Sydney Winteler, Bachelorstudent der ZHAW Soziale Arbeit, berichtet von der Studienreise nach Indien.

Nach einem eher turbulenten Start mit Streik in Bengaluru, punktuellen Einführungen in die spezifischen Charakteristika der Sozialen Arbeit in Indien und kulturellem Austausch mit der Christ University am Samstagabend, erhielten wir am Sonntag, den 28.01.18 die Möglichkeit, eine geführte Tour durch den «City Market» und den «Flower Market» machen zu können.

Ansicht von oben auf den Flower-Market in Bangalore, Indien.

Bereits um 7 Uhr morgens ging es los. Durch den frühen Aufbruch wollten wir uns die Chance erhalten, die Märkte in ihrer vollen Farbenpracht und Geschäftstätigkeit zu erleben. Unsere beiden «Guides» standen bei Treffpunkt schon bereit. Sie erzählten an einem ruhigeren Ort kurz interessante Details über die Geschichte der Stadt Bengaluru.

Nach dieser kurzen Einführung tauchten wir aber schon bald in die engen und verwinkelten Gassen ein. Wir streiften durch die Strassen und an rastlosen Menschen vorbei. Fremde Gerüche aus Strassenküchen und -ständen konnten wir wahrnehmen. Waren es Gerüche von Curry, Kardamom, Ingwer oder andere exotischen Gewürzen? Die Tour bot uns die Möglichkeit, die indische Kultur mit allen Sinnen zu erfahren. Nach Besuchen in Kirchen und hinduistischen Tempeln durchquerten wir den Gemüse- und Blumenmarkt. Einiges war vertraut, anderes war uns fremd. Die Farbenpracht des Blumenmarktes beeindruckte uns sehr.

Auch die Arbeiter/Innen, die die Gestecke in feinster Handarbeit kreativ entwickelten und erarbeiteten erhielten unsere Bewunderung. Unsere kompetenten Reiseleiterinnen begleiteten uns durch die Märkte und gaben sich sichtlich Mühe uns an ihrer Begeisterung für den Markt und die Kultur teilhaben zu lassen.

Zum Abschluss der Tour gab es noch ein gemeinsames indisches Mittagessen (Dosa). Es war sehr schmackhaft und reichhaltig, reichhaltig an Gewürzen, aber auch an Fetten. Gut genährt, teilte sich danach die Gruppe in kleiner Interessengruppen auf. Einige entschieden sich noch an die «Commercial Street» zu gehen und wiederum andere in Einkaufzentren, um bereits Souvenirs oder auch typische indische Kleider zu kaufen, Andenken an die Studienreise in Indien.

Wir genossen die letzten freien Stunden, denn am nächsten Tag ging es bereits zum «Rural Camp». Eine lange Anreise stand uns bevor und vor allem einige Tage bei rudimentären und abenteuerlichen Bedingungen. Wir freuten uns schon sehr darauf!