Bachelorstudent Alessandro Müller berichtet von der Studienreise nach Indien.

Der Montag markierte für uns den Start zu unserem Trip in die ländliche Kolar Region. Wir freuten uns bereits sehr auf die kommenden Tage.
Nach einer langen Car Fahrt erreichten wir schliesslich ein kleines Dorf in der Kolar Region. In einem Gebäude, welches als „Aussenposten“ des „Center for Social Action“ (CSA) fungiert, durften wir uns einrichten. Das CSA ist eine Abteilung der Christ (Deemed To Be University), die sich mit sozialen Problemen befasst, diese identifiziert und entsprechende Interventionen erstellt.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, erklärten uns zwei Sozialarbeitende, die in der Kolar Region unterwegs waren, und drei Frauen aus der Region, die in einem regionalen Selbsthilfeprojekt tätig sind, welche Empowerment Projekte das CSA in der Kolar Region führt. Der Fokus der Projekte liegt dabei auf den Frauen und den Kindern. Das Ziel ist, ein Netzwerk aufzubauen, welches es den Frauen ermöglicht, sich nicht nur im eigenen Dorf, sondern auch in der gesamten Region, gegenseitig finanziell und persönlich zu unterstützen und zu helfen.

Wir waren alle sehr überrascht von der Struktur und der beschriebenen Wirksamkeit des Projekts und durften dies am Abend auch noch in einem der kleinen Dörfer der Umgebung erleben. Dort hatten wir die Gelegenheit bei einer Abendaktivität des CSA für Kinder dabei zu sein und lernten, wie sie den Abend der Kinder gestalten, um deren Lernerfahrungen aus der Schule spielerisch zu verstärken. Gemeinsam mit den Kindern spielten wir vorbereitete Spiele, sangen Lieder und tauschten Geschenke aus. Danach durften wir noch bei einer lokalen Selbsthilfegruppe vorbeischauen und mit den Teilnehmenden direkt reden.

Trotz der Tatsache, dass wir an diesem Tag den ersten Regen der Region seit 6 Monaten mit uns brachten und alle klitschnass ins Bett gingen, war der Tag unvergesslich! Er brachte uns spannende Eindrücke und Fragen sowohl zur Sozialen Arbeit als auch zu Indien.