Pascal Kunz, Bachelorstudent der ZHAW Soziale Arbeit, berichtet von seinem Austauschsemester in Berlin.

Die ersten Eindrücke einer Stadt wie Berlin in Worte zu fassen, ist zugegebenermassen nicht die einfachste Sache der Welt, denn selbst ein gewöhnlicher Spaziergang durch die Berliner Strassen oder eine Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet eine breite Reihe an Spannendem zu sehen und erleben. Genau das war es auch, was mich dazu gebracht hat, den Schritt zu wagen und mich ins Abenteuer Berlin zu stürzen.

Versprayte Hauswand in Berlin

In meinen zehn Besuchen hier in dieser Stadt vor meinem Aufenthalt als Austauschstudent habe ich oft festgestellt, dass dies ein sehr aussergewöhnlicher Ort ist mit extremen Kontrasten und viel Akzeptanz für alle Lebensformen. Die Alice Salomon Hochschule ist davon nicht ausgenommen. Sie ist ausgezeichnet als eine «familiengerechte Hochschule», was bedeutet, dass alle Studierenden mit Kindern diese mitnehmen können und es tonnenweise Angebote gibt für diese, wie Kinderbetreuung, Wickeltische, Ruheräume und vieles mehr. Es interessieren sich des Weiteren viele Studierende z.B. für «Gender and Queer Studies». So wie auch ich. Diesem Thema wird hier viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Auch wenn die ASH Berlin in den ersten Tagen sehr chaotisch schien, habe ich schnell gemerkt, dass dieses Chaos auch eine Menge Flexibilität und angenehme Eigenverantwortung mit sich bringt. So zum Beispiel bei der Auswahl der Module. Im Unterschied zur ZHAW können hier sämtliche Module in den ersten zwei Wochen erstmal besucht werden, bevor man sich dann fix für die Interessantesten einschreiben kann. Doch nicht nur das, denn auch der Stundenplan ist flexibel gestaltbar, was unheimlich praktisch ist.

Sollte man in der ganzen Freiheit und Flexibilität jedoch einmal den Überblick verlieren, steht uns Austauschstudierenden ein ganzes Team an Mitarbeitenden der ASH zur Verfügung, welche uns mit viel Geduld und Arbeitserfahrung zur Seite stehen und uns sehr kompetent bei allen nur denkbaren Schwierigkeiten, welche im Verlauf eines Austauschsemesters so eintreffen könnten, helfen. 🙂 Der Leitspruch des «International Office» heisst hier «it will all work out», was sich bisher auch bewahrheitet hat.

Nun, Berlin ist für mich die Stadt der unendlichen Möglichkeiten und dies wird mir jeden Tag wieder vor Augen geführt. Auch wenn ich noch nicht lange hier bin, darf ich behaupten, dass ich mich schon jetzt sehr zu Hause fühle. Die Stadt macht es einem ja auch einfach. Berliner Schnauze hin oder her. Aber meine Zeit hier hat ja gerade erst begonnen…

Sicht auf Fluss und Wohngebäude inmitten Berlins.

Ansicht des Regierungsgebäudes von Berlin von aussen