Fabienne Oetiker, Bachelorstudentin der ZHAW Soziale Arbeit, berichtet von der Studienreise nach Indien.

Alle Teilnehmenden der Gruppe fanden sich im Vogelpark des Campus ein, um  gemeinsam eine letzte Reflexion Session der gesamten Reise zu machen. Wir widmeten uns auch der Frage, wie wir Professionellen in der Schweiz erklären können, was Soziale Arbeit in Indien bedeutet. Anbei einige Argumente: Soziale Arbeit als Lifestyle, unmittelbarer Impact der Arbeit, sehr niederschwellig, Vernetzung ist zentral, Community Ansatz, ganz andere soziale Probleme, Spenden und Freiwilligen Arbeit haben einen hohen Stellenwert, spontanes Handeln noch möglich, „Wer zahlt, befiehlt“: grosses Spannungsfeld, Kooperationsgedanken im Fokus und Gesetze würden bestehen, jedoch hapert es an der Umsetzung.

Es stellte sich auch heraus, dass viele Teilnehmende in Zukunft wieder mehr den Fokus auf die Mikroebene im kulturellen Bereich setzen möchten. Sprich mehr Selbstverständnis für KlientInnen mit Migrationshintergrund in ihrer Situation aufzubringen. Wir haben selbst erlebt, wie es sich anfühlt und wie anspruchsvoll es ist, sich in einem Land mit anderen kulturellen Codes zu Recht zu finden. Ebenso wurde der Equity Aspekt erwähnt, sich diesem mehr zu widmen und im politischen Bereich aktiver zu werden.

Nach dem Austausch in der Gruppe fand auf dem Campus mit den OrganisatorInnen der Christ University eine weitere Reflexion statt. Jede teilnehmende Person machte eine spontane Kurzpräsentation ihrer Erlebnisse in den besuchten Organisationen. Es wurden gegenseitige Highlights seitens der ProfessorInnen der Uni als auch der ZHAW Dozentinnen Esther Bussmann, Susanne Nef und Prof. Dr. Ursula Blosser (kurz zuvor in Bangalore angereist) definiert. Der Abschlussaustausch war herzlich und zeigte sich auch zu guter Letzt in der Übergabe eines Zertifikats für die Teilnahme an der Studienreise.

Dann hiess es für uns alle AUF WIEDERSEHEN zu sagen und alles Erlebte erst einmal setzen zu lassen. NAMASTE, incredible India.