Sandra berichtet von ihrem Austauschsemester in Dayton, Ohio.

Der Start in mein Austauschsemester war eisig – im wahrsten Sinn des Wortes. Am ersten obligatorischen Orientierungstag für Austauschstudierende wurde in der Stadt der Kälterekord gebrochen: es war -25 Grad Celsius. Im Campus war es zwar warm, aber auch hier verlief der Start etwas frostig. Neben mir waren nur zwei japanische Studentinnen und die Techniker um 8 Uhr im vereinbarten Saal. Als um 8.15 Uhr niemand sonst dazu stiess, wurden wir langsam nervös.

Ansicht von oben auf einen grossen Raum mit Tischen am Eröffnungstag an der Universität in Dayton, Ohio

Glücklicherweise tauchte um 8.30 Uhr dann jemand von den Verantwortlichen auf und erklärte, dass es um 9.30 Uhr losgehen sollte. Wir hatten wohl die aktuellsten Infos nicht mehr erhalten. Von da an lief aber alles tiptop.

Tisch mit zwei grossen Tablett mit Muffins, daneben Wasser- und Kaffeespender.

Die Leute trudelten langsam ein und es gab Muffins, Kaffee und heisse Schokolade. Nach einer Willkommensrede gab es in verschiedenen Konferenzräumen jeweils halbstündige Crash-Kurse über einige der wichtigen Themen: finanzielle Angelegenheiten, amerikanische Kultur, Verhaltenskodex, Stressmanagment und Umgang mit Heimweh. Auch die Campusanwältin klärte uns über unsere Rechte und Pflichten auf. Die Fachleute gaben dabei keine allumfassenden Infos, sondern zeigten vor allem auf, wo man alle benötigten Angaben finden und welche Personen man um Rat und Hilfe fragen kann.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Leute hier sind praktisch durchwegs freundlich, das Leben geruhsam und wie in der Schweiz wird Wert auf Pünktlichkeit gelegt. Zudem sind die Studierenden selber dafür verantwortlich, sich alle Infos zu beschaffen, alle Regeln zu kennen oder sonst ohne falsche Scheu die Fachleute zu fragen  Die Probe aufs Exempel zeigte, dass das funktioniert. Die Dozierenden sind hilfsbereit, antworten innert Kürze auf E-Mails, geben Auskunft, organisieren Hilfe oder leiten einen gezielt weiter.

Am zweiten Tag ging es weiter mit den Crash-Kursen, zu dem gab es eine «International Student Resource»-Messe mit über 30 Ständen. Dies war sehr spannend zu erleben, denn die Klubs rissen sich um unsere Mitgliedschaft. Ich weiss noch nicht bei wie vielen ich mich unwissentlich angemeldet habe, indem ich meine E-Mail Adresse angegeben habe. Ich werde es wohl noch herausfinden 🙂 .