhause gebastelt haben.

Ich freue mich auf weitere Entdeckungen in der Stadt welche mir erlauben mein kritisches Auge auf Ungleichheiten zu schärfen aber ebenfalls viele schöne Begegnungen zu erleben.

Schlagwörter: Deutsche Beiträge

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