Anna-Béatrice Schmaltz, Masterstudentin der  ZHAW Soziale Arbeit, berichtet von der Studienreise nach Indien.

Nach einem liebevoll zubereiteten Frühstück brachen wir von Kolar in Richtung Yelachamanahalli auf. Der Bus holperte über die löchrigen Strassen vorbei an Ziegen, Kühen, Dörfern, Bäumen, Feldern und kleinen Seen.

Lehmstrasse in Indien. Die Strasse ist gesäumt von brüchigen Häusern.

Das vor 14 Jahren gestartete «Chethana Projekt» wurde uns von drei Frauen vorgestellt. Die Frauen führen mittlerweile das Projekt selbstständig weiter. Die Sozialarbeitenden haben sich 2014 daraus zurückgezogen. Der Übergang war laut den Frauen anfangs anspruchsvoll.

Zwei indische Frauen sitzen im Schneidersitz am Boden, zwei stehen daneben. Vor der einen steht ein kleiner Ofen, bei welchem oben eine Flamme zu sehen ist.

Im Zentrum stehen auch hier Bildung der Kinder, Ernährung und die self-help-groups. Zudem werden seit acht Monaten zusammen mit der «blue match Organisation» rauchfreie Öfen hergestellt, welche erfolgreich verkauft werden.

Besonders eindrücklich war die Erzählung über einen Protest: Das Dorf litt unter verschmutztem Wasser. Als Regierungsvertreter und -vertreterinnen das Dorf besuchten, reichten ihnen die Frauen dieses Wasser und fragten, ob sie das trinken würden. Daraufhin setzte sich die Regierung für sauberes Wasser ein.

Die Frauen strahlten ein grosses Selbstbewusstsein aus und wirkten stolz auf ihr Erreichtes. Die Präsidentin arbeitet gar täglich von 09 bis 16 Uhr für ihr Projekt. Mit Freude wurde uns auch erzählt, dass einige Kinder aus dem Dorf an der Christ University studieren.

Vor einem leckeren Essen wurden wir durch das Dorf geführt. Das Dorfleben ist jedes Mal sehr eindrücklich – herumspringende Kinder, Hunde, Kühe, Schafe, Steinhäuser, arbeitende Menschen.