Nina Neuenschwander und Daniela Krupala, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Zentrum Lehre, berichten von der «Joint World Conference on Social Work, Education and Social Development» in Dublin.

Anfangs Juli waren wir in Dublin unterwegs, um uns innerhalb von vier ereignisreichen Tagen von der internationalen Konferenz für Soziale Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Entwicklung (SWSD 2018) inspirieren zu lassen. Das übergeordnete Thema war Nachhaltigkeit aus ökologischer und gemeinschaftlicher Sicht, wobei knapp 2’000 Delegierte, darunter auch Daniela, ihre Forschungsarbeiten präsentierten. Daniela stellte die im Rahmen ihrer Masterarbeit gebildete Überschuldungstypologie vor.

Es wurden Inputs aus zahlreichen Ländern wie bspw. Indien, Amerika und Südafrika präsentiert, weshalb es nicht einfach war, eine Auswahl zu treffen und sich auf ein paar Präsentationen und Diskussionen zu beschränken. Unter den 15 thematischen Schwerpunkten setzten wir uns u.a. mit den Themen «Role of social workers in fulfilling the UN’s sustainable development goals», «Income, wellbeing, employment and poverty», «Health, mental health and disability» und «Engagement with people who use services» auseinander. Auch Beiträge zum Thema «Strengthening education to meet the needs of communities», gewannen unsere Aufmerksamkeit. Nebst Themen wie e-didaktische Lehrformen und Interprofessionalität in der Ausbildung wurde bspw. auch die Rolle der Ausbildung der Sozialen Arbeit in Bezug auf den Klimawandel diskutiert. Im Symposium zu «Women’s issues focused stream» hatten wir schliesslich das Glück, auf eine Referentin unserer Partnerhochschule Alice Salomon in Berlin zu treffen und mit ihr in den Austausch treten zu können.

Fernab der Konferenz fiel uns die ausserordentliche Offenheit und Hilfsbereitschaft der «Dubliner» auf. Die Frage nach dem Weg wird mit einer persönlichen Begleitung auf mindestens halbem Weg zum gewünschten Zielort belohnt und die verzweifelte Suche nach einem Adapter findet in der gebührenfreien Ausleihe eines möglichen passenden Geräts ihr ersehntes Ende.

Was spürbaren Eindruck bei uns hinterliess, war der liebevolle Umgang mit Randgruppen. So beobachteten wir, wie eine junge Frauengruppe einem obdachlosen und unter alkoholischem oder anderweitigen Einfluss stehenden Mann nicht geduldig oder duldend, sondern interessiert zuhörte und sich ausgiebig mit ihm unterhielt.

Schliesslich traten wir nach spannenden Tagen mit viel multikultureller Inspiration, herzlichen Eindrücken und bepackt mit leckeren Fudges unsere Heimreise an.