Lotte und Jonathan, zwei Studierende von der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen, berichten von ihrem Besuch der International Days an der ZHAW.

Im Rahmen der International Days an der ZHAW in Zürich durften dieses Jahr zum ersten Mal auch zwei Studierende aus den Niederlanden mitreisen. So kam es, dass wir am Sonntag dem 31. März gemeinsam in den Zug stiegen, um die lange Fahrt nach Zürich anzutreten.

Nachdem wir aufgrund der deutschen Bahn zu spät in Zürich ankamen, ging es direkt weiter zu unserer Unterkunft. Das Suchen und Finden der Wohnung stellte sich als äußerst amüsant heraus, da wir nicht damit gerechnet hatten, eine so schöne Wohnung auf dem Dach eines 19-stöckigen Gebäudes vorzufinden! Nachdem wir lange genug den Ausblick über die Stadt genossen hatten, ging es los um die Stadt zu erkunden und abends mit unseren Dozenten noch eine Kleinigkeit essen zu gehen.

Der erste Tag begann etwas durcheinander. Die Hochschule fanden wir zwar auf Anhieb, jedoch viel es uns, sehr zur Belustigung der Umstehenden, sichtlich schwer den Raum zu finden, in welchem wir unsere erste Vorlesung haben sollten. Endlich angekommen, wurden wir sehr freundlich empfangen und der Klasse vorgestellt. Es stellte sich heraus, dass es eine Vorlesung über die Soziale Arbeit im Justizvollzug war, welche vom stellvertretenden Leiter einer Justizvollzugsanstalt in der Schweiz gehalten wurde.

Danach ging es im Programm schnell weiter mit einem Crashkurs für niederländisch, welcher gemeinsam mit Tim Tausendfreund stattfand. Leider kamen nicht so viele Interessenten, jedoch genug um einen kleinen Einblick in die niederländische Sprache zu vermitteln. 

Anschliessend fanden wir heraus, dass es eine wunderschöne Dachterrasse an der Hochschule Zürich gibt. Auf dieser verbrachten wir dann eine ausreichende Erholungspause, bevor es ein Austauschgespräch zwischen den niederländischen und den schweizer Dozenten gab, an welchem wir teilnehmen durften. Dies vermittelte uns auch nochmal einen neuen Einblick, nicht nur in die Schweizer Hochschule, sondern auch in die Arbeit als Dozent. 

Das Schöne am zweiten Tag war, dass wir nach einer auch spannenden Vorlesung zu einem anderen Thema am Morgen, mal ein bisschen mehr Zeit hatten. So konnten wir uns die Uni besser angucken und bekamen auch einen kleinen Einblick in die anderen Bereiche der Hochschule, bzw. die anderen Möglichkeiten an dieser. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen mit allen Dozenten, die an dieser Woche beteiligt waren. Dabei kam es auch wieder zu einem interessanten sprachlichen, fachlichen und kulturellen Austausch untereinander. 

Am dritten Tag fuhren wir in Begleitung von Katja I und II gemeinsam nach Seebach in ein Gemeinschaftszentrum (GZ), wo sich viele verschiedene Altersgruppen / Zielgruppen treffen. Die Leiterin des GZ erzählte uns zunächst die Geschichte des GZ und führte uns dann herum. Das Zentrum bietet viele verschiedene Aktivitäten und Räume an, wie zum Beispiel eine Werkstatt für Handarbeit und Holzarbeiten, Eltern/Kind-Treff, Yoga, Kinderdisco, Flohmarkt und noch etliche andere Aktivitäten wie zum Beispiel Jugendliche, die Pizza backen für das Quartier. Für wenig Geld kann ein Raum für Veranstaltungen gemietet werden. Aber viel wichtiger ist: Das GZ ist ein gemeinsamer Treffpunkt für die Nachbarn. Hier treffen sich freitags die Nachbarn zum gemeinsamen “Philosophieren“ und Kaffee trinken. Aber auch ganze Familien essen hier gerne mittags etwas Warmes. Was mich so fasziniert hat an dem GZ war, dass sich fast alles harmonisch miteinander verbinden lässt. 

Es ist relativ schwierig einen Vergleich zwischen der ZHAW in Zürich und der HAN in Nijmegen zu ziehen. Jedoch kann man ganz klar sagen, dass beide sehr gute und schöne Hochschulen sind, welche beide auf ihre eigene, aber auch überschneidende Art, den Studierenden eine umfassende und gute Ausbildung zum Sozialarbeiter bieten können. 

Wir nehmen von dieser Woche ganz klar viele nette Begegnungen und Eindrücke mit nach Hause. Es war eine aufregende und spannende Reise, auf welcher wir, trotz der wenigen Tage, viel über das Land und die Menschen dort erfahren konnten. Auch nehmen wir ein gutes Gefühl mit nach Hause und freuen uns schon darauf, die Stadt, die Hochschule und die netten Menschen irgendwann mal wiederzusehen!