Andrea Scholian und Maria Kamenowski , Mitarbeiterinnen der ZHAW Soziale Arbeit, berichten von ihrem Methodenworkshop in Magdeburg.

Nach einer langen Reise mit der Deutschen Bahn kamen wir, trotz des zwischenzeitlich fehlenden Lokführers, mit einer Verspätung von «nur» 15 Minuten (Maria meint, es könnten auch 20 gewesen sein) in Magdeburg an.

Durch unsere Unterkunft, entworfen vom Künstler Hundertwasser, wurden wir inspiriert und auf den Workshop eingestimmt. Seine Architektur regt an, Kreativität und Innovation in der Forschung zuzulassen und flexibel mit den Herausforderungen umzugehen.

Die Begrüssung fand zwischen zwei Gebäuden im Freien statt, weil auch an anderen Hochschulen die Räume zur Prüfungszeit begrenzt sind. Und da es doch immerhin 40 Grad wärmer als momentan im mittleren Westen der USA sei, könne uns dies, nach Ansicht des Organisationskomitees, zugemutet werden.

Während des Workshops haben wir uns teilweise im wissenschaftlichen Vakuum befunden. Vielleicht lag dies am Namensgeber der Universität: Otto von Guericke. Seine wissenschaftliche Hauptleistung war die Begründung der Vakuumtechnik im Jahre 1649. Für uns war der Hauptgewinn an der Magdeburger Universität 2019 eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Anwendung qualitativer Methoden.

In Kleingruppen fand ein intensiver Austausch zum eingereichten Datenmaterial statt, wobei «konkrete Methodenprobleme und Lösungswege sowie methodische Alternativen am realen Beispiel erörtert werden» konnten.

Der Austausch war sehr bereichernd, weil Nachwuchs und erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenarbeiteten und alle sich Zeit nahmen, das Datenmaterial zu besprechen und so die Sichtweisen aus unterschiedlichen Disziplinen einfliessen konnten.

Unsere Fortbildung wurde vom SEMP finanziert. Wir freuten uns über diese Möglichkeit und Unterstützung. Es war schön, diese Erfahrungen gemeinsam, über die Institutsgrenzen hinaus, machen zu können.