Theresa Prinz berichtet von ihrem Auslandssemester in Zürich bzw. Stuttgart.

Dieses Frühlingssemester habe ich ein Austauschsemester an der ZHAW verbracht. Und was soll ich sagen: es sind Dinge passiert, die ich so niemals erwartet hätte.

Ein normales Semester war dies für mich sicher nicht. Und das liegt nicht nur daran, dass ich an einer anderen Hochschule in einem anderen Land war, um dort Auslandserfahrung zu bekommen und neue Inhalte für mein Studium zu lernen.

Nicht erwartet hatte ich zu Beginn, dass aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Hochschule von heute auf morgen auf kontaktlosen Unterricht umstellen würde.

Nicht erwartet hatte ich, dass ich daraufhin zurück nach Deutschland fahren und für den Rest des Semesters auch dort bleiben würde. Denn Online-Vorlesungen konnte ich auch von dort aus besuchen.

Auch nicht erwartet hatte ich, dass es trotz allem so gut funktioniert hat. Ich kann das Semester voraussichtlich so abschliessen, wie ich es geplant hatte, ohne dass mir Kurse oder Seminare durch die Lappen gegangen sind. Ich kann Prüfungen auch von Deutschland aus ablegen. Ich konnte mit meinen Kommiliton*innen in Kontakt bleiben.

Und trotzdem finde ich es auch ein bisschen schade. Das Leben in der Schweiz habe ich nun nicht kennen lernen können. Ich war beispielsweise auf keinen Studentenpartys, bin nicht auf dem Zürichsee mit dem Schiff gefahren, konnte nicht im Hochschulchor singen und habe mir keine Meinung über das Essen in der Mensa der ZHAW bilden können. Auch das gehört eigentlich dazu bei einem Auslandssemester.

Aber ich bin auch froh, dass ich dieses Semester an der ZHAW war. Weil ich gesehen habe, dass ihr Schweizer sehr auf Zack seid und die Organisation an der ZHAW super geklappt hat. Weil ich in den Seminaren viele neue und interessante Dinge gelernt habe. Und weil ich nette Menschen getroffen habe, die mich im Februar so herzlich willkommen geheissen haben und immer ein offenes Ohr für mich hatten, auch als ich wieder zurück in Deutschland war.

Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Mercii vil mol! Uf widerluaga.